Super Bowl wetten in der Schweiz: zwei bewilligte Veranstalter, eine kurze Liste erlaubter Märkte

Updated Oktober 2026
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Ein ovaler Lederball liegt auf einem Rasen, dahinter ragt ein gelbes Torgestell in den Abendhimmel.

Stand: Oktober 29, 2026. Die Bewilligungsangaben wurden gegen die Veranstalterlisten und die Bewilligungsangaben der Gespa und der beiden Schweizer Veranstalter geprüft.

Der Super Bowl LX fand am 8. Februar 2026 im Levi's Stadium in Santa Clara, Kalifornien statt; die Seattle Seahawks gewannen 29:13 gegen die New England Patriots.

Der Super Bowl LX ist gespielt. Am 8. Februar 2026 gewannen die Seattle Seahawks im Levi’s Stadium in Santa Clara mit 29:13 gegen die New England Patriots, 70’823 Zuschauer waren im Stadion, Kenneth Walker III lief 135 Yards und wurde zum wertvollsten Spieler gewählt, und Kicker Jason Myers stellte mit fünf Field Goals einen Rekord auf. Wer heute nach einer Wette auf den Super Bowl sucht, sucht also nicht mehr dieses Spiel. Der nächste Termin steht: der Super Bowl LXI am 14. Februar 2027 im SoFi Stadium in Inglewood, Kalifornien. Bis dahin läuft eine ganze Saison, und auf diesem Weg durch Herbst, Playoffs und Finale lässt sich jede Woche etwas anderes wetten als nur der Sieger.

Was in der Schweiz dabei herauskommt, hängt weniger an der Einschätzung der Teams als an einer Zahl, die selten im Vordergrund steht: dem Abstand zwischen Quote und Wahrscheinlichkeit. Diese Seite handelt davon, was ein Super-Bowl-Tipp hierzulande kostet — in Franken gerechnet, nicht in Prozenten der Treffsicherheit. Zwei Veranstalter dürfen in der Schweiz überhaupt Sportwetten anbieten, beide gehören den Kantonen, und beide arbeiten mit einer begrenzten Liste erlaubter Sportarten und Wettarten. Alles andere, was unter Schweizer Adresse beworben wird, steht ohne hiesige Bewilligung da.

Vorneweg die unbequeme Wahrheit über Tipps: Es gibt keinen sicheren. Wer auf einen Tipp setzt, weil er zuversichtlich klingt, verwechselt eine Einschätzung mit einem Ergebnis. Die National Football League spielt ein Ausscheidungssystem, in dem ein einziges Spiel die Saison einer Mannschaft beendet, und genau daraus entsteht die Quote — nicht aus Gewissheit. In der Verlängerung des Super Bowl LI 2017 gewannen die New England Patriots 34:28 gegen die Atlanta Falcons, nachdem sie zur Pause weit zurücklagen. Was ein Modell vorher für unmöglich hielt, stand am Ende auf der Anzeigetafel.

Wie eine Super-Bowl-Einschätzung entsteht — Form, Verletzungen, Statistik

Ein Footballspiel zwischen zwei Profimannschaften lässt sich nicht auf ein Ergebnis rechnen. Es lässt sich aber sortieren. Wer selbst überlegt, bevor er eine Quote annimmt, arbeitet mit wenigen Grössen, und die lassen sich in eine Reihenfolge bringen.

Ein Sofa mit Wolldecke und eine Schale Popcorn auf dem Couchtisch in einem Wohnzimmer bei Lampenlicht am späten Abend.
Der Super Bowl LXI ist für den 14. Februar 2027 im SoFi Stadium in Inglewood, Kalifornien angesetzt.

Die erste ist die Form über mehrere Spiele und nicht über das letzte. Eine Offensive, die in vier von fünf Partien über dreissig Punkte erzielt, sagt mehr als ein einzelner Ausreisser nach oben oder unten. Die zweite ist die Personallage, und sie wiegt im Football schwerer als in fast jeder anderen Sportart, weil kein Team einen echten Doppelgänger für seinen Passgeber oder seinen Angriffsblock hat. Eine Verletzung auf einer Schlüsselposition verschiebt eine Quote stärker als jede Serie. Die dritte ist die Struktur des Spiels: Pässe pro Versuch, zugelassene Raumgewinne in der Defensive, Strafzeiten, Ballverluste. Diese Zahlen sagen etwas über die Art, wie eine Mannschaft Spiele gewinnt — mit langen Angriffen oder mit schnellen Punkten. Und die vierte ist die Quote selbst, die alle diese Punkte schon verarbeitet hat.

Die eigenen Hausaufgaben dienen nicht dazu, das Ergebnis vorherzusagen. Sie dienen dazu, eine Quote zu erkennen, die von der eigenen Einschätzung abweicht. Wer denkt, dass die Wahrscheinlichkeit eines Sieges höher liegt als der Preis ausdrückt, hat eine Begründung für eine Wette. Nicht mehr.

Die zweite Regel betrifft die Zahl der Wetten. Bei jedem einzelnen Tipp auf eine Mannschaft steckt im Preis ein Abschlag von ungefähr fünf Prozent — das ist die Rechnung, die im Abschnitt «Was in einer Quote steckt» in Franken aufgemacht wird. Über eine ganze Saison wettet niemand gegen diesen Abschlag, sondern gegen ihn und gegen die eigene Einschätzung gleichzeitig. Viele Wetten mit kleinerem Vorteil und grösserem Volumen laufen deshalb schneller ins Minus als wenige, überlegte. Auch das ist eine Kostenaussage, keine Haltung.

Ein Zahlenbeispiel für die Grössenordnung: Eine faire Münze mit zwei gleich wahrscheinlichen Ausgängen hätte eine Quote von 2.00 auf beiden Seiten. Stehen dort 1.90, dann rechnet die Mehrheit der Gelegenheitswettenden mit den 2.00 und bekommt 1.90 — der Unterschied ist der Preis für die Annehmlichkeit, das Spiel in der Hand zu halten. Bei einem Einsatz von CHF 100 auf 1.90 sind das sechs Franken gegenüber der fairen Quote, die der Wettende nicht sieht, weil sie nie auf dem Wettschein stand.

Über die Saison kommen weitere Posten dazu, die nichts mit der Quote zu tun haben und trotzdem Franken kosten. Eine Wette, die live während eines Spiels abgeschlossen wird, hat einen Preis, der sich mit dem Spielstand bewegt — wer in der Emotion nach einem Ballverlust abschliesst, nimmt häufig genau den schlechtesten Preis des Tages. Wer dagegen vor dem Anpfiff abschliesst, kann den Preis in Ruhe vergleichen, hat aber keinen Einfluss mehr auf die Aufstellung.

Die letzte Grösse ist die Einzahlung selbst. Bei den bewilligten Veranstaltern gibt es kein Kreditkonto und keine Überziehung: wer mitspielen will, muss zuerst Geld auf ein Spielerkonto legen. Das klingt selbstverständlich und ist trotzdem die wirksamste Kostenbremse im ganzen System, weil ein nicht eingezahlter Franken gar nicht erst verloren gehen kann.

Der Super Bowl gilt als der Grossanlass schlechthin, und an solchen Abenden ist die Zahl der abgeschlossenen Wetten am höchsten. Die Erwartungshaltung der Marketingabteilungen — «sichere Sache», «Tipp des Tages», «höchste Quote garantiert» — steht in keinem Verhältnis zum, was eine Quote technisch leisten kann. Sie gibt zwei Zahlen auf eine Frage, nicht Wissen über die Antwort.

Systemwetten und Livewetten — zwei Werkzeuge mit unterschiedlichem Preis

Wer nicht eine einzige Kombination, sondern mehrere Reihen spielt und dabei die Kombinationstiefe variiert, spielt eine Systemwette. Bei Sporttip liegt der Höchsteinsatz für eine Systemwette bei CHF 10’000, während eine Einzel- oder Kombinationswette auf CHF 1’000 begrenzt ist. Der höhere Rahmen ist kein Geschenk, sondern eine Einschätzung: das Werkzeug richtet sich an Spielende, die mehrere Kombinationen übereinander legen und damit mehr Risiko je Abend tragen.

Ein Bürogebäude aus Glas in der Dämmerung mit beleuchteten Fenstern, gesehen von einer Strassenecke.
Der erste Super Bowl wurde 1967 als AFL-NFL World Championship Game ausgetragen; der Name «Super Bowl» wurde 1969 offiziell.

Livewetten sind das teurere Werkzeug, weil der Preis wandert. Bei Sporttip gilt eine Livewette unabhängig davon, ob das Ereignis im Fernsehen oder im Stream übertragen wird — wer live wettet, sieht das nicht als Bedingung. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs abgeschlossen werden, zählen mit einer Quote von 1.00. Und in spielentscheidenden Situationen — Strafstoss, Ausschluss, Entscheid des Videoschiedsrichters — kann Swisslos eine Wette ebenfalls mit 1.00 werten. Das ist eine Regel, die auf den ersten Blick harmlos klingt und in der Praxis bedeutet: Der Einsatz kommt zurück, der Gewinn entfällt. Der Preis der Livewette ist also nicht nur die niedrigere Quote, sondern auch die Chance, gar nicht im Spiel gewesen zu sein.

Super-Bowl-Wettquoten und Wettarten: Sieger, Kombi, Spezial

Quoten entstehen aus zwei Quellen. Die eine ist eine Schätzung der Wahrscheinlichkeiten, die andere ist die Frage, wie viel Geld auf welcher Seite liegt. Stehen sehr viele Einsätze auf einem Team, sinkt dessen Quote, weil der Veranstalter sein Risiko ausgleichen will. Wer eine Quote liest, liest daher keine Prognose, sondern ein Angebot.

Was in einer Quote steckt, wenn man sie auseinandernimmt

Nehmen wir ein Marktbeispiel mit zwei Ausgängen und Quoten von 1.90 auf beiden Seiten — ausdrücklich eine Beispielrechnung, kein Angebot. Setzt man die beiden Quoten in die Formel für den Auszahlungsanteil ein, ergibt sich ein Schlüssel von ungefähr 105,3 Prozent. Über die Kehrwerte gerechnet liegt der Auszahlungsanteil dieses Marktes zwischen rund 94,5 und 95,5 Prozent, je nach Rundung der Quoten — die Marge beträgt entsprechend etwa 4,5 bis 5,5 Prozent des Umsatzes. Die Spanne ist eine Rundungsspanne und keine Ungenauigkeit: sie zeigt, dass eine Quote mit zwei Kommastellen nie genau sagt, was sie kostet.

Was bedeutet der Mittelwert dieser Spanne für den Leser? Bei einer Quote von 1.90 bräuchte man im fairen Markt eine Trefferwahrscheinlichkeit von 52,63 Prozent, um mit gepunktetem Ergebnis auszusteigen. Bei 1.90 liegt die Schwelle bei 1 geteilt durch 1.90, also rund 52,6 Prozent. Zwischen beiden Werten liegt der ganze Unterschied — und der ist keine Meinungsfrage.

Die Rechnung lässt sich auch als Kostenlinie lesen: Ein Franken Umsatz verliert im Durchschnitt einen Bruchteil eines Prozents — über einen Abend und über viele Wetten wird daraus ein Betrag, der sich nicht wegoptimieren lässt, sondern nur begrenzen.

Von der Siegerwette bis zur Spezialwette — was Sporttip zulässt

Die erlaubten Wettarten stehen nicht in der freien Verfügung des Veranstalters. Der Katalog der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten der Gespa bildet eine geschlossene Liste; sie enthält nach dem massgeblichen Stand keine Ecken- und Kartenmärkte und keine Esport-Rubrik. Was eine klassische Super-Bowl-Wette kennzeichnet, ist damit deutlicher, als eine Selbstdarstellung es sagt: es sind Märkte mit einer klaren, überprüfbaren Grundlage.

Die Siegerwette ist die einfachste Form und die einzige, deren Preis sich ohne zusätzliche Regel genau ablesen lässt. Bei Sporttip öffnet sie sich für die kommende Saison erst mit dem Wettprogramm, und bis dahin ist über die konkrete Höhe der Quoten nichts zu sagen — wer die Quote sehen will, muss sie zur richtigen Zeit im Wettprogramm nachschlagen.

Spezialwetten, die über Sieg oder Niederlage hinausgehen, folgen im Football demselben Mechanismus: jede Voraussage benötigt eine eigene Grundlage und einen eigenen Preis. Ein Vorhersagemarkt, der auf einem Spielaufbau gründet, ist billiger zu stellen — er hängt an einer Verletzung, an einem Trainerentscheid oder an einem Wetterumschwung, und diese Faktoren kennen beide Seiten nicht.

Und schliesslich gibt es die Form, die kein Gewinn ist: der Quotenboost. Bei Sporttip gilt er nur online und nur für Einzelwetten vor dem Anpfiff auf eine Voraussage; der Profitboost erhöht den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettendem nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert. Entscheidend ist der Preis des Werkzeugs: bei einem Cash-Out verfällt der Boost.

Die Marge im Kombischein — warum die Zusatzquote kein Geschenk ist

Beim Kombisport-Boost verlangt Sporttip mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50 und staffelt den Bonus auf den Nettogewinn: fünf Prozent bei vier, zwanzig Prozent bei sieben, vierzig Prozent bei zehn und hundert Prozent bei fünfzehn solchen Voraussagen. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert.

Der Bonus gilt nur online, für Vorabwetten, Livewetten und Systemwetten. Damit kostet derselbe Wettschein über die Filiale deutlich mehr als über das Online-Konto. Wer die Bonusstaffel als Rendite liest, übersieht zweierlei. Zum einen wächst die Zahl der Voraussetzungen mit der Zahl der Voraussagen — fünfzehn Voraussagen mit einer Mindestquote von je 1.50 verlangen nicht nur fünfzehn richtige Entscheidungen, sondern auch fünfzehn Spiele in einem Zeitraum. Zum anderen steigt mit jedem zusätzlichen Bein die Zahl der Ereignisse, die das gesamte Ergebnis zunichtemachen können.

Das ist der eigentliche Preis der Kombination: nicht ein einzelner Prozentsatz, sondern die Kumulation. Ein Franken Einsatz auf eine Kombination mit einer Quote von 2.10 bringt 2.10 zurück und einen Nettogewinn von 1.10; derselbe Franken auf eine Kombination aus zwei solchen Paarungen bringt 4.41 zurück — aber nur, wenn beide eintreffen. Verglichen mit zwei einzelnen Franken auf dieselben Paarungen zeigt sich der Unterschied schnell: zwei Einzelwetten mit je 1.10 Nettogewinn bringen zusammen 2.20, die Kombination bringt 2.31 — mit dem Haken, dass bei einem falschen Bein nicht mehr eines von zwei Ergebnissen fehlt, sondern alle beide.

Der Weg zum Finale: Spielplan, Austragungsort und Termin

Warum der Super Bowl im Kalender anders aussieht als eine Liga

Der Super Bowl wird traditionell am zweiten Sonntag im Februar ausgetragen. Diese Regel erklärt mehr als jede Vorhersage über Teilnehmer: sie macht den Termin planbar, sie macht die Playoffs kurz, und sie macht das Finale zu einem einzigen Spiel ohne Rückspiel. Im europäischen Ligaalltag ist ein solcher Endpunkt ungewohnt. Hier entscheidet ein Nachmittag in Kalifornien über eine Saison, die im September begonnen hat.

Diese Verdichtung ist auch für die Wettenden ein Kostenfaktor. In einer Liga über 34 Spieltage lassen sich Verläufe über Wochen korrigieren; ein einzelnes Finalspiel verzeiht nichts. Und die Vorbereitung auf dieses Spiel fällt in eine Zeit, in der in der Schweiz Eishockey, Fussball und Handball den Sportteil füllen — der amerikanische Football ist Randprogramm, was sich in der Zahl der angebotenen Märkte niederschlägt.

Die Saisonstruktur folgt dem gleichen Muster wie die Terminierung: die reguläre Saison führt in die Playoffs, die Playoffs führen in ein einziges Endspiel. Wer auf den Sieger des Endspiels setzen will, wettet also zuerst auf den Weg dorthin — oder wartet ab und nimmt einen kürzeren Preis in Kauf. Die Playoffs beginnen am 10. Januar, den Abschluss des Playoff-Fensters wird Indianapolis am 7. Februar ausrichten.

Die grosse Bühne Abendessen — wo das Spiel läuft

Der Super Bowl ist ein Fernsehabend mit sehr hohen Preisen. Rund um das Endspiel kostet ein Werbespot von dreissig Sekunden zehn Millionen US-Dollar; beim Super Bowl LX traten Sean Kinney und Jon Bon Jovi auf. Wer in der Schweiz das Spiel sehen will, muss zwischen zwei Wegen wählen: die Übertragung eines Fernsehsenders, die im Paket enthalten ist, oder einen separaten Streaming-Dienst. Für Wettende ist diese Wahl keine Nebensache, weil die meisten Livewetten nur dann sinnvoll sind, wenn das Geschehen sichtbar ist.

Was das Fernsehbild mit den Wetten verbindet, ist nicht nur die Unterhaltung. Es ist auch der Grund, warum Wetten während des Spiels teurer sind als davor: der Veranstalter weiss, dass der Zuschauer mitten in einer Handlung sitzt und weniger vergleicht.

Vergleich der bewilligten Veranstalter und der ausländischen Plattformen

Zehn Plattformen stehen hier nebeneinander, und sie bilden keine gemeinsame Gruppe. Zwei von ihnen haben eine Schweizer Bewilligung, die anderen acht haben keine. Sie stehen trotzdem in derselben Übersicht, weil Schweizer Spielende ihnen begegnen — in Anzeigen, in Suchresultaten, in Foren. Eine Rangliste, die das verschweigt, wäre eine Werbeliste.

Die Bewilligung ist das erste Kriterium und nicht eines unter vielen. Ein Veranstalter mit Schweizer Bewilligung ist an das Geldspielgesetz gebunden: an die Altersgrenze, an die Sorgfaltspflichten bei der Identitätsprüfung, an das Sperrsystem, an die Auszahlung auf ein Konto auf den Namen des Kontoinhabers. Ein Anbieter ohne Bewilligung ist an diese Regeln nicht gebunden — nicht weil er sich ihnen widersetzt, sondern weil sie für ihn nicht gelten.

Und das zweite Kriterium ist der Umfang des Angebots. Ein Engel mit offener Produktpalette und ein Engel mit klassischem Sportwettennprogramm sind nicht dasselbe, und wie das Angebot sich verzweigt, hängt eng mit der Frage zusammen, wie viele Märkte es überhaupt geben darf. Wessen Liste kürzer ist, hat ein kleineres Angebot als sein Marketing suggeriert.

Marke Bewilligung in der Schweiz Veranstalterin oder gemeldete Bewilligung Wo das Konto offen steht
Swisslos Sporttip Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel; Aufsicht: Gespa Deutschschweizer Kantone, Tessin und Fürstentum Liechtenstein
Loterie Romande Jouez Sport Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande; Aufsicht: Gespa Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura
Playzilla keine Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung: nicht feststellbar nur mit Wohnsitz im Ausland
Betscore keine Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung: nicht feststellbar nur mit Wohnsitz im Ausland
Wettigo keine Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung: nicht feststellbar nur mit Wohnsitz im Ausland
Jackbit keine Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung: nicht feststellbar nur mit Wohnsitz im Ausland
Sportuna keine Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung: nicht feststellbar nur mit Wohnsitz im Ausland
FortuneJack keine Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung: nicht feststellbar nur mit Wohnsitz im Ausland
BetPanda keine Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung: nicht feststellbar nur mit Wohnsitz im Ausland
Bahigo keine Schweizer Bewilligung gemeldete Bewilligung: nicht feststellbar nur mit Wohnsitz im Ausland

Auffällig ist, wie einheitlich die zweite Gruppe in der Spalte der gemeldeten Bewilligung dasteht. Das ist kein Rechercheversäumnis, sondern ein Merkmal dieser Gruppe: Die Bewilligung, auf die sich geworben wird, spielt in der Schweiz keine Rolle, weil das Geldspielgesetz einer ausländischen Bewilligung hier keine Wirkung beimisst. Was nützt eine Bewilligung, deren Aufsicht 9’000 Kilometer entfernt sitzt? Für den Streitfall nichts.

Wo Spielende ihr Konto eröffnen können — und was die Bewilligung absichert

Wer sein Konto bei Swisslos Sporttip eröffnen will, muss mindestens 18 Jahre alt sein und Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet haben. Schweizer Kantone gehören dazu – aber nicht alle, und Liechtenstein gehört ebenfalls dazu, Deutschland oder Österreich dagegen nicht. Auch eine bestehende Spielsperre schliesst die Registrierung aus, und jede Person darf sich nur einmal registrieren; die Angaben werden aus dem hochgeladenen Ausweis gelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft.

Bei Loterie Romande Jouez Sport gilt dasselbe Muster: Die Konten sind Spielenden mit Wohnsitz in den sechs Kantonen Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura vorbehalten. Das Netz ist dort dicht: 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende stehen für einen Vertrieb, der weit über das Onlinekonto hinausreicht.

Diese Aufteilung ist keine Willkür, sondern die direkte Folge der Gesetzgebung. Das Bundesgesetz über Geldspiele lässt Wetten nur über eine Veranstalterbewilligung zu, und diese Bewilligung gilt nur innerhalb der Schweiz; die Kantone wiederum haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Das erklärt, warum eine Liste der bewilligten Anbieter hier kurz ausfällt: Sie ist nicht unvollständig, sie ist kurz.

Wer in einem Kanton ohne eigene Veranstalterin wohnt, findet dort trotzdem Verkaufsstellen. Der Unterschied zwischen den beiden liegt nicht im Mechanismus, sondern im Produktnamen und in der Westschweizer oder Deutschschweizer Ansprache.

Was das Geldspielgesetz vorgibt und was es offen lässt

Die Aufsicht liegt bei der Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern. Sie ist nicht die ESBK; die Aufsicht über die Casinos ist eine andere. Wer in der Schweiz Sportwetten anbietet, braucht zwei Bewilligungen: eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung für das einzelne Spiel.

Was gewettet werden darf, ist in einer Liste geregelt: zugelassene Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten. Nach dem Stand vom 10. September 2026 sind Ecken- und Kartenmärkte darin nicht vorgesehen, und eine Esport-Rubrik fehlt. Wer solche Märkte auf einer Plattform sieht, sieht sie ausserhalb des Schweizer Rahmens. Ebenso verboten sind Wetten auf Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen.

Geht es um Livewetten, ist der gesetzliche Rahmen offener, als man erwarten würde: Das Geldspielgesetz enthält keine Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte. Livewetten sind erlaubt, wenn der Veranstalter entsprechend verfügt — und wer welche Live-Märkte anbietet, ist eine Frage seines Wettprogramms, nicht der Rechtsordnung.

Ebenfalls ungeregelt ist der Cash-Out. Das Gesetz kennt ihn nicht, und wer ihn nutzt, nutzt eine Funktion des Veranstalters, nicht ein Recht. Bei Sporttip ist der Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten verfügbar, vor dem Anpfiff und live, aber ausschliesslich online und nur als vollständiger Ausstieg — eine Teilauszahlung gibt es nicht. Ein ausgeführter Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Auszahlungsbetrag liegt zudem unter dem möglichen Gewinn bei regulärem Ausgang, hängt vom Spielstand ab und kann jederzeit geändert werden; Swisslos muss Cash-Out nicht einmal anbieten.

Auszahlungen sind an ein Konto auf den Namen des Kontoinhabers gebunden. Das schliesst anonyme Auszahlungen in der bewilligten Schweizer Sportwette aus. Es gibt keinen Kredit: Kontoüberziehung gibt es nicht.

Wer ohne Bewilligung ein Grossspiel organisiert, macht sich strafbar — bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder eine Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahren. Der Spielende wird nach der Praxis des Bundesamts für Justiz nicht bestraft; Einsätze und Gewinne können aber in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden. Und weil kein Schweizer Rechtsschutz greift, fehlt jede Kontrolle darüber, ob am Ende ausgezahlt wird, was ausgezahlt werden sollte.

Die Gespa führt zudem eine Sperrliste mit ausländischen Domains, die Schweizer Telekommunikationsanbieter per DNS-Sperre blockieren. Die erste Liste erschien am 3. September 2019; Ende 2025 umfasste sie 671 Domains. Blockierte Adressen werden innerhalb von Stunden ersetzt — ein Katz-und-Maus-Spiel, das für den Spielenden bedeutet, dass die Erreichbarkeit nichts über die Bewilligung sagt.

Was ausländische Konkurrenz praktisch bedeutet, lässt sich in drei Sätzen zusammenfassen: keine Schweizer Bewilligung, kein Eintrag im Schweizer Sperrsystem, keine Schweizer Adresse für Streitigkeiten. Keine dieser drei Lücken ist damit entschuldigt, dass der Anbieter gut aussieht.

Limiten, Steuern und der Abschlag: Was das Spielen kostet

Bei Sporttip müssen Spielende vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für einen, sieben und dreissig Tage festlegen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Wer die Limite senken will, kann das sofort tun. Wer sie erhöhen will, wartet. Swisslos und Loterie Romande wenden hier 72 Stunden an; die gesetzliche Frist für eine Erhöhung beträgt 24 Stunden. Eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils dreissig Tage ist zusätzlich möglich. Der Veranstalter schreibt die Limiten nicht vor, er muss sie nur verlangen: Das Geldspielgesetz überlässt die Festlegung der Höhe dem Spielenden. Der einzige Moment, in dem man rational entscheidet, ist der Moment, in dem noch kein Spiel läuft.

Beim Zugang sieht es ähnlich aus. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für ein bis 180 Tage selbst sperren, und die Sperre wird vor Ablauf nicht aufgehoben. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für die Casinos einschliesslich der Online-Casinos. Eine solche Sperre kann nur nach Mindestens drei Monaten aufgehoben werden, und eine Fachstelle ist daran beteiligt. Eine selbstgewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden.

Wer einen gewerblichen Rat sucht, wo die eigene Grenze liegen soll, hat bei den beiden Veranstaltern ohnehin keine Wahl: Die Limiten werden ohnehin verlangt. Interessant ist also nur noch, wie hoch man sie ansetzt und ob man sie während einer laufenden Saison senkt oder erhöht.

Der Super Bowl ist in dieser Hinsicht ein besonderer Abend: ein einmaliges Ereignis im Februar, ein Fernsehabend, ein Spiel, das nach dem Schlusspfiff vorbei ist. Das senkt die Hemmschwelle für einen grösseren Einsatz. Wer dort mit einer Tageslimite von CHF 900 spielt, hat vorab entschieden, was der Abend kosten darf. Wer die Limite erst setzt, während das Spiel läuft, entscheidet nicht mehr frei.

Was der Gewinn den Fiskus angeht — Freibetrag und Verrechnungssteuer

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind einkommenssteuerfrei, solange sie den Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn nicht übersteigen. Auf Bundesebene liegt dieser Schwellenwert ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000; 2025 lag er bei CHF 1’070’400. Die kantonalen Schwellenwerte weichen davon ab. Wer also wissen will, wo die eigene Grenze liegt, fragt die kantonale Steuerverwaltung und trägt keine Zahl aus einem anderen Kanton auf seine Situation.

Oberhalb des Freibetrags behält der Veranstalter 35 Prozent Verrechnungssteuer ein. Diese Steuer ist zurückforderbar, wenn der Gewinn in der Steuererklärung deklariert wird. Dass dieser Mechanismus überhaupt greift, sagt bereits, um welche Grössenordnung es geht: Der typische Wettende gewinnt weit unter dem Freibetrag und zahlt auf seinen Gewinn weder Einkommens- noch Verrechnungssteuer. Eine Steuer auf dem Einsatz gibt es in der Schweiz nicht, und wer eine solche Abgabe in einer Beratung nennt, kennt das System nicht.

Anders sieht es bei Gewinnen aus dem Ausland aus. Sie unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, werden aber steuerlich anders behandelt: Die kantonale Praxis etwa im Kanton Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als vollständig steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Wer bei einer Plattform ohne Schweizer Bewilligung gewinnt, gewinnt also steuerlich gesehen nicht dasselbe wie bei Sporttip. Für die eigene Situation ist die Steuerberatung oder die kantonale Steuerverwaltung die richtige Adresse.

Wie Swisslos mit den Mitteln umgeht

Der Reingewinn von Swisslos aus 2025 betrug CHF 562 Millionen. CHF 506 Millionen gingen an die kantonalen Fonds, CHF 56 Millionen an die Stiftung Sportförderung Schweiz für Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und Sporthilfe. Aus den Sportwetten stammten davon CHF 109 Millionen, nach CHF 122 Millionen im Jahr 2024. Die Mittel sind also nicht irgendwo, sondern in den Kantonen. Ob das ein Wettender beim Abschluss einer Wette im Kopf haben muss, ist eine andere Frage. Für die Bewertung des Angebots spielt es eine Rolle, weil es erklärt, weshalb der Gesetzgeber an zwei Veranstalter festhält: ein breites Angebot an konzessionierten Anbietern mit ausländischen Konzernen wäre eine andere Eigentümerstruktur.

Der Abschlag in einer Quote, in Franken gerechnet

Die Marge ist keine Gebühr, die irgendwo abgebucht wird. Sie steckt im Preis, den der Veranstalter zu zahlen bereit ist – und zwar in jedem einzelnen. Der Vergleich mit einem anderen Markt hilft: Wer eine Wette abschliesst, verliert an diesem Abend nicht sichtbar Geld in dem Moment, in dem die Wette abgegeben wird, sondern erhält im Erfolgsfall weniger, als er bei einem Markt ohne Abschlag erhalten würde. Das Ausmass lässt sich aus den Quoten ablesen.

Zur Veranschaulichung: Zwei Ausgänge, je 1.90. Die beiden Kehrwerte addieren sich zu rund 1.0526. Der Auszahlungsanteil liegt zwischen rund 94,5 und 95,5 Prozent, der Anteil des Veranstalters am Umsatz im selben Band. Über eine Saison mit vielen Wetten wird aus dieser Zahl ein Betrag, der grösser ist als der einzelne Einsatz, den ein Wettender bei einer Plus-Quote hätte.

Das ist der Grund, warum die Wahl des Veranstalters in der Schweiz wenig Spielraum lässt: Bei zwei bewilligten Veranstaltern gibt es keinen Preiskampf um die Marge, dafür aber einen gesetzlichen Rahmen, der die Marge nicht reguliert. Das ist die eine Seite der Bewilligung, die unangenehm sein kann.

Die Bewilligungslage in der Übersicht

Ein Vergleich der schweizerischen und ausländischen Anbieter muss bei der Bewilligung anfangen, sonst vergleicht er Äpfel mit Birnen. Die folgende Übersicht ordnet zehn Plattformen nach ihrer Bewilligungsstellung ein: zwei Veranstalter mit Schweizer Bewilligung, acht Plattformen ohne Schweizer Bewilligung.

Ein Onlinekonto bei einem bewilligten Veranstalter setzt Wohnsitz in der Schweiz voraus, und in der Praxis im Gebiet der Veranstalterin. Zusammen decken Swisslos und Loterie Romande die ganze Schweiz ab, aber nicht überschneidungsfrei: Wer im Kanton Zürich wohnt, kann bei Loterie Romande kein Konto eröffnen, und wer im Kanton Genf wohnt, keines bei Swisslos Sporttip. Wer in beiden Gebieten wohnhaft ist – und das kommt vor – hat schlicht zwei Konten, nicht ein grösseres Angebot.

Was das Grossspielgesetz verbietet und was es offen lässt

Die Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten der Gespa ist eine Positivliste. Sie enthält nach dem Stand vom 10. September 2026 keine Ecken- und Kartenmärkte und keine Esport-Rubrik. Qualifikationsrunden stehen nur auf der Liste, wenn sie ausdrücklich genannt sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie genannt sind, und Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste den Eintritt in einen internationalen Wettbewerb oder das Podest entscheidet. Wetten auf Trainingsläufe sind ausgeschlossen.

Online müssen sich Spielende einmalig registrieren und ihre Identität prüfen lassen, eine Person darf nur ein Konto führen. Ausgeschlossene und minderjährige Personen haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne.

Die ausländischen Plattformen ohne Schweizer Bewilligung im Vergleich

Acht Plattformen, eine Gemeinsamkeit: Keine von ihnen verfügt über eine Schweizer Bewilligung. Sie sind hier aufgeführt, weil Spielende aus der Schweiz ihnen begegnen, und weil ein Vergleich ohne sie unvollständig wäre. Keine Bewertung auf dieser Seite bedeutet eine Empfehlung.

Playzilla — ohne Schweizer Bewilligung

Playzilla ist nach Schweizer Recht unbewilligt: Nur Swisslos und Loterie Romande dürfen Sportwetten anbieten. Damit fällt auch die Verbindung zum Schweizer Sperrsystem weg, und ein Streitfall hat keine Schweizer Adresse. Bereits das ist das entscheidende Kriterium. Ob die ausländische Aufsicht, unter der Playzilla arbeitet, in der Schweiz praktische Bedeutung hätte: Nein. Ein ausländischer Entscheid ist keine Schweizer Bewilligung. Dass die Domain auf die Sperrliste kommen kann, macht das Bild nicht besser, nur vollständiger.

Betscore — ohne Schweizer Bewilligung

Betscore steht in derselben Ausgangslage: keine Schweizer Bewilligung und deshalb auch kein Platz im Schweizer Sperrsystem. Was in der Praxis wegfällt, ist die Durchsetzbarkeit: Wer sich über eine Auszahlung beschwert, beschwert sich bei einer Stelle, die in der Schweiz keine Durchgriffsrechte hat. Bei einem bewilligten Veranstalter wäre dieselbe Beschwerde ein Fall für die Gespa. Alles andere ist offen — und offen ist bei einem Anbieter ohne Bewilligung kein Vorteil, wenn es um Geld geht. Der Austritt ist einfach, der Rückweg nicht.

Wettigo — ohne Schweizer Bewilligung

Wettigo hat keine Schweizer Bewilligung, und daran ändert sich nichts dadurch, dass die Kostenstruktur für den Betreiber ohne Schweizer Bewilligung niedriger ist — Swisslos und Loterie Romande tragen die Abgaben an die Kantone, die ein ausländisches Angebot nicht kennt. Das ist keine moralische Wertung, sondern eine Rechnung: Wer die Abgabe nicht trägt, kann denselben Preis günstiger anbieten oder die Differenz behalten. Für den Spielenden heisst das, dass eine bessere Quote nicht automatisch ein besseres Geschäft ist.

Jackbit — ohne Schweizer Bewilligung

Jackbit steht ohne Schweizer Bewilligung da — und ohne Schweizer Sperrsystem. Ein Punkt, der häufig übersehen wird: Das Sperrsystem gilt nicht nur für Swisslos, sondern auch für die Casinos einschliesslich der Online-Casinos. Wer dort freiwillig sperrt, sperrt sich in der Schweiz. Ein Anbieter, der nicht in dieses System eingebunden ist, umgeht diesen Schutz nicht, sondern kennt ihn gar nicht. Wer sein Spielverhalten im Griff behalten will, braucht dafür eine eigene Regel.

Sportuna — ohne Schweizer Bewilligung

Bei Sportuna fehlt die Schweizer Bewilligung, und mit ihr die Aufsicht durch die Gespa. Das ist für die Bewertung dieser Plattform der wesentliche Punkt: Das Angebot entzieht sich der Schweizer Prüfung, und zu Quoten, Limiten oder Zahlungswegen liegen keine öffentlich zugänglichen Informationen vor. Dass ausländische Plattformen in der Schweiz erreichbar sind, ändert nichts am Fehlen einer Schweizer Bewilligung.

FortuneJack — ohne Schweizer Bewilligung

FortuneJack hat keine Schweizer Bewilligung. Auffällig ist, dass eine Einbindung in das Schweizer Sperrsystem fehlt — die Sperre gilt schweizweit und für die Casinos einschliesslich der Online-Casinos, nicht aber für einen Anbieter ausserhalb der Bewilligung. Wer dort spielt, spielt ohne den Schweizer Mechanismus im Hintergrund. Erreichbarkeit über eine Schweizer Domain ist nicht dasselbe wie Bewilligung; und die Domain kann auf die Sperrliste kommen.

BetPanda — ohne Schweizer Bewilligung

BetPanda arbeitet ohne Schweizer Bewilligung und damit ohne Schweizer Rechtsweg. Für den Spielenden heisst das, dass er sich in einem Streitfall an eine ausländische Stelle wenden müsste — was bei einem Anbieter, der nach Schweizer Recht gar nicht auftreten darf, ein schwaches Instrument ist. Die fehlende Verbindung zum Sperrsystem ist der zweite Punkt derselben Medaille. Auf dieser Seite wird deshalb keine dieser Plattformen als Alternative zu einem bewilligten Veranstalter dargestellt.

Bahigo — ohne Schweizer Bewilligung

Bahigo steht ohne Schweizer Bewilligung da, und wie bei den übrigen Plattformen gilt: Swisslos und Loterie Romande sind die beiden einzigen, die hier eine Bewilligung besitzen. Was Bahigo anbietet, ist damit nicht Teil des Schweizer Sportwettenmarktes, sondern ein Angebot von aussen. Die Folge für den Spielenden ist keine moralische, sondern eine praktische: kein Schweizer Sperrsystem, keine Schweizer Aufsicht, kein Schweizer Gerichtsstand. Die Erreichbarkeit sagt darüber nichts.

Bedingungen, die den Preis einer Wette verändern

Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten einen Franken. Der Höchsteinsatz liegt für eine Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000, für eine Systemwette bei CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Wer eine grössere Summe auf ein Spiel setzen will, kann das nicht in einer einzigen Wette tun.

Dazu kommen die Regeln zur regulären Spielzeit. Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit. Eine Verlängerung und ein Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Der Super Bowl LI 2017 ging in die Verlängerung — die erste Verlängerung in der Geschichte des Finales. Wer auf ein Ergebnis in der regulären Spielzeit wettet, hat in einem solchen Spiel nicht verloren, aber auch nicht gewonnen, sondern den Ausgang nach den Regeln des Marktes, nicht nach dem, was auf dem Bildschirm passierte.

Und schliesslich die Altersgrenze: Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen, Personen unter 18 Jahren sind ausgeschlossen. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Ein Spieler des Finalisten ist also keine zulässige Zielgruppe für einen Tipp auf das eigene Spiel.

Swisslos Sporttip — der Platzhirsch mit Ortsgebundenheit

Swisslos ist die Veranstalterin der Deutschschweiz, des Tessins und Liechtensteins. Die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip, die Genossenschaft hat ihren Sitz in Basel, und die Grundlage ist die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Das Vertragsgebiet umfasst die Kantone Aargau, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Glarus, Graubünden, Luzern, Nidwalden, Obwalden, St. Gallen, Schaffhausen, Solothurn, Schwyz, Thurgau, Uri, Zug und Zürich sowie das Tessin und das Fürstentum Liechtenstein.

Das Online-Konto verlangt mindestens 18 Jahre und Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in diesem Gebiet, es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis gelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft.

Das Limitensystem ist das strengste, das diese Seite kennt. Vor der ersten Teilnahme müssen Verlustlimiten für einen, sieben und dreissig Tage gesetzt werden — Oberlimite CHF 9’999, unter 21 Jahren CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden nach den Bedingungen von Swisslos. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils dreissig Tage setzen. Der Zugang lässt sich produktbezogen für ein bis 180 Tage sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf; eine unbefristete Spielsperre landet in einem schweizweiten Register und gilt auch für Casinos einschliesslich der Online-Casinos sowie in Liechtenstein.

Was den Endspiel-Fan betrifft, kommt das teuerste Werkzeug dazu: der Cash-Out. Bei Swisslos ist der Cash-Out-Betrag tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, er hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten. Wer ihn online nutzen will, muss ihn vollständig nutzen – eine Teilauszahlung gibt es nicht, und rückgängig machen lässt er sich nicht.

Der Kombiboost von Sporttip gilt ebenso nur online – für Vorabwetten, Livewetten und Systemwetten – und verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1.50; der Bonus auf den Nettogewinn beträgt fünf Prozent bei vier, zwanzig Prozent bei sieben, vierzig Prozent bei zehn und hundert Prozent bei fünfzehn solchen Voraussagen, wobei Einsatz und Gewinnerhöhung limitiert sind. Der Boost verfällt bei einem Cash-Out. Auch der Quotenboost, der nur online und nur für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage gilt, ist pro Wettendem einmal nutzbar.

Und der hinterste Punkt: Das System verlangt Limiten, aber es verlangt keine niedrigen. Wer CHF 9’999 als Tageslimite einträgt, hat die Formalität erfüllt und die Bremse gelöst. Der Schutz liegt in der Zahl, die der Wettende selbst einträgt.

Loterie Romande Jouez Sport — das Pendant für die Westschweiz

Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Kontaktadresse ist die Avenue de Provence 14 in 1001 Lausanne. Zur Grösse gehören 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende.

Die Bewilligungslage entspricht der von Swisslos: eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz, unter Aufsicht der Gespa. Der Unterschied liegt im Vertriebsnetz und in der Sprache. 2’350 Verkaufsstellen sind für Schweizer Verhältnisse ein dichtes Netz. Dass die Westschweiz über eine eigene Veranstalterin verfügt, hat historische Gründe und ist heute Teil der Struktur.

Was den Leser betrifft, der mitten in der Westschweiz wohnt: Die Sperrregeln und das Sparpotenzial sind hier nicht weniger scharf als beim Nachbarn. Die Aufsicht ist dieselbe, die Limitenpflicht ist dieselbe, und die Verrechnungssteuer trifft ihn nach denselben Regeln.

Was die Zahlen auf dieser Seite wert sind

Alle Preise und Quoten in dieser Übersicht sind Momentaufnahmen vom Oktober 29, 2026; Quoten ändern sich laufend, und die Marge eines Marktes ist keine Konstante. Wer eine Zahl aus einem Artikel in eine Entscheidung übersetzt, sollte sie am Wettschein überprüfen – dort steht der Preis, der gilt. Die Bewilligungsangaben wurden gegen die Unterlagen der zuständigen Aufsichts- und Veranstalterangaben geprüft. Wer die eigene Situation beurteilen will, findet die massgeblichen Regeln in den Wettregeln und Teilnahmebedingungen des jeweiligen Veranstalters und in der Liste der zugelassenen Wettarten der Gespa.

Häufige Fragen zu Super-Bowl-Wetten in der Schweiz

Ja, aber nur bei den beiden bewilligten Veranstaltern: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und Loterie Romande mit Jouez Sport. Eine Schweizer Bewilligung gilt nur innerhalb der Schweiz, und die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Eine Liste weiterer bewilligter Buchmacher gibt es nicht, weil es keinen gibt. Online braucht es Wohnsitz im Gebiet der Veranstalterin; wer in der Deutschschweiz wohnt, kann dort nicht setzen, wo die Westschweiz setzt.

Steht American Football auf der Liste der zugelassenen Sportarten und Wettarten?

Der Katalog der Gespa ist eine Positivliste: nur was darin steht, darf angeboten werden. Qualifikationsrunden, Frauenwettbewerbe und Ranglistenwetten erscheinen nur, wenn sie ausdrücklich genannt sind, Wetten auf Trainingsläufe sind ausgeschlossen, und Ereignisse mit überwiegend minderjährigen Teilnehmenden sind gesperrt. Nach dem massgeblichen Stand finden sich darin keine Ecken- und Kartenmärkte und keine Esport-Rubrik. Wer solche Märkte sieht, sieht sie ausserhalb des Schweizer Rahmens.

Wann und wo findet der nächste Super Bowl statt?

Der Super Bowl LXI ist für den 14. Februar 2027 im SoFi Stadium in Inglewood, Kalifornien angesetzt. Der Super Bowl wird traditionell am zweiten Sonntag im Februar ausgetragen. Die letzte Ausgabe, Super Bowl LX, fand am 8. Februar 2026 im Levi’s Stadium in Santa Clara statt; die Seattle Seahawks gewannen 29:13 gegen die New England Patriots.

Wie entsteht eine Quote auf den Sieger, und was bedeutet die Marge?

Eine Quote entsteht aus einer Wahrscheinlichkeitsschätzung und der Verteilung der Einsätze. Die Marge ist der Anteil, den der Veranstalter einbehält. Bei einem Beispielmarkt mit zwei Ausgängen zu je 1.90 liegt der Auszahlungsanteil je nach Rundung zwischen rund 94,5 und 95,5 Prozent, die Marge entsprechend zwischen etwa 4,5 und 5,5 Prozent. Bei einem Einsatz von CHF 100 auf 1.90 sind das rund CHF 5 in der Marge.

Wie wird der Gewinn einer Kombiwette aus mehreren Quoten berechnet?

Die Quoten der einzelnen Voraussagen werden multipliziert, und der Einsatz wird mit dieser Gesamtquote multipliziert. Eine Kombination aus zwei Paarungen mit je 1.90 ergibt eine Gesamtquote von 3.61: aus CHF 1 werden bei Erfolg CHF 3.61, ein Nettogewinn von CHF 2.61. Alle Beine müssen eintreffen. Voneinander abhängige Ereignisse desselben Spiels lassen sich bei Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion verbinden.

Zählt eine Verlängerung bei Sporttip-Wetten zur regulären Spielzeit?

Nein. Die reguläre Spielzeit umfasst die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit. Eine Verlängerung und ein Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Der Super Bowl LI 2017 war der erste, der in die Verlängerung ging: Die New England Patriots gewannen 34:28 gegen die Atlanta Falcons.

Kombiwetten als Strategie: mehr Rendite oder nur mehr Fehlerquellen?

Kombiwetten sind die populärste Antwort auf den Abschlag in der Einzelwette, und sie funktionieren nur auf den ersten Blick. Wer mehrere Voraussagen in einen Schein legt, bekommt eine höhere Gesamtquote — und jeder einzelne Teil muss eintreffen. Damit ist die Kombination keine Strategie zur Steigerung der Trefferchance, sondern eine zur Steigerung des Einsatzes.

Bei Sporttip lassen sich voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung ausschliesslich über die Bet-Builder-Funktion kombinieren. Nimmt Veranstalter eine solche Kombination ohne diese Funktion irrtümlich an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Wer also eine Kombination aus demselben NFL-Spiel zusammenstellt — Sieg und Totalpunkte, Sieg und Punktabstand — geht durch diesen Filter und nicht daran vorbei.

Die Kombination ist nicht der Fehler. Der Fehler ist, dass eine höhere Gesamtquote im Kopf des Wettenden zu einer höheren Wahrscheinlichkeit umgedeutet wird. Sie ist eine Multiplikation von Wahrscheinlichkeiten, und die ergibt immer eine kleinere Zahl.

Inhalt erstellt vom Team «italienfussball»