Handballwetten Schweiz 2026: Was zwei bewilligte Veranstalter kosten und was acht ohne Bewilligung riskieren
Ladevorgang...
Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel, und ein Grossspiel hat eine begrenzte Zahl von Veranstaltern. Das ist der erste Satz, den man über Handballwetten in diesem Land wissen muss. Handball ist dabei kein Nischenprodukt mit Sonderregeln: Die Grundlagen von Spielzeit, Verlängerung und Siebenmeterwerfen entscheiden darüber, was eine Wette am Ende wirklich abdeckt, und die Liste der Aufsichtsbehörde entscheidet darüber, auf welche Partien überhaupt eine Wette angeboten werden darf.
Stand: Oktober 29, 2026. Die Angaben zu den Bewilligungen wurden gegen die Bewilligungs- und Sperrlisten der Gespa geprüft, die Angaben zum Wettangebot gegen die Spielregeln und Teilnahmebedingungen der beiden Veranstalter.
Für den Leser heisst das eine Umstellung. Wer aus einem Markt mit zwanzig Buchmachern anreist, sucht den besten Preis. Wer hier liest, sucht zuerst die Tür, die überhaupt offensteht. Danach folgt die Frage, was hinter dieser Tür ein Angebot wert ist — und dort wird es interessant, weil Quote, Marge und Limiten in einem Zwei-Anbieter-Markt etwas anderes bedeuten als in einem mit Wettbewerb.
Die Rechtslage: was das Geldspielgesetz beim Sportwetten zulässt
Online-Sportwetten fallen unter das Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019) und werden von der Gespa beaufsichtigt — der Interkantonalen Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern, deren Grundlage das Geldspielkonkordat ist, in Kraft seit dem 1. Januar 2021. Die Eidgenössische Spielbankenkommission ist hier nicht zuständig; sie beaufsichtigt ausschliesslich die Casinos. Diese Zuständigkeit ist keine Formalität, sondern entscheidet darüber, wer eine Bewilligung erteilen darf und wer nicht.

Eine Bewilligung braucht es zweimal: als Veranstalterbewilligung und, für jedes einzelne Spiel, als Spielbewilligung. Sie gilt nur in der Schweiz. Und der entscheidende Punkt: Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Es gibt keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, weil es keine gibt. Die Gespa veröffentlicht nur eine Sperrliste der blockierten ausländischen Domains — dazu im Abschnitt «Die Sperrliste: blockierte Domains, die in Stunden verschwinden» mehr.
Swisslos und Loterie Romande: die zwei Veranstalter und ihre Gebiete
Swisslos ist die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel. Sie veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020), und die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Ihr Vertragsgebiet umfasst die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, dazu den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein.

Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Als Kontaktadresse nennt sie die Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne, und sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende.
Ein Onlinekonto ist nur für Personen mit Wohnsitz in der Schweiz möglich — und in der Praxis nur im Gebiet des jeweiligen Veranstalters. Wer in Zürich wohnt, kommt bei Jouez Sport nicht an ein Konto. Wer in Genf wohnt, nicht bei Sporttip. Das ist keine Kulanzfrage, die sich mit einem Anruf klären lässt.
Was auf der Liste steht: Sportarten, Wettbewerbe, Wettarten
Das bewilligte Angebot ist eine geschlossene Liste. Die Gespa führt die zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten (Fassung vom 10.09.2026, gestützt auf Art. 25 BGS und Art. 29 VGS). Die Regeln dieser Liste sind eng gefasst: Qualifikationsrunden stehen nur darin, wenn sie gelistet sind. Frauenwettbewerbe ebenfalls nur, wenn sie gelistet sind. Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder das Podest entscheidet. Wetten auf Trainingsläufe sind ausgeschlossen. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt.
Wer auf Eck- oder Kartenmärkte stösst, stösst auf etwas, das in der Liste nicht vorkommt. Eine Esport-Sektion gibt es nicht. Und wer auf das Wetter, die Politik oder die Ausgangslage einer Fernsehsendung wetten möchte, sucht ein Angebot, das im bewilligten Rahmen schlicht nicht existiert.
Ein Punkt, den man getrennt halten muss: Esports tauchen nicht in der Liste auf, und das ist die einzige Aussage, die diese Seite dazu trifft. Über die rechtliche Behandlung von virtuellen Sportangeboten sagt der Rahmen nichts aus, und darüber steht hier nichts.
Die Sperrliste: blockierte Domains, die in Stunden verschwinden
Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekommunikationsanbieter per DNS blockieren. Die erste Liste stammt vom 3. September 2019; Ende 2025 umfasste sie 671 Domains. Die Gespa nennt in diesem Zusammenhang Interwetten und Bet-at-Home als Beispiele für Anbieter, die blockierte Domains innerhalb von Stunden ersetzen; bet365 nennt sie als einen Anbieter, der auf der Liste steht.
Diese Liste ist ein wichtiger Hinweis für den Alltag: Sie zeigt, welche Adressen blockiert werden, nicht, welche Firma dahinter steht. Wer wissen will, ob ein Anbieter überhaupt in der Schweiz tätig sein darf, sollte die Sperrliste nicht mit einer Bewilligungsliste verwechseln — eine solche Liste gibt es nicht, weil es nur zwei Veranstalter gibt.
Wer in einem anderen Land eine Bewilligung hat, hat hier keine
Eine Bewilligung aus Curaçao, Malta, Deutschland oder irgendeinem anderen Land entfaltet in der Schweiz keine Wirkung. Das ist der Satz, um den jede ausländische Plattform herumformuliert, die mit einem Schweizer oder deutschen Lizenzsiegel wirbt. Ohne Schweizer Bewilligung fehlt der Anschluss an das Sperrregister, es gibt keinen Schweizer Rechtsschutz, und die Domains können per DNS blockiert werden.
Die Folge für den Spielenden, wenn es zum Streit kommt: kein Schweizer Gerichtsstand, kein Schweizer Ombudsmann. Die Folge für unterlegene Anbieter: Eine ausländische Bewilligung ohne Schweizer Wirkung ist kein Ersatz für eine Bewilligung, sondern eine Angabe ohne Adressat.
Was die Bewilligung für den Alltag eines Handballwettenden bedeutet
Aus der Rechtslage folgen drei Dinge, die den Alltag praktisch bestimmen und die man kennen sollte, bevor man sich registriert.
Zuerst die Registrierung. Bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet. Es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Das ist kein Formfehler, sondern eine Identitätsprüfung mit Folgen: Ein Haushaltsmitglied kann ein bestehendes Konto nicht ohne Weiteres als sein eigenes nutzen.
Zweitens die Altersgrenze. Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; unter 18 Jahren ist die Teilnahme ausgeschlossen. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Diese Regel klingt selbstverständlich und hat trotzdem einen konkreten Bezug: Wer selbst auf dem Feld steht, hat einen Informationsvorsprung, und der bewilligte Rahmen schliesst ihn aus.
Drittens die Auszahlung. Gewinne und Guthaben werden nur auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers ausbezahlt (Art. 50 Abs. 2 VGS). Anonyme oder Krypto-Auszahlungen existieren im bewilligten Schweizer Wettangebot nicht. Kredite an Spielende sind nach Art. 75 Abs. 1 BGS ebenfalls ausgeschlossen; wer mit geliehenem Geld wetten möchte, bekommt bei den Schweizer Veranstaltern keine Unterstützung.
Welche Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, ist dessen eigene Sache und steht in seinen Bedingungen. An dieser Stelle bleibt es bei dem, was der Rahmen vorgibt: Konto im eigenen Namen, kein anonymes Auszahlen, kein Spiel auf Kredit.
Der Gewinn geht an die Kantone, nicht an einen Firmensitz
Swisslos verteilte für das Jahr 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio.: CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz, die das Geld für Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und Sporthilfe einsetzt. Aus den Sportwetten stammten CHF 109 Mio., nach CHF 122 Mio. im Jahr 2024.
Wer also an einem Schweizer Kiosk einen Wettschein auf ein Handballspiel abgibt, finanziert am Ende Sportverbände mit. Das ist keine Rechtfertigung für einen schlechten Quotenschlüssel, aber es ist ein Unterschied zu einem Anbieter, dessen Reingewinn in eine Holding wandert. Und der Rückgang der Sportwetten-Einnahmen um 13 Millionen Franken binnen eines Jahres ist der Hinweis darauf, dass die bewilligten Veranstalter keine wachsende Geldmaschine betreiben.
Verlustlimiten, Spielsperre und die Werkzeuge, die vor der ersten Wette stehen
Vor der ersten Teilnahme bei Sporttip müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.
Das Gesetz verlangt, dass der Veranstalter einen oder mehrere Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangt (Art. 87 VGS). Die Senkung wirkt sofort, die Erhöhung gesetzlich nach 24 Stunden — Swisslos und Loterie Romande setzen in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an. Diese Frist ist der wirksamste Teil des Mechanismus: Sie verwandelt einen Impuls in eine Entscheidung, die drei Tage Bedenkzeit verlangt.
Einen staatlich festgelegten Einzahlungsdeckel gibt es in der Schweiz nicht. Die Limiten setzt der Spielende selbst, das Gesetz verlangt nur, dass er sie setzt. Wer die Oberlimite wählt, weil sie die höchste Zahl ist, hat das Instrument nicht genutzt, sondern umgangen.
Die drei Fristen, die den Unterschied machen
Die kurze Frist wirkt bei Livewetten. Eine Verlustlimite von CHF 100 für einen Tag, an dem eine Handballpartie mit dreissig Toren läuft, ist nach zwei verlorenen Livewetten erreicht. Die Limite verhindert nicht, dass man verliert — sie verhindert nur, dass man den Verlust am selben Abend verdoppelt.
Die mittlere Frist wirkt bei einer Serie. Sieben Tage decken eine Woche mit mehreren Spieltagen der Handball-Bundesliga ab, in der 18 Mannschaften an einem Wochenende antreten. Wer an einem Samstag drei Spiele verfolgt, hat an einem Tag so viele Ereignisse wie in manchen Sportarten in zwei Wochen.
Die lange Frist wirkt beim Einkommen. Dreissig Tage sind der Horizont, in dem ein Betrag aus dem Monatsbudget verschwindet, ohne dass man es merkt. Die freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage setzt genau dort an.
Die Spielsperre und das Register
Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein.
Das Register ist die stärkste Sperre, die das Schweizer System kennt. Eine freiwillige Selbstsperre kann nur nach drei Monaten und unter Beteiligung einer Fachstelle wieder aufgehoben werden (Art. 84 und 81 VGS). Ausgeschlossene oder minderjährige Spielende haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne (Art. 45 BGS). Wer gesperrt ist, verliert also seine offenen Einsätze — das ist die Konsequenz, die man kennen sollte, bevor man die Sperre als Notausgang betrachtet.
Wer merkt, dass sich die Teilnahme verselbständigt, findet bei den kantonalen Beratungsstellen Unterstützung. Die Spielsperre ist der Weg, der ohne Begründung funktioniert.
Warum die Kontrolle am Schalter nicht streng ist
Die Gespa hat 2025 Testkäufe durchgeführt: An Verkaufsstellen wurde in 47,5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Wer die Verkaufsstellen als besonders geschützten Raum betrachtet, sollte diese Zahl kennen. Sie sagt nicht, dass jede dritte Verkaufsstelle versagt, aber sie sagt, dass die Alterskontrolle am Schalter keine verlässliche Grösse ist.
Livewetten im Handball: wie sich Quoten mit dem Spiel bewegen
Bei Livewetten ändern sich die Quoten mit jedem Tor, jeder Zeitstrafe und jeder Auszeit. Handball ist dafür ein besonders unruhiger Sport: Die Torfrequenz liegt weit über jener im Fussball, eine Zwei-Minuten-Strafe verändert die Zahl der Abschlüsse auf beiden Seiten, und eine Auszeit kann einen Lauf von vier Toren in neunzig Sekunden unterbrechen. Für einen Livewettenden heisst das, dass eine Quote, die vor zwei Minuten plausibel war, jetzt alt ist.
In der Schweiz ist Livewetten nichts Ungewöhnliches: Prematch- und Livewetten sind erlaubt, wo der Veranstalter über eine entsprechende Entscheidung verfügt. Das Gesetz enthält keine Beschränkung auf einzelne Live-Märkte. Was die Auswahl betrifft, gibt es also keine engere Vorgabe als im Prematch-Bereich.
Bei Sporttip gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Man braucht keinen Stream, um live zu wetten; die Übertragung ist Komfort, keine Voraussetzung. Und zwei Regeln sollte man vorher lesen, weil sie den Fall abdecken, der in anderen Sportarten selten vorkommt: Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten.
Die Quote 1.00 als Antwort auf die Sekunde, in der alles entschieden ist
Eine Quote von 1.00 gibt dem Wettenden den Einsatz zurück und nichts sonst. Wer in dem Moment tippt, in dem ein Zeitstrafen-Foul schon gepfiffen und die Situation entschieden ist, bekommt sein Geld wieder — keine Spannung als Belohnung, keinen Verlust als Strafe. Diese Klausel ist kein Entgegenkommen an den Spielenden, sondern die Absicherung des Hauses gegen eine Wette, die technisch noch angenommen wurde, während der Ausgang feststand.
Für den Handball ist besonders der zweite Teil relevant. In spielentscheidenden Situationen kann der Veranstalter eine Wette mit 1.00 werten — bei einem Sport mit einer so hohen Trefferquote pro Angriff ist die Zahl der Situationen, in denen ein Ereignis unmittelbar bevorsteht, höher als in Sportarten mit wenigen Torchancen. Wer kurzfristig auf den nächsten Treffer wettet, sei es auf die nächste Mannschaft, die trifft, sollte diese Klausel nicht für eine Seltenheit halten.
Ein Anbieter, zwei Lesarten: was die Quotenveränderung verschweigt
Eine Livequote auf ein Torsummenziel kann in fünf Minuten um mehrere Zehntel fallen oder steigen. Das sieht nach Reaktion aus, ist aber eine Neubewertung: Der Anbieter rechnet die Restspielzeit, den Torabstand, die Zahl der Zeitstrafen und die Kadertiefe zusammen und gibt einen neuen Preis aus. Die Wette selbst hat kein Gedächtnis; die alte Quote verschwindet, ohne Spuren zu hinterlassen.
Für einen Vergleich zwischen zwei Anbietern bedeutet das: Zwei Livequoten auf dieselbe Partie unterscheiden sich, weil die Modelle dahinter unterschiedlich schnell reagieren. Ein langsamerer Anbieter lässt ein Tor nicht sofort einfliessen, ein schnellerer tut es sofort. Für den Wettenden ist weder das eine noch das andere ein Vorteil — die Frage ist nur, ob ein Anbieter in dem Moment noch ein Angebot hat, in dem man es braucht.
Cash-Out: eine Funktion, kein Anspruch
Der Cash-Out-Betrag bei Sporttip ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn. Er hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Und die wichtigste Einschränkung: Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten.
Verfügbar ist die Funktion für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen. Eine Garantie für jeden Markt besteht nicht, und die Einsätze sind auf diese Funktion angewiesen: Wer sein Geld vorzeitig sichern will, muss den Preis akzeptieren, den der Anbieter zu diesem Zeitpunkt stellt — oder darauf verzichten.
«Cash-Out» klingt nach Ausstieg per Knopfdruck. Tatsächlich ist es ein Verkauf an das Haus zu einem Preis, den das Haus festlegt, und dieser Preis liegt unter dem Betrag, den die Wette bei einem Treffer einbringen würde. Der Aufschlag für den Ausstieg ist der Preis der Ungeduld. Wer in der fünfundfünfzigsten Minute bei einem Tor Unterschied aussteigt, verkauft seine Wette an den Einzigen, der weiss, wie das Spiel endet.
Vorhersagen und Strategie: Form, Verletzungen, Torhüter — und die Grenze eines Tipps
Eine Vorhersage nutzt Form, Verletzungen, Torhüterleistung und einen Quotenvergleich. Sie bleibt eine Schätzung. Das ist die unangenehmste Aussage, die eine Wettseite machen kann, und sie steht hier zuerst.
Handball ist ein Sport, in dem ein einzelner Spieler eine Partie entscheiden kann. Die Zahl der Würfe, die eine Torhüterleistung von dreissig Prozent oder fünfunddreissig Prozent trennt, liegt bei einem einzigen gehaltenen Ball in einem knappen Spiel. Das bedeutet für eine Prognose, dass die relevanteste Variable mit hoher Varianz arbeitet — und in einem engen Markt entscheidet ein gehaltener Ball über einen vollen Einsatz.
Was nützlich ist, liegt vor dem Ergebnis und nicht danach: der Spielplan mit dem Rhythmus der Wochen. Ein Verein, der unter der Woche im Europapokal antritt und am Sonntag in der Liga spielt, setzt seine Rotation voraus, nicht seine beste Mannschaft. Die Handball-Bundesliga der Männer umfasst in der Saison 2026/27 achtzehn Mannschaften, die in Hin- und Rückspielen gegeneinander antreten; seit der Saison 2017/18 gibt es nur noch zwei Absteiger in die 2. Bundesliga. Der SC Magdeburg gewann 2026 (Saison 2025/26) die Meisterschaft und ist Titelverteidiger der Saison 2026/27; der THW Kiel ist mit 23 Titeln Rekordmeister.
Die Kadertiefe als messbare Grösse
Eine Handballmannschaft besteht auf dem Feld aus sieben Spielern, sechs Feldspielern und einem Torwart. Seit dem 1. Juli 2025 dürfen bis zu neun Auswechselspieler auf der Wechselbank sitzen. Diese neun Plätze sind der Teil eines Kaders, über den selten gesprochen wird und der über die letzten zwanzig Minuten einer Partie entscheidet.
Wer die Auswechselbank einer Mannschaft kennt, kennt ihre Widerstandskraft. In einem engen Spiel gegen Ende, wenn beide Mannschaften zwei Minuten Unterzahl überstehen müssen, entscheidet die Qualität des siebten und achten Rückraumspielers mehr als die Form des ersten. Eine Prognose, die nur die Startaufstellung betrachtet, ignoriert genau die Information, die im letzten Viertel sichtbar wird.
Der Spielplan als zweite Quelle
Der Spielplan sagt, wann gespielt wird, und er sagt, in welchem Rhythmus. Ein internationaler Wettbewerb unter der Woche verschiebt die Vorbereitung auf das Ligaspiel. Ein Spielplan mit englischen Wochen verlangt eine Rotation, und Rotation ist für eine Prognose eine Unsicherheit, weil die Aufstellung nicht feststeht, wenn man den Einsatz platziert.
Die Saison 2026/27 hat mit 18 Mannschaften in Hin- und Rückspielen einen Umfang, in dem jeder Verein seine Wochen mit wechselnder Intensität spielt. Wer nur eine Tabelle liest, liest die halbe Information. Wer den Spielplan mit der Bank der Mannschaft zusammendenkt, hat eine bessere Frage gestellt — und die Wette dann trotzdem noch nicht gewonnen.
Kein Tipp ist sicher, Wetten sind kein Einkommen
Der Teil, an dem die Marketingabteilungen vorbeigehen: Ein Quotenvergleich kann einen besseren Preis finden, aber er macht keine Wette positiv, deren Wahrscheinlichkeit unter der Quote liegt. Bei einem Markt mit einer Marge von rund fünf Prozent liegt der Abstand zwischen der Wahrscheinlichkeit, die man braucht, und der Quote eng beieinander. Ein «wertvoller Tipp» ist der seltene Fall, in dem die eigene Einschätzung deutlich über der des Anbieters liegt — nicht der Normalfall, den ein Gratisgutachten liefert.
Die praktische Konsequenz ist eine Frage des Einsatzes und nicht des Wissens: Wer für einen Tipp nicht mehr als einen kleinen Teil eines Monatsbudgets riskiert, kann sich irren, ohne dass es seine Miete betrifft. Bei aller Vorbereitung bleibt eine Wette ein Ereignis mit offenem Ausgang. Wer sein Einkommen daraus macht, verwechselt die Vorbereitung mit dem Ergebnis.
Spielzeit, Verlängerung und Siebenmeterwerfen: die Regeln, die einen Wettschein verändern
Ein Handballspiel dauert bei Erwachsenen ab 16 Jahren zweimal 30 Minuten mit einer Pause von 10 Minuten. Jugendmannschaften spielen zweimal 25 Minuten (13 bis 16 Jahre) beziehungsweise zweimal 20 Minuten (8 bis 12 Jahre). Ist bei Unentschieden eine Entscheidung nötig, gibt es maximal zwei Verlängerungen von jeweils zweimal 5 Minuten mit einer Minute Pause. Fällt danach keine Entscheidung, entscheidet das Siebenmeterwerfen.
Diese Regeln sind die Grundlage für den zentralen Fallstrick der Handballwette: Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Wer auf den Sieger einer Partie gesetzt hat, die nach sechzig Minuten unentschieden steht, hat die Wette verloren oder als Unentschieden abgerechnet bekommen — je nach Markt —, während auf dem Feld noch zehn Minuten Verlängerung gespielt werden.
Beim Handball kommt hinzu, dass unentschieden gespielt werden darf und in der Meisterschaft häufig wird. Ein Pokalspiel dagegen kann eine Verlängerung verlangen. Zwei Spiele am selben Abend, in derselben Halle, mit völlig unterschiedlichem Wettgegenstand — nur weil die Ausschreibung des Wettbewerbs unterschiedlich ist. Wer den Markt nicht liest, bevor er setzt, entscheidet nicht über eine Mannschaft, sondern über eine Regel, die er nicht gelesen hat.
Zur Einordnung: Hallenhandball war bei den Olympischen Spielen 1972 in München für Männer und 1976 in Montreal für Frauen erstmals im Programm; Feldhandball war 1936 in Berlin einmal olympisch. Der Weltverband International Handball Federation wurde 1946 gegründet, die ersten Handball-Weltmeisterschaften der Herren fanden 1938 in Berlin statt. Die Regeln haben sich seither mehrfach geändert — ein Argument dafür, dass ein Quotenarchiv aus früheren Jahren nichts über die Ausschreibung einer Partie heute sagt.
Wettarten und Quoten: was aus Einsatz und Quote folgt
Der Rückzahlungsbetrag ist Einsatz mal Quote, der Nettogewinn Einsatz mal (Quote minus 1). Bei einer Kombination multiplizieren sich die Quoten der Beine zu einem einzigen Preis. Diese kleine Algebra ist die einzige, die man beim Wetten braucht — und sie beantwortet die wichtigste Frage: nicht, wer gewinnt, sondern was ein Treffer einbringt.
Drei Wettarten prägen den Handball. Die Dreiwegwette kennt drei Ausgänge — Sieg der Heimmannschaft, Unentschieden, Sieg der Gästemannschaft. Die Handicapwette gibt einer Mannschaft einen Vorsprung oder eine Last von Toren, sodass der Markt zwei Ausgänge bekommt. Die Torsummenwette setzt auf die Gesamtzahl der erzielten Tore über oder unter einer Linie. Diese drei unterscheiden sich nicht im Rechenweg, aber grundlegend in der Wahrscheinlichkeitsverteilung, die dahinter steht.
Ein Rechenbeispiel, das keine Quote ist
Ein Zwei-Weg-Markt mit Quoten von je 1.90 ist ein illustratives Beispiel und keine festgestellte Quote. Der Kehrwert jeder Seite liegt bei rund 0,526; beide Seiten zusammen ergeben etwa 1,053. Der Quotenschlüssel beträgt damit rund 94,7 %, die Marge rund 5,3 %. Von jedem eingesetzten Franken behält das Buch also rund 5,3 Rappen, unabhängig vom Ausgang der Partie. Bei CHF 100 Einsatz sind das im Erwartungsdurchschnitt rund CHF 5,30.
Die Marge und der Quotenschlüssel sind dieselbe Sache aus zwei Richtungen: 94,7 % Auszahlung heisst 5,3 % Behalten. Und der Quotenschlüssel ist nicht auf jeden Markt derselbe. Ein Markt mit drei Ausgängen trägt üblicherweise eine breitere Marge als einer mit zwei, weil ein zusätzlicher Ausgang mehr Wahrscheinlichkeitsmasse aufnimmt. Die 5,3 % dieses Beispiels gehören zu diesem Beispiel und zu keinem anderen; die Marge eines Torsummenmarkts oder eines Handicapmarkts lässt sich daraus nicht ableiten.
Der Fall des Kombinationsbonus bei Sporttip zeigt, was ein Bonus wirklich tut. Der Kombiboost gilt nur online, für Prematch-, Live- und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert.
Was ein Bonus erhöht — und was nicht
Der Kombiboost erhöht den Nettogewinn, nicht die Wahrscheinlichkeit, dass ein Nettogewinn eintritt. Fünfzehn Voraussagen mit je mindestens 1.50 müssen alle zutreffen, damit der Bonus überhaupt greift. Die aufsteigenden Prozentsätze belohnen genau die Kombination, deren Auszahlungswahrscheinlichkeit mit jedem Bein fällt. «Bis zu 100 % mehr» heisst nicht «doppelt so oft gewonnen», sondern «doppelt so viel, wenn alles trifft».
Und ein 100-%-Bonus ist kein Plus von 100 % auf den Einsatz. Der Betrag aus Einsatz mal Quote ist der Auszahlungsbetrag, und nur das, was darüber liegt, ist Gewinn. Bei einem Bonus auf den Nettogewinn rechnet der Veranstalter auf diesen Gewinnanteil, nicht auf den Einsatz. Wer den Bonus in Prozent des Grösse liest, sieht eine kleine Zahl; wer den Betrag in Franken liest, sieht eine deutlich kleinere Erhöhung als die beworbenen Prozentsätze nahelegen. Der Bonus ist damit ein Anreiz für genau das Format, das die Marge am häufigsten kassiert.
Einsatz, Quote, Marge: die Rechnung eines Dauerbetriebs
Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz CHF 1’000 und für Systemwetten CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Ein geplanter Einsatz von CHF 1’500 auf eine Einzelwette scheitert also an der Obergrenze — und zwar erst beim Absenden.
Die eigentliche Rechnung für einen Dauerbetrieb beginnt aber nicht bei der Limite, sondern bei der Marge. Ein Spielender mit CHF 50 pro Tag, der an zwanzig Tagen zwei Wetten à CHF 25 setzt, bewegt CHF 1’000 Einsatz im Monat. Bei einer Marge von rund 5,3 % aus dem Beispielmarkt bleiben davon im Erwartungsdurchschnitt rund CHF 947 übrig. Der Unterschied von rund CHF 53 ist der Betriebsbeitrag des Monats — unabhängig von der Zahl der Treffer, unabhängig davon, ob die Tipps gut waren.
Das ist der Punkt, an dem sich Ausgabe und Ergebnis trennen. Die Limiten von Swisslos — die Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage und die freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage — schützen nicht davor, eine Wette zu verlieren. Sie schützen davor, den Aufschlag des nächsten Monats zu vergrössern.
Sportarten und Turniere: wo Handball auf dem Wettschein Platz hat
Die Handball-Bundesliga der Männer wird von der Handball-Bundesliga GmbH mit Sitz in Köln organisiert; Verband ist der Deutsche Handballbund. Sie umfasst in der Saison 2026/27 achtzehn Mannschaften, die in Hin- und Rückspielen gegeneinander antreten; seit der Saison 2017/18 gibt es nur noch zwei Absteiger in die 2. Bundesliga.
Ein solcher Spielplan ist der Rohstoff, aus dem ein Wettprogramm gebaut wird — nicht das Programm selbst. Zwischen einer Partie, die stattfindet, und einer Wette, die in der Schweiz darauf angeboten werden darf, liegt die Liste der Gespa. Sie nennt Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten in einer geschlossenen Fassung (Stand 10.09.2026). Qualifikationsrunden stehen nur darin, wenn sie gelistet sind. Frauenwettbewerbe ebenfalls nur, wenn sie gelistet sind. Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder das Podest entscheidet.
Was daraus für den Leser folgt, ist nüchtern: Es gibt Handball vom Spitzenbereich bis in die zweite Liga, und es gibt Welt- und Europameisterschaften, aber die Frage, ob eine bestimmte Partie im Schweizer Angebot steht, beantwortet nicht die Bekanntheit der Partie. Wer vor einem Turnierwochenende prüfen will, was spielbar ist, prüft die Liste oder das Wettprogramm des Veranstalters.
Die zehn Anbieter im Vergleich: zwei mit Bewilligung, acht ohne
Der wichtigste Vergleich auf dieser Seite ist eine Unterscheidung. Zwei Veranstalter haben eine Schweizer Bewilligung für ein Grossspiel, acht nicht. Der Vergleich misst an denselben Kriterien — Bewilligung, Wettangebot, Limiten, Quotenschlüssel, Auszahlung —, und er kann sich bei den ausländischen Anbietern nur auf das stützen, was zu ihnen feststellbar ist.
Der Massstab ist die Schweizer Bewilligung, nicht die Grösse eines Anbieters. Für die ausländischen Häuser gilt derselbe Massstab, und keines von ihnen erfüllt ihn — deshalb sind sie hier nicht Teil des Schweizer Angebots, sondern Anbieter daneben. Diese Seite beschreibt und bewertet sie, sie wirbt nicht für sie, und keines der acht darf hier als legal oder sicher bezeichnet werden.
| Veranstalter | Schweizer Bewilligung | Veranstalter oder gemeldete Bewilligung |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung für Sportwetten | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel |
| Loterie Romande Jouez Sport | Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung für Sportwetten | Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande |
| DirectionBet | ohne Schweizer Bewilligung | Bewilligung gemeldet: nicht festgestellt |
| HighFlyBet | ohne Schweizer Bewilligung | Bewilligung gemeldet: nicht festgestellt |
| Betovo | ohne Schweizer Bewilligung | Bewilligung gemeldet: nicht festgestellt |
| Jackbit | ohne Schweizer Bewilligung | Bewilligung gemeldet: nicht festgestellt |
| Betwinner | ohne Schweizer Bewilligung | Bewilligung gemeldet: nicht festgestellt |
| ZotaBet | ohne Schweizer Bewilligung | Bewilligung gemeldet: nicht festgestellt |
| 22Bet | ohne Schweizer Bewilligung | Bewilligung gemeldet: nicht festgestellt |
| Sportuna | ohne Schweizer Bewilligung | Bewilligung gemeldet: nicht festgestellt |
Die letzten acht Zeilen lesen sich gleich, und genau darin liegt die Information. Wer keine Schweizer Bewilligung hat, kann hier keine vorweisen, und eine ausländische Bewilligung hilft ihm nicht: Sie entfaltet in der Schweiz keine Wirkung. Wer bei einem dieser acht einzahlt, bewegt sich ausserhalb des Schweizer Sperrregisters, ohne Schweizer Rechtsschutz, mit dem Risiko, dass Einsätze und Gewinne in Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden. Bestraft wird der Spielende nach der Haltung des Bundesamts für Justiz nicht — aber geschützt ist er auch nicht.
Organisieren von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist eine Straftat: bis zu 3 Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu 5 Jahre. Werbung für ein in der Schweiz nicht bewilligtes Geldspiel ist verboten und mit einer Busse bis CHF 500’000 bedroht.
Swisslos Sporttip im Test: der Veranstalter, der die Schweiz abdeckt
Swisslos ist die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel und veranstaltet die Sportwetten unter dem Namen Sporttip, gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Die Bewilligung umfasst die Veranstalterbewilligung und die Spielbewilligung für ein Grossspiel; die Aufsicht liegt bei der Gespa. Ein Onlinekonto ist nur für Personen mit Wohnsitz im Vertragsgebiet möglich: in den Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein.
Die Limiten sind Teil des Produkts, nicht ein Anhang. Der Mindesteinsatz liegt bei CHF 1 für Einzel- und Kombinationswetten, der Höchsteinsatz bei CHF 1’000, für Systemwetten bei CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.
Die Registrierung verlangt mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet, keine bestehende Spielsperre und nur eine Registrierung pro Person. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung lassen sich nur über die Bet-Builder-Funktion kombinieren. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten.
Die Boosts sind eng gefasst. Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Der letzte Punkt ist der teuerste: Wer einen Boost nutzt und die Wette vorzeitig verkauft, verliert die Erhöhung. Boost und Cash-Out sind nach derselben Logik gebaut — beide hängen am regulären Ausgang der Wette.
Der Betrieb einer bewilligten Veranstaltung zeigt sich auch an den Zahlen: Der Reingewinn von CHF 562 Mio. für 2025 geht an kantonale Fonds und an die Stiftung Sportförderung Schweiz; die Sportwetten steuerten davon CHF 109 Mio. bei, nach CHF 122 Mio. im Vorjahr. Der Rückgang um 13 Millionen ist kein Grund zur Freude für das Haus, aber ein Indiz dafür, dass das bewilligte Angebot nicht die einzige Adresse ist, die Schweizer Spielende finden.
Sporttip deckt den Handball innerhalb der Grenzen ab, die das Gesetz zieht: Meisterschafts- und Turnierpartien, die auf der Liste der Gespa stehen, mit Einzel-, Kombi- und Systemwetten, mit Livewetten und mit Cash-Out. Wer Bundesliga, Welt- oder Europameisterschaft spielt, findet sein Programm. Wer eine Partie sucht, die auf der Liste fehlt, sucht bei Sporttip nicht lange — und das ist der Preis des Modells.
Das Urteil zu Swisslos
Sporttip ist der Veranstalter mit der breitesten Abdeckung des Landes: drei Kantonsgruppen plus Tessin plus Liechtenstein, die vollständige Palette an Wettarten und Livewetten. Der grösste Teil seiner Grenzen ist nicht sein eigener Fehler, sondern die Liste, an die er gebunden ist: eine geschlossene Auswahl an Wettbewerben und Wettarten, die keinen Raum für die exotische Wette lässt. Wer Abwechslung sucht, wird das eng finden — wer Verlässlichkeit und einen Schweizer Rechtsweg sucht, findet sie nirgends sonst. Die Limiten sind ein zweischneidiges Instrument: Die CHF 1’000 pro Einzelwette schützen vor dem grossen Einzelverlust, hindern aber einen Spielenden mit einem klaren Budgetrahmen daran, mehr als einen Teil des Monatsbudgets in einem Einsatz zu bündeln.
Loterie Romande und Jouez Sport: das Westschweizer Pendant
Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Als Kontaktadresse nennt sie die Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne. Sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Die Bewilligung ist dieselbe Konstruktion wie bei Swisslos: Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung für ein Grossspiel unter der Aufsicht der Gespa, als einer von zwei Veranstaltern, die das interkantonale Recht zulässt.
Der Unterschied liegt zuerst in der Geographie. Ein Onlinekonto gibt es nur für Personen im Gebiet der sechs Kantone. Kein Zugang für Zürcher, Basler, Berner, Tessiner oder für eine Person im Fürstentum Liechtenstein. Die Kantonslisten der beiden Veranstalter überschneiden sich nicht, und wer zwischen beiden Gebieten wohnt oder umzieht, wechselt damit auch seinen Zugang.
Die 2’350 Verkaufsstellen sind für die Westschweiz eine Besonderheit: Die physische Vertriebsdichte ist bemerkenswert, und wer in Genf oder Lausanne wohnt, kann seine Wette am Schalter aufgeben. Der Wettschein in der Hand ist für manche der eigentliche Unterschied, nicht die Oberfläche einer App. Die Kontrolle am Schalter ist allerdings die Stelle, an der die Gespa bei ihren Testkäufen 2025 gesehen hat, dass in 47,5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft wurde — die dichte Präsenz ist also kein Schutzfaktor von selbst.
Für die Limiten und den Schutzmechanismus gilt, was im Abschnitt zum Spielerschutz steht.
Das Urteil zu Jouez Sport
Jouez Sport ist die einzige Adresse für einen Handballwettenden in Genf oder Lausanne, und das ist keine Werbeaussage, sondern eine geographische. Wer das Angebot mit dem von Sporttip vergleicht, findet dieselbe Rechtsgrundlage und dieselbe Aufsicht; die Unterschiede liegen im Zugang und in der Vertriebsdichte. Für einen Westschweizer mit Wohnsitz im Gebiet ist der Weg zum Schalter ein Vorteil, den ein Konto allein nicht bietet. Für alle anderen ist der Anbieter irrelevant, wie gut er auch sein mag — die Bewilligung ist an ein Gebiet gebunden, und kein Umweg führt daran vorbei.
Die ausländischen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung
Die acht folgenden Anbieter haben keine Schweizer Bewilligung. Sie sind hier, weil Leser ihnen begegnen, und sie werden an denselben Massstäben gemessen wie die beiden Veranstalter. Zu jedem von ihnen ist feststellbar: keine Schweizer Bewilligung, keine gemeldete Bewilligung, die in der Schweiz Wirkung hätte, kein Anschluss an das Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsschutz, und die Möglichkeit, dass seine Domain per DNS blockiert wird.
Der Vergleich dieser acht untereinander fällt deshalb schmal aus, und das ist kein Versäumnis, sondern das Ergebnis: Sie teilen genau die Eigenschaft, die den Vergleich bestimmen würde. Über ihre Bedingungen, ihre Limiten und ihre Auszahlungspraxis sagt diese Seite nichts, weil dazu keine belastbare Grundlage besteht — und eine erfundene Zahl wäre schlimmer als keine.
Wer sich für eines dieser Häuser entscheidet, sollte mit einem klaren Blick auf das rechnen, was dabei verloren geht: das Sperrregister, das einen Spielenden auch gegen sich selbst schützen kann, der Schweizer Rechtsweg bei einem Streit über Bedingungen, und die Steuerbehandlung nach Schweizer Praxis. Wer dort gewinnt, unterliegt nicht der Verrechnungssteuer, aber kantonale Steuerverwaltungen können Gewinne aus ausländischen Grossspielen erfassen.
Wo ein Blick in die Bedingungen sich lohnt
An dieser Stelle bleibt für den Leser nur einer von zwei Wegen. Der erste: sich innerhalb des bewilligten Angebots zu bewegen. Der zweite: bei einem Anbieter ausserhalb der Bewilligung zu prüfen, was seine Bedingungen zu Limiten, Auszahlung und Sperrung sagen — weil genau diese drei Punkte in der Schweiz vom Rahmen vorgegeben sind und dort allein in den Bedingungen des Hauses stehen.
Was ein Anbieter ohne Schweizer Bewilligung nicht bietet, ist ein Weg in das schweizweite Sperrregister. Wer sich selbst die Tür verschliessen will, findet dieses Werkzeug nur bei den zwei bewilligten Veranstaltern.
Die zehn Anbieter im Überblick
Der Vergleich des Feldes ist am Ende so schmal wie seine Grundlage. Zwei Veranstalter mit einer Bewilligung für ein Grossspiel stehen acht Anbietern gegenüber, zu denen feststellbar ist, dass sie eine Schweizer Bewilligung nicht haben. Wer im bewilligten Rahmen bleiben will, wählt zwischen Swisslos und Loterie Romande — und damit in erster Linie danach, in welchem Kanton er wohnt. Wer sich für einen ausländischen Anbieter entscheidet, entscheidet sich gegen die Anbindung an das Sperrregister und gegen den Schweizer Rechtsweg. Das ist der ganze Vergleich, und keine Quote auf ein Handballspiel schliesst ihn.
Häufige Fragen zu Handballwetten in der Schweiz
Bieten die beiden Schweizer Veranstalter Wetten auf Handball an, und wo lässt sich das prüfen?
Ja, beide dürfen Sportwetten anbieten, darunter Handball — aber nur im Rahmen der Liste der Gespa mit zugelassenen Sportarten, Wettbewerben und Wettarten. Was aktuell angeboten wird, zeigt das Wettprogramm des jeweiligen Veranstalters; die massgebliche Fassung der Liste ist bei der Gespa publiziert und datiert auf den 10.09.2026.
Was zählt bei einer Handballwette zur regulären Spielzeit, wenn Verlängerung oder Siebenmeterwerfen folgt?
Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Eine Wette auf den Ausgang einer Partie ist damit in der Regel nach sechzig Minuten entschieden, nicht erst nach dem Siebenmeterwerfen.
Wie berechnet sich der Gewinn einer Wette aus Einsatz und Quote, und was ist die Marge?
Der Rückzahlungsbetrag ist Einsatz mal Quote, der Nettogewinn Einsatz mal (Quote minus 1); bei Kombinationen multiplizieren sich die Quoten der Beine. Die Marge ist der Anteil, den ein Markt nicht zurückzahlt: In einem Beispielmarkt mit zwei Ausgängen zu je 1.90 bleiben rund 5,3 % der Einsätze beim Anbieter.
Wie verändern Zeitstrafen und Auszeiten die Quoten bei Livewetten, und was leistet ein Cash-out?
Mit jedem Tor, jeder Zeitstrafe und jeder Auszeit rechnet der Anbieter die Quote neu; in spielentscheidenden Situationen kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten, was nur den Einsatz zurückgibt. Der Cash-Out ist bei Sporttip für Einzel-, Kombi- und Langzeitwetten verfügbar, vor Spielbeginn und live, nur vollständig und ohne Teilauszahlung.
Welche Verlustlimiten müssen vor der ersten Wette gesetzt werden, und wann gilt eine Erhöhung?
Vor der ersten Teilnahme bei Sporttip sind Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage zu setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort; eine Erhöhung wird erst nach 72 Stunden wirksam. Eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage ist zusätzlich möglich.
Was bedeutet ein Handball-Wettbonus einer ausländischen Seite ohne Schweizer Bewilligung?
Eine ausländische Bewilligung entfaltet in der Schweiz keine Wirkung. Ein solcher Anbieter steht ausserhalb des Schweizer Sperrregisters und des Schweizer Rechtsschutzes, und seine Domain kann von der Gespa auf die Sperrliste gesetzt werden. Die Bedingungen des Bonus sind allein nach dem Recht seines Sitzlandes durchsetzbar.
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Inhalt erstellt vom Team «italienfussball»
