Eredivisie-Wetten in der Schweiz – zwei bewilligte Wege, zehn geprüfte Namen
Ladevorgang...
Wer in der Schweiz auf die Eredivisie wetten will, hat genau zwei legale Adressen – und daneben eine lange Reihe von Namen, die keiner Schweizer Aufsicht unterstehen. Diese beiden Sätze erklären fast jede Frage, die danach kommt. Der Rest ist Handwerk: Wie hoch ist der Mindesteinsatz, was kostet der Cash-Out, welche Marge steckt in einer Quote, und was passiert mit einem Gewinn über CHF 1’071’000. Antworten darauf gibt es hier, nicht bei einem Anbieter auf Curaçao.
Datenstand: Oktober 29, 2026; die Bewilligungsangaben wurden gegen die Bewilligungs- und Sperrlisten der Gespa geprüft.
Das Eredivisie-Wettangebot in der Schweiz im Überblick
Die niederländische Profiliga ist 1956 gegründet worden und wird vom Verband KNVB organisiert. Achtzehn Vereine spielen Hin- und Rückrunde, macht 34 Spieltage pro Saison. Diese Zahl ist der eigentliche Grund, warum die Liga hierzulande überhaupt ein Thema ist: 306 Partien im Jahr bedeuten fast jeden Spieltag mehrere Märkte, und wer regelmässig setzt, trifft auf eine Liga, deren Ergebnisse sich recherchieren lassen, statt auf eine Randmeisterschaft mit drei Spielen pro Woche.

In der Schweiz ist die Auswahl trotzdem klein. Zwei Veranstalter dürfen Sportwetten anbieten, jeder mit eigenem Vertragsgebiet: Swisslos mit dem Produkt Sporttip für die Deutschschweizer Kantone, das Tessin und Liechtenstein, die Loterie Romande mit Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone. Ein Onlinekonto bekommt nur, wer im jeweiligen Gebiet wohnt. Wer in Genf sitzt, kann bei Sporttip nicht spielen; wer in Zürich sitzt, nicht bei Jouez Sport. Das ist keine Nuance, sondern die erste Frage, die sich vor jeder Quotensuche klärt.
Ob die Eredivisie überhaupt auf dem Wettprogramm steht, hängt am Katalog: Die Gespa führt eine Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten, und eine ausländische Liga ist nur spielbar, wenn sie dort aufgeführt ist. Qualifikationsrunden zählen nur, wenn sie in der Liste stehen, Frauenwettbewerbe ebenso, und Ranglistenwetten sind nur zulässig, wenn die Platzierung über den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder das Podest entscheidet. Corner- und Kartenmärkte sucht man in dieser Liste vergeblich, eine Esport-Sektion gibt es nicht. Wer ein Wettprogramm öffnet und dort eine Ecke-Wette findet – bei einem Schweizer Veranstalter wird er sie nicht finden.
Ein zweiter Punkt, den die wenigsten Spielenden vorher lesen: Der zugelassene Rahmen ist eine geschlossene Liste. Nicht «Sport ist erlaubt», sondern: diese Sportart, dieser Wettbewerb, diese Wettart. Das erklärt, warum die Auswahl bei einem bewilligten Anbieter an einer Stelle schmaler aussieht als bei einem ausländischen Portal, das jede Liga, jede Nischenliga und jeden Zweitmarkt führt. Schmaler heisst hier aber nicht schlechter organisiert.
Für den Alltag heisst das: Man prüft, ob die Partie im Programm steht, wählt die Wettart, und bekommt eine Quote, die der Veranstalter selbst stellt. Zwei Wettarten sind es typischerweise, die in der Praxis zählen. Die Einzelwette setzt auf ein Ereignis. Die Kombiwette verbindet mehrere Voraussagen, und die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten. Bei einer Kombination aus zwei Quoten von 2.10 und 3.40 steht am Ende 7.14 als Gesamtquote; ob einen das tröstet, wenn eine der beiden Voraussagen nicht eintrifft, entscheidet jeder selbst.
Was den Schweizer Markt von einem ausländischen unterscheidet, ist weniger die Quote als der Rahmen darum. Der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombiwette liegt bei CHF 1’000, für eine Systemwette bei CHF 10’000, und der Mindesteinsatz beginnt bei CHF 1. Über dieser Schwelle wird eine Wette nicht angenommen. Das klingt grosszügig, bis man in Rechnung stellt, dass bei einem ausländischen Portal ganz andere Summen durchgehen – und dass dahinter ein Verlustlimiten-Regime steht, das den Spielenden die eigene Bremse vorgibt statt einer Geldbörse freies Spiel.
Die Quote selbst ist kein Geschenk. Sie enthält die Marge, und die Marge ist der Teil jedes Einsatzes, den die Buchhaltung des Veranstalters von Anfang an behalten hat, bevor irgendein Ergebnis feststeht.
Eredivisie-Quoten und die Marge, die in jeder Zahl steckt
Wer die niederländische Liga als Erstes auf dem Radar hat, sucht nach Quoten. Der klarere Blick richtet sich aber auf das, was die Quote verschweigt. An drei Beispielzahlen lässt sich das zeigen, und es sind Beispiele, keine gestellten Preise: eine 1X2-Wette mit 2.10 auf den Heimverein, 3.40 auf das Unentschieden und 3.60 auf den Gast. Kein Live-Quotenschirm, kein zertifizierter Wert – einfach ein Zahlenbeispiel, das zeigt, wo das Geld bleibt.
Der Quotenschlüssel ist der Anteil aller Einsätze, den diese eine Gerade am Ende zurückzahlt. Man halbiert die Quoten nicht, sondern bildet die Summe ihrer Kehrwerte: 1 geteilt durch 2.10, plus 1 geteilt durch 3.40, plus 1 geteilt durch 3.60. Das ergibt ungefähr 0.4762 + 0.2941 + 0.2778, also rund 1’048. Der Auszahlungsanteil liegt damit bei etwa 95.4 %, und die Marge ist die Differenz zu 100 – nach dieser Rechnung rund 4,6 %. Bei einem so knappen Markt ist das ein guter Wert, und genau deshalb muss die Zahl mit ihrer Bedingung auf die Seite: Es ist die Marge dieses einen Beispiels, nicht die jeder Eredivisie-Partie.
Dazu kommt die Streuung, und sie ist grösser, als die Werbung glauben lässt. Ein Spitzenclub gegen den Tabellenletzten oder ein abgeschlagener Aussenseiter mit langen Quoten verschiebt den Auszahlungsanteil schnell um ein bis zwei Prozentpunkte nach unten. Ein Duell zweier etwa gleich starker Teams liegt näher am gerechneten Wert. «Günstige Quoten» ist darum eine Aussage, die sich nicht auf eine Liga beziehen lässt, sondern nur auf eine einzelne Begegnung. Und sie verschiebt sich in der Livewette weiter, abhängig davon, wie wahrscheinlich ein Treffer aus dem Spielverlauf gerade wirkt.
Die Rechnung, die aus einer Quote wieder eine Auszahlung macht, ist bei einer Schweizer Wette eine eigene Kostprobe. Der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal der Gesamtquote, und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf fünf Rappen genau abgerundet. Wer die Rundung für Haarspalterei der Buchhaltung hält, hat noch nicht versucht, sie auf dem Wettschein nachzurechnen. Der Effekt ist klein, er ist aber auf jeder Wette da.
Fussballplatz, Fahrrad, Kanal
Wer verstehen will, was Émulation und Erstliga-Niederlande zusammenhält, kommt an einer Eigenheit nicht vorbei: Die Liga spielt ihre Auf- und Abstiegsentscheidungen nicht allein in der Tabelle aus, sondern teilweise in Play-offs. Das ist für den Wettmarkt bedeutsamer, als es aussieht.
Wann Anbieter auseinandergehen
Warum also unterscheiden sich Quoten zweier Veranstalter, wenn beide dieselbe Partie bewerten? Weil sie ihren Auszahlungsanteil anders kalibrieren und weil sie unterschiedlich einschätzen, wie gross die Unsicherheit in einer Begegnung ist. Ein Club, dessen Kader sich im Winter verändert, ein Duell ohne internationalen Einsatzanreiz, eine Partie nach einer englischen Woche – all das verschiebt die Streuung der Ergebnisse und damit die Marge. Die Differenz zwischen zwei Anbietern ist also nicht der Beweis, dass einer «besser» rechnet, sondern der sichtbare Teil ihres Geschäftsmodells.
Für den Spielenden heisst das, die Quote an der Marge zu messen und nicht an der Grösse der Zahl. Eine hohe Quote ist kein Sonderangebot, sie ist bloss eine andere Wette.
Die Rechtslage: wer in der Schweiz überhaupt Wetten anbieten darf
Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel unter dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit dem 1. Januar 2019), und die Aufsicht liegt bei der Gespa in Bern – nicht bei der ESBK, die nur Casinos überwacht. Wer Wetten anbietet, braucht dafür zwei Bewilligungen: eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung. Eine Bewilligung gilt nur in der Schweiz.

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Swisslos mit Sporttip hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet ihre Spiele gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019; Sporttip läuft im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Tessin und im Fürstentum Liechtenstein. Die Loterie Romande betreibt Jouez Sport für die Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; sie nennt als Kontaktadresse die Avenue de Provence 14 in Lausanne und zählt 2’350 Verkaufsstellen sowie 221 Mitarbeitende. Mehr Veranstalter gibt es nicht, und es gibt auch keine Warteliste.
Was gesetzt werden darf, folgt dem bereits erwähnten geschlossenen Katalog. Dazu kommen zwei Randbedingungen, die man kennen sollte: Events, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ausgeschlossen, und wer als Wettkämpfer an einem Wettbewerb teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Livewetten sind erlaubt, vor dem Spiel und während des Spiels, sofern der Veranstalter eine entsprechende Bewilligung hält; eine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte besteht nicht. Cash-Out ist gesetzlich nicht geregelt und damit reine Produkteigenschaft des jeweiligen Anbieters.
Ein ausländisches Angebot hat in der Schweiz keine Geltung. Eine Bewilligung aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land entfaltet hier keine Wirkung. Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung zu veranstalten ist eine Straftat: bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre. Der Spielende wird nicht bestraft – aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Veranstalter eingezogen werden, und Schutz- oder Fairplay-Kontrollen gibt es nicht.
Gegen unerlaubte Angebote geht die Gespa mit einer Sperrliste vor, die Schweizer Telekommunikationsanbieter über DNS sperren. Die erste Liste stammt vom 3. September 2019, am Ende von 2025 standen 671 Domains darauf, und gesperrte Adressen werden innerhalb von Stunden ersetzt, weil die Anbieter ihre Domains wechseln. Gegen Zahlungen an solche Anbieter existiert in der Schweiz kein Sperrwerkzeug: Banken oder Kartennetzwerke blockieren diese Zahlungen nicht.
Der Weg zum eigenen Spielerkonto
Wer bei einem bewilligten Veranstalter online spielen will, muss mindestens 18 Jahre alt sein und Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im jeweiligen Vertragsgebiet haben. Es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Bei der Registrierung werden die Daten aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Pro Person besteht genau ein Konto mit verifizierter Identität.
Das ist der Punkt, an dem die Wege sich endgültig trennen. Wer im Vertragsgebiet wohnt, bekommt ein Konto mit Schweizer Aufsicht, Schweizer Sperrregister und Schweizer Rechtsschutz – und mit den Einschränkungen, die dazugehören. Wer ausserhalb wohnt oder sich diese Prüfung ersparen will, landet bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Dessen Bewilligung, sofern überhaupt eine besteht, ist im Inland ohne Kraft.
Auszahlung, Steuern und was am Ende übrig bleibt
Gewinne und Guthaben aus bewilligten Schweizer Wetten werden nur auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers ausgezahlt. Anonyme Auszahlungen oder Krypto-Auszahlungen existieren im bewilligten Schweizer Wettmarkt nicht, und Kredite an Spielende sind untersagt. Wer ein Angebot mit Auszahlung auf ein fremdes Konto bewirbt, hat damit schon erklärt, wo seine Bewilligung liegt.
Der steuerliche Rahmen ist für fast alle unspektakulär. Gewinne aus bewilligten Grossspielen – die ESTV nennt Sportwetten ausdrücklich – sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und werden erst darüber besteuert. Der massgebende Bundesbetrag liegt ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, im Jahr 2025 lag er bei CHF 1’070’400. Wer über dieser Schwelle gewinnt, dem werden 35 % Verrechnungssteuer abgezogen; zurück gibt es sie über die Deklaration in der Steuererklärung. Der kantonale Freibetrag weicht ab, je nach Kanton. Eine typische Sportwette gewinnt weit unter dieser Marke – kein Einkommenssteueranteil, keine Verrechnungssteuer auf dem Gewinn.
Bei ausländischen Anbietern sieht es anders aus: Verrechnungssteuer fällt dort nicht an, aber die kantonale Praxis etwa im Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als vollständig steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Das ist der steuerliche Preis des billigeren Weges. Verbindliche Auskunft gibt nur ein Steuerberater oder die kantonale Steuerverwaltung. Eine Steuer auf den Einsatz existiert in der Schweiz nicht.
Werbung und Gratisleistungen folgen eigenen Regeln. Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten. Werbung für ein in der Schweiz nicht bewilligtes Glücksspiel ist verboten und wird mit bis zu CHF 500’000 Busse geahndet. Gratisspielguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa; 2025 hat sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos erteilt. Ein Werbeverbot zu bestimmten Tageszeiten gibt es nicht.
Spielerschutz: Limiten, Pausen und die Spielsperre
Vor der ersten Teilnahme muss jede Person Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden – in den Statuten ist ein Tag mehr vorgesehen, doch Swisslos und die Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für je 30 Tage führen. Das Gesetz verlangt, dass die Veranstalterin einen oder mehrere Maximalwerte für Einsätze oder Verluste festlegt; in der Schweiz setzt der Spielende diese Werte und nicht der Staat.
Ein gesetzlich fixierter Einzahlungsdeckel für Sportwetten existiert nicht, und wer das Gegenteil behauptet, verwechselt Wett- und Casino-Regime. Casino-Limiten gelten für Casinos, nicht für Wetten.
Die zweite Bremse ist die Sperre. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, und die Sperre wird nicht vor Ablauf der Frist aufgehoben. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein – wer sich dort eintragen lässt, sperrt sich breiter, als er beim Öffnen des Wettbereichs erwartet. Eine freiwillige Sperre lässt sich erst nach drei Monaten wieder aufheben, und dabei ist eine Fachstelle beteiligt. Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden.
Ausgeschlossene oder minderjährige Spielende haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne. Das ist der nüchterne Kern: Wer gesperrt ist und trotzdem spielt, hat keinen Anspruch auf das Geld, wenn die Aufsicht es merkt. Bei Limiten und Sperren bleibt die Werbung des Anbieters aussen vor, denn das ist Aufsichtsrecht und keine Geschäftsbedingung.
Nimmt man die Kontrollzahlen hinzu, wird aus dem Regime ein Gemälde mit Rissen. Bei Testkäufen der Gespa wurden 2025 an Verkaufsstellen in 47,5 % von 200 Fällen Sportwetten an Minderjährige abgegeben. Wer also die Schweizer Aufsicht als lückenlose Mauer beschreibt, hat den Papierkram mit der Praxis verwechselt. Im Onlinebereich mit verifizierter Identität ist dieses Problem strukturell kleiner – an der Verkaufstheke ist es eine Zahl, die man kennen sollte.
Sportarten und Wettbewerbe: der Eredivisie-Spielplan als Wettkalender
Die Eredivisie 2025/26 lief vom 8. August 2025 bis zum 17. Mai 2026 mit 306 Spielen. Meister wurde PSV Eindhoven mit 84 Punkten aus 27 Siegen, 3 Unentschieden und 4 Niederlagen. Der Titel stand bereits am 29. Spieltag fest, so früh wie noch nie in der Ligageschichte. Abstiegen sind Heracles Almelo mit 19 Punkten und NAC Breda mit 29 Punkten; Torschützenkönig wurde Ayase Ueda von Feyenoord Rotterdam mit 25 Toren. Das ist die Saison, die der Quotensuche als Muster dient, und es ist ein Muster mit klaren Zäsuren.
Ein Kalender mit 34 Spieltagen erzeugt für Wettende mehrere verschiedene Lagen, und sie verhalten sich unterschiedlich. Am Saisonstart steht eine kurze Vorbereitung mit neuen Kadern; die Tabelle ist nach zwei Spieltagen noch kein Argument. Im Herbst und Winter spielt die Liga im dichten Rhythmus, während gleichzeitig europäische Verpflichtungen manche Vereine belasten. Gegen das Saisonende hin entscheidet sich die Meisterschaft zuweilen früh – PSV hatte 2025/26 nach dem 29. Spieltag nichts mehr zu verlieren und nichts mehr zu gewinnen –, während unten noch mehrere Vereine um den direkten Abstieg kämpfen. Ein Duell zwischen einem gesicherten Mittelfeldclub und einem Team, das auf ein Unentschieden angewiesen ist, hat andere Zutriebe als ein Spitzenspiel im November.
Zwei Play-off-Mechaniken sind für den Markt wichtiger als die Tabelle selbst. Seit der Saison 2019/20 steigt der 17. direkt ab, während der 16. in Play-offs gegen acht Vereine der Eerste Divisie um einen Platz spielt. Und seit 2008/09 spielen die Plätze 5 bis 8 in Hin- und Rückspiel-Play-offs um einen europäischen Startplatz; seit 2020/21 führt der Sieger in die UEFA Europa Conference League. Für den Wettmarkt bedeutet das, dass die Saison nicht am letzten regulären Spieltag endet – wer auf einen Endplatz setzt, muss das Format kennen, nicht nur die Tabelle. Zwei Spiele gegen dieselbe Mannschaft, mit Heimrecht entschieden, sind eine andere Wette als eine Tabellenplatzierung über 34 Spieltage.
Die Register haben in dieser Liga ebenfalls Gewicht. Rekordspieler der Eredivisie ist Jan Jongbloed mit 717 Einsätzen, Rekordtorschütze Willy van der Kuijlen mit 311 Toren. Solche Zahlen taugen nicht als Einschätzung für eine einzelne Partie, wohl aber als Massstab für die Länge der Liga: Es braucht viele Spielzeiten, um dorthin zu kommen – und entsprechend viel Geduld, um aus einer Saison einen Trend zu machen statt aus einer Woche.
Auf Schweizer Wettscheinen entscheidet am Ende die reguläre Spielzeit. Sie umfasst bei Sporttip die reguläre Spieldauer – im Fussball also 90 Minuten – plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Eine Wette auf den Sieger nach 90 Minuten und eine auf den Aufsteiger nach Verlängerung sind zwei verschiedene Dinge, und manch ein Wettschein hat das erst nach dem Spiel gelernt. Wer auf ein Play-off-Spiel setzt, sollte deshalb zuerst die Wettart lesen und dann die Quote anschauen.
Vergleich der Anbieter: Bewilligung zuerst, Quote danach
Die Reihenfolge in dieser Betrachtung folgt der Logik des Marktes: Bewilligung vor Quote, Gebiet vor Auswahl, Limite vor Bequemlichkeit. Der Grund ist einfach – eine Quote ohne Gültigkeit in der Schweiz ist ein Zahlenwert ohne durchsetzbaren Anspruch.
| Anbieter | Schweizer Bewilligung | Veranstalter beziehungsweise gemeldete Bewilligung |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel (BGS, SR 935.51, Aufsicht Gespa) | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel; ausschliesslich über die Interkantonale Vereinbarung vom 20. Mai 2019 befugt |
| Loterie Romande Jouez Sport | Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel (BGS, SR 935.51, Aufsicht Gespa) | Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne; sechs Westschweizer Kantone |
| Betovo | Keine Schweizer Bewilligung | Gemeldete Bewilligung ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Unibet | Keine Schweizer Bewilligung | Gemeldete Bewilligung ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| BetAlright | Keine Schweizer Bewilligung | Gemeldete Bewilligung ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Rabona | Keine Schweizer Bewilligung | Gemeldete Bewilligung ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| WirWetten | Keine Schweizer Bewilligung | Gemeldete Bewilligung ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Wettigo | Keine Schweizer Bewilligung | Gemeldete Bewilligung ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| AmunRa | Keine Schweizer Bewilligung | Gemeldete Bewilligung ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| 20Bet | Keine Schweizer Bewilligung | Gemeldete Bewilligung ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
Die Tabelle zeigt keine Rangfolge der Quote, sondern eine Rangfolge des Rechtswegs. Zwei Zeilen tragen eine Schweizer Bewilligung, acht tragen keine. Für die acht bedeutet das: keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsschutz, keine Möglichkeit, gegen eine Entscheidung im Inland vorzugehen. Dass die gemeldeten Bewilligungen mehrheitlich nicht einmal feststellbar sind, macht die Sache nicht besser – eine Bewilligung, deren Herkunft offenbleibt, ist im Inland ohnehin ohne Kraft.
1. Swisslos Sporttip: das Kontingent der Deutschschweiz
Swisslos ist zusammen mit der Loterie Romande eine der beiden Veranstalter, die das interkantonale Recht überhaupt zulässt. Sitz in Basel, gegründet als Genossenschaft, tätig gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung vom 20. Mai 2019. Sporttip ist das Wettprodukt, und ein Onlinekonto steht nur Personen offen, die im Vertragsgebiet wohnen: in den Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, im Tessin und im Fürstentum Liechtenstein. Wer ausserhalb dieses Gebiets wohnt, kommt nicht an ein Konto, so bereitwillig er sonst wäre.
Die Konditionen, die den Alltag formen, sind konkret. Mindesteinsatz CHF 1, Höchsteinsatz CHF 1’000 für eine Einzel- oder Kombinationswette und CHF 10’000 für eine Systemwette; Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Vor der ersten Teilnahme sind Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage zu setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren. Eine Senkung wirkt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Der Zugang lässt sich produktbezogen für 1 bis 180 Tage sperren, und eine unbefristete Sperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen.
Cash-Out ist vorhanden, aber mit Bedingungen, die man liest, bevor man auf den Knopf drückt. Es gibt ihn für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; anbieten muss Swisslos Cash-Out nicht für alle Wetten. In der Praxis ist der Knopf also ein Ausstieg mit Abschlag, kein zweiter Gewinnweg.
Die Livewette hat ihre eigenen Regeln. Eine Wette gilt unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00; in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Roter Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid kann Swisslos Wetten ebenfalls mit 1.00 werten. Das ist die Kehrseite der Live-Bequemlichkeit, und wer schon einmal gedacht hat, sein Klick sei schneller gewesen als das Tor, weiss, was gemeint ist.
Zwei Zusatzprodukte mit Bedingungen: Der Quotenboost gilt nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, der Profitboost erhöht den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz; beide sind pro Wettende nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Der Kombiboost gilt ebenfalls nur online, für Prematch-, Live- und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit je mindestens Quote 1.50; der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen, wobei Einsatz und Gewinnerhöhung limitiert sind. Voneinander abhängige Ereignisse derselben Sportveranstaltung lassen sich nur über die Bet-Builder-Funktion kombinieren; nimmt Swisslos eine solche Kombination irrtümlich ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombiwette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten.
Was Swisslos mit dem Geld tut, ist Teil des Bildes: Für 2025 verteilte sie einen Reingewinn von CHF 562 Mio., davon CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz für Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und Sporthilfe; aus den Sportwetten stammten CHF 109 Mio. nach CHF 122 Mio. im Vorjahr. Wer hier spielt, fördert Sport und Kultur im eigenen Kanton – ob das ein Trost bei einem verlorenen Kombischein ist, bleibt Geschmackssache.
Die Bewertung fällt über ein Merkmal, das kein ausländisches Portal kopieren kann: Sporttip ist einer von zwei Veranstaltern überhaupt, und dieser Status ist der ganze Wert. Alles andere folgt daraus, auch die Nachteile. Ein Höchsteinsatz von CHF 1’000 und ein geschlossener Wettbewerbskatalog sind keine Mängel der Sorgfalt, sondern der Preis für ein Angebot mit Schweizer Rechtsschutz und Sperrregister. Wer fünfstellig setzen will, wird hier nicht glücklich; wer zum ersten Mal auf eine Eredivisie-Partie setzen will und ein Konto in Zürich führt, findet hier das Angebot, das sein Wohnsitz zulässt.
2. Loterie Romande Jouez Sport: dasselbe Recht, anderes Gebiet
Die Loterie Romande ist die zweite der beiden bewilligten Veranstalterinnen und betreibt Jouez Sport. Ihr Gebiet sind die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Als Kontaktadresse nennt sie die Avenue de Provence 14 in Lausanne, und sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende. Ein Onlinekonto bekommt nur, wer in einem dieser sechs Kantone wohnt – dieselbe Hürde wie bei Sporttip, nur an der Sprachgrenze statt an der Kantonsgrenze.
Für das Wettgeschäft gilt derselbe gesetzliche Rahmen wie für Swisslos. Die beiden Anbieter unterscheiden sich nicht in der Bewilligungsart: Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung für ein Grossspiel, Aufsicht durch die Gespa, Kraft der Bewilligung nur in der Schweiz. Wer die Wahl zwischen beiden hätte, würde also nicht zwischen zwei Rechtsordnungen wählen, sondern zwischen zwei Gebietskörperschaften.
Die Verkaufsstellendichte ist der praktische Unterschied. 2’350 Annahmestellen in sechs Kantonen bedeuten, dass in der Westschweiz eine Sportwette auch ohne Onlinekonto erreichbar ist – an der Theke, mit dem Wettschein in der Hand. Das ist für alle relevant, die kein Onlinekonto führen wollen oder keines erhalten, weil sie ausserhalb des Gebiets wohnen und regelmässig innerhalb unterwegs sind. Wer dagegen im Kanton Zürich sitzt, kann bei Jouez Sport kein Konto eröffnen, so oft er auch in Genf arbeitet – der Wohnsitz entscheidet, nicht der Aufenthaltsort beim Setzen.
Bei Limiten, Sperren und Spielerschutz gelten die bundesrechtlichen Vorgaben in gleicher Weise wie bei Swisslos, und die Westschweizer Veranstalterin wendet in ihren eigenen Bedingungen ebenfalls die 72-Stunden-Frist für eine Erhöhung der Verlustlimite an. Wer die genauen Konditionen für Jouez Sport braucht, liest sie in den Teilnahmebedingungen des Veranstalters; sie stehen nicht in dieser Aufstellung.
In der Bewertung schneidet Jouez Sport über die Reichweite des Vertriebs ab: ein Veranstalter mit Schweizer Bewilligung und einem Filialnetz, das eine Wette ohne Bildschirm möglich macht, aber ein Onlinekonto nur für sechs Kantone. Die Wahl zwischen den zwei bewilligten Wegen reduziert sich damit auf eine einzige Frage, nämlich die Adresse auf dem Ausweis.
3. Betovo: ohne Schweizer Bewilligung
Betovo gehört zur Gruppe der Anbieter, die in der Schweiz keine Bewilligung haben. Die Schweizer Sportwetten sind auf zwei Veranstalter begrenzt, und Betovo ist keiner davon; eine gemeldete Bewilligung entfaltet nach Art. 4 BGS im Inland keine Wirkung. Damit fehlen die Anbindung an das Schweizer Sperrregister, der Schweizer Rechtsweg und jede Schweizer Aufsicht über die Auszahlung. Domains solcher Anbieter können auf der Sperrliste der Gespa landen und über DNS gesperrt werden.
Der springende Punkt ist nicht die Frage, ob dort gewettet werden kann. Er ist, was bei einem Streit geschieht. Ein Wettschein, dessen Bedingungen ausserhalb der Schweiz durchgesetzt werden müssten, ist im Konfliktfall ein Dokument ohne Durchsetzungskraft – und die Einziehung von Einsätzen und Gewinnen in einem Verfahren gegen den Anbieter trifft den Spielenden, nicht die Firma. Wer hier auf eine Eredivisie-Partie setzt, setzt auf die Kulanz des Anbieters, nicht auf eine Bewilligung.
Was von aussen sichtbar bleibt, ist das Produktversprechen: eine breite Ligaauswahl und ein Wettprogramm ohne die Grenzen des Schweizer Katalogs. Dieses Mehr an Auswahl ist echt, nur eben nicht erkauft mit Schweizer Rechtsschutz, sondern finanziert durch die Abwesenheit davon. Wer diesen Tausch bewusst eingeht, sollte ihn wenigstens bewusst eingehen.
4. Unibet: ohne Schweizer Bewilligung
Unibet zählt zu den ausländischen Namen ohne Schweizer Bewilligung. Auch hier ist die gemeldete Bewilligung im Inland ohne Wirkung, die Verbindung zum Schweizer Sperrregister fehlt, und ein Schweizer Rechtsweg besteht nicht. Bei einem Streit um eine Auszahlung oder um eine strittige Wettwertung bleibt nur der Weg über eine Aufsichtsbehörde im Ausland, deren Entscheid in der Schweiz nicht durchgesetzt werden kann.
Der Reiz solcher Marken liegt in der Bekanntheit. Ein Name, der auf vielen Trikots und in vielen Werbebannern auftaucht, fühlt sich verlässlicher an, als er nach Schweizer Massstab ist. Genau hier setzt die Werbebeschränkung an: Werbung für Glücksspiel, das in der Schweiz nicht bewilligt ist, ist untersagt und kann mit einer Busse bis CHF 500’000 geahndet werden. Die Sichtbarkeit eines Namens ist deshalb kein Qualitätsnachweis, sondern im Gegenteil oft ein Hinweis darauf, dass er ausserhalb des bewilligten Rahmens agiert.
Für die Eredivisie bedeutet das: Die Partien sind dort zu finden, der Zugriff ist einfach, und der Preis dafür steht nicht auf der Seite, sondern im Kleingedruckten.
5. BetAlright: ohne Schweizer Bewilligung
BetAlright fällt in dieselbe Kategorie: keine Schweizer Bewilligung, keine Anbindung an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsschutz, und die Domain kann auf der Gespa-Sperrliste erscheinen. Für Schweizer Spielende heisst das, dass ihre Einsätze ausserhalb jeder hiesigen Kontrolle liegen – nicht nur rechtlich, sondern auch operativ, von der Quotenstellung bis zur Auszahlungsdauer.
Was ein Spieler dabei verliert, ist weniger die Quote als die Nachvollziehbarkeit. Ein bewilligter Schweizer Anbieter steht unter Aufsicht und muss bei Beschwerden Rechenschaft ablegen; ein Anbieter ohne Bewilligung schuldet diese Rechenschaft niemandem in der Schweiz. Wer auf der Suche nach einem grossen Wettprogramm ist, sollte deshalb zuerst fragen, an wen er sich wendet, wenn etwas schiefgeht.
6. Rabona: ohne Schweizer Bewilligung
Rabona gehört zur Gruppe der ausländischen Anbieter, die in der Schweiz keine Bewilligung halten. Die gesetzliche Grundlage ist eindeutig: Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen hier Sportwetten anbieten, und eine Bewilligung aus einem anderen Land gilt «nur in der Schweiz» nicht. Damit entfallen zugleich Sperrregister-Anbindung, Schweizer Aufsicht und der inländische Rechtsweg.
Der praktische Unterschied zu einem bewilligten Anbieter zeigt sich selten beim Setzen und häufig beim Auszahlen. Eine Auszahlung auf ein Konto im Namen des Kontoinhabers ist im bewilligten Schweizer Markt zwingend – eine Struktur, die auch dem Schutz vor Konto-Missbrauch dient. Wo diese Pflicht nicht gilt, ist die Rückverfolgung eines Betrags eine Frage der Kulanz. Für die Eredivisie als Liga mit 34 Spieltagen und vielen Live-Möglichkeiten bleibt der Anreiz gross; die Frage ist nur, wem man dabei sein Geld anvertraut.
7. WirWetten: ohne Schweizer Bewilligung
WirWetten ist ein weiterer Name ohne Schweizer Bewilligung, und damit ohne die Merkmale, die den Schweizer Wettmarkt ausmachen: keine Aufsicht durch die Gespa, keine Verbindung zum Sperrregister, keine Schweizer Rechtsmittel. Für die Einschätzung heisst das, dass jede Prüfung eines Streitfalls ausserhalb der Schweiz stattfinden müsste, in einer Rechtsordnung, deren Regeln der Spielende in der Regel nicht kennt.
Ein deutschsprachiger Markenauftritt erzeugt Nähe, die rechtlich nicht existiert. Die Sprache einer Website sagt nichts über ihren Aufsichtsstatus. Wer die Angaben prüfen will, findet die Grundlage in den Bedingungen und in der Bewilligungsangabe des jeweiligen Anbieters – nicht in seiner Werbung.
8. Wettigo: ohne Schweizer Bewilligung
Wettigo reiht sich in die Gruppe der ausländischen Portale ohne Schweizer Bewilligung ein. Die gemeldete Bewilligung ist im Inland ohne Kraft, das Sperrregister kennt den Anbieter nicht, und eine Schweizer Beschwerdestelle existiert für ihn nicht. Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Veranstalter eingezogen werden, ohne dass der Spielende selbst bestraft wird.
Für die Eredivisie ist ein solches Angebot ein zusätzlicher Kanal für dieselben Partien, die auf Schweizer Wettscheinen stehen – nicht mehr und nicht weniger. Der Unterschied liegt nicht im Sport, sondern im Rahmen darum.
9. AmunRa: ohne Schweizer Bewilligung
AmunRa gehört ebenfalls zu den Anbietern ohne Schweizer Bewilligung. Damit gilt für dieses Angebot, was für jeden ausländischen Anbieter gilt: keine Geltung der ausländischen Bewilligung im Inland, keine Aufsicht, keine Anbindung an das schweizerische Sperrregister, keine Schweizer Durchsetzung von Ansprüchen.
Ein Konto dort anzulegen, ist eine Entscheidung gegen den Schweizer Rahmen und nicht nur gegen dessen Bequemlichkeit. Wer in der Schweiz wohnt und in der Schweiz ein Wettkonto führt, hat bei einem bewilligten Anbieter eine Aufsichtsbehörde in Reichweite, bei diesem nicht.
10. 20Bet: ohne Schweizer Bewilligung
20Bet ist der zehnte Name in dieser Aufstellung und teilt das Merkmal der Gruppe: keine Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Bewilligung gilt hier nicht, und das Sperrregister führt den Anbieter nicht. Die Folge sind der fehlende Schweizer Rechtsweg und das Fehlen jeder hiesigen Kontrolle über Auszahlung und Wettwertung.
Sein Wettprogramm deckt die Eredivisie ab, und für Spielende, die vor allem die schiere Marktauswahl suchen, ist das ein Argument. Es ist nur eines, das gegen die drei Punkte abgewogen werden muss, die ein bewilligter Anbieter bietet: eine Aufsicht, die einschreiten kann, ein Sperrregister, das für Ruhe sorgt, und ein Rechtsweg im eigenen Land.
Was ein Gratisspielguthaben in Schweizer Wetten wert ist
Gratisspielguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa, und 2025 hat sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos erteilt. Das ist eine kleine Zahl für ein ganzes Land, und sie erklärt, warum grosse Bonusangebote im Schweizer Markt selten sind: Ein Gratisspielguthaben ist hier ein bewilligungspflichtiger Vorgang, keine Marketingausgabe. Über Beträge und Bedingungen entscheidet der Veranstalter in seinen eigenen Bedingungen.
Wert und Bedingung lassen sich trotzdem sauber trennen. Ein Gratisspielguthaben, das auf Sportwetten anwendbar ist, ist nicht dasselbe wie ein Gratisspiel an einem Automaten, und ein Freiwettguthaben ist nicht dasselbe wie Geld auf dem Konto. Wer sein Guthaben auf eine Eredivisie-Partie setzt, muss mit drei Stellschrauben rechnen: der Mindestquote, ab der die Wette für das Guthaben zählt, der Wettart, auf die es anwendbar ist, und dem Betrag, der als Gewinn tatsächlich ausgezahlt wird. Keine davon steht auf dem Werbebild. Sie stehen in den Teilnahmebedingungen, und wer sie nicht liest, hat nicht ein Guthaben erhalten, sondern einen Wettschein mit Vorgaben.
Dasselbe gilt für Boosts. Bei Sporttip ist der Quotenboost nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage anwendbar, pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei einem Cash-Out verfällt er. Der Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen mit je mindestens Quote 1.50 und erhöht den Nettogewinn um 5, 20, 40 oder 100 %, je nach Anzahl solcher Voraussagen. Die Erhöhung klingt nach viel, und sie ist an Bedingungen geknüpft, die vor der Wette entschieden sein müssen. Ein Boost, der nur auf eine Voraussage gilt und bei einem Cash-Out verschwindet, ist ein Rabatt auf ein Ergebnis, das eintreffen muss.
Im ausländischen und im bewilligten Schweizer Markt ist der Nenner mindestens so wichtig wie die Leistung: Wert entsteht aus Quote mal Einsatz, und davon geht der Teil ab, den die Marge von vornherein einbehalten hat.
Schätzung über viele Wetten: der Kostenhorizont einer Offerte
Die folgende Rechnung ist eine statistische Schätzung über viele Wetten, kein Versprechen für eine einzelne. Sie beschreibt, was eine Offerte im Durchschnitt kostet, nicht was ein einzelner Wettschein auszahlt.
Der Ausgangspunkt ist dieselbe illustrative 1X2-Gerade mit 2.10, 3.40 und 3.60. Aus ihren Kehrwerten ergibt sich ein Auszahlungsanteil von rund 95,4 % und damit eine Marge von rund 4,6 %. Nimmt man eine Marge von 4,6 % als Massstab, kostet das Durchspielen von CHF 1’000 an Einsätzen im Erwartungswert rund CHF 46 – unter der Annahme, dass über viele Wetten hinweg auf dieselbe Art von Markt mit derselben Marge gesetzt wird. Das ist keine Prognose für einen Abend; es ist die Rechnung, die zeigt, was die Marge über einen längeren Zeitraum aus einem Einsatzvolumen macht.
Der Effekt skaliert linear mit dem Umsatz und nicht mit dem Glück. Wer sein Volumen verdoppelt, verdoppelt auch den erwarteten Kostenanteil. Bei einem Markt mit einer Marge im Bereich von 4,6 % wie in diesem Beispiel ist der Abstand zu einem Markt mit einer deutlich höheren Marge grösser als der Abstand zwischen zwei Anbietern bei derselben Partie. Die Wahl des Marktes und der Wettart wirkt damit stärker auf die Kosten als die Suche nach der höchsten Quote für eine einzelne Begegnung.
Was diese Schätzung nicht sagt: wie ein einzelner Wettschein ausgeht. Sie sagt, was über viele Wetten hinweg von einem Einsatzvolumen bei der Buchhaltung bleibt – und dass eine Quote, die um wenige Hundertstel besser ist, die Rechnung nicht umdreht. Wer einen Kombischein mit acht Voraussagen spielt, vervielfacht nicht nur die mögliche Auszahlung, sondern auch den Umsatz, über den diese Marge wirkt.
Daraus folgt die praktische Reihenfolge beim Blick auf ein Angebot. Zuerst die Bewilligung, weil sie über die Durchsetzbarkeit entscheidet. Dann das Wohnsitzgebiet, weil es die Zugangsfrage entscheidet. Dann der Mindesteinsatz und die Höchstlimite, weil sie die Grösse des Einsatzes begrenzen. Erst danach die Quote. Vier Prüfungen, in dieser Ordnung, und keine davon braucht ein Werbebanner.
Häufige Fragen zu Eredivisie-Wetten in der Schweiz
Kann man in der Schweiz auf die Eredivisie wetten, und bei welchen Veranstaltern?
Ja, sofern der Wettbewerb im Katalog der Gespa aufgeführt ist. Anbieten dürfen Sportwetten in der Schweiz nur zwei Veranstalter: Swisslos mit dem Produkt Sporttip für die Deutschschweizer Kantone, das Tessin und Liechtenstein, sowie die Loterie Romande mit Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone. Ein Onlinekonto setzt Wohnsitz im jeweiligen Vertragsgebiet voraus.
Steht die niederländische Liga auf der Gespa-Liste der zugelassenen Wettbewerbe?
Der massgebende Katalog ist die Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten, die von der Gespa geführt und laufend nachgeführt wird. Eine ausländische Liga ist nur spielbar, wenn sie darin aufgeführt ist; Qualifikationsrunden und Frauenwettbewerbe gelten nur, sofern sie in der Liste stehen. Welche Wettbewerbe im aktuellen Stand enthalten sind, prüft man im Wettprogramm und in der Liste selbst.
Wie wird ein Gewinn aus Einsatz und Quote berechnet?
Der Gewinnbetrag einer Schweizer Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal der Gesamtquote, also dem Produkt der Einzelquoten. Aus zwei Quoten von 2.10 und 3.40 wird damit eine Gesamtquote von 7.14. Der Betrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und anschliessend auf fünf Rappen genau abgerundet.
Welche Marge steckt in Eredivisie-Quoten, und warum unterscheiden sich Anbieter?
Die Marge ist der Teil jedes Einsatzes, den der Veranstalter einbehält. Bei einem illustrative 1X2-Markt mit 2.10, 3.40 und 3.60 liegt der Auszahlungsanteil bei rund 95,4 % und die Marge damit bei rund 4,6 %. Die Streuung ist gross: Ein Spiel mit klarem Favoriten und langen Aussenseiterquoten hat typischerweise eine höhere Marge, ein Duell zweier etwa gleich starker Teams eine tiefere.
Was zählt bei Sporttip als reguläre Spielzeit einer Fussballwette?
Als reguläre Spielzeit gilt die reguläre Spieldauer – im Fussball also 90 Minuten – plus die Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm ausdrücklich darauf hinweist oder wenn sie selbst Gegenstand der Wette sind. Bei Play-off-Partien der Eredivisie entscheidet damit die Wettart darüber, welches Ergebnis für den Wettschein zählt.
Welche Verlustlimiten und Sperren gelten für Wettende in der Schweiz?
Vor der ersten Teilnahme müssen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine Spielsperre möglich, die produktbezogen für 1 bis 180 Tage gilt; eine unbefristete Sperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen.
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Inhalt erstellt vom Team «italienfussball»
