Wimbledon-Wetten in der Schweiz erklärt: zwei Veranstalter, ein geschlossener Markt

Updated Oktober 2026
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Ein Tennisplatz aus Rasen im ersten Morgenlicht mit frisch gezogenen Linien, einem Netz und einem leeren Schiedsrichterstuhl, dahinter hohe Hecken.

Stand: Oktober 29, 2026 · Bewilligungen und Limiten geprüft gegen die Angaben der Gespa, der interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern.

Die Wimbledon Championships 2026 fanden vom 29. Juni bis 12. Juli 2026 in London auf Rasen statt und waren die 139. Austragung.

Wimbledon ist das einzige Grand-Slam-Turnier auf Rasen, es dauert zwei Wochen, und es ist das dritte der vier grossen Turniere des Jahres. Wer aus der Schweiz darauf wetten will, stösst sofort auf eine Besonderheit, die es in fast keinem anderen Land gibt: Es gibt nicht zwanzig Sportwetten-Anbieter zur Auswahl, sondern zwei. Keine Rangliste der Welt ändert das, und kein noch so grosszügig beworbenes Willkommenspaket von einer .com-Adresse ändert das ebenfalls.

Beide Wege sind offen, und beide haben einen Preis. Der eine kostet Auswahl, der andere kostet Rückhalt. Wer das versteht, trifft eine Entscheidung; wer es nicht versteht, trifft eine und nennt es Zufall. Der Unterschied steckt nicht im Klick auf ein Logo, sondern in drei Zahlen: der Quote, der Limite und dem Weg, auf dem ein Gewinn zurückkommt.

Ein Rasenplatz mit Geschichte: Grundlagen zum Turnier

Der Rasen ist das erste, was einen beim Gedanken an Wimbledon einfällt. Der zweite Gedanke ist meistens falsch.

Ein gelber Tennisball liegt im Gras neben der weissen Grundlinie, Tau glitzert auf den Halmen im flachen Sonnenlicht.
Die ersten Lawn Tennis Championships in Wimbledon begannen am 9. Juli 1877 an der Worple Road.

Ein kurzer Blick auf die erste Bildunterschrift dieses Abschnitts: Die Wimbledon Championships 2026 fanden vom 29. Juni bis 12. Juli 2026 in London auf Rasen statt und waren die 139. Austragung. Das ist kein Nebensatz, sondern der wichtigste Satz für jeden, der eine Wette auf «Wimbledon» plant, ohne das Jahr dazuzusagen. Die 139. Austragung ist gespielt, das Herreneinzel gewann Jannik Sinner aus Italien und wiederholte damit seinen Vorjahressieg, das Dameneinzel ging an Linda Nosková aus Tschechien. Ein Wettschein auf das Turnier 2026 ist also längst entschieden. Worauf sich Wetten richten, ist das nächste Turnier, und das folgt im Jahr 2027.

Was 1877 begann und warum es heute noch den Preis bestimmt

Die ersten Lawn Tennis Championships in Wimbledon begannen am 9. Juli 1877 an der Worple Road. Aus einem Vereinsturnier wurde die Veranstaltung, die den Tennis-Kalender ordnet. Heute organisiert der All England Lawn Tennis and Croquet Club das Turnier, und seit 2020 sitzt Jamie Baker als Turnierdirektor dort, wo früher ganz andere Namen über Platzbelegungen entschieden.

Ein Holzschreibtisch in einem hellen Büro mit Blick auf einen Park, darauf eine Lupe und ein leerer Notizblock.
Turnierdirektor der Wimbledon Championships ist seit 2020 Jamie Baker.

Was hat das mit Quoten zu tun? Eine Menge, indirekt. Wimbledon ist das dritte Grand-Slam-Turnier des Jahres und umfasst zwei Wochen ab Ende Juni. Diese beiden Wochen sind für einen Spielenden ein eigener Rhythmus: jeden Tag ein Dutzend Matches, jeden Tag neue Ansetzungen, und ein Wettschein, der über zwei Wochen lebt. Wer in der zweiten Woche noch dieselbe Quote einkassiert wie am ersten Tag, hat entweder Glück oder einen langfristigen Markt mit einer Preisstellung erwischt, die inzwischen woanders liegt.

Der Name der Turnierwoche trägt dabei keine Geheimnisse. Der AELTC kürzt nicht, der Veranstalter heisst All England Lawn Tennis and Croquet Club, und wer Wettangaben liest, findet dort auch die Startzeiten und Platzbelegungen, die in jeder Livewette den Ausschlag geben.

Warum Rasen die Quotenbewegungen verschärft

Rasen ist die schnellste der drei Untergründe, jedenfalls für die ersten Runden, wenn die Halme noch kurz sind und der Ball flach durchkommt. Aufschlaglastige Matches, kurze Ballwechsel, ein Satzverlust ohne grosse Wirkung auf den Turnierverlauf. Für einen Wettenden heisst das: Der Favorit galoppiert im ersten Satz davon, und die Quote auf die Gegenposition ist nach zwanzig Minuten nicht mehr die, die sie vorher war.

Das ist keine Prognose, sondern die Mechanik, die eine Livewette zu einem Werkzeug mit kurzer Haltbarkeit macht. Quoten sind Preise, und ein Preis auf ein Ereignis, das sich gerade abspielt, ändert sich mit jedem Ballwechsel. Wer einen Livewettschein abschickt, bestätigt den Preis, den er vor dem Klick gesehen hat, und nicht einen, den er in Erinnerung behalten hat.

Favoritenrolle, Preisstellung und die Grenze jeder Aussage über den Ausgang

Auf dem Wettschein steht eine Zahl, die wie eine Einschätzung aussieht. Ist sie auch, aber nicht so, wie Werbung es nahelegt.

Eine Quote sagt, wie viel ein Anbieter im Fall des Falls zurückzahlt, nicht wie gern er das tut. Zwischen dem gesetzten Einsatz und der zurückgezahlten Summe liegt ein Polster, das der Anbieter von Anfang an einbehält, und dieses Polster ist Teil jeder Zahl auf der Seite hier. Wie gross es ist, lässt sich berechnen, und daran lässt sich ein Anbieter messen, unabhängig von seinem Marketing:

Bei einem illustrativen Zwei-Weg-Markt mit 1.90 und 1.90 auf beide Seiten ergibt sich ein Auszahlungsschlüssel von rund 95,2 %, die Marge beträgt also etwa 4,8 % des umgesetzten Betrags. Das ist eine Beispielrechnung, keine zitierte Preisstellung, und sie gilt nur genau für dieses Beispiel: Wo ein Anbieter mehr verlangt, wie ein zweigleisiger Markt mit einseitigerem Buch aussehen würde und wie sich die Marge bei einem Turnier mit vielen Begegnungen anfühlt — das ist die Frage, die im Abschnitt ## Der Rasenplatz, auf dem die Quoten wohnen aufgenommen wird.

An dieser Stelle bleibt eine Feststellung: Eine Quote ist ein Preis mit einer eingebauten Einnahmequelle, und niemand errät den Ausgang eines Tennismatches zuverlässig genug, dass ein Nachrechnen der Chance genügt. Die Einsicht, die man mit einer Quote gewinnt, ist eine über das Angebot, nicht über den nächsten Sieger.

Wimbledon-Bild: online-wimbledon-wetten-schweiz-grundlag

Bewilligung statt Lizenz: wer in der Schweiz überhaupt anbieten darf

Hier endet die Übertragbarkeit. Einige Länder haben eine Aufsicht, die eine lange Liste anbietet; die Schweiz hat ein anderes Modell gewählt, und zwar nicht aus Gleichgültigkeit.

Das Geldspielgesetz kennt keine «Lizenz», es kennt eine Bewilligung

Online-Sportwetten sind ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz, der BGS in der Systematischen Sammlung unter SR 935.51, in Kraft seit dem 1. Januar 2019. Die Aufsicht darüber führt die Gespa, die Interkantonale Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern, gestützt auf das Geldspielkonkordat in Kraft seit dem 1. Januar 2021. Wer Casino-Aufsicht und Sportwetten-Aufsicht in einen Topf wirft, verwechselt zwei Behörden: Die Eidgenössische Spielbankenkommission beaufsichtigt Casinos, nicht Sportwetten.

Bewilligungen werden doppelt erteilt: eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel nach den Artikeln 21 bis 25 des Gesetzes. Und eine Bewilligung, das ist der Satz, an dem sich die ganze Seite aufhängt, gilt nur in der Schweiz. Nicht «auch in der Schweiz», sondern: in der Schweiz. Eine ausländische Bewilligung, sei sie aus Curaçao oder Malta oder irgendwo sonst erteilt, entfaltet hier keine Wirkung. Länder und Aufsichtsbehörden sind austauschbar, der Satz bleibt.

Zwei Veranstalter für ein ganzes Land

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt.

Swisslos, die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019, kurz IKV 2020. Das Sportwetten-Angebot läuft unter dem Namen Sporttip.

Die Loterie Romande veranstaltet ihr Angebot unter dem Namen Jouez Sport, mit Sitz-Adresse an der Avenue de Provence 14 in 1001 Lausanne, 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitenden.

Das sind die zwei Wege, und danach kommt nichts mehr. Es gibt keine Liste weiterer bewilligter Anbieter, weil niemand darauf steht. Was die Gespa publiziert, ist keine Anbieterliste, sondern die Sperrliste der gesperrten ausländischen Domains.

Versorgungsgebiete: der Wohnsitz entscheidet über den Zugang

Wer in welcher Landeshälfte wohnt, gehört zu welchem Veranstalter. Das ist keine Bequemlichkeit, sondern die Struktur des Modells.

Sporttip wird im Gebiet der Kantone Aargau, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Glarus, Graubünden, Luzern, Nidwalden, Obwalden, St. Gallen, Schaffhausen, Solothurn, Schaffhausen kennen die Einwohner, Schwyz, Thurgau, Uri, Zug und Zürich durchgeführt, dazu im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein. Zusammen bilden diese Gebiete das Swisslos-Vertragsgebiet. Die Loterie Romande hingegen veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura.

Für ein Online-Konto heisst das konkret: Wohnsitz in der Schweiz nach Artikel 47 Absatz 3 der Verordnung, und in der Praxis Wohnsitz im Gebiet des jeweiligen Unternehmens. Ein Konto bei Sporttip ist für eine Person mit Wohnsitz in Genf keine Frage des Geschmacks, sondern eine Frage des Vertragsgebiets, und umgekehrt gilt dasselbe.

Kurz zur Registrierung, weil sie den Ton des ganzen Modells erklärt: Für eine Online-Registrierung braucht es mindestens 18 Jahre, Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet, es darf keine Spielsperre bestehen, und eine Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft. Das ist die Gegenwelt zu einem Formular, in dem man die Schreibweise seines Vor- oder Nachnamens selbst wählen darf.

Was auf der Liste steht, und was Quoten nicht erlaubt

Die Schweiz erlaubt nicht «Sportwetten» im Allgemeinen, sondern schreibt vor, was darauf stehen darf.

Erlaubt sind nur Sportereignisse. Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind nach dieser Ordnung keine Sportwetten und nicht vorgesehen. Das erlaubte Angebot ist eine geschlossene Liste: die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten in der Version vom 10. September 2026, gestützt auf Artikel 25 des Gesetzes und Artikel 29 der Verordnung. Dort stehen Bedingungen, die man kennen muss, bevor man eine Wette abschickt: Qualifikationsrunden nur, wenn sie aufgeführt sind; Frauenwettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind; Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste den Zugang zu einem internationalen Wettbewerb oder das Podest entscheidet; Wetten auf Trainingsläufe nie. Corner- und Kartenmärkte sucht man vergeblich, eine Esport-Abteilung ebenso.

Der Rasen von Wimbledon ist eine Sportstätte, kein Sonderfall, und Tennis steht in dieser Liste. Aber die Liste ist keine Rubrik in einem Katalog, sie ist eine abschliessende Aufzählung, und was nicht auf ihr steht, ist für einen Schweizer Wettschein nicht vorhanden, egal ob der Fernsehsender daneben eine Quote einblendet.

Was Livewetten betrifft, ist die Sache zurückhaltender, als viele annehmen. Livewetten sind erlaubt, vor dem Spiel und während des Spiels, soweit der Veranstalter über eine entsprechende Entscheidung verfügt. Eine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte gibt es nicht. Cash-Out regelt das Gesetz nicht.

Die Sperrliste und der Weg, der nicht über eine Schweizer Bewilligung führt

Wer die Schweiz verlässt, um zu wetten, verlässt den Schweizer Rechtsrahmen vollständig.

Ein ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung hat hier keine Bewilligung, und damit auch keinen Anschluss an das schweizerische Sperrregister, keine Schweizer Aufsicht und keinen Schweizer Rechtsweg. Das ist eine Beschreibung, keine Drohung, und sie ist symmetrisch: Der Spielende wird nach dem Bundesamt für Justiz nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden.

Öffentlich organisiert wird der Zugang über die Sperrliste, welche die Gespa veröffentlicht und die Schweizer Telekommunikationsanbieter per DNS blockieren, gestützt auf die Artikel 86 bis 93 des Gesetzes. Die erste Liste stammt vom 3. September 2019, am Ende des Jahres 2025 umfasste sie 671 Domains. Gesperrte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt, ein Phänomen, das die Gespa Domain-Hopping nennt und für das sie namentlich Interwetten und Bet-at-Home nennt; bet365 erscheint nach ihren Angaben ebenfalls auf der Liste.

Sperren sind ein Wettlauf, und wie jeder Wettlauf endet er nicht an der Ziellinie, sondern wenn einer aufgibt. Für einen Wettenden heisst das: Ein Anbieter, der heute erreichbar ist, ist morgen vielleicht die Eintragsnummer 672.

Zwei Wege, zwei Preise — und die Wahl dazwischen

Die Zusammenfassung des Abschnitts ist keine Empfehlung, sondern eine Bilanz.

Der bewilligte Weg bringt die volle Schweizer Abdeckung: Spielerschutz, ein Sperrregister, das auch für Casinos und für Liechtenstein gilt, ein geordnetes Verfahren. Er bringt aber auch nur zwei Veranstalter, eine geschlossene Liste von Sportarten, Wettbewerben und Wettarten, ein Wohnsitzerfordernis und eine Identitätsprüfung. Der ausländische Weg bringt ein breites Angebot und weniger Reibung bei der Anmeldung. Dafür bringt er kein Sperrregister, keinen Schweizer Rechtsweg und eine steuerliche Behandlung, die vom Kanton abhängt.

Beide Wege sind «die sichere Wahl» — für unterschiedliche Menschen. Das ist die Position dieses Abschnitts, und sie ist unbequem genug, um ausgesprochen zu werden.

Was der Abschnitt nicht behauptet: dass Zahlungsdienstleister oder Banken Wetten bei ausländischen Anbietern sperren würden. Ein solches Instrument gibt es in der Schweiz nicht.

Wimbledon-Bild: online-wimbledon-wetten-schweiz-rechtsla

Limiten, Pausen, Sperren: der Schutz beginnt beim eigenen Konto

Der schönste Teil des Schweizer Modells ist nicht das, was verboten wird. Es ist das, was vorher eingetragen werden muss.

Verlustlimiten müssen stehen, bevor die erste Wette läuft

Vor der ersten Teilnahme über Sporttip müssen Spielende Verlustlimiten für einen Zeitraum von 1, 7 und 30 Tagen setzen. Das ist keine Option im Menü, die man später findet. Es ist eine Bedingung für die Teilnahme.

Dabei sind zwei Grenzen zu unterscheiden. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Und der Mechanismus hat eine Richtung: Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Wer eine Erhöhung braucht, wartet drei Tage und nicht drei Klicks. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.

Nebenbei bemerkt: Ein Limitsystem, das nur noch nach oben gedreht werden kann, aber langsam, ist besser gebaut als jedes, das mit dem Bonus zuerst kommt und mit der Grenze danach.

Betrachtet man die drei Zeiträume genauer, wird die Logik eines Finanzamts im Kopf des Spielenden sichtbar. Die Limite über 30 Tage ist die einzige, die die ganze Turnierwoche von Wimbledon abdeckt, und sie ist die Zahl, die man vor dem ersten Satz auf dem Vorplatz setzen sollte, nicht nach dem ersten verlorenen Halbfinale. Über 7 Tage wirkt sie während der zweiten Woche, also während jener Tage, an denen die Favoriten enger zusammenrücken und Wandlungen seltener werden. Die Tagesgrenze schliesslich trifft das, was Livewetten tun: viele Einsätze über wenige Stunden. Wer diese drei Zahlen einmal gewählt hat, hat die Frage nach dem Budget bereits beantwortet, und zwar an einem kühleren Punkt als dem, an dem Einsätze entstehen.

Pausen und Sperren: befristet, unbefristet, schweizweit

Der Zugang lässt sich bei Swisslos produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren. Innerhalb dieser Frist gibt es keine Aufhebung, und das ist der eigentliche Punkt einer Selbstsperre: Sie funktioniert genau dann, wenn sie sich nicht kurzfristig zurücknehmen lässt. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein.

Auch das Register folgt dem Modell: Es ist eine Sperre über mehrere Produkte hinweg, und wer sie einmal einträgt, ist nicht auf einer Liste, die nur man selbst einsehen kann. Wer seine Eintragung löschen lassen will, muss das über eine Fachstelle tun, und die beim Sperrregister zuständigen Stellen prüfen, ob Gründe vorliegen. Wichtig für das Verhältnis zu einem nicht bewilligten Anbieter: Wer sich dort registriert, hat an dieser ganzen Kette keinen Anteil. Ein Aussetzen bei Sporttip wirkt nicht über die Grenze; umgekehrt gibt es keine ausländische Selbstsperre, die eine schweizerische Registrierung ablöste.

Gesetzlich vorgesehen ist ein Angebot für eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten. Findet man die Angabe nicht in den eigenen Konto-Einstellungen, empfiehlt es sich, das nicht selbst zu interpretieren, sondern die Bedingungen des Veranstalters zu lesen.

Ausgeschlossene oder unter 18-jährige Spielende haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne. Über diese Kette steht ein bestimmter Satz von Swisslos: Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen. So erfährt man, dass die Grenze kein individuelles Konto betrifft, sondern die Personen, die darauf stehen.

Warum die Turnierwochen mehr Limiten brauchen als ein einzelnes Match

Bei Sporttip-Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Das heisst: Nicht das, was der Bildschirm zeigt, entscheidet über die Bedingung, sondern der Stand des Ereignisses. Deshalb sind die drei Limiten über 1, 7 und 30 Tage bei einem Turnier wie Wimbledon mehr als eine Formalität. Ein Turnier über zwei Wochen liefert an jedem seiner vierzehn Tage eine neue Ansetzung mit einem Dutzend Begegnungen, und ein Mehrfach-Kombischein verdichtet sie in eine einzige Zahl. Wer gewohnt ist, auf einzelne Matches zu wetten, unterschätzt leicht, wie viele Entscheidungen sich im Kalender eines einzigen Turniers sammeln.

Auch das ist kein moralischer Satz, sondern eine Rechnung: Ein Kombischein, der später als geplant gefüllt wird, zwingt nicht zu höheren Einsätzen, aber eine Limite, die erst nach dem vierten Match greift, greift zu spät, um noch etwas zu steuern.

Die Kehrseite der Zahlen: Der Verkaufsstellen-Befund 2025

Ein Punkt verdient Klarheit, weil er einem beim Schreiben über die Strenge der Schweizer Regel nicht aus dem Kopf geht. Bei Testkäufen der Gespa im Jahr 2025 wurde an 47,5 % von 200 Fällen an Verkaufsstellen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Der Selbstschutz an einem Schalter ist also nicht deckungsgleich mit den Regeln. Umso mehr Gewicht bekommt die Limite, die man selbst setzt: Im Online-Konto gibt es an einem Verkaufstisch kein Gegenüber, aber es gibt eben auch keine spontane Ausnahme von der eigenen Obergrenze.

Wenn die Limiten an eine Karte gebunden sind, die kein Limit kennt

Zu viele Spielende halten das Konto für eine Grenze, obwohl zwischen Konto und Ausgabe ein Instrument liegt. Wer sein reguläres Konto nutzt, hat im bewilligten Bereich eine Identitätsprüfung hinter sich. Fremde Zugänge, die man nicht mit dem eigenen Namen anmeldet, tauchen in dieser Prüfung gar nicht auf — ein Hinweis darauf, dass die Kette dort beginnt, wo sie im bewilligten Bereich endet. Wer seine Limite prüfen will, findet sie im Konto, nicht in der Wettschein-App auf dem Telefon.

Zur Frage der Selbstsperre sei am Rande auf die Sperrliste verwiesen: die Liste gesperrter Domains, die kein Spielerschutzinstrument ist, sondern der Versuch, den Zugang zu unterbinden.

Wetten auf Wimbledon sollten immer im Rahmen eines vorher festgelegten Budgets stehen. Worauf der Abschnitt zu den Steuern noch zurückkommt, ist eine Frage der Belastung; wer hier steht und ein Gespräch in einem Laden sucht, dem sei dazu geraten, sich an die kantonale Gesundheits- oder Suchtberatung zu wenden. Für ein Beratungsgespräch ausserhalb der Veranstalter gibt es Fachstellen, die unabhängig von den Anbietern arbeiten.

Der Rasenplatz, auf dem die Quoten wohnen

Die Quoten bekommen nun ihren Platz, aber ohne aus einer Seite von Sportwetten eine Tipp-Spalte zu machen.

Was Quoten ausdrücken und was nicht

Quoten sind Preise, und Preise sind der sichtbare Teil eines Wirtschaftsmodells. Wenn zwanzig Begegnungen an einem Tag auf dem Zettel stehen, ist jede einzelne Quote für den Anbieter berechnet, nicht für den Gewinner unter den Spielenden. Der Anbieter kann sich das bei einer Vielzahl von Wetten leisten, weil er zu einer gestaffelten Buchhaltung in der Lage ist, dass sich die Einsätze auf die Ergebnisse verteilen. Der Einzelne kann sich das nicht leisten.

Die hervorstechendste Quote ist übrigens die langweiligste. In einem Vorabmarkt, in dem ein Favorit und ein Aussenseiter aufeinandertreffen, sieht die Quote für den Favoriten regelmässig so ähnlich aus wie die für den Aussenseiter nicht — und beide Zahlen erzählen nur, wo das Geld hin fliesst, nicht, wie das Match ausgeht. Um den Unterschied sichtbar zu machen, ist ein grosser Markt nie ein Beweis für die eine Seite des Verhältnisses und immer ein Hinweis auf die andere.

Wettarten, die das Gesetz kennt, und wie viele es gibt

Die Klassifikation stammt aus der Gespa-Liste. Dahinter liegen die Wettarten, die ein Schweizer Veranstalter anbieten darf. Aus der Praxis kommen die bekannten Formen hinzu: Die Einzelwette ist eine einzige Voraussage; die Kombiwette verknüpft mehrere Voraussagen zu einer einzigen Wette, wobei die Einzelquoten zu einer Gesamtquote multipliziert werden; die Systemwette erlaubt eine Auswahl von Teilsystemen und ist deshalb auf einem Wettschein mit einem Minimum an Voraussagen möglich; die Langzeitwette greift ein Ereignis über einen längeren Zeitraum auf. Das sieht wie eine einfache Aufzählung aus, aber die Form entscheidet darüber, wie viel eine einzelne Wette kosten kann.

Die Langzeitwette: Warum sie im April beginnt und im Juli endet

Die Langzeitwette ist der einzige Markt, bei dem ein Wettender tatsächlich vor dem ersten Ballwechsel im Vorteil wäre, wenn er die Favoritenliste richtig läse. Die klassische Langzeitwette ist die Wette auf den Turniersieger, und sie zeichnet sich dadurch aus, dass sie Quoten und Einsätze über Wochen mit sich trägt. Weil sie in der Praxis schon Monate vor dem Turnierbuch angeboten werden kann, ist eine Langzeitwette keine Wette bei Turnierbeginn, sondern eine Wette auf die Zeit danach. Wer sie platziert, muss bereit sein, den Einsatz bis zum Ende der zwei Wochen nicht anzurühren. Wer sie anders platziert, hat am Ende einen Wettschein und keine Wette.

Rechenbeispiel: Was eine Quote zurückzahlt und was drin bleibt

Eine Quote lässt sich in eine Aussage über das Angebot übersetzen, sobald man alle Ausgänge eines Marktes zusammennimmt.

Ein illustrativer Zwei-Weg-Markt mit je 1.90 auf beide Seiten ergibt einen Auszahlungsschlüssel von rund 95,2 %; die Marge des Anbieters liegt bei ungefähr 4,8 % des umgesetzten Betrags. Umgerechnet auf einen Einsatz von CHF 100 bliebe dem Anbieter über alle Ausgänge hinweg gerechnet ein Anteil von rund CHF 4.80 des Umsatzes. Diese Zahl ist ein Beispiel, kein abgelesener Wert, und sie gilt genau für die Preisstellung 1.90 / 1.90: Bei einer einseitigeren Quote wächst die Marge, bei einer symmetrischen und knapperen, wie sie in Hauptmärkten vorkommt, fällt sie kleiner aus. Der grösste Teil dieses Betrags wird nicht bei einem einzelnen Ergebnis fällig, sondern verteilt sich über die vielen Wetten, aus denen ein Buch geworden ist. Für den Wettenden lässt sich das nüchtern so ausdrücken: Ein Satz von 1.90 verlangt, dass der eigene Treffer über die Dauer und Breite der Buchhaltung hinausgeht.

Wer seinen Einsatz in einen möglichen Rückfluss übersetzen will, kann das mit zwei Schritten tun: Der mögliche Rückfluss einer Wette ist der Einsatz mal der Quote. Bei einer Kombination wird zuerst die Gesamtquote als Produkt der Einzelquoten bestimmt, und dann wird die Gewinnsumme auf zwei Stellen aufgerundet und anschliessend auf 5 Rappen genau abgerundet. Die Richtung der Rundung ist unangenehm, aber sie ist festgelegt, und man kennt sie vorher.

Satz- und Gamewetten: die Formate, die Wimbledon eigen sind

Hier zahlt sich der Blick auf das Format aus. Die Herren spielen auf drei Gewinnsätze, die Damen auf zwei. Bei 6:6 gibt es einen Tiebreak bis 7; im Entscheidungssatz gibt es seit März 2022 einen Match-Tiebreak bis 10 mit zwei Punkten Vorsprung. Das sind drei Regeln, und alle drei verändern den Wert einer Wette.

Ein Satzgewinn ist ein kleineres Ereignis als ein Matchgewinn, und er ist im doppelten Sinne billiger zu bezahlen. Wer auf einen Satz oder auf ein Spiel wettet, kauft eine kürzere Zeitspanne. Ein Format, das für die Herren drei Gewinnsätze verlangt, macht ein Match zu einer Angelegenheit, die sich über Stunden dehnen kann. In der ersten Runde auf Rasen ist ein 0:2-Satzrückstand selten ein Grund zur Sorge, in einem Endspiel nach zwei Sätzen sehr wohl. Beides beeinflusst, wie sich die Quoten auf Satz- und Gamewetten über die Dauer verhalten, und es erklärt, warum die tiebreak-Regelung im Entscheidungssatz eine Wette auf eine bestimmte Satzsumme völlig neu bewertet.

Diese Beobachtung führt zu der Haltung, die in diesem Abschnitt bleibt: Der interessantere Markt beim Tennis ist der Satz- und Gamebereich, weil er die Spieldauer selbst zu einer handelbaren Grösse macht. Er ist aber auch der empfindlichste, weil sich Stand und Quote alle paar Minuten neu einpendeln. Wir werden den Bogen zur Livewette im Abschnitt zu Tennis, Livewetten und dem Turnierkalender schliessen.

Was ein Kombischein aus mehreren Begegnungen macht

Der Kombischein ist die beliebteste Form der Sportwette in der Schweiz, und er ist eine Staffelung auf dem Papier. Vier Voraussagen, jede mit einer Quote von mindestens 1.50, ergeben eine Gesamtquote, und jeder zusätzliche Leg verzehnfacht die Kombinationen und vervielfacht die Quoten. Der Kombiboost bei Sporttip gilt nur online, für Prematch-, Live- und Systemwetten, und er verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von jeweils mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen, wobei Einsatz und Gewinnerhöhung begrenzt sind.

Die Staffelung liest sich wie eine Belohnung für Mut, und sie ist eine Belohnung für eine bestimmte Art von Mut: für viele Legs und damit für viele Fehlerquellen. Die Mindestquote von 1.50 soll verhindern, dass jemand die Kombination aus lauter fast sicheren Ergebnissen baut; sie hat aber auch den Effekt, dass in jeder Wette auf mindestens 1.50 eine Mindestmenge Marge steckt. Der Zusatz von 100 % bei fünfzehn Legs ist der schwerste Fall, weil die Chance, alle fünfzehn zu treffen, mit jedem Leg sinkt und die Marge pro Leg trotzdem bleibt. Wer den Boost verlockend findet, sollte zuerst die Marge der einzelnen Legs vergleichen, nicht den Aufschlag am Ende.

Zwei Regeln des Anbieters gehören in dieses Kapitel, weil sie den Kombischein gegen Fehler absichern. Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage; Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettendem nur einmal nutzbar, in Einsatz und Höhe limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost.

Die Bet-Builder-Regel: warum sie ein Risiko abschneidet

Und eine Regel, die man kennen muss, weil sie bei einem Kombischein über zwei Spieler, zwei Aussagen oder zwei Abschnitte gleichzeitig zum Tragen kommen kann: Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung kombiniert Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion. Nimmt Swisslos eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. In der Sprache eines Wettscheins: Der Einsatz kommt zurück, die Wette ist weg. Die langwierigere abschliessende Feststellung dazu: Wer unter Wettenden eine Kombination sieht, bei der die Legs derselben Begegnung entstammen, sollte jeweils prüfen, ob sie über die vorgesehene Funktion zusammengestellt wurde.

Die Rundungsregel und der Wettschein

Eine Angabe, die aus den Regeln stammt und hier nicht fehlen darf: Der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten. Danach wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und anschliessend auf 5 Rappen genau abgerundet. Das ist keine grosse Sache bei einem Einzelwetteinsatz von CHF 20, aber die Reihenfolge gehört zur Sache. Bei vielen Wetten über zwölf Monate und über die gesamte Turnierwoche können die Rundungsschritte einen nicht ganz zu vernachlässigenden Betrag ausmachen, und sie wirken sich zum Vorteil des Spielenden aus. So steht es in den Teilnahmebedingungen.

Wetten auf den Turnierausgang und die These von den «sicheren» Tipps

Die grösste Versuchung liegt in der Sprache der Werbung: ein «klarer Vorteil», ein «sicherer Tipp». Sportwetten haben kein eingebautes Wissen über den Ausgang, und der Satz gilt auch für das, was einen in einschlägigen Telegram-Gruppen erwartet. Der Unterschied zur Sprache der Werbung ist an dieser Stelle die einzige Aussage, die der Abschnitt machen kann: Man erfährt mehr über die Quoten als über die Partie, wenn man sie als Preise behandelt. Und Preise kann man vergleichen, ohne den Ausgang zu kennen.

Tennis und das Turnier: das Fenster, in dem Wimbledon wirklich stattfindet

Die schweizerischen Regeln kennen ihr eigenes Zeitmass, und der Rasen hat einen anderen Rhythmus.

Was die Gespa-Liste für Tennis und Wimbledon zulässt

Tennis ist eine der Sportarten, die in der Gespa-Liste auftauchen, und Wimbledon ist eine der Konkurrenzen, die auf dieser Liste aufgeführt sind. Daraus folgt der Rahmen. Ein Schweizer Sportveranstalter darf Wettarten anbieten, die auf der Liste stehen. Ein Auslandsanbieter darf das nicht, weil er gar keine Schweizer Bewilligung hat. Es ist also völlig möglich, dass ein Anbieter ohne Schweizer Bewilligung ein Wimbledon-Wettangebot bereithält, das der Zulassungsliste der Gespa nicht entspricht. Genau genommen ist das kein Widerspruch: Was er tut, ist in der Schweiz schlicht nicht bewilligt, und die Liste sagt nichts darüber, was er tun darf. Sie sagt, was ein Veranstalter mit Schweizer Bewilligung tun darf.

Die Runden und die zwei Wochen: wie ein Turnier den Kalender füllt

Wimbledon wird auf Rasen gespielt, dauert jährlich zwei Wochen ab Ende Juni und ist der dritte Grand-Slam-Stopp des Jahres. Ein Turnier dieser Länge hat einen bestimmten Rhythmus: eine erste Woche, in der die Begegnungen und die Zahl der Spieler schrumpfen, und eine zweite Woche, in der nur noch die verbliebenen Paarungen in kürzeren Abständen anstehen. Die Zahl der Einzelwetten-Entscheidungen pro Tag fällt, und die Zahl der Kontroversen steigt. Ein zeitlicher Einschnitt, der in der ersten Hälfte des Turniers kaum spürbar ist, wird nach dem Achtelfinale deutlich.

Eine Folge: Die erste Woche liefert einen üppigen Markt und viele Einzelbegegnungen mit Quoten, die sich während eines einzigen Tages oft bewegen. Die zweite Woche liefert einen schmalen Markt mit Spielen, die in den Turnierverlauf eingehen und deren Quoten deshalb der Aufmerksamkeit eines grösseren Publikums ausgesetzt sind. Ein Wimbledon-Bild: Wer in der zweiten Woche auf einen einzigen Aussenseiter setzt, wettet nicht dasselbe wie in der ersten Woche.

Warum die Runde darüber entscheidet, wie sich Quoten über das Turnier bewegen

Der Unterschied zwischen einer frühen Runde und einem Halbfinale ist der Unterschied zwischen einer Begegnung, in der die Fitness eines Spielers noch Reserven hat, und einer Begegnung, in der die Erholung zu einem Faktor wird. Ein Drei-Satz-Match in der ersten Runde mit einem Tiebreak kann in knapp zwei Stunden vorbei sein. Ein Fünf-Satz-Match, das über vier Stunden geht, liefert den nächsten Tag in einem Zustand, in dem die Beine über den Ausgang mitentscheiden. Der Quotenverlauf über die zwei Wochen kennt diese Grösse nicht auf dem Display, aber der Markt kennt sie sehr wohl, und die Bepreisung eines Viertelfinals unterscheidet sich grundlegend von der eines Erstrunden-Matches.

Die Kehrseite: der Wettbewerb beginnt ohne die Vorbereitungswochen

Wimbledon ist ein Turnier mit Vorbereitung, aber ohne die Vorbereitung bleibt es eine Woche mit neuen Verhältnissen. Die Begegnungen der ersten Runde in Wimbledon finden wenige Tage nach den Turnieren auf Rasen statt, die unmittelbar vorher gespielt werden. Diese Turniere sind keine Wimbledon-Qualifikation, aber sie entscheiden darüber, wer mit wie viel Rhythmus anreist. Das ist eine Information, die ein Wettender in der ersten Woche hat und in der zweiten nicht mehr braucht. Es ist ausserdem der Grund, warum die Quoten der ersten Tage und die Quoten nach dem Achtelfinale unterschiedlich gut informiert sind.

Was ein Spielschema in der Woche noch ändert

Die Wimbledon-Planung ordnet die Spiele eines Tages auf die Plätze, und dieser Plan trifft die Quoten. Ein früher Beginn auf einem Aussenplatz kann unterbrochen werden, eine Begegnung kann in einen zweiten Tag hineinreichen, und der Abbruch kann kurz vor einer Entscheidung liegen. Das ist weniger dramatisch als es klingt, aber es beeinflusst die Preise eines Tages: Wenn Spiele verspätet starten, verschiebt sich der ganze Tag, und die Quoten eines Marktes, der mit einem bestimmten Startzeitpunkt gerechnet wurde, stehen dann für ein anderes Zeitfenster. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00; in spielentscheidenden Situationen, etwa bei einem Elfmeter oder einem Videoschiedsrichter-Entscheid, kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 bewerten.

Die Zeitfenster des Turniers sind also nicht nur ein logistisches Detail. Sie sind die zweite Achse, um die sich eine Livewette dreht.

Die Runde und die Frage nach dem richtigen Format

Wer eine Wette auf Wimbledon plant, hat zwei Entscheidungen zu treffen: welche Runde und welches Format des Scheins. Eine Einzelwette auf den Turniersieger kauft die ganze zweiwöchige Geschichte in einer Zahl. Ein Kombischein erlaubt die Zusammensetzung mehrerer Aussagen zu einer Geschichte. Die beiden passen nicht gut zusammen. Ein Turniersieger-Markt lässt sich mit einem Finalisten-Markt kombinieren, aber nicht mit einem Satzgewinn aus der ersten Runde. Und ein Kombischein über mehrere Turnierwochen hinweg verlangt, dass man die Reihenfolge der Begegnungen vorher kennt — was bei den späten Runden selten der Fall ist.

Das ist die Antwort auf die Frage, welcher Weg zu welchem Leser passt: Wer die Zustimmung zur Formatfrage nicht selbst treffen will, für den ist die Langzeitwette auf den Turniersieg der passendere Weg. Wer Sets und Spiele als eigene Einheit handelt, dessen Wette wird durch die Angabe des Formats nicht weniger wert, sondern messbarer.

Anteilige Sätze und sportliche Rahmenbedingungen in Wimbledon

Ein Satzgewinn ist etwas anderes als ein Matchgewinn, und ein Tiebreak-Gewinn ist noch feiner: Bei 6:6 entscheidet ein Tiebreak bis 7, und im Entscheidungssatz seit März 2022 ein Match-Tiebreak bis 10 mit zwei Punkten Vorsprung. Wetten auf eine bestimmte Anzahl von Sätzen, auf Spiele und auf Satzsummen hängen direkt an diesen Regelungen. Ein Wettender, der eine Wette mit dem Zusatz «Sätze» platziert, kauft nicht nur eine andere Chance, sondern eine andere Mechanik der Partie. Darauf wird in den FAQ in der Frage zum Satz- und Match-Format noch genauer eingegangen.

Der Rasen selbst verschwindet aus dem Wettzettel, sobald beide Spieler gemeldet sind, aber die Schnelligkeit des Belags verändert die Verteilung der Punkte. Auf Rasen sind Aufschlagverluste in der ersten Woche relativ selten, und ein Frühbreak kann einen Satz entscheiden. Auf Sand wäre derselbe eine Eins zu eins Begegnung. Der Preis, den ein Wettender über zwei Wochen nimmt, unterscheidet sich daher je nach Belag, und der Belag ist die einzige dieser Grössen, die von Anfang an bekannt ist.

Ein zusätzlicher Punkt zur Bepreisung über die zwei Wochen: Die Zahl der Begegnungen im Feld und die Konförderation, aus der die Spieler kommen, können ein Gefälle sichtbar machen, das mit der Runde zunimmt. Eine einzelne Wette, deren Kurs auf einem frühen Match liegt, muss nicht mitteilen, wo im Feld sie spielt. Ein späteres Match trägt die Qualität dieser Zusatzinformation mit sich. Die Quoten nehmen das auf, und deshalb ist ein Halbfinale teurer zu bezahlen als ein Erstrunden-Match — in Bezug auf den Anteil, den der Anbieter verlangt.

Der Blick auf die Quoten selbst

Die Beobachtung der Zahlen lohnt sich, aber nicht als Übung im Tippen. Auf dem Sektor der Livewetten sind die Quoten ständig in Bewegung; ein Zwischenstand von heute kann morgen schon übertroffen oder verfehlt werden. Wer auf die Kursentwicklung achtet, kann abschätzen, wie gut das Buch eines Anbieters funktioniert, und das ist eine Information über den Anbieter. Der Vergleich der Odds zwischen den beiden Veranstaltern und die Beobachtung ihrer Entwicklung über eine Woche sagt mehr über die Funktionsweise eines Anbieters als eine Sichtprüfung des Layouts.

Dass wir hier keine «Tipps» geben, hat einen Grund, der im Kapitel zuvor schon steht: Quoten sind Preise, und für die Frage nach dem Sieger verrät das Kapitel nicht mehr als die Handelbarkeit der Aussage.

Die Rangliste: dieselben Massstäbe für zwei verschiedene Welten

Hier entsteht die Liste, die den Vergleich trägt. Sie ist keine Empfehlung, sondern eine geordnete Antwort auf die Frage, was ein Angebot kostet.

panorami: Vergleichstabelle der Anbieter

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalter bzw. gemeldete Bewilligung
Swisslos Sporttip Ja – Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS (SR 935.51), Aufsicht Gespa SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel
Loterie Romande Jouez Sport Ja – Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS (SR 935.51), Aufsicht Gespa Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande
ZotaBet Nein – ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz gültige Bewilligung
Unibet Nein – ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz gültige Bewilligung
Betscore Nein – ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz gültige Bewilligung
WirWetten Nein – ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz gültige Bewilligung
BetFury Nein – ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz gültige Bewilligung
Rollbit Nein – ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz gültige Bewilligung
Rabona Nein – ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz gültige Bewilligung
Bruce Bet Nein – ohne Schweizer Bewilligung keine in der Schweiz gültige Bewilligung

Der Sinn dieser Tabelle liegt in einer einzigen Spalte. Sobald sie neben dem Namen steht, verlieren alle anderen Merkmale ihren Rang. Ein Anbieter mit einer Reihe von vorteilhaften Eigenschaften, aber ohne Schweizer Bewilligung, ist kein anderer Anbieter mit Schweizer Bewilligung — er ist eine andere Kategorie. Das ist weder eine moralische Bewertung noch eine Aussage über die Qualität eines Angebots. Es ist eine Aussage darüber, welche Regeln für einen Streitfall gelten. Bei einem bewilligten Veranstalter gelten Schweizer Regeln, bei einem ausländischen Anbieter gelten seine eigenen.

Es ist ausserdem der einzige Vergleich, der in dieser Liste fair bleibt: Einem ausländischen Anbieter fehlen die Schweizer Instrumente, die der Vergleich heranzieht, und das ist keine Schwäche, sondern der Grund für seinen Status. Ein Vergleich, der beides gleich behandelt, wäre ein Vergleich zweier Tiere, von denen eines Flossen hat.

Und ein Hinweis zum Aufbau eines Eintrags, bevor die Reihenfolge sichtbar wird: Wer die Reihenfolge liest, mag annehmen, sie sei eine Rangfolge. Ist sie nicht. Sie ist die Reihenfolge, in der die Anbieter nach der Regel des Gesetzes auftreten: erst die zwei Veranstalter, die das Gesetz überhaupt kennt, dann die übrigen.

Swisslos Sporttip: der Veranstalter für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein

Swisslos ist der Veranstalter für die grosse Mehrheit der Schweizer Bevölkerung. Seine Bewilligung ist eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel nach BGS, SR 935.51, unter Aufsicht der Gespa — eine der zwei, die das interkantonale Recht zulässt.

Hinter dem Namen steht die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, die auch Lotterien veranstaltet; die Grundlage ist die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019, kurz IKV 2020.

Das Vertragsgebiet umfasst die Kantone Aargau, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Glarus, Graubünden, Luzern, Nidwalden, Obwalden, St. Gallen, Schaffhausen, Solothurn, Schwyz, Thurgau, Uri, Zug und Zürich sowie den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Wer sich hier registrieren will, braucht mindestens 18 Jahre, Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in diesem Gebiet, keine bestehende Spielsperre, und jede Person darf sich nur einmal registrieren.

Ein Punkt, der in der Praxis den Unterschied macht: Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Ein Höchsteinsatz von CHF 1’000 ist für einen Gelegenheitswetter in einer anderen Grössenordnung als der Betrag, den er auf einen Fünfzehn-Leg-Kombischein setzen möchte, aber ein Systemwetten-Limit von CHF 10’000 ist auch nicht so ausgelegt, dass es bei einem Gelegenheitswetter zum Zuge kommt. Kurz gesagt: Das Limit liegt dort, wo es für einen Gelegenheitswetter kaum je bindet.

Der Kombiboost gilt nur online, für Prematch-, Live- und Systemwetten, verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50 und staffelt den Bonus auf den Nettogewinn mit 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz, beide sind pro Wettendem nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost.

Das ist eine reichhaltige Angebotspalette für einen Sportwettenmarkt mit überschaubarer Auswahl. Der Kombiboost belohnt die breite Kombination, der Quotenboost die einzelne Voraussage, der Profitboost die definierte Begegnung. Man kann das als Anreizsystem lesen, und man sollte es beim Wort nehmen: Der Boost ist ein Zusatz zum ohnehin eingegangenen Modell, kein Rabatt darauf.

Zum Cash-Out bei Sporttip: Er ist für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten verfügbar, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung; ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; anbieten muss Swisslos ihn nicht für jede Wette. Wer eine Position vorzeitig schliessen will, verliert also systematisch einen Teil des Vorteils, den er sonst gehabt hätte. Das ist nicht ungerecht, es ist der Preis der Vorzeitigkeit.

Zum Steuerfreibetrag steht bei Swisslos nur eine Regel, die auch für die anderen Anbieter gilt und im Abschnitt zur Steuer noch behandelt wird. Hier geht es um den Wettschein, und der Wettschein ist klassisch: Das Mindesteinsatzvolumen von CHF 1 liegt tief genug, dass es einem nichts kostet, und das Höchsteinsatzvolumen von CHF 1’000 liegt hoch genug.

Der grösste Pluspunkt von Swisslos ist nicht ein Produkt, sondern die Reichweite. Die Fläche und die relevanten Kantone sind gross, das Angebot ist einer der beiden Wege, die überhaupt existieren, und die Verbindung zur Sportförderung ist keine Marketingfigur, sondern ein im Bericht von Swisslos dokumentierter Zusammenhang: Für 2025 verteilte Swisslos einen Reingewinn von CHF 562 Mio., davon CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz für Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und Sporthilfe; aus den Sportwetten stammten CHF 109 Mio. nach CHF 122 Mio. im Vorjahr. Wer hier wettet, trägt also einen Teil des Ertrags in einer Kette, die nicht in einem Firmensitz endet, sondern in Förderbeiträgen. Das ist ein Unterschied, den ein ausländischer Anbieter nicht bieten kann, und es ist ein Wert, der genau dann sichtbar wird, wenn man die Weiterleitung betrachtet.

Der zweite Punkt ist der Schutzmechanismus, der vor dem ersten Einsatz greift: Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage sind Bedingung, die Oberlimite liegt bei CHF 9’999 und für Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000, Senkungen gelten sofort, Erhöhungen erst nach 72 Stunden. Diese Reihenfolge macht Swisslos zu einem Anbieter, bei dem ein Dämpfer eingebaut ist, den man nicht ausschalten kann.

Und der dritte Punkt ist eine Einzelheit aus den Regeln, die einen überraschend grossen Unterschied macht: Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Bei Tennismatches ist Verlängerung kein Thema, aber die Regel steht in denselben Bedingungen und der Satz gilt für das Ereignis, für das die Wette angeboten wird.

Und was ist mit dem Vorteil gegenüber einem ausländischen Anbieter in Bezug auf den Steuerbetrag? Swisslos ist ein Schweizer Veranstalter, und der Steuerfreibetrag für Grossspiele gilt nur für Wetten bei Schweizer Veranstaltern. Bei Swisslos liegt der Gewinn unterhalb des Freibetrags in aller Regel steuerfrei, und der Freibetrag liegt weit über jedem typischen Wettschein, den ein Gelegenheitswetter platziert. Der steuerliche Vorteil ist also nichts, was sich der Gelegenheitswetter selbst anrechnen muss, aber er ist eine Tatsache: Bei einem ausländischen Anbieter kann die kantonale Praxis anders aussehen, und dazu später mehr.

Loterie Romande Jouez Sport: die zwei Wege für die Westschweiz

Loterie Romande ist der zweite Veranstalter mit Schweizer Bewilligung, und in ihrer Struktur unterscheidet sie sich in einem Punkt deutlich von Swisslos: Sie ist keine Lotterie, die auch wettet, sondern eine Société de la Loterie de la Suisse Romande, deren Sportwettenangebot unter dem Namen Jouez Sport geführt wird.

Die Bewilligung entspricht der von Swisslos: eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung unter dem BGS, SR 935.51, unter Aufsicht der Gespa. Sie ist eine der beiden, die das interkantonale Recht zulässt. Das ist die erste wichtige Gemeinsamkeit und in einem Vergleich der Anbieter die einzige, die zählt.

Das Versorgungsgebiet umfasst die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Es gibt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Diese Angaben stammen aus der Selbstdarstellung der Loterie Romande und beschreiben einen Vertrieb, der über Läden und Verkaufsstellen läuft. Ein Konto bei Jouez Sport ist also nicht nur ein Online-Konto, es ist der Online-Teil eines Netzes, das in der Westschweiz physisch präsent ist.

Für einen Wettenden in Genf oder Lausanne ist das die naheliegende Wahl: Wohnsitz im Gebiet, Konto möglich, Verkaufsstellen um die Ecke. Für einen Wettenden in Zürich ist es keine Wahl — nicht wegen fehlender Qualität, sondern weil das Gebiet nicht passt.

Zu den Interna der Produktpalette — welche Märkte gelten, welche Limiten, welche Boosts — gilt: Das Kontingent der Massnahmen, die bei Sporttip aus den Bedingungen belegt sind, ist bei der Loterie Romande nicht in derselben Form dokumentiert. Wer in der Westschweiz ein Konto eröffnet, findet die Spielregeln für die Sportwetten und die Teilnahmebedingungen in der Anwendung selbst.

Was die Loterie Romande in ihrem eigenen Auftritt hervorhebt, sind Grösse und Verankerung sowie die Zahl der Verkaufsstellen. Diese Kennzahlen beschreiben die Organisation und nicht die Wetten. Sie sagen nichts über Quoten, Limiten oder einen Kombiboost. Von daher bleibt bei einem Vergleich beider Anbieter die einzig belastbare Messlatte die gemeinsame Bewilligung und die gemeinsame Aufsicht.

Für wen ist sie also der passende Weg? Für einen Wettenden in den Kantonen Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura, der den Sportwettenzugang in einer Organisation mit Verkaufsstellen sucht und nicht bei einem ausschliesslich digitalen Anbieter. Das ist die praktische Aussage, die nach den Zahlen bleibt. Wer ausserhalb dieser sechs Kantone wohnt, hat bei ihr ohnehin keine Möglichkeit — es gibt keine andere Möglichkeit, weil das Vertragsgebiet die Grenze ist.

ZotaBet: ausländische Plattform ohne Schweizer Bewilligung

ZotaBet ist unter den hier betrachteten Anbietern der erste, der nicht einmal den Anschein einer Schweizer Bewilligung erwecken kann.

Der Anbieter bezeichnet sich selbst nicht als zugelassen, und das ist auch nicht erforderlich: ZotaBet hat keine Schweizer Bewilligung. Nur Swisslos und Loterie Romande dürfen Sportwetten in der Schweiz anbieten. Eine ins Feld geführte Bewilligung ist nicht festgestellt und entfaltet nach Artikel 4 BGS in der Schweiz keine Wirkung.

Was folgt daraus praktisch? Ein Sportwetten-Gesetz, das eine Bewilligung nicht kennt, kennt auch deren Folgen nicht. ZotaBet ist nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen, es hat für einen Schweizer Wettenden keinen Schweizer Rechtsweg, und seine Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt werden und werden dann von Schweizer Telekommunikationsanbietern per DNS blockiert. Die Reichweite dieser Blockaden ist begrenzt, weil die Liste nur Domains enthält, die die Aufsicht zum jeweiligen Zeitpunkt kennt, und weil gesperrte Domains laufend durch neue ersetzt werden. Das ist ein Flickenteppich und kein Zaun.

Was macht ZotaBet für einen Spielenden attraktiv? Das ist die Frage, deren Antwort unbequem ist: Es hat kein Vertragsgebiet. Wer in Zürich, Genf oder Chur wohnt, kann dort ein Konto eröffnen. Der Vorteil ist also der Zugang, nicht die Qualität. Und der Nachteil ist derselbe Zugang.

Was das Angebot an Spielarten betrifft, so umfasst ein ausländischer Anbieter oft Märkte, die in der Schweiz nicht auf der Liste stehen. Wer das nutzt, ist nicht auf demselben Spielbrett wie ein Spieler bei Swisslos oder Loterie Romande.

Die Bewertung von ZotaBet in diesem Vergleich ist ohne Vorbehalt: Es ist ein Anbieter, bei dem ein Schweizer Spielender Wettzugang erhält, aber keinen Schweizer Schutz. Wer diese eine Bedingung akzeptiert, hat bei ihm die grössere Auswahl an Zugängen — aber nur weil er im Vergleich zu den beiden bewilligten Veranstaltern weniger Rechte in der Hand hat.

Unibet: eine international bekannte Marke, in der Schweiz ohne Bewilligung

Unibet ist eine international bekannte Marke, und genau das macht die Sache unübersichtlich.

Eine Marke, die in vielen Ländern auftritt, erweckt den Eindruck, sie müsse Zugang haben. In der Schweiz ist das anders: Unibet hat keine Schweizer Bewilligung nach dem BGS, und nur Swisslos und Loterie Romande dürfen Sportwetten in der Schweiz anbieten. Die Bewilligungen, die das Unternehmen in anderen Ländern hält, haben hier keine Wirkung.

Was folgt daraus? Keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und die Möglichkeit, dass die Domain auf der Sperrliste landet. Für einen Spielenden, der sich an derartige Marken gewöhnt hat, ist das die entscheidende Tatsache — nicht das Verhältnis der Quoten.

Ein Punkt, der bei solchen Marken den Marktauftritt betrifft: Eine grosse internationale Präsenz verlangt in der Regel eine eigene Kontoführung, und in der Schweiz ist die Kontoführung für Wetten nur für Veranstalter mit Schweizer Bewilligung mit dem schweizerischen Sperrregister verbunden. Wer sein Spielerschutz-Anliegen an die Anzahl der Länder knüpft, in denen die Marke tätig ist, hat also nicht dasselbe in der Hand wie bei einem bewilligten Anbieter.

Was für wen spricht? Für einen Schweizer Wettenden, der die Marke kennt und ihr Konto bereits hat, bleibt Unibet ein Weg. Es ist aber kein Weg mit Schweizer Schutz, und im Vergleich der beiden Welten ist das der Unterschied, der schwerer wiegt als jede Quotendiskussion.

Betscore: ein ausländischer Anbieter, über den die Behörden nichts sagen

Bei Betscore ist die Informationslage dünner als bei den grossen Namen, und man tut gut daran, das nicht mit einer Lücke zu verwechseln.

Betscore hat keine Schweizer Bewilligung, die nur Swisslos und Loterie Romande erteilt wird. Es ist nicht ersichtlich, wie intensiv die Aufsicht sich mit der Plattform beschäftigt; ob Betscore mit dem Sperrregister verbunden ist, ist zu bezweifeln, und ein Schweizer Rechtsweg besteht nicht.

Was heisst das für den Wettenden? Kein Schweizer Spielerschutz und eine abweichende Steuerbehandlung. Für den Anbieter, der Amerikaner als Publikum anvisiert, hat das kaum Bedeutung, weil es die Aufmerksamkeit der Schweizer Aufsicht nicht erregt und weil diese nicht auf die Liste der Betreiber schaut, die auf dem Schweizer Markt zugelassen sind.

Die Position dieses Anbieters im Vergleich ist damit klar: Er gehört zur Gruppe der Anbieter, bei denen ein Schweizer Spielender einen Zugang bekommt, aber er hat in der Schweiz keinen Vorteil, der die fehlende Bewilligung aufwiegen würde — nur andere Märkte, die sich in dieser Vergleichsliste nicht auszahlen. Wer die Marke nur wegen der Superlative in der Werbung wählt, wählt nach Kriterien, die im Schweizer Rechtsrahmen nicht tragen.

WirWetten: der deutschsprachige Nachbar, ohne Schweizer Bewilligung

WirWetten ist ein Anbieter, der im deutschsprachigen Raum präsent ist, und daraus entsteht ein Missverständnis.

WirWetten hat keine Schweizer Bewilligung. Eine Bewilligung nach Schweizer Recht geniesst nur, wer von der Gespa unter dem BGS eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel erhalten hat. Ein Anbieter mit Sitz im benachbarten Ausland und einer dortigen Bewilligung erfüllt diese Voraussetzung nicht. Der Anbieter hat keinen Anschluss an das Schweizer Sperrregister, bietet keinen Schweizer Rechtsweg, und seine Domains können auf die Liste der gesperrten Domains gesetzt werden.

Was den Anbieter für einen Schweizer Wettenden dennoch interessant macht, ist die Sprache. Eine deutschsprachige Oberfläche, die im Ausland ausgerollt wird, ist nicht dasselbe wie ein Angebot in der Schweiz. Für einen Wettenden ist das ein Unterschied mit Konsequenzen im Streitfall, und in der Steuerbehandlung.

Die Bewertung des Eintrags: WirWetten ist im Schweiz-Vergleich kein Anbieter mit eigenem Schweizer Profil, sondern Teil der Gruppe der ausländischen Wetten-Anbieter, die in der Schweiz nur die Bewilligung spart. Wer mit einer deutschsprachigen Plattform arbeiten will, sollte sich vergegenwärtigen, dass die Sprache nichts über den Rechtsweg sagt.

BetFury: Krypto-Spiel und Wetten in einem, ohne Schweizer Bewilligung

BetFury (betfury.ac) verbindet unter einem Dach Krypto-Anwendungen und Sportwetten, eine Kombination, die bei einem Schweizer Publikum eine bestimmte Erwartung weckt und eine bestimmte Realität.

Die Realität ist auch hier die Bewilligung: BetFury hat keine Schweizer Bewilligung, und nur die zwei Organisatoren dürfen Tennis und andere Sportarten in der Schweiz bewerben. Kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, keine Schweizer Aufsicht. Wer im Krypto-Bereich unterwegs ist, hat es mit einer Plattform zu tun, deren Regeln sich stark von denen eines schweizerischen Anbieters unterscheiden.

Ein Punkt, der bei dieser Art von Anbieter stärker wiegt als bei anderen: Auszahlungen in Krypto-Guthaben setzen voraus, dass der Wettende die Wallets und ihre Risiken selbst handhabt. Bei einem bewilligten Schweizer Veranstalter ist eine Auszahlung auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers vorgesehen. Diese eine Reihe von Regeln ist der Unterschied.

Wer sich von der Krypto-Anbindung angezogen fühlt, sollte beachten, dass bei aller Diskussion über Optionen und Wallets der entscheidende Punkt derselbe bleibt wie bei den übrigen Anbietern dieser Gruppe: keine Schweizer Bewilligung, kein Schweizer Rechtsschutz. Was in der Schweiz bei einem bewilligten Anbieter als Spielerschutz-Mechanismus existiert, gibt es hier nicht.

Rollbit: breite Krypto-Plattform, ausserhalb des Schweizer Rahmens

Rollbit ist eine breite Plattform mit einem grossen Krypto-Anteil und einem Sportwettenbereich. Sie steht für eine andere Welt als die zwei Schweizer Veranstalter und gehört nicht zu den Anbietern mit Schweizer Bewilligung.

Wie die übrigen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung hat Rollbit keinen Anschluss an das Schweizer Sperrregister und keinen Schweizer Rechtsweg, und die Domains können auf der Sperrliste der Gespa landen.

Ein Hinweis zu dieser Kategorie, der in der Diskussion über Auslandsanbieter selten auftaucht: Ein Anbieter seiner Art reguliert sich nicht über die schweizerische Kontrolle, sondern über seine eigene Nutzungsbedingungen und darüber, welches Regelwerk er sich gibt. Es ist deshalb nicht damit getan, die Konditionen zu prüfen; es ist ein Schritt mehr erforderlich, nämlich die Prüfung, was passiert, wenn eine Streitigkeit auftritt. Die Antwort ist bei den Anbietern ohne Schweizer Bewilligung dieselbe wie bei Unibet.

Wer auf Rollbit stösst, findet dort häufig ein breiteres Produktspektrum als bei den bewilligten Veranstaltern. Genau das ist der Preis, der sich aus der fehlenden Bewilligung ergibt.

Rabona: Buchmacher ohne Schweizer Bewilligung

Rabona ist ein Sportwetten-Anbieter ohne Schweizer Bewilligung und ohne erkennbare Verbindung zum Schweizer Markt.

Rabona bietet in der Schweiz kein zugelassenes Sportwetten-Angebot. Er hat keinen Anschluss an das Schweizer Sperrregister, keinen Schweizer Rechtsweg, und seine Domains können auf der Sperrliste landen. Eine ausländische Bewilligung, etwa aus einem Mitgliedsstaat der Europäischen Union, ist keine Schweizer Bewilligung und entfaltet hier keine Wirkung.

Für welche Leser ist Rabona eine Option? Für jene, die ein internationales Angebot suchen und bereit sind, ohne Schweizer Schutz zu wetten. Für Leser, die eine Schweizer Bewilligung als Voraussetzung für ihre Teilnahme behandeln, ist Rabona nicht in Frage kommend.

Das ist die einzige Bewertung, die sich mit den zugänglichen Angaben belegen lässt. Die Existenz eines ausländischen Sportwettenangebots verändert die Rechtslage in der Schweiz nicht.

Bruce Bet: ein weiterer ausländischer Anbieter im Vergleich

Bruce Bet gehört zur Gruppe der Anbieter, die ohne Schweizer Bewilligung im Sportwetten-Geschäft tätig sind.

Bruce Bet hat keine Schweizer Bewilligung. Wie bei allen Anbietern dieser Gruppe gilt: nur Swisslos und Loterie Romande dürfen Sportwetten in der Schweiz anbieten, eine ausländische Bewilligung entfaltet keine Wirkung, und der Anschluss an das Schweizer Sperrregister fehlt. Wer hier ein Konto eröffnet, verzichtet auf Schweizer Schutzmechanismen wie die Spielsperre, die in der Schweiz in einem landesweiten Register geführt wird.

Was einen Wettenden zu solchen Anbietern führt, ist meistens ein konkretes Produkt oder eine bestimmte Quote. Nach den hier vorliegenden Informationen ist es kein Anbieter, der für einen Leser in der Schweiz einen Grund liefert, die zwei bewilligten Veranstalter zu umgehen.

Wann welche Wahl passt: Bilanz der Auswahl

Zieht man die Summe, bleibt eine Entscheidung mit zwei Ausgängen.

Der bewilligte Weg ist der einzige mit Schweizer Aufsicht, Schweizer Sperrregister, einem Rechtsweg und einem Steuerfreibetrag, der bei einem gewöhnlichen Wettschein ohnehin nicht gebraucht wird. Die zwei Veranstalter des bewilligten Wegs arbeiten mit einer geschlossenen Liste von Sportarten, Wettbewerben und Wettarten. Was sie anbieten, ist also nicht alles, was es gibt, sondern alles, was nach Schweizer Regeln angeboten werden darf. Wer in einer Region wohnt, die zu einem der beiden Versorgungsgebiete gehört, hat genau einen bewilligten Weg, und dieser Weg ist vorbestimmt.

Der ausserhalb der bewilligten Ordnung stehende Weg ist der einzige mit einem Netz von Anbietern, die über den Schweizer Rahmen hinausgehen. Er kommt für einen Wettenden in Frage, der die fehlende Schweizer Aufsicht bewusst akzeptiert. Der Preis dafür ist nicht der Preis der Quote, sondern der Preis des Rückhalts: kein Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, eine andere steuerliche Behandlung.

Zwischen beiden gibt es keinen dritten Weg. Wer sich für einen der beiden entscheidet, entscheidet für ein Paket — nicht für eine Quote. Wer also mit dem Gedanken spielt, einen nicht bewilligten Anbieter auszuprobieren, sollte sich die Frage vorher beantworten, ob ihm die grössere Auswahl wichtiger ist als der Schutz, den er im Streitfall hätte.

Für die ganz konkrete Frage, was eine Wette beim kommenden Turnier kosten würde, hilft nur eines: das wettangebot selbst prüfen, und zwar auf dem Wettschein und nicht in einer Werbeanzeige.

Wohin die Gewinne gehen: Steuern, Auszahlung und Sperrliste

Ein Wettschein endet nicht mit dem letzten Ballwechsel, sondern mit dem Geld auf dem Konto.

Bei Wettscheinen aus einem schweizerischen Grossspiel müssen Gewinne oberhalb des Freibetrags versteuert werden. Der aktuelle Steuerfreibetrag für eine einzelne Gewinnsumme liegt bei CHF 1’071’000 ab dem 1. Januar 2026, nachdem er im Jahr 2025 CHF 1’070’400 betragen hatte, und eine kantonale Steuerverwaltung kann einen abweichenden Betrag anwenden. Der Satz für darüber hinausgehende Beträge beträgt 35 % Verrechnungssteuer, die bei der Auszahlung einbehalten und mit der Steuererklärung zurückgeholt wird. Für einen typischen Wettenden ist das eine Regel, die er nie erreicht: Die Mehrheit der Wettscheine auf ein Tennisturnier liegt deutlich unter dem Freibetrag, und ein Gewinn in dieser Höhe ist steuerfrei und ohne Verrechnungssteuer.

Bei Wetten bei ausländischen Anbietern ist die Lage anders. Auf Gewinne aus ausländischen Anbietern wird keine Verrechnungssteuer erhoben, weil die schweizerische Erhebung die schweizerischen Veranstalter betrifft und nicht die ausländischen Anbieter. Die kantonale Praxis wird jedoch unterschiedlich gehandhabt, und es ist nicht sicher, dass ein ausländischer Gewinn steuerfrei bleibt. Zur Klärung dieser Frage empfiehlt sich die Konsultation einer Steuerberatung oder der kantonalen Steuerverwaltung; das ist eine allgemeine Information und keine Steuerberatung.

Ein weiterer Punkt betrifft den Weg der Auszahlung. Bei Auszahlungen und Guthaben ist vorgesehen, dass Zahlungen nur auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers geleistet werden. Damit sind anonyme oder über Krypto-Wallets geführte Auszahlungen bei einem schweizerischen Veranstalter nicht vorgesehen. Wer also bei einem bewilligten Anbieter einzahlt, zahlt von einem Konto auf seinen Namen, und wer dort gewinnt, erhält sein Geld auf ein Konto auf seinen Namen. Für einen gewöhnlichen Wettenden ist das eine Abweichung, aber auch ein Schutz: Es gibt kein Konto, das nur unter dem Namen eines anderen läuft.

Und schliesslich der Punkt, der eine Nebenfolge einer Wette bei einem ausländischen Anbieter betrifft: Die Sperrliste der Gespa, die gesperrten Domains, enthält keine Person und kein Konto. Wer also von einem Anbieter auf der Liste zu einem anderen Anbieter wechselt, kann dort ebenfalls mit denselben Regeln konfrontiert sein. Anders ausgedrückt: Die Sperrliste ist kein Nachweis dafür, dass ein Anbieter nichts Gutes bietet, sondern ein Hinweis darauf, dass er als nicht konform gilt.

Weiterführende Informationen, die über die Steuerfrage hinausgehen, bieten die kantonalen Stellen und die Fachverbände.

Häufige Fragen zu Wimbledon-Wetten in der Schweiz

Wann fanden die Wimbledon Championships 2026 statt, und auf welchem Untergrund wurde gespielt?

Die 139. Austragung lief vom 29. Juni bis 12. Juli 2026 in London auf Rasen. Das Herreneinzel gewann Jannik Sinner aus Italien, der damit seinen Vorjahressieg wiederholte; das Dameneinzel ging an Linda Nosková aus Tschechien. Wetten richten sich daher auf das folgende Turnier, das nach dem jährlichen Rhythmus 2027 stattfindet.

Wer darf in der Schweiz Wetten auf Wimbledon anbieten, und was steht in der Gespa-Liste?

Nur Swisslos mit dem Produkt Sporttip und Loterie Romande mit Jouez Sport. Beide verfügen über eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel nach dem BGS und stehen unter Aufsicht der Gespa. Deren Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten nennt Tennis und Wimbledon; ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung fallen nicht darunter.

Wie unterscheiden sich Herren- und Damenturnier in der Satzzahl, und was heisst das für Satz- und Matchwetten?

Die Herren spielen auf drei Gewinnsätze, die Damen auf zwei. Bei 6:6 entscheidet ein Tiebreak bis 7, im Entscheidungssatz seit März 2022 ein Match-Tiebreak bis 10 mit zwei Punkten Vorsprung. Eine Satzwette auf ein Herrenmatch deckt damit ein anderes Zeit- und Chancenfenster ab als eine auf ein Damenmatch.

Wie wird eine Tenniswette aus Einsatz und Quote berechnet, und wo liegt die Marge des Anbieters?

Der mögliche Rückfluss ist Einsatz mal Quote; bei Kombinationen ist die Gesamtquote das Produkt der Einzelquoten, danach wird auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und anschliessend auf 5 Rappen abgerundet. Bei einem illustrativen Zwei-Weg-Markt mit 1.90 und 1.90 liegt der Auszahlungsschlüssel bei rund 95,2 % und die Marge bei etwa 4,8 % des Umsatzes.

Was gilt bei Livewetten auf Tennis, und wie schnell ändern sich die Quoten im Spiel?

Livewetten sind erlaubt, vor und während des Spiels, soweit der Veranstalter über die entsprechende Entscheidung verfügt; eine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte gibt es nicht. Tennis liefert alle paar Minuten neue Zwischenstände, und Quoten sind Preise, die mit jedem Ballwechsel neu gestellt werden. Die Wette gilt unabhängig davon, ob das Ereignis übertragen wird.

Wie wirken sich Verlustlimiten und die Spielsperre auf Wetten während der Turnierwochen aus?

Vor der ersten Teilnahme sind Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage zu setzen: Oberlimite CHF 9’999, unter 21 Jahren CHF 1’000, Senkungen sofort, Erhöhungen erst nach 72 Stunden. Die 30-Tage-Limite deckt eine ganze Wimbledon-Woche ab. Eine unbefristete Spielsperre steht in einem schweizerweiten Register und gilt auch für Casinos und Liechtenstein.

Inhalt erstellt vom Team «italienfussball»