Geld verdienen mit Wetten 2026: die Marge sitzt in jeder Quote
Ladevorgang...
Wetten sind kein Gehalt. Wer das trotzdem versucht, verliert nicht an einem Pechabend, sondern an einer Zahl, die in jeder Quote steckt, bevor der erste Einsatz überhaupt platziert ist. Diese Seite rechnet nach, was das konkret heisst – in Franken, in Limiten und in Steuerregeln.
Datenstand: Oktober 29, 2026. Geprüft gegen die Bewilligungsangaben der Gespa und die veröffentlichten Spielregeln und Teilnahmebedingungen der Schweizer Veranstalter.
Quotenschlüssel und Marge: die Rechnung beginnt vor dem ersten Einsatz
Zwei Zahlen, die jeder Wettende irgendwann einmal hört und selten zu Ende denkt: Quotenschlüssel und Marge. Der Quotenschlüssel einer Quote ist der Anteil der Einsätze, den ein Markt über alle Ausgänge hinweg zurückzahlt. Die Marge ist der Rest, 100 % minus Quotenschlüssel. Sie gehört nicht dem Gewinner, nicht dem Verlierer, sondern dem Veranstalter – und sie fällt an, egal wie das Spiel ausgeht.
Ein Beispiel, das keine echte Quote ist, sondern eine Rechnung: ein Zwei-Weg-Markt mit je 1.90 auf beide Ausgänge. Quotenschlüssel und Marge eines solchen Marktes liegen nur wenig unter beziehungsweise über dem fair gerechneten Wert – die Abweichung verlässt den Bereich um fünf Prozent nicht.
Was hier passiert, ist keine Betrugsgeschichte. Es ist die Geschäftsgrundlage. Ein Buchhalter würde sagen: Umsatzbeteiligung. Der Unterschied zum Aktienkauf ist nur, dass die Beteiligung nicht von der Wertentwicklung abhängt, sondern von der Zahl der platzierten Wetten. Zehntausend Wetten zu 10 Franken erzeugen einen Umsatz von 100’000 Franken, aus dem der Veranstalter seinen Anteil zieht – die Richtung des Ergebnisses ist dabei zweitrangig. Deshalb ist «dauerhaft Geld verdienen» mit Sportwetten eine Verwechslung von Rolle und Person: Wer Geld am Wettschein verdient, ist nicht der, der ihn hält.
Das ist der erste Kostenpunkt dieser Seite und der einzige, dem man nicht entkommt. Man kann ihn nicht umgehen, nur verkleinern – durch die Wahl des Marktes, nicht durch die Wahl des Tipps. Ein Markt mit dünnem Angebot und vielen Ausgängen trägt einen höheren Quotenschlüssel als eine Eins-zu-eins-Frage wie Kopf oder Zahl im Pokalspiel. Wer die Marge klein halten will, sucht enge Märkte, nicht spannende.
Und wer sie ganz klein halten will, findet auf dem Schweizer Markt eine strukturelle Antwort: Es gibt genau zwei Veranstalter. Wo es keine Konkurrenz um den Quotenschlüssel gibt, gibt es auch keinen Preiskampf darum.
Wetten mit System, Kombi und Einzel: was die Wette selbst kostet
Die Wette selbst ist ein Kostenfaktor, lange bevor die Marge ins Spiel kommt. Drei Bauformen stehen zur Wahl, und sie unterscheiden sich weniger in der Gewinnchance als in der Zahl der Wege, auf denen die Marge abfliesst.
Einzelwette. Ein Ereignis, eine Quote, eine Auszahlung. Die Marge fällt genau einmal an. Wer 20 Franken auf eine 1.90 setzt, hat am Ende der Rechnung 38 Franken im Erfolgsfall – davon ist der Einsatz schon vor dem Spiel weg, das ist der Punkt.
Kombiwette. Mehrere Voraussagen in einer Wette, die Quoten multiplizieren sich zur Gesamtquote, der Gewinnbetrag ist Einsatz mal Gesamtquote. Klingt nach dem üblichen Hebel und ist einer, nur in die falsche Richtung: Mit jeder Voraussage multipliziert sich die Marge mit. Zwei Märkte zu rund fünf Prozent Marge ergeben in der Kombination einen Abzug von ungefähr zehn Prozentpunkten auf den Erwartungswert, drei einen von rund fünfzehn. Die Kombination macht die Quote grösser und den Rand kleiner – beides gleichzeitig.
Systemwette. Sie verteilt den Einsatz auf mehrere Kombinationen aus einer Anzahl Voraussagen. Eine Systemwette aus vier Voraussagen in Dreier-Kombinationen spielt vier Dreier – ein Fehler tötet nicht die ganze Wette, kostet aber auch die Kombinationen, in denen er steckt. Der Einsatz liegt bei den Schweizer Veranstaltern entsprechend hoch: Während bei Sporttip eine Einzel- oder Kombinationswette auf höchstens CHF 1’000 begrenzt ist, erlaubt eine Systemwette bis CHF 10’000.
Und die Systemwette ändert nichts an dem, was oben steht. Sie senkt nicht die Marge, sie portioniert nur die Hoffnung auf mehrere Scheine. Wer glaubt, aus der Verteilung einen Vorteil zu ziehen, verwechselt Streuung mit einem Preisnachlass. Es gibt keinen.
Genau hier setzt die häufigste Werbebotschaft an, und es lohnt sich, ihr einen Franken nachzurechnen. Der Kombiboost bei Sporttip gilt nur online, für Prematch-, Live- und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit je wenigstens 1.50 Quote. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen – die genannten Werte gelten für den Bonus, nicht für den Gesamtgewinn. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert, und der Boost greift nur auf denselben Gewinn wie die Wette, die ihn ausgelöst hat: Wer eine von fünfzehn Voraussagen verliert, bekommt für die anderen vierzehn nichts.
Noch ein Kostenpunkt, der gern übersehen wird: Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette wird zuerst auf zwei Nachkommastellen auf- und dann auf fünf Rappen genau abgerundet. Und ein abgesagtes Ereignis, das nicht binnen 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt wird, macht die Wette ungültig – in der Einzelwette gibt es den Einsatz zurück, in der Kombination erhält nur diese eine Voraussage die Quote 1.00, alle anderen bleiben stehen. Eine Voraussage, die zum Nichts wird, ohne die Kombination zu retten: Das ist der Stillstand, den Systemspieler am meisten fürchten.
Quotenboosts und Cash-Out: die Bedingungen, die den Vorteil wieder aufheben
Ein Quotenboost bei Sporttip gilt nur online und nur für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert. Wer den Boost setzt und die Wette anschliessend per Cash-Out auflöst, verliert ihn – der Boost verfällt.
Cash-Out gibt es bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live. Aber nur online, nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung, und ohne Garantie für jeden Markt. Der ausgezahlte Betrag liegt tiefer als der mögliche Gewinn ohne vorzeitigen Ausstieg, hängt vom Stand des Sportereignisses ab und kann jederzeit geändert werden. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen. Das ist die ehrlichste Beschreibung des Features: Man verkauft die Wette zurück an den Veranstalter, zu dessen Konditionen, in dem Moment, in dem er sie annimmt.
Sporttip-Livewetten gelten unabhängig davon, ob das Ereignis übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen – Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid – kann Swisslos Wetten ebenfalls mit Quote 1.00 werten. Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung lassen sich ausschliesslich über die Bet-Builder-Funktion kombinieren; nimmt Swisslos eine solche Kombination irrtümlich ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Wette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Die reguläre Spielzeit umfasst dabei die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind.
Alles davon sind Hausregeln, keine Gesetze. Der Gesetzgeber regelt das Cash-Out nicht, sondern überlässt es den Bedingungen jedes Veranstalters – deshalb steht hier, was Sporttip tut, und nicht, was «Cash-Out» allgemein bedeutet.
Fussball, Tennis und der Rest: wo Spezialwissen an die Marge stösst
Wer mit Fussballwetten Geld verdienen will, verbringt Abende mit Formkurven, Aufstellungen und Expected Goals. Das ist keine Zeitverschwendung – es ist die einzige Zeit, die überhaupt eine Chance auf einen Vorteil eröffnet. Es ist aber keine Garantie für einen Gewinn, weil der Vorteil erst gegen die Marge antreten muss.
Ein Rechenbeispiel, das die Hürde sichtbar macht: Ein Markt mit einem Quotenschlüssel um 95 Prozent verlangt von einer Voraussage, dass sie häufiger eintrifft, als der Markt unterstellt. Wer bei zwei gleich wahrscheinlichen Ausgängen eine Quote von 1.90 findet, muss in mehr als der Hälfte der Fälle richtig liegen, nur um den Einsatz zurückzubekommen. Aus fünfzig Prozent gefühlter Sicherheit werden nicht fünfzig Prozent Rendite, sondern null – abzüglich der Marge.
Fussball und Tennis folgen dabei unterschiedlichen Mustern. Fussball hat ein Unentschieden und drei Ausgänge im Standardmarkt, Tennis hat zwei und keinen Punkteteil. Das verändert die Zahl der Wege, auf denen die Marge abfliesst, und die statistische Vorhersehbarkeit: Tennis liefert pro Match ein Ergebnis, Fussball liefert ein Ergebnis aus elf gegen elf mit Zufallskomponenten, die keine Statistik auflöst. Wer in beiden Sportarten auf dieselbe Weise gewinnen will, übersieht diesen Unterschied.
Was das Angebot angeht, gibt es eine harte Grenze, die keine Rechercheleistung verschiebt. Die Gespa führt eine Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten (Fassung 10.09.2026). Qualifikationsrunden stehen nur darauf, wenn sie dort aufgeführt sind, Frauenwettbewerbe ebenfalls nur, wenn sie aufgeführt sind. Ranglistenspiele sind erlaubt, wenn die Rangliste über den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder aufs Podest entscheidet; Wetten auf Trainingsläufe sind nie erlaubt. Ecken- und Kartenmärkte fehlen auf der Liste, ein Esport-Abschnitt ebenfalls – Esport kommt in der Gespa-Liste schlicht nicht vor. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ausgeschlossen. Wettbewerbe, die das nicht erfüllen, sind kein Thema für eine Strategie, sondern für die Schublade.
Der Punkt, den sich ein Spezialist ehrlich eingestehen muss: Wissen schlägt die Marge nicht automatisch. Es schlägt sie nur, wenn es grösser ist als das Wissen aller anderen, die auf der anderen Seite des Kontos sitzen – und die sitzen dort zu Tausenden, mit derselben Datenbank und derselben Zeit.
Warum die Zahl der Wetten über das Ergebnis entscheidet, nicht der eine Treffer
Ein Treffer ist eine Geschichte, kein Ergebnis. Ein Wettschein über 200 Franken neben zwanzig Verlustscheinen ist ein Abend, an dem die Summe nach unten zeigt, und die Anekdote bleibt trotzdem haften. In Erfahrungsberichten erscheint sie als Chronik eines Könners; gerechnet ist sie eine Stichprobe aus einer Verteilung.
Was für eine Bewertung tatsächlich zählt, passt in drei Zahlen: die Zahl der platzierten Wetten, die Summe der Einsätze und der Quotenschlüssel beziehungsweise die Marge der gespielten Märkte. Wer diese drei Zahlen über ein Jahr zusammenführt, sieht eine Kurve, keine Serie. Und diese Kurve verläuft nach unten, solange der Quotenschlüssel das Feld steuert – unabhängig davon, ob unter den Einzelereignissen ein glücklicher Abend war.
Ein Zahlenpaar aus der Schweizer Wirklichkeit macht die Grössenordnung deutlich: Swisslos verteilte für 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio. – CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds, CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz für Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und Sporthilfe. Aus den Sportwetten stammten davon CHF 109 Mio., nach CHF 122 Mio. im Jahr 2024. Es gibt keine Quelle in der Schweiz, die einen solchen Betrag aus den Wetten der Kunden herausrechnet und ihm eine ebenso saubere Zahl gegenüberstellt. Was es gibt, ist die Einsicht, dass die Summe zweier Seiten immer null ergibt.
Die zehn Plätze im Vergleich
Die folgende Tabelle kann einordnen, aber nicht empfehlen. Wer in der Schweiz Sportwetten abschliessen will, findet hier zwei Veranstalter mit Bewilligung und acht ausländische Marken, die für Schweizer Spielende erreichbar sind, aber über keine Schweizer Bewilligung verfügen. Die Spalte zur Bewilligung ist keine Formalität – sie entscheidet, ob Schweizer Spielerschutz überhaupt greift.
| Anbieter | Schweizer Bewilligung | Veranstalter beziehungsweise berichtete Bewilligung | Produkt |
|---|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Ja, Veranstalter- und Spielbewilligung | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel | Sporttip |
| Loterie Romande Jouez Sport | Ja, Veranstalter- und Spielbewilligung | Société de la Loterie de la Suisse Romande | Jouez Sport |
| BetOnRed | Keine Schweizer Bewilligung | berichtete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz | – |
| BDMBet | Keine Schweizer Bewilligung | berichtete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz | – |
| Roobet | Keine Schweizer Bewilligung | berichtete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz | – |
| Bahigo | Keine Schweizer Bewilligung | berichtete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz | – |
| BetPanda | Keine Schweizer Bewilligung | berichtete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz | – |
| Jackbit | Keine Schweizer Bewilligung | berichtete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz | – |
| BetAlright | Keine Schweizer Bewilligung | berichtete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz | – |
| BetFury | Keine Schweizer Bewilligung | berichtete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz | – |
Was die Tabelle nicht zeigt, ist der Preis der zweiten Spalte. Eine fehlende Bewilligung bedeutet in der Schweiz: keine Anbindung an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und die Domains können von der Gespa auf die Sperrliste gesetzt werden, die Telekom-Anbieter per DNS blockieren. Das ist keine abstrakte Warnung; die Sperrliste existiert seit dem 3. September 2019 und umfasste Ende 2025 671 Domains. Blockierte Adressen werden innert Stunden ersetzt – ein Mechanismus, den die Gespa selbst mit dem englischen Wort für Adresswechsel benennt. Wer sein Konto also bei einer gesperrten Adresse führt, weiss nicht, unter welcher Adresse er es morgen findet, und kann nichts dagegen tun.
Der umgekehrte Preis der ersten beiden Zeilen ist genauso real: ein geschlossenes Wettangebot, eine Wohnsitzbedingung und eine Verifizierung, die keinen Gast durchlässt. Beide Seiten haben einen Preis. Nur eine von beiden lässt sich einklagen.
Wie ein Wettanbieter Geld verdient, wenn nicht am Spielausgang
Ein Wettbüro hat kein Interesse an einem bestimmten Ergebnis. Es hat ein Interesse an einem ausgeglichenen Buch und an vielen Wetten. Das ist die ganze Mechanik.
Man kann die beiden Einnahmequellen auseinanderhalten. Die erste ist der Quotenschlüssel: Liegt er bei 95 Prozent über alle Ausgänge eines Marktes, bleiben fünf Prozent der auf diesen Markt gesetzten Einsätze beim Veranstalter, ganz gleich, welcher Ausgang eintritt. Die zweite ist die Wette selbst – Einsätze, die verbleiben, weil ein Ereignis abgesagt wird, weil zu spät platziert wurde oder weil eine Kombination an einer Quote von 1.00 kollabiert. Beide fliessen unabhängig davon, ob ein Kunde am Ende des Jahres mehr gewonnen als verloren hat.
Ein Buchhalter würde sagen: ein Spread. Der englische Begriff für die Differenz zwischen Gebot und Angebot passt besser als jedes deutsche Wort, und es lohnt sich, ihn einmal wörtlich zu nehmen. Ein Wettbüro stellt Preise, wie eine Wechselstube Preise stellt. Der Kunde kann mit dem Preis zufrieden oder unzufrieden sein, aber nicht mit ihm verhandeln.
Wer sich anschaut, welche Quoten ein Markt zusammengenommen ergibt, hat die Zahl vor sich, an der sich alles entscheidet. Dabei hilft eine Regel, die viele falsch herum benutzen: Ein scheinbar grosszügiger Markt mit einer hohen Quote auf einen Aussenseiter kann einen schlechteren Quotenschlüssel tragen als ein unscheinbarer Markt mit zwei mittleren Quoten. Die spannende Wette ist preislich selten die günstige.
Und genau daraus folgt die ehrliche Antwort auf die Frage, ob mit Sportwetten Geld zu verdienen ist. Nicht als Tätigkeit, aber als Unterhaltung mit Rechnung: Man kauft ein Erlebnis, dessen Preis der Quotenschlüsselabzug auf den Einsatz ist. Bei einem Markt mit Quotenschlüssel um 95 Prozent und zwanzig Einsätzen zu 10 Franken im Monat sind das rechnerisch rund 10 Franken erwarteter Verlust – die Kosten deswegen, quasi als Eintrittsgeld für 200 Franken Wetterlebnis.
Marge in Franken: was der Quotenschlüssel übers Jahr kostet
Wer wissen will, was das im eigenen Fall ausmacht, braucht zwei Zahlen und keine Prognose. Die erste ist der durchschnittliche Abzug auf die gespielten Märkte – die Differenz zwischen 100 Prozent und dem Quotenschlüssel. Die zweite ist der Jahresumsatz aus Einsätzen. Wer monatlich 100 Franken Einsätze setzt, kommt auf 1’200 Franken im Jahr; bei einem Quotenschlüssel um 95 Prozent liegt der erwartete Kostenanteil in der Grössenordnung von 60 Franken. Das ist die Kostenrechnung des Hobbys, und sie ist unabhängig von der Siegesbilanz.
Deshalb ist der Vergleich mit einem Kinobesuch nicht zynisch, sondern präzise. Niemand würde dort erwarten, dass das Eintrittsgeld mehr wird, wenn der Film gut war. Und niemand würde eine Kinokarte kaufen, um davon zu leben.
Was den Unterschied macht, ist nicht der Markt, sondern die Dosis. Bei zwanzig Wetten im Jahr ist der Abzug ein Nebensatz. Bei fünfzig Wetten in der Woche wird er zur Position im Haushaltsbudget – und trifft dann auf die Limiten, die im nächsten Abschnitt stehen.
Was mit Wetten zu verdienen wäre und was der Schweizer Rahmen daraus macht
Bevor irgendjemand rechnet, ob sich Wetten lohnen, sollte er wissen, wo er sich überhaupt befindet. In der Schweiz ist Sportwetten ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit dem 1. Januar 2019), und die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt.
Diese beiden Veranstalter sind Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Beaufsichtigt wird der Bereich von der Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern, deren Geldspielkonkordat seit dem 1. Januar 2021 in Kraft ist – nicht von der ESBK, die allein für Casinos zuständig ist. Eine Bewilligung braucht immer zwei Teile, eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung, und sie gilt nur in der Schweiz.
Swisslos betreibt Sporttip im Gebiet der Kantone Aargau, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Glarus, Graubünden, Luzern, Nidwalden, Obwalden, St. Gallen, Schaffhausen, Solothurn, Schwyz, Thurgau, Uri, Zug und Zürich sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein. Die Loterie Romande betreibt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura.
Das ist keine Marktaufteilung, die sich mit der Wohnadresse verhandeln lässt. Ein Online-Konto setzt Wohnsitz in der Schweiz und in der Praxis im Gebiet des jeweiligen Veranstalters voraus. Wer in Zürich wohnt, kann kein Jouez-Sport-Konto in Lausanne eröffnen; wer in Genf wohnt, kein Sporttip-Konto in Basel. Die Grenze verläuft entlang der Sprachregion, und sie ist für den einzelnen Spielenden unüberwindbar.
Ein weiterer Kostenpunkt, der nicht in Franken gemessen wird, aber genauso hart ist: Die Werbung für Geldspiele, die in der Schweiz nicht erlaubt sind, ist verboten und wird mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 geahndet. Wer auf einer Seite ein ausländisches Wettangebot in der Werbesprache sieht, sieht deshalb genau das nicht, was das Gesetz erlaubt. Und die Freispiele und Gratisguthaben sind nicht einmal bei den erlaubten Veranstaltern frei verfügbar: Sie brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa, die 2025 vierundzwanzig Zustimmungen an die Loterie Romande und acht an Swisslos erteilt hat. Gratisguthaben ist deshalb ein Ausnahmefall, nicht ein Standardangebot, das man bei jedem Anbieter einstreicht.
Wie das Angebot selbst begrenzt ist, steht in der Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten der Gespa in der Fassung vom 10.09.2026, gestützt auf Art. 25 BGS und Art. 29 VGS. Erlaubt sind nur Sportwetten: Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind nicht zugelassen. Die Liste ist geschlossen, nicht exemplarisch.
Warum mit Wetten in der Schweiz kein Einkommen entsteht
Wettgewinne sind rechtlich kein Lohn, sondern ein Glücksspielergebnis. Das ändert nichts an der Frage, ob man davon leben kann – aber es ändert die Antwort darauf, was daraus folgt, wenn man es versucht.
Der Nettoertrag der beiden Veranstalter geht an gemeinnützige Zwecke in den Kantonen. Swisslos verteilte für 2025 CHF 562 Mio. Reingewinn, davon CHF 109 Mio. aus Sportwetten. Dieses Geld kommt aus Einsätzen, die nicht zurückgezahlt wurden. Eine Einnahmequelle für Einzelne ist derselbe Mechanismus nicht – die Zahl, die oben als Kostenanteil stand, ist hier die Einnahme, und sie kann nicht auf beiden Seiten stehen.
Wer mit Wetten ein Einkommen erzielen will, braucht einen Vorteil gegenüber dem Marktpreis. Ein solcher Vorteil existiert theoretisch, wenn die eigene Wahrscheinlichkeitseinschätzung systematisch besser ist als die im Quotenschlüssel eingerechnete – nur ist er in einem Markt mit zwei Anbietern, einem begrenzten Wettprogramm und einer Wohnsitzbindung nicht leichter zu erzielen als in einem offenen Markt, sondern schwerer. Es gibt weniger Auswahl, weniger Märkte und weniger Wettbewerbspreise, an denen sich ein Vorsprung aufbauen liesse.
Damit ist die Frage aus der Einleitung beantwortet, und zwar in der einzigen Form, in der eine ehrliche Antwort existiert: nicht «ja, wenn man es richtig macht», sondern «nein, wenn man es als Einkommen versteht». Wetten bleiben, was sie sind – ein Spiel mit bekanntem Preis und unbekanntem Ergebnis.
Die Rechtslage: Bewilligungen, Steuerfreibetrag und der Graubereich
Wer über die Grenze hinausschaut, findet ein zweites Modell mit eigenem Preis. Ausländische Anbieter benötigen keine Schweizer Bewilligung, um ihre Seite aufzurufen, und sie haben keine. Eine ausländische Bewilligung – gleich aus welchem Land, Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen – hat in der Schweiz keine Geltung nach Art. 4 BGS.

Der Unterschied liegt nicht in der Seriosität der Marke, sondern in den Mechanismen, die fehlen. Wer bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung spielt, ist nicht im Schweizer Sperrregister erfasst, hat keinen Schweizer Rechtsweg und kann seine Domains auf der Sperrliste wiederfinden. Das Organisieren von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist eine Straftat: bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahren. Der Spieler wird nach Auffassung des Bundesamts für Justiz nicht bestraft – aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Veranstalter eingezogen werden, und es existiert keine Schutz- oder Fairplay-Kontrolle. Das ist die Rechtslage; sie ist nicht hübsch, aber sie ist eindeutig.
Sperren bleibt eine Massnahme gegen den Zugang, nicht gegen den Anbieter. Die Gespa veröffentlicht die Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS blockieren; die erste Liste datiert vom 3. September 2019, Ende 2025 umfasste sie 671 Domains. Blockierte Adressen werden innert Stunden ersetzt, ein Vorgang, den die Gespa als Domain-Hopping bezeichnet und bei dem sie Interwetten und Bet-at-Home nennt, während sie bet365 als auf der Liste stehend führt. Wer glaubt, mit dem Blockieren sei das Angebot weg, verwechselt die Geschwindigkeit zweier Prozesse.
Steuern: bis zum Freibetrag nichts, darüber einbehalten
Gewinne aus den in der Schweiz bewilligten Grossspielen – die ESTV nennt Sportwetten ausdrücklich – sind bis zu einem Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und erst darüber steuerpflichtig. Der Bundesfreibetrag liegt ab dem 1.1.2026 bei CHF 1’071’000, für 2025 lag er bei CHF 1’070’400. Der kantonale Freibetrag weicht davon ab; die Schwellen sind je nach Kanton unterschiedlich, ein einheitlicher Kantonswert existiert nicht.
Wer darüber liegt, bekommt 35 % Verrechnungssteuer vom Veranstalter einbehalten und holt sie über die Deklaration des Gewinns in der Steuererklärung zurück. Ein typischer Wettender gewinnt weit unterhalb dieser Schwelle: keine Einkommenssteuer, keine Verrechnungssteuer, kein Abzug am Gewinn.
Gewinne bei ausländischen Anbietern sind nicht der Verrechnungssteuer unterworfen. Die kantonale Praxis kann sie trotzdem erfassen: Die Steuerpraxis des Kantons Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als voll steuerbares Einkommen. Wer bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung spielt, tauscht also eine Steuerfreiheit unterhalb des Freibetrags gegen eine Steuerpflicht ohne Freibetrag – ein Tausch, der bei kleinen Gewinnen nachteilig ist und bei grossen erst recht.
Eine Wettsteuer auf Einsätze gibt es in der Schweiz nicht. Wer das Gegenteil liest, liest über ein anderes Land.
Das ist allgemeine Information. Bei konkreten Beträgen gehört die Frage zu einem Steuerberater oder an die kantonale Steuerverwaltung, nicht in ein Wettschein-Forum.
Spielerschutz: Limiten, Sperre und was das Verlieren begleitet
Ein Spielerschutz, der erst beim Problem greift, ist keiner. Der Schweizer Rahmen setzt deshalb vor dem ersten Einsatz an, und die erste Station ist eine Pflicht, die viele unterschätzen.

Limiten werden von den Spielenden selbst gesetzt, nicht vom Staat. Der Veranstalter muss Höchstwerte für Einsätze oder Verluste pro Tag, Woche oder Monat verlangen (Art. 87 VGS). In der Schweiz gibt es keine gesetzlich festgelegte Einzahlungsobergrenze. Die Sätze der beiden Veranstalter gehen über die gesetzliche Mindestanforderung hinaus: Vor der ersten Teilnahme an Sporttip müssen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Nach der gesetzlichen Regelung wirkt eine Erhöhung nach 24 Stunden; die beiden Schweizer Veranstalter wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an.
Diese Verzögerung ist der eigentliche Schutzmechanismus, und sie ist unangenehm. Ein Betrag, der sofort verfügbar wäre, wäre auch in einer Nacht verfügbar, in der man ihn nicht setzen sollte. Die Dreitagefrist ist genau dann am teuersten, wenn man sie am liebsten umgehen würde.
Spielsperre: das eine Werkzeug, das auch die Casinos bindet
Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Von einer freiwilligen Sperre kommt man nur nach drei Monaten wieder weg (Art. 84 VGS), und eine Fachstelle ist daran beteiligt (Art. 81 BGS). Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden (Art. 89 VGS).
Ein Betrag, der bei einer Sperre übersehen wird: Wer gesperrt oder minderjährig ist, hat keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne (Art. 45 BGS). Das Guthaben ist dann nicht blockiert, sondern weg. Wer also eine Sperre einrichtet, sollte das vorher wissen – und wer sie aufheben will, sollte drei Monate als Realität und nicht als Formalität lesen.
Die Registrierung selbst hat eine Kostenkante, die nicht in Franken messbar ist. Für ein Online-Konto bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet. Es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft. Das ist die Identitätsprüfung, die manche ausländische Anbieter nicht verlangen – und genau dieser Unterschied ist der Preis der Schweizer Bewilligung auf der einen Seite und ihr Wert auf der anderen.
Wie schwach die Kontrolle an der Verkaufsstelle ist, wenn sie nur an der Verkaufsstelle stattfindet, zeigt eine Zahl aus der Aufsichtspraxis: Bei Testkäufen der Gespa im Jahr 2025 wurde an Verkaufsstellen in 47,5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Vor diesem Hintergrund ist die Online-Verifizierung kein Schikane-Akt, sondern die Lücke, die im stationären Verkauf offen bleibt.
Wer Anzeichen an sich bemerkt, dass Wetten den Alltag steuern, findet Unterstützung bei den kantonalen Suchtberatungsstellen und in den Spielerschutz-Kontaktstellen der beiden Veranstalter. Das ist keine Floskel am Rand eines Ratgebers, sondern die einzige Stelle auf dieser Seite, an der es um mehr als Zahlen geht.
Die zehn Anbieter im Einzelnen
Die Reihenfolge beginnt mit den beiden Veranstaltern, die überhaupt Sportwetten in der Schweiz anbieten dürfen, und geht dann zu den ausländischen Marken, die Schweizer Spielende antreffen. Für keine davon ist ein Schweizer Bewilligungsstatus zu verzeichnen; sie werden beschrieben und eingeordnet, nicht beworben.
Swisslos Sporttip: die Bewilligung mit dem engsten Angebot
Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020). Die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Trägerin ist die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft; die Bewilligung umfasst Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach dem BGS, die Aufsicht liegt bei der Gespa.
Sporttip wird in den Kantonen Aargau, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Glarus, Graubünden, Luzern, Nidwalden, Obwalden, St. Gallen, Schaffhausen, Solothurn, Schwyz, Thurgau, Uri, Zug und Zürich sowie in Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt; zusammen bildet das das Swisslos-Vertragsgebiet. Ein Online-Konto erhalten nur Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in diesem Gebiet, Mindestalter 18 Jahre, keine bestehende Spielsperre, eine Registrierung pro Person, Ausweisdaten gegen Adress-Datenbanken geprüft.
Die Limiten sind der zweite Kostenpunkt: Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, Höchsteinsatz CHF 1’000 für eine Einzel- oder Kombinationswette und CHF 10’000 für eine Systemwette. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Für Personen unter 18 Jahren ist die Teilnahme ausgeschlossen; wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf nicht auf dieses Ereignis wetten.
Auf der Zahlungsseite: Spielguthaben auf dem Wallet lässt sich per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein kaufen, Mindestbetrag CHF 20; in 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Swisslos bietet PostFinance Pay als Zahlungsart an, wobei die Transaktion direkt in der PostFinance App bestätigt wird. Auszahlungen: zweimal innerhalb von 365 Tagen gratis auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto; ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % belastet werden, die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen, und Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar. Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung schreibt Swisslos automatisch dem Wallet gut; Gewinne über CHF 1’000 gehen bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen auf das Schweizer oder Liechtensteiner Konto.
Noch eine Verfallsregel, die echtes Geld betrifft: Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Zwecks der Swisslos. Eine Einsprache bei verweigerter Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben.
Die Bewilligung ist das eine, und sie ist die stärkste auf dieser Seite. Das andere ist das Angebot, und es ist das engste. Kein Eckenmarkt, kein Esport, ein geschlossenes Wettprogramm, eine Obergrenze von CHF 1’000 pro Einzelwette und ein Vertragsgebiet, an das das eigene Wohnzimmer gebunden ist. Für jemanden, der eine Schweizer Rechnung, eine Schweizer Auszahlung und einen Schweizer Rechtsweg vorzieht, ist Sporttip die einzige Option mit dieser Kombination. Für jemanden, der Auswahl und grosse Einsätze sucht, ist es die falsche Adresse – und die Zahl, die das am deutlichsten macht, ist die 1’000 in der Limitenzeile, nicht die Bewilligung.
Loterie Romande Jouez Sport: dieselbe Bewilligung, andere Adresse
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Als Kontaktadresse nennt sie Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne; sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Trägerin ist die Société de la Loterie de la Suisse Romande, und auch hier stehen Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach dem BGS unter der Aufsicht der Gespa.
Wer in Genf oder Neuenburg wohnt, findet bei Jouez Sport das, was Sporttip für die Deutschschweiz ist: das Angebot eines Veranstalters mit Bewilligung, mit demselben geschlossenen Wettprogramm, derselben Altersgrenze und derselben Wohnsitzbindung an sechs Kantone. Wer in Zürich wohnt, kann es nutzen, um die Preise zu vergleichen, und nicht, um zu spielen.
Der praktische Unterschied zwischen den beiden liegt nicht im Preismodell, sondern im Vertrieb. Jouez Sport steht in 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz, Sporttip hat seine Verkaufsstellen über die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein verteilt. Für einen Spielenden an einer Kantonsgrenze ist das relevant: Ein Wettschein, den man stationär aufgeben will, braucht eine Verkaufsstelle in Reichweite, nicht nur eine Website.
Bewilligungsstatus und Wohnsitzbedingung teilen sich die beiden Veranstalter; die Zahl der Verkaufsstellen unterscheidet sie. Wer die Wahl hat, entscheidet damit zwischen zwei gleich strengen Rahmen – und die strengere Limite, die beiden gemeinsam ist, bleibt die Begrenzung des zugelassenen Wettprogramms.
BetOnRed: erreichbar, aber ausserhalb des Schweizer Rahmens
BetOnRed verfügt über keine Schweizer Bewilligung; nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen Sportwetten in der Schweiz anbieten. Eine berichtete Bewilligung hat in der Schweiz keine Geltung (Art. 4 BGS), der Anbieter ist nicht an das Schweizer Sperrregister angebunden, es besteht kein Schweizer Rechtsweg, und seine Domains können auf die Gespa-Sperrliste gesetzt werden.
Wer dort spielt, kauft ein Produkt ohne Schweizer Schutzmechanismus. Was das konkret bedeutet, steht nicht in den Bedingungen des Anbieters, sondern in seinem Fehlen: keine Verlustlimitenpflicht nach Art. 87 VGS, keine Spielsperre, die auch für Schweizer Casinos gilt, keine Auszahlungspflicht auf ein auf den eigenen Namen lautendes Konto nach Art. 50 Abs. 2 VGS. Wer sich für BetOnRed entscheidet, entscheidet sich gegen diese vier Mechanismen – und die Verzichtsentscheidung ist nirgends unterschrieben.
BDMBet: schmale Auswahl, gleiche Rechtsfolge
BDMBet trägt keine Schweizer Bewilligung. Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen Sportwetten in der Schweiz anbieten, eine berichtete Bewilligung hat hier keine Geltung (Art. 4 BGS), es gibt keine Anbindung an das Sperrregister und keinen Schweizer Rechtsweg; die Domains können auf die Sperrliste gesetzt werden.
Der Kostenpunkt ist hier nicht der Preis, sondern die Zahl der verfügbaren Optionen neben dem Angebot. Wer eine Schweizer Bewilligung hat, kann zwischen zwei Veranstaltern wählen und muss bei einem davon bleiben, solange er die Wohnadresse nicht wechselt. Wer zu einem Anbieter ohne Bewilligung geht, tauscht diese enge Wahl gegen eine offene – und verliert dabei genau die Mechanismen, die aus der Schweiz kommen.
Roobet: der Name steht, die Bewilligung nicht
Roobet verfügt über keine Schweizer Bewilligung. Für Schweizer Spielende gilt die Rechtsfolge aller ausländischen Anbieter: keine Geltung einer berichteten Bewilligung (Art. 4 BGS), keine Anbindung an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Sperrlisten-Risiko für die Domains.
Bei Marken dieser Kategorie lohnt sich eine Frage, die nicht in der Werbung steht: Wo liegt das Geld, wenn etwas schiefgeht? Ein Schweizer Veranstalter kann zur Auszahlung angehalten werden; bei einem Anbieter ohne Bewilligung ist der Weg dorthin nicht nur lang, sondern in der Schweiz nicht eröffnet. Das ist keine Drohung, sondern eine Tatsache des Gerichtsstands, und sie gilt unabhängig davon, wie grosszügig die Startbedingungen aussehen.
Bahigo: kein Status, keine Schweizer Adresse
Bahigo hat keine Schweizer Bewilligung. Es gilt die Standardfolge: berichtete Bewilligung ohne Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS), keine Verbindung zum Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, mögliche Aufnahme der Domains in die Sperrliste.
Das Sperrlisten-Risiko ist bei allen acht Marken dasselbe und trotzdem praktisch relevant: Blockierte Domains werden innert Stunden ersetzt. Für den Spielenden heisst das, dass die Adresse, unter der er sich registriert, nicht dieselbe sein muss, unter der sein Konto in einem Jahr liegt. Wer bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung spielt, sollte sich dieser Adressunsicherheit bewusst sein, bevor er Guthaben auflädt.
BetPanda: ohne Bewilligung, mit den Folgen
Für BetPanda ist keine Schweizer Bewilligung verzeichnet. Nur Swisslos und Loterie Romande dürfen hierzulande Sportwetten anbieten; eine anderweitig berichtete Bewilligung hat in der Schweiz keine Geltung (Art. 4 BGS), es besteht keine Anbindung an das Sperrregister und kein Schweizer Rechtsweg.
Wer sein Spielverhalten selbst begrenzen will, hat es bei einem lizenzierten Schweizer Veranstalter in der Hand: Die Limiten für 1, 7 und 30 Tage lassen sich dort senken, und die Senkung wirkt sofort. Bei einem Anbieter ohne Bewilligung existiert diese Pflicht nicht. Man kann freiwillig vorsichtig spielen; man kann nicht auf einen Rahmen zählen, der einen davon abbringt.
Jackbit: kein Schweizer Permit, keine Schweizer Rechnung
Jackbit führt keine Schweizer Bewilligung. Damit gelten die Regeln, die für ausländische Anbieter in der Schweiz greifen: keine Geltung einer berichteten Bewilligung (Art. 4 BGS), keine Verbindung zum Sperrregister, kein Schweizer Gerichtsweg, und die Domains können über die Sperrliste blockiert werden.
Ein Punkt, der hier oft verwechselt wird: Ein Schweizer Konto lässt sich bei einem Anbieter ohne Bewilligung nicht sauber auflösen. Die Schweizer Regel, dass Auszahlungen nur auf ein Konto im Namen des Kontoinhabers gehen (Art. 50 Abs. 2 VGS), ist eine Pflicht der bewilligten Veranstalter – kein Standard, den jeder Anbieter einhält. Anonyme Auszahlungen oder Krypto-Auszahlungen existieren im bewilligten Schweizer Wettangebot nicht. Wer sie anderswo findet, findet dort einen Mechanismus, den der Schweizer Rahmen gerade nicht kennt.
BetAlright: erreichbar, nicht bewilligt
BetAlright verfügt über keine Schweizer Bewilligung. Es gilt die Folge, die auf alle Marken ohne Permit zutrifft: keine Geltung der berichteten Bewilligung in der Schweiz (Art. 4 BGS), keine Anbindung an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, mögliche Sperrlisten-Aufnahme.
Die Bewertung dieser Marke hängt an einer Frage, die nichts mit dem Produkt zu tun hat: Ist der Rechtsweg erreichbar, wenn die Auszahlung stockt? Wo die Antwort nein lautet, ist jeder noch so attraktive Bonus im Voraus bezahlt. Und der Wert eines Bonus lässt sich nur innerhalb des Rahmens beurteilen, in dem er ausgezahlt werden kann.
BetFury: kein Schweizer Status, dafür faktische Steuerfragen
BetFury hat keine Schweizer Bewilligung. Auch hier: berichtete Bewilligung ohne Geltung (Art. 4 BGS), keine Anbindung an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Sperrlisten-Risiko.
Ein ausländischer Anbieter verändert ausserdem die Steuerlage. Gewinne bei ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, können aber nach kantonaler Praxis voll steuerbar sein – die Praxis des Kantons Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als voll steuerbares Einkommen. Der scheinbare Vorteil, keine Verrechnungssteuer zu haben, ist damit nur dann einer, wenn man den Steuerfreibetrag der bewilligten Schweizer Veranstalter nicht ohnehin nutzen würde.
Häufige Fragen zu Wetten als Einnahmequelle
Kann man mit Sportwetten dauerhaft Geld verdienen?
Dauerhaft nicht, und der Grund ist arithmetisch. Jeder Quotenschlüssel unter 100 Prozent zieht bei jeder Wette einen Teil des Einsatzes ab. Über viele Wetten hinweg nähert sich das Ergebnis dieser Kostenquote an, und der Abzug treibt es nach unten, nicht nach oben. Einzelne gute Phasen ändern die Rechnung nicht.
Wie verdienen Wettbüros Geld, und was ist die Marge einer Quote?
Der Veranstalter verdient am Quotenschlüssel, also am Anteil der Einsätze, den ein Markt über alle Ausgänge zurückzahlt. Die Marge ist die Ergänzung auf 100 Prozent. Ein Zwei-Weg-Markt zu je 1.90 trägt nur wenig über fünf Prozent Abzug, und dieser Betrag fällt unabhängig vom Spielausgang an.
Kann Spezialwissen bei Fussballwetten die Marge schlagen?
Theoretisch nur, wenn die eigene Einschätzung systematisch besser ist als die im Quotenschlüssel eingerechnete. Praktisch treffen Formdaten und Statistiken auf viele andere, die dieselben Daten nutzen. Ein Vorteil entsteht nicht durch Wissen allein, sondern nur durch einen Vorsprung, den der Markt noch nicht eingepreist hat.
Was bringt eine Systemwette im Vergleich zur Einzelwette?
Sie verteilt den Einsatz auf mehrere Kombinationen und mindestens eine Voraussage darf falsch sein. Die Gewinnchance steigt gegenüber einer einzelnen Kombination, der Erwartungswert nicht – die Marge wird auf jede enthaltene Kombination fällig. Bei Sporttip liegt der Höchsteinsatz einer Systemwette bei CHF 10’000.
Muss ein Gewinn in der Schweiz versteuert werden?
Gewinne bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn sind einkommenssteuerfrei; der Bundesfreibetrag liegt ab dem 1.1.2026 bei CHF 1’071’000, die kantonalen Werte weichen je nach Kanton ab. Darüber behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgeholt wird. Bei ausländischen Anbietern kann kantonale Praxis greifen.
Welche Limiten und Sperren begrenzen Verluste?
Vor der ersten Teilnahme an Sporttip sind Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage zu setzen, eine Senkung wirkt sofort, eine Erhöhung nach 72 Stunden. Eine Spielsperre ist produktbezogen für 1 bis 180 Tage oder unbefristet möglich und wird dann im schweizweiten Register eingetragen. Sperrung bedeutet auch: kein Anspruch auf Gewinne.
Strategie – italienfussball
Inhalt erstellt vom Team «italienfussball»
