Welcher Wettanbieter hat die besten Quoten? Die ehrliche Antwort liegt in der Marge
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Stand: Oktober 29, 2026. Für die Bewilligungsangaben und die Rechtslage wurden die Publikationen der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht) und die Spielregeln der beiden bewilligten Veranstalter ausgewertet.
Wer im Netz nach dem Anbieter mit den besten Quoten sucht, landet auf Dutzenden Seiten, die alle dasselbe behaupten und keine von ihnen die Rechnung zeigt. Das ist kein Zufall. Die Quote ist ein Preis, und wie jeder Preis enthält sie eine Spanne für den Verkäufer. Wer die Spanne nicht kennt, kann Preise nicht vergleichen, sondern nur Prospekte. In der Schweiz kommt ein zweiter Punkt hinzu, der jede Rangliste im Ausland stillschweigend ausblendet: Sportwetten dürfen hierzulande nur zwei Veranstalter anbieten. Ein Vergleich, der zwölf Marken nach Quotenniveau ordnet und die Bewilligungsfrage in eine Fussnote schiebt, sortiert Äpfel neben etwas, das gar nicht im Korb liegen darf.
Was in den nächsten Abschnitten steht, ist deshalb kein Bekenntnis zu einer Marke, sondern eine Werkzeugkiste: wie eine Quote entsteht, was sie dem Wettenden wegnimmt, was der bewilligte Rahmen kostet und wann dieser Preis ein guter Deal ist. Die Reihenfolge folgt der Sache, nicht dem Werbebudget.
Wie viele Wettanbieter es in der Schweiz überhaupt gibt
Die Zahl ist kleiner, als jede Suchanfrage vermuten lässt. Zwei. Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten in der Interkantonalen Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020) auf zwei gedeckelt, und an dieser Deckelung hängt alles Weitere: das Quotenniveau, die Limiten, die Zahl der Wettmärkte, die Auszahlungswege. Wer die Zahl kennt, versteht sofort, warum ein Vergleich der Schweizer Anbieter kurz ausfällt und warum die interessanten Fragen andere sind als «welcher hat die höchste Quote auf Bayern gegen Zürich».

Swisslos ist eine Genossenschaft mit Sitz in Basel. Die Nettoerlöse aus dem Spielbetrieb fliessen gemeinnützigen Zwecken in den Kantonen zu. Die Loterie Romande ist die Veranstalterin der Westschweiz, sie betreibt 2’350 Verkaufsstellen und beschäftigt 221 Mitarbeitende. Beide haben ihre Sportwette nicht als Nebengeschäft aufgesetzt, sondern als Teil eines öffentlichen Auftrags mit einer Aufsicht darüber, die Fragen stellen darf. Eine Marke mit Sitz in einem Steuerparadies und einer Lizenz, deren Registereintrag sich nicht auffinden lässt, hat diese Rückfragen nicht.
Für den Vergleich der Quoten heisst das: es gibt einen geprüften Innenraum mit zwei Anbietern und einen ungeprüften Aussenraum mit beliebig vielen. Beide Gruppen werden auf dieser Seite beschrieben, aber sie werden nicht vermischt, weil sie nicht dieselbe Sache sind.
Zwei Veranstalter, zwei Gebiete, eine harte Grenze
Das Swisslos-Vertragsgebiet umfasst die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, dazu den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Ein Onlinekonto ist jeweils nur für Personen offen, die im eigenen Gebiet wohnen. Wer in Zürich lebt, kann bei Jouez Sport nicht mitspielen, und das ist keine Kulanzfrage, sondern die Konsequenz aus der Gebietsaufteilung.
Für den Wettenden heisst das konkret: die Wahl zwischen den beiden Schweizer Produkten ist für die meisten gar keine Wahl. In der Deutschschweiz bleibt Sporttip, in der Westschweiz Jouez Sport. Ein Quotenvergleich zwischen beiden ist damit eher eine Prüfung der eigenen Neugier als eine Entscheidungshilfe.
Was eine Quote überhaupt ist: feste Quote, variable Quote
Wer die besten Quoten sucht, sollte zuerst wissen, welche Art von Quote er vor sich hat, denn die beiden Sorten gehören nicht in einen Topf. Bei festen Quoten setzt der Buchmacher die Quote fest und tritt als Gegner des Wettenden auf. Der Preis steht ab Wettabschluss und lässt sich nachträglich nicht mehr ändern. Genau das ist der Fall bei Sporttip und Jouez Sport.
Die variable Quote, der Totalisator, funktioniert umgekehrt: die Wettenden setzen untereinander, und die Quote steht erst nach dem Ereignis fest. Bei staatlichen Anbietern liegt der Auszahlungsanteil dort unter 50 %, bei Pferderennen bis etwa 85 %. Das sind zwei völlig verschiedene Geschäftsmodelle mit zwei völlig verschiedenen Preisen, und keine Rangliste, die beides in eine Spalte wirft, hat etwas zu bedeuten.
Die Grundlagen: warum jede Quote eine Marge enthält
Die Ausschüttungsquote gibt an, welcher Anteil der Einsätze in Form von Gewinnen an die Spielenden zurückfliesst, die Marge ist die andere Seite derselben Medaille. Bei Sportwetten lässt sich die Ausschüttung eines Marktes berechnen, indem die Kehrwerte der Quoten aller möglichen Ausgänge addiert werden und 1 durch diese Summe geteilt wird.

Buchmacher kalkulieren ihre Quoten so, dass die impliziten Wahrscheinlichkeiten aller Ausgänge zusammen mehr als 100 % ergeben. Der Überschuss heisst Overround und ist der Gewinn des Buchmachers bei ausgeglichenem Buch. Diese drei Sätze sind der ganze Grund, warum die Frage nach dem besten Anbieter nur über die Marge zu beantworten ist. Die implizite Wahrscheinlichkeit ist der Kehrwert der Quote: 1.01 entspricht 99,01 %, 2.00 entspricht 50,00 %, 4.00 entspricht 25,00 %.
Ein Rechenbeispiel, wie es jeder Wettende selbst nachvollziehen kann. Ein Markt mit zwei Ausgängen wird zu je 1.90 angeboten, das ist ein Beispiel und kein quotierter Preis eines Anbieters. Die Summe der Kehrwerte ergibt 1 / 1.90 + 1 / 1.90, und 1 geteilt durch diese Summe ergibt eine Ausschüttungsquote von 95,0 %, womit die Marge bei 5,0 % liegt. Die Zahl gilt für dieses Quotenpaar und für sonst nichts; sie ist der Preis, den der Buchmacher in diesem Markt einbehält, und sie verschiebt sich mit jeder Bewegung der Quoten. Zum Vergleich: bei 1.95 auf beiden Seiten beträgt die Ausschüttung etwa 97,5 % und die Marge etwa 2,5 %, bei 1.80 auf beiden Seiten sind es rund 10 % Marge. Zwischen einem handelsüblichen und einem grosszügigen Zweiwegemarkt liegen also leicht fünf Prozentpunkte, und das ist mehr, als jede Bonusaktion über ein Jahr gutmacht.
Was das für den einzelnen Wettschein bedeutet, ist unromantisch: die Marge wird nicht bei einer Wette fällig, sondern bei jeder, und sie skaliert mit dem Einsatz. Wer CHF 100 auf einen Markt mit 5 % Marge setzt, hat im Erwartungswert CHF 5 an den Buchmacher abgegeben, egal ob die Wette aufgeht.
Je weniger Ausgänge, desto billiger der Markt
Die Zahl der möglichen Ausgänge bestimmt, wie tief die Marge ins Auge fällt. Typisch sind bei Buchmacher-Quoten etwa 90 % Ausschüttung bei Wetten mit zwei möglichen Ausgängen, zum Beispiel Tennis, und etwa 85 % bei Wetten mit drei möglichen Ausgängen, zum Beispiel Fussball. Der Grund ist nicht Bosheit, sondern Mechanik: bei drei Ausgängen muss der Buchmacher jede der drei Quoten mit einer Sicherheitsspanne versehen, und drei Spannen summieren sich schneller als zwei.
Der Effekt lässt sich gut nachrechnen. Bei einem Dreiwegemarkt mit den Quoten 1.25 / 5.00 / 10.00 ergibt sich eine Ausschüttung von rund 90,91 %. Solche Zahlen tauchen in der Praxis selten so sauber auf, aber sie zeigen die Richtung: je mehr Ausgänge und je unübersichtlicher das Feld, desto eher zahlt der Wettende für die Bequemlichkeit der Abdeckung.
Die praktische Konsequenz für jemanden mit kleinem Budget: ein sauberer Zweiwegemarkt mit einer Ausschüttung im oberen Bereich ist günstiger als ein exotischer Dreiwegemarkt mit dickem Rand. Der Erwartungswert hängt nicht am Tippgeschick, sondern am Markt.
Multiples: vier Spannen auf einem Wettschein
Eine Kombiwette vervielfacht nicht nur die Quote, sondern auch das, was der Buchmacher einbehält. Die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten, und weil in jeder Einzelquote eine Spanne steckt, zählt der Wettende am Ende so viele Spannen wie Voraussagen auf dem Schein stehen. Eine Viererkombi aus vier Märkten mit je 5 % Marge trägt nicht 5 %, sondern spürbar mehr, und die rechnerische Auszahlungserwartung sinkt mit jeder weiteren Voraussage.
Dass die bewilligten Veranstalter ihre Kombi-Angebote mit Boosts und Boni garnieren, ändert daran nichts Grundsätzliches, es sei denn, der Boost gleicht die Summe der Spannen mindestens aus. Genau diese Frage ist die einzige, die bei einem Kombi-Boost wirklich zählt.
Weshalb ein Quotenvergleich nur mit Datum etwas wert ist
Quoten sind Bewegung. Ein Vergleich zweier Anbieter, der ohne Snapshot-Datum auf der Seite steht, beschreibt einen Zustand, den niemand mehr nachprüfen kann. Für diesen Punkt gibt es keine theoretische Antwort, sondern nur eine praktische: wer zwei Quoten nebeneinanderlegt, notiert den Zeitpunkt, an dem er sie gelesen hat.
Der rechtliche Rahmen: welche Anbieter Schweizer Sportwetten veranstalten dürfen
Online-Sportwetten sind ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019, Art. 3 lit. c und e). Die Aufsicht führt die Gespa, die Interkantonale Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern, gestützt auf das Geldspielkonkordat, das seit dem 1. Januar 2021 in Kraft ist. Nicht die ESBK, die ist für die Casinos zuständig. Eine Bewilligung besteht aus zwei Teilen, einer Veranstalterbewilligung und einer Bewilligung pro Spiel (Art. 21–25 BGS), und sie gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS).
Diese beiden Sätze beantworten die Frage nach den legalen Anbietern vollständig. Es gibt keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, weil es keine weiteren gibt. Die Gespa veröffentlicht lediglich die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains. Sporttip und Jouez Sport arbeiten also nicht in einem Wettbewerbsmarkt mit Vorreiterrolle, sondern in einem geschlossenen Feld mit gesetzlicher Obergrenze.
Was der bewilligte Rahmen für die Quoten bedeutet, folgt direkt daraus: zwei Anbieter haben keinen Grund, sich über die Marge gegenseitig zu unterbieten, weil sie sich über das Gebiet und nicht über den Preis ausschliessen. Der Preisvergleich im Inland ist damit strukturell schwach, und wer die besten Quoten sucht, sucht in Wahrheit nach dem günstigsten Markt innerhalb eines vorgegebenen Sortiments.
Ausländische Anbieter: was eine Curaçao- oder Malta-Lizenz hier zählt
Eine ausländische Bewilligung, aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land, hat in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS). Wer Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung veranstaltet, macht sich strafbar: bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre (Art. 130 BGS). Der wettende Spieler wird nicht bestraft. Das klingt beruhigend und ist es nicht.
In Verfahren gegen den Anbieter können Einsätze und Gewinne eingezogen werden, und es gibt weder Schutz noch Fair-Play-Kontrolle, auf die der Wettende sich berufen könnte. Die Sperrliste der Gespa führt ausländische Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS blockieren (Art. 86–93 BGS; die erste Liste erschien am 3. September 2019, Ende 2025 umfasste sie 671 Domains). Blockierte Domains werden innert Stunden ersetzt, die Gespa nennt dieses Domain-Hopping ausdrücklich und führt als Beispiele Interwetten und Bet-at-Home sowie bet365 auf der Liste.
Für den Anbieter ist das ein Betriebsrisiko von ein paar Stunden. Für den Wettenden ist es ein anderes Risiko: eine Adresse, die heute funktioniert, kann morgen unerreichbar sein, und mit ihr die Möglichkeit, eine Auszahlung geltend zu machen. Wer ein Konto bei einer solchen Seite führt, hält sein Guthaben ausserhalb jeder Rückgriffsmöglichkeit.
Was den Quotenvergleich mit ausländischen Seiten zusätzlich schwierig macht, ist die Tatsache, dass die Marge dort kein offengelegter Wert ist, sondern ein Aushandlungsergebnis zwischen Marketing und Risikomodell. Die aggressive Quote auf das eine Spiel wird von der schwächeren auf ein anderes quersubventioniert, und der Wettende sieht nur die eine Hälfte.
Die geschlossene Liste: was überhaupt gespielt werden darf
Die bewilligte Offerte ist eine geschlossene Liste. Massgeblich ist die Liste der bewilligten Sportarten, Wettkampfstufen und Wettarten der Gespa in der Version vom 10. September 2026 (Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Qualifikationsrunden nur, wenn sie auf der Liste stehen, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie genannt sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangierung über die Teilnahme an einem internationalen Wettkampf oder das Podest entscheidet, niemals Wetten auf Trainingsläufe. Die Liste führt keine Ecken- und Kartenmärkte und keinen E-Sport-Abschnitt. Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt (Art. 25 Abs. 2 BGS).
Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind nicht erlaubt, Sport ist das einzige Feld. Livewetten sind zulässig, vor dem Spiel und während des Spiels, überall dort, wo der Veranstalter eine entsprechende Entscheidung besitzt, und das BGS kennt keine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte. Der Cash-out ist nicht geregelt; er ist eine Funktion jedes einzelnen Anbieters und als solche zu beschreiben.
Wer sich für Ecken-Wetten interessiert, findet sie im bewilligten Sortiment nicht. Das ist keine Lücke in der Beschreibung, sondern eine Eigenschaft des Schweizer Rahmens, und sie erklärt, weshalb Wettende mit dieser Vorliebe überhaupt auf ausländische Seiten ausweichen. Der Ausweichreflex hat seinen Preis, siehe oben.
Limits ohne staatliche Obergrenze
Wer bei ausländischen Seiten «Wettanbieter ohne Limits» sucht, sucht nach einem Versprechen, das im bewilligten Rahmen anders aussieht. Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000, für eine Systemwette CHF 10’000; Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Bei Jouez Sport liegt der Mindesteinsatz online bei CHF 2, in Verkaufsstellen bei CHF 3 und für Multiples bei CHF 2, der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten bei CHF 500; ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten.
Das sind Hausregeln der Veranstalter, keine Staatsgrenzen. Wer die Zahlen mit den Deckeln ausländischer Bonusbedingungen vergleicht, merkt schnell, welche Seite wem nützt.
Ein Konto, ein Name, ein Ausweis
Zur Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet. Es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Ein Konto pro Spielendem mit geprüfter Identität ist die Regel, nicht die Ausnahme (Art. 47–52 VGS).
Wer ohne Anmeldung und ohne Ausweis setzen möchte, findet das im bewilligten Rahmen nicht. Überhaupt nicht. Die Frage nach einem Anbieter ohne Anmeldung ist im Schweizer Kontext keine Frage nach einem Anbieter, sondern nach einem anderen Rechtsraum.
Steuern: der Betrag, den kaum ein Wettender je berührt
Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und werden erst darüber besteuert. Der Bundesfreibetrag liegt ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000 und lag 2025 bei CHF 1’070’400. Der kantonale Freibetrag weicht davon ab, deshalb gilt hier: je nach Kanton. Oberhalb des Freibetrags behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Deklaration in der Steuererklärung zurückgeholt wird. Ein gewöhnlicher Wettender gewinnt weit unterhalb dieser Schwelle und zahlt auf seinen Gewinn weder Einkommenssteuer noch Verrechnungssteuer.
Bei Gewinnen aus ausländischen Anbietern fällt keine Verrechnungssteuer an, dafür behandelt die kantonale Steuerpraxis im Thurgau Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als voll steuerbares Einkommen. Eine Schweizer Wettsteuer auf Einsätze gibt es nicht. Wer seine eigene Situation klären will, fragt einen Steuerberater oder die kantonale Steuerverwaltung.
Für den Quotenvergleich ist der Punkt wichtig, weil er den Preis der Auslandsalternative ergänzt: die ausländische Seite bietet vielleicht die bessere Quote, aber der Gewinn kann kantonal voll steuerbar sein. Die bessere Quote ist dann kein Vorteil mehr, sondern eine Vorauszahlung auf ein Risiko.
Spielerschutz: die Limiten, die der Wettende selbst zieht
Vor der ersten Teilnahme an Sporttip müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Die Limiten setzt der Spielende selbst, nicht der Staat: der Veranstalter muss einen oder mehrere Höchstwerte für Einsätze oder Verluste pro Tag, Woche oder Monat verlangen (Art. 87 VGS). Eine Erhöhung ist nach Gesetz frühestens nach 24 Stunden möglich, Swisslos und die Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an. Ein gesetzlicher fester Einzahlungsdeckel besteht in der Schweiz nicht.
Für den Wettenden heisst das: das Limit ist kein Sicherheitsnetz, das über ihm ausgerollt wird, sondern eine Bremse, die er selbst einbaut, und die einzige Richtung, in die sie schnell wirkt, ist die Verschärfung. Wer sie lockern will, wartet. Wer sie anzieht, muss nicht warten.
Die Selbstsperre ist bei Swisslos produktbezogen für 1 bis 180 Tage möglich, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine freiwillige Spielsperre kann frühestens nach drei Monaten aufgehoben werden (Art. 84 VGS), unter Beteiligung einer Fachstelle (Art. 81 BGS). Ein selbst gewählter Unterbruch von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden (Art. 89 VGS). Gesperrte oder minderjährige Spielende haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne (Art. 45 BGS).
Ausgeschlossene oder überschuldete Personen werden über Art. 80–82 BGS erfasst, und das Sperrregister ist geteilt. Wer sich sperrt, sperrt sich wirksam und über die Grenzen des einzelnen Produkts hinaus. Eine ausländische Seite hängt an diesem Register nicht, und das ist einer der Punkte, an denen der Unterschied zwischen geprüftem und ungeprüftem Rahmen handfeste Folgen hat.
Die Aufsicht prüft, wie gut das in der Fläche funktioniert. Bei Testkäufen im Jahr 2025 wurde an Verkaufsstellen in 47,5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Wer den Schutz an Verkaufsstellen als streng beschreibt, beschreibt eine Absicht, nicht eine Messung.
Weshalb ein Limit den Vergleich der Anbieter verändert
Die Limiten wirken auf denselben Einsatz, den die Quote bewertet. Wer seine Verlustlimite für 30 Tage auf CHF 200 gesetzt hat, kann die bessere Quote nicht dadurch nutzen, dass er mehr setzt. Bei diesem Budget entscheidet die Marge über ein paar Franken pro Monat, nicht über den Lebensunterhalt, und der Vergleich der Auszahlungswege schlägt den Vergleich der Quoten um Längen.
Ein Milliardärsargument hilft dem Kleinsparer nicht. Wer die Limiten kennt, bevor er die Quoten vergleicht, spart sich eine Menge Enttäuschung.
Krypto und Anonymität: warum dieser Weg den geprüften Rahmen verlässt
Gewinne und Guthaben werden ausschliesslich auf ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers ausbezahlt (Art. 50 Abs. 2 VGS). Anonyme oder Krypto-Auszahlungen gibt es im bewilligten Schweizer Wettbetrieb nicht. Kredite an Spielende sind verboten (Art. 75 Abs. 1 BGS). Damit ist die Sachlage klar: wer einen Anbieter mit Bitcoin, Ethereum oder einer anderen Blockchain-Zahlung sucht, sucht nicht einen Schweizer Anbieter mit anderer Zahlungsoption, sondern eine Seite ohne Schweizer Bewilligung mit eigener Rechtsordnung.
Der Preis dieser Suche ist nicht die Transaktionsgebühr. Er ist der Verlust des Sperrregisters, der Verlust des Rückgriffs und die Steuerfolge im eigenen Kanton. Ein Wettender, der die Anonymität sucht, tauscht Schutz gegen Unsichtbarkeit, und er bezahlt diesen Tausch mit dem gesamten Instrumentarium, das die Schweiz für den Fall aufgebaut hat, dass eine Wette schiefgeht.
Wer aus einem anderen Grund über Krypto nachdenkt, etwa aus Ungeduld mit der Auszahlungsdauer, sollte den letzten Punkt abwarten. Es gibt einen bewilligten Weg, der ohne Blockchain auskommt.
Boni und Gratiswetten: kleine Beträge mit Aufsichtsvorbehalt
Gratisspielguthaben bei den beiden bewilligten Veranstaltern braucht die vorherige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS). Im Jahr 2025 hat die Aufsicht 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos erteilt. Wer daraus ableitet, dass es keine Boni gibt, liegt etwas daneben; wer daraus ableitet, dass es schmale sind, liegt richtig. Neukundenangebote sind im bewilligten Rahmen selten und klein, weil jedes Gratisguthaben vorab durch eine Aufsicht muss und die Werbung dafür zusätzlichen Beschränkungen unterliegt.
Was es bei Sporttip gibt, sind keine Willkommenspakete, sondern Angebote im laufenden Betrieb. Der Kombiboost gilt nur online, für Prematch, Live und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettendem nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung begrenzt, und bei einem Cash-out verfällt der Boost.
«Gratiswette» ist bei genauerem Hinsehen ein Wort für ein an Bedingungen geknüpftes Guthaben, und die Bedingungen sind der eigentliche Inhalt des Angebots. Die Werbung für Glücksspiel, das in der Schweiz nicht erlaubt ist, ist verboten (Art. 74 Abs. 3 BGS) und wird mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 geahndet (Art. 131 BGS). Werbung für bewilligte Angebote darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten (Art. 74 BGS). Ein Verbot der Werbung zu bestimmten Tageszeiten existiert nicht.
Für den Wettenden, der zwei Angebote nebeneinanderlegt, folgt daraus eine einfache Prüffrage: welchen Betrag muss ich umsetzen, und in welchen Märkten, damit aus dem Bonus ein Guthaben wird. Bei einem Boost auf den Nettogewinn hängt der Wert an der Zahl der Voraussagen und an deren Mindestquote; bei fünfzehn Voraussagen mit je mindestens 1.50 wird aus einem kleinen Prozentsatz ein grosser Prozentsatz auf einen kleinen Nettogewinn, weil die Kombination selbst schon unwahrscheinlich teuer ist.
Der Wert eines Boosts hängt am Markt, nicht am Prozentsatz
Ein Boost erhöht den Nettogewinn, aber er ändert nichts an der Marge des Marktes, in dem er gewährt wird, und er verfällt bei einem Cash-out. Wer eine Wette nur wegen eines Boosts platziert, zahlt die Marge des Marktes in voller Höhe und verliert die Erhöhung, sobald er vorzeitig aussteigt.
Für einen Fünfzehnfach-Kombiboost ist die Rechnung am deutlichsten: die Gesamtquote ist das Produkt von fünfzehn Mindestquoten, und die rechnerische Wahrscheinlichkeit, alle fünfzehn Voraussagen zu treffen, ist verschwindend klein. Der Bonus von 100 % auf den Nettogewinn verdoppelt etwas, das selten eintritt. Das ist kein schlechtes Angebot, aber es ist auch nicht das, wonach die Werbung klingt.
Wer einen Boost nutzt, weil er die Wette ohnehin so gespielt hätte, bekommt etwas geschenkt. Wer die Wette wegen des Boosts spielt, bezahlt dafür mit der Marge.
Zahlungen und Auszahlungsgeschwindigkeit: was die Dauer bestimmt
Auszahlungen gehen nur auf ein Konto auf den eigenen Namen, und die Dauer hängt vom Zahlungsweg ab. Dabei spielt der Umstand, welche Marken ein Anbieter akzeptiert, in die Bewertung hinein, ist aber eine Angabe aus dessen eigenen Bedingungen und nicht aus einer allgemeinen Regel. Wer die Wahl zwischen zwei Wegen hat, wählt den Weg, der die wenigsten Zwischenstationen kennt.
Das Grundprinzip ist einfach: je länger die Kette zwischen Wettschein und Bankkonto, desto mehr Stellen können eine Auszahlung anhalten. Ein direkter Weg hat weniger davon. Dazu kommt die Identitätsprüfung, die bei der ersten Auszahlung meist vollständig abgeschlossen sein muss; wer seinen Ausweis erst dann hochlädt, wartet zweimal.
Anonyme Auszahlungen sind im bewilligten Rahmen ausgeschlossen, siehe die Passagen zu Konto und Ausweis. Wer eine Auszahlung an eine dritte Person wünscht, findet dafür in der Schweiz keinen Anbieter.
Die Kette im Überblick
Wer die Auszahlungsdauer vergleicht, sollte nicht nur den letzten Schritt betrachten, sondern die ganze Reihenfolge: Registrierung, Identitätsprüfung, Einsatz, Auszahlung. Die Dauer der letzten Stufe hängt an der Vollständigkeit der ersten beiden, und wer sie zuerst erledigt, verkürzt die letzte auf ein Minimum.
Die App und der Touchscreen
Auf dem Touchscreen entscheidet die Bedienung, nicht die Funktionsliste. Ein Wettschein, der auf 5 Zoll verständlich bleibt, schnelle Ladezeiten und ein Login, dem man ansieht, dass er sicher ist, zählen mehr als ein Dutzend Extras, die man zweimal benutzt und dann vergisst.
Die Schwachstelle der mobilen Bedienung liegt fast immer im Wettschein und nicht im Angebot. Wer vier Voraussagen zu einer Kombi zusammenklickt, während das Bild neu lädt, verliert Quoten, ohne sie je gesehen zu haben. Eine App, die den Wettschein zwischen zwei Schritten nicht verliert, ist deshalb nicht bequem, sondern billig.
Der zweite Punkt ist der Login. Wer sein Konto auf dem Telefon führt, sollte die Zwei-Faktor-Funktion einschalten, wo sie angeboten wird, und dieselbe Sorgfalt aufwenden wie für das Bankkonto. Der Unterschied ist geringer, als es scheint.
Livewetten und Cash-out: der Ausstieg, den nicht jeder Markt hat
Beim Spielverlauf ändern sich Quoten laufend. Livewetten und der vorzeitige Ausstieg per Cash-out sind deshalb Funktionen, die sich zwischen den Anbietern unterscheiden, und bei den bewilligten Anbietern sind sie es auf eine Art, die in den Bedingungen steht.
Bei Sporttip gibt es Cash-out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht.
Diese drei Einschränkungen sind der ganze Inhalt des Features. Der Ausstieg ist bei einem Live-Tennis-Match mit laufender Quote etwas anderes als bei einer Langzeitwette auf den Saisonausgang in einem Wettbewerb ohne tiefen Live-Markt; der Ausstiegspreis liegt beim Buchmacher, nicht beim Wettenden, und er trägt die Marge des Moments. Wer eine Wette platziert, um jederzeit aussteigen zu können, sollte deren Marge zweimal zählen.
Bei Sporttip-Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen, also bei Elfmeter, Roter Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid, kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Für den Live-Spielenden heisst das: der Klick muss sitzen, bevor das Ereignis sichtbar ist, und ob eine Wett-Streaming-Verbindung vorhanden ist, spielt für die Gültigkeit keine Rolle.
Für abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung gibt es bei Sporttip die Bet-Builder-Funktion. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Für Live-Spielende ist das relevant, weil dieselbe Partie zwei abhängige Märkte hat und die Kombination dieser beiden genau der Fall ist, den die Regel abfängt. Ein Videobeweis kann Wetten mit Quote 1.00 werten. Wer live auf zwei abhängige Ereignisse setzt, verschiebt seine Chance in die Hände der Regel.
Wettarten und Quoten: warum der Markt den Preis macht
Die Wettmärkte bestimmen, wie viel Marge in einer Quote steckt. Märkte mit wenigen Ausgängen sind für Wettende meist günstiger als solche mit vielen, und zwar aus dem Grund, der oben schon mehrfach auftauchte: jede Sicherheitsspanne addiert sich zu den anderen.
Für einen bewilligten Anbieter ist das Sortiment zusätzlich durch die Gespa-Liste geprägt, sodass die üblichen Nischenmärkte gar nicht zur Auswahl stehen. Wer Ecken oder Karten spielen möchte, wird im bewilligten Rahmen nicht fündig. Wer auf die breite Palette ausländischer Seiten ausweicht, tauscht die bewilligte Beschränkung gegen einen ungeprüften Anbieter, und das ist ein schlechter Tausch, wenn er ihn nur wegen eines Marktes eingeht.
Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal Gesamtquote, also dem Produkt der Einzelquoten, und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Diese Rundungsregel ist klein, aber sie ist bei Grenzfällen der Unterschied zwischen einem Gewinn und einem Gewinn von nichts. Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn, oder im Rahmen eines Turniers, nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00.
Bei Jouez Sport beträgt der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette CHF 300’000 und für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000. Eine Kombiwette umfasst dort 2 bis 10 Voraussagen, und die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen.
Diese Obergrenze ist bei einem Multiples der interessantere Wert. Wer einen Gewinn über eine Million erwartet, sollte wissen, dass keine Kombination der Westschweizer Veranstalterin darüber hinausläuft, unabhängig davon, wie viele Voraussagen getroffen wurden.
System- und Langzeitwetten
Die Systemwette ist bei Sporttip mit einem eigenen Höchsteinsatz von CHF 10’000 bedacht, zehnmal so hoch wie eine Einzel- oder Kombinationswette. Der Grund liegt in der Mechanik: eine Systemwette ist eine Bündelung mehrerer Kombinationen, der Einsatz verteilt sich also auf viele Wetten, und die Obergrenze pro Wettschein fällt entsprechend höher aus. Für Wettende, die mehrere Voraussagen kombinieren, ohne alles auf eine einzige Kombination zu setzen, ist das die passende Form.
Sportarten und Wettbewerbe: wo die Marge am grössten ausfällt
Je nach Sportart unterscheiden sich das Quotenniveau und die Margen, und nicht jede Disziplin steht auf der Liste der bewilligten Sportarten. E-Sport etwa erscheint im bewilligten Sortiment nicht, obwohl die Suchanfragen danach zahlreich sind. Wer bei einem Schweizer Veranstalter ein E-Sport-Turnier sucht, sucht vergeblich.
Fussball bleibt die Disziplin mit der dichtesten Quote und dem grössten Wettbewerb um den Preis des Wettenden; Tennis mit seinen zwei Ausgängen ist rechnerisch der günstigere Markt. Für Futsal und andere Randsportarten ist die Marge typischerweise breiter, weil weniger Publikum die Spanne trägt und der Buchmacher ein dünneres Buch mit höherer Sicherheit führen muss. Wer auf eine Randsportart setzt, zahlt diese Sicherheit mit.
Bei Turnieren kommt ein zweites Element dazu. In der Gruppenphase liefert das Angebot eine Fülle von Partien mit dichten Quoten; ab der K.O.-Phase wird das Feld kleiner und die Marge pro Markt nicht schmaler. Wer während eines Turniers vergleicht, sollte die Phase mitnotieren.
Neue Wettanbieter: was das Wort in der Schweiz bedeuten kann
Als neu gilt in diesem Rahmen nur, was eine Schweizer Bewilligung besitzt. Trägt ein Anbieter eine ausländische Bewilligung, ist er nicht neu, sondern in der Schweiz ohne Erlaubnis. Seit der ersten Sperrliste im Jahr 2019 sind keine weiteren Bewilligungen für Sportwetten hinzugekommen, weil die Kantone die Zahl auf zwei festgelegt haben. Jeder Name, der seither aufgetaucht ist, ist ein Name aus einem anderen Rechtsraum.
Für den Wettenden heisst das: die Suche nach einem neuen seriösen Anbieter hat in der Schweiz kein Ergebnis, und eine Rangliste, die einen solchen präsentiert, präsentiert eine ausländische Domain ohne hiesigen Rückgriff. Neue Anbieter erscheinen auf dem Markt, sie sind nur nicht in der Schweiz bewilligt, und die Verwechslung dieser beiden Sätze ist die häufigste Irreführung auf diesem Gebiet.
Welche Anbieter die besten Quoten haben: die bewilligten und die ausländischen im Vergleich
Das bewilligte Feld umfasst zwei Veranstalter, jeder mit eigenem Gebiet, eigener Limitenstruktur und eigenen Wettarten. Ein Quotenvergleich kann deshalb nicht mehr als eine Annäherung sein: anders als bei einem Markt mit zwanzig konkurrierenden Buchmachern konkurrieren hier zwei Veranstalter, die sich nicht über den Preis ausschliessen, sondern über das Gebiet.
Ausländische Seiten sind in dieser Übersicht aufgeführt, weil Wettende in der Schweiz ihnen begegnen. Sie tragen alle die gleiche Kennzeichnung: ohne Schweizer Bewilligung. Sie sind nach denselben Kriterien bewertet wie die beiden Schweizer Veranstalter, weil ein Vergleich nur dann etwas wert ist, wenn er identische Massstäbe anlegt. Aus der Bewertung nach gleichen Kriterien folgt aber nicht, dass sie dieselbe Sache sind.
| Anbieter | Bewilligungsstatus | Veranstalterin oder berichtete Bewilligung |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung für ein Grossspiel nach BGS (SR 935.51), Aufsicht Gespa | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel |
| Loterie Romande Jouez Sport | Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung für ein Grossspiel nach BGS (SR 935.51), Aufsicht Gespa | Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande |
| N1 Bet | ohne Schweizer Bewilligung | Bewilligung nach eigener Angabe nicht feststellbar, ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Playzilla | ohne Schweizer Bewilligung | Bewilligung nach eigener Angabe nicht feststellbar, ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Funbet | ohne Schweizer Bewilligung | Bewilligung nach eigener Angabe nicht feststellbar, ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| PowBet | ohne Schweizer Bewilligung | Bewilligung nach eigener Angabe nicht feststellbar, ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| BDMBet | ohne Schweizer Bewilligung | Bewilligung nach eigener Angabe nicht feststellbar, ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| BetOnRed | ohne Schweizer Bewilligung | Bewilligung nach eigener Angabe nicht feststellbar, ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| WirWetten | ohne Schweizer Bewilligung | Bewilligung nach eigener Angabe nicht feststellbar, ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Bruce Bet | ohne Schweizer Bewilligung | Bewilligung nach eigener Angabe nicht feststellbar, ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
Was die Tabelle nicht leistet, ist eine Sortierung nach Quotenniveau, denn dafür gibt es in diesem Feld keine belastbare Grundlage. Bei acht ausländischen Marken ohne Schweizer Bewilligung steht keine Angabe, die sich in der Schweiz überprüfen liesse, und bei den zwei bewilligten Veranstaltern konkurriert niemand mit ihnen um dieselben Kundinnen und Kunden im selben Gebiet. Wer eine Rangliste mit Quoten aus zwei verschiedenen Rechtsräumen erstellt, vergleicht Preise ohne gemeinsame Geschäftsgrundlage.
Die Spalte, die den Unterschied macht, ist die zweite. Sie entscheidet, wohin sich ein Wettender wenden kann, wenn eine Auszahlung stockt, wenn ein Konto gesperrt wird oder wenn ein Markt strittig ist. Bei den ersten zwei Zeilen gibt es dafür eine Aufsicht, ein Verfahren und ein Register. Bei den anderen acht gibt es eine Domain, die innert Stunden ersetzt werden kann, und ein ausländisches Verfahren, das in der Schweiz nichts auslöst.
Wie die Bewertung zustande kommt
Bewertet werden Kriterien, die ein Wettender selbst nachprüfen kann: die Ausschüttung des Marktes, in dem er spielt, die Limitenstruktur, die Zahl der verfügbaren Wettarten, der Auszahlungsweg, die Bedienung auf dem Telefon und der Umstand, ob ein Streitfall eine zuständige Stelle kennt. Werbung, Prozentsätze auf Startseiten und Versprechen ohne Bedingungen bleiben aussen vor, weil sie sich nicht nachmessen lassen.
Ein Kriterium wiegt dabei schwerer als alle anderen zusammen: ob der Anbieter im Fall eines Streits eine Instanz hat, die ihn bindet. Alles andere lässt sich durch eigene Sorgfalt kompensieren, dieses eine nicht.
Die geprüften Anbieter und ihr Vergleichsfeld
Die folgenden Einschätzungen gehen in zwei Gruppen. Zuerst die beiden Veranstalter, die in der Schweiz Sportwetten anbieten dürfen, danach die ausländischen Marken, die Schweizer Wettende antreffen. Nur die ersten zwei sind bewilligt; die übrigen tragen diese Kennzeichnung durchgehend.
Swisslos Sporttip: die Hausnummer für die Deutschschweiz
Sporttip ist das Wettprodukt von Swisslos, einer Genossenschaft mit Sitz in Basel, die Lotterien und Sportwetten gestützt auf die IKV 2020 veranstaltet. Das Vertragsgebiet umfasst die Deutschschweizer Kantone, das Tessin und Liechtenstein. Wer dort wohnt, spielt in einem Rahmen mit geprüfter Identität, Spielerschutzinstrumenten und einem Rückgriff, der sich nicht in einer Domain erschöpft.
Die Limitenstruktur ist die klarste Eigenschaft des Produkts: Einzel- und Kombinationswetten von CHF 1 bis CHF 1’000, Systemwetten bis CHF 10’000, und die Veranstalterin kann diese Werte jederzeit ändern. Wer mit CHF 20 auf einen Zweiwegemarkt setzt, merkt von der Obergrenze nichts. Wer eine vierstellige Summe bewegen möchte, stösst sie sofort.
Beim Wettangebot ist die Bet-Builder-Funktion der Punkt, an dem sich Spiellust und Regelwerk am nächsten kommen. Abhängige Ereignisse derselben Partie dürfen nur über diese Funktion kombiniert werden; nimmt Sporttip irrtümlich eine solche Kombination ohne sie an, kann sie die ganze Wette für ungültig erklären und den Einsatz zurückzahlen. Die Regel schützt den Buchmacher davor, dass ein Wettender zwei miteinander korrelierte Ereignisse zum Produkt ihrer Quoten kombiniert und damit die Marge aushebelt. Sie schützt ihn zu Recht, und sie ist für den Live-Spielenden die unangenehmste Bestimmung des Regelwerks, weil sie im Zweifel gegen den Wettschein entschieden wird.
Der Kombiboost ist der ehrlichste Teil des Bonusangebots. Er gilt nur online und verlangt mindestens vier Voraussagen mit je mindestens 1.50. Bei vier Voraussagen gibt es 5 % auf den Nettogewinn, bei sieben 20 %, bei zehn 40 %, bei fünfzehn 100 %. Die Steigerung klingt grosszügig, bis man die Häufigkeit bedenkt: fünfzehn Voraussagen mit Mindestquote 1.50 sind eine Kombination, deren Eintreten die Ausnahme ist. Der Boost verdoppelt also einen seltenen Gewinn, und er verfällt bei einem Cash-out. Wer Kombinationen ohnehin so spielt, nimmt ihn mit; wer sie wegen des Boosts spielt, zahlt die Margen aller fünfzehn Märkte.
Für den Wettenden in der Deutschschweiz bleibt es damit bei einer Wahl zwischen Sporttip und einer ausländischen Seite, nicht zwischen Sporttip und einem anderen Schweizer Buchmacher. Das Quotenniveau von Sporttip ist das Referenzniveau der Region, und die Marge liegt in den üblichen Bändern, die für Zwei- und Dreiwegemärkte oben beschrieben wurden. Wer an der Schwelle zögert, ob sich der Ausflug auf eine ungeprüfte Seite lohnt, sollte die Differenz in Prozentpunkten gegen das Risiko einer gesperrten Auszahlung rechnen, und diese Rechnung fällt selten zugunsten des Ausflugs aus.
Loterie Romande Jouez Sport: das Westschweizer Pendant mit einer Obergrenze, die man kennen sollte
Jouez Sport ist das Produkt der Loterie Romande für die sechs Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Die Veranstalterin betreibt 2’350 Verkaufsstellen und beschäftigt 221 Mitarbeitende. Wer in der Westschweiz wohnt, hat Zugang zu diesem Produkt und nicht zu Sporttip, und umgekehrt.
Die Einsätze sind enger gefasst als im Osten: online ab CHF 2, in Verkaufsstellen ab CHF 3, für Multiples ab CHF 2, mit einem Höchsteinsatz von CHF 500 für Einzel- und Kombiwetten. Ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Wer CHF 500 setzen möchte, muss es auf zwei Wettscheine verteilen; wer CHF 800 auf eine Kombination legen will, kann es nicht. Diese Grenze ist der spürbarste Unterschied zu Sporttip und für einen ernsthaften Wettenden die wichtigste Zahl auf dieser Seite.
Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette liegt bei CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen bei CHF 1’000’000. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, und die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Wer Wetten auf Aussenseiter mit sehr hohen Quoten plant, stösst an diese Grenze; für die gängigen Märkte spielt sie keine Rolle.
Bemerkenswert ist die Mindestquote von 1.10. Sie schliesst extrem sichere Wetten aus und damit genau die Kategorie, in der die Marge am stärksten durchschlägt. Das ist kein Nachteil, sondern eine der wenigen Regeln auf diesem Gebiet, die den Wettenden vor sich selbst schützt. Wer auf ein Ereignis mit Quote 1.05 setzt, hat bei einem Einsatz von CHF 100 einen Erwartungswert weit unter dem Einsatz.
Für einen Vergleich der Quoten zwischen Ost und West gibt es keine gemeinsame Grundlage, weil sich die Gebiete nicht überschneiden. Wer umzieht, wechselt das Produkt; wer bleibt, hat die Wahl nicht. Dieses Faktum macht jede Rangliste, die Sporttip und Jouez Sport nach Quotenniveau ordnet, zu einer akademischen Übung.
N1 Bet: eine ausländische Marke ohne hiesige Bewilligung
N1 Bet ist in dieser Übersicht ohne Schweizer Bewilligung geführt. Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen in der Schweiz Sportwetten anbieten, und eine Bewilligung nach eigener Angabe ist nicht feststellbar, was in der Schweiz keine Wirkung entfaltet (Art. 4 BGS). Eine Verbindung zum Schweizer Sperrregister besteht nicht, ein Rückgriff in der Schweiz ebenso wenig, und die Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und per DNS blockiert werden.
Was folgt daraus für den Wettenden? Zwischen einem Konto bei N1 Bet und der Schweiz liegt im Streitfall nichts als der Sitz der Betreibergesellschaft in einem fremden Rechtsraum. Wer dort gewinnt, ist auf die Zahlungsmoral einer Partei angewiesen, die hierzulande keine Bewilligung zu verlieren hat.
Playzilla: ohne Bewilligung, ohne Registeranschluss, ohne Rückgriff
Playzilla ist in der Schweiz nicht bewilligt. Eine Bewilligung nach eigener Angabe ist hier nicht feststellbar und besitzt keine rechtliche Wirkung (Art. 4 BGS). Mögliche Aufnahmen auf die Sperrliste der Gespa sind die Folge. Bewilligt sind in der Schweiz ausschliesslich Swisslos und die Loterie Romande.
Ein Konto bei Playzilla kann jederzeit von einer DNS-Sperre getroffen werden. Das Guthaben bleibt dann bestehen, nur der Weg dorthin ändert sich, und mit ihm die Möglichkeit, einen Streit zu klären.
Funbet: eine Marke im ungeprüften Aussenraum
Auch Funbet ist ohne Schweizer Bewilligung tätig. Auch hier fehlt ein Anschluss an das Sperrregister und ein Schweizer Rückgriff, die Domain kann gesperrt werden.
Für den Wettenden ist die Bewertung damit endgültig und unabhängig davon, wie ansprechend die Oberfläche wirkt. Eine hübsche Startseite ist kein Bewilligungsnachweis, und der Umstand, dass eine Seite gut aussieht, ändert an der Zuständigkeit nichts.
PowBet: Schweizer Spielende ausserhalb des Schutzrahmens
PowBet ist ohne Schweizer Bewilligung geführt, die Bewilligung nach eigener Angabe ist nicht feststellbar und in der Schweiz ohne Kraft (Art. 4 BGS). Kein Anschluss an das Sperrregister, kein Rückgriff, mögliche Sperrung über die Liste der Gespa.
Der Name klingt nach Höchstquoten. Der Umstand, dass ein Anbieter so heisst, ist kein Nachweis über die Marge, die er einbehält, und die Marge bleibt bei einer ausländischen Seite ein internes Kalkül.
BDMBet: ohne Bewilligung, mit dem üblichen Risikoprofil
BDMBet ist ohne Schweizer Bewilligung geführt; die Bewilligung nach eigener Angabe ist nicht feststellbar und hat in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS). Kein Registeranschluss, kein Rückgriff, mögliche Blockierung.
Bei einer Marke, über die sich in der Schweiz nichts prüfen lässt, fällt die Bewertung auf den einzigen belastbaren Punkt zurück: ob es eine zuständige Stelle gibt, die sie bindet. Hier gibt es keine.
BetOnRed: verlockend im Namen, ungeprüft in der Sache
BetOnRed trägt die Kennzeichnung ohne Schweizer Bewilligung. Eine Bewilligung nach eigener Angabe ist nicht feststellbar und ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS). Kein Anschluss an das Sperrregister, kein Rückgriff in der Schweiz, mögliche Aufnahme auf die Sperrliste.
Wer hier ein Konto führt, hält Geld bei einer Partei, deren Auftritt in der Schweiz nicht einmal bewilligungsfähig wäre. Das ist keine Prognose über die Zahlungsmoral, sondern eine Aussage über die Zuständigkeit.
WirWetten: deutscher Name, kein Schweizer Bewilligungsstatus
WirWetten ist ohne Schweizer Bewilligung geführt. Die Bewilligung nach eigener Angabe ist nicht feststellbar und entfaltet in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS); ein Anschluss an das Schweizer Sperrregister besteht nicht, ein Rückgriff ebenso wenig, und die Domain kann blockiert werden.
Der deutschsprachige Name macht die Seite für Schweizer Wettende anschlussfähig. Er ändert nichts an der Zuständigkeit, und die Zuständigkeit ist der Punkt, an dem sich die beiden Gruppen dieser Übersicht trennen.
Bruce Bet: die letzte Zeile derselben Gruppe
Bruce Bet ist ohne Schweizer Bewilligung geführt, mit einer nicht feststellbaren Bewilligung nach eigener Angabe und ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS). Kein Anschluss an das Sperrregister, kein Rückgriff, mögliche Sperrung der Domain.
Für alle acht ausländischen Marken dieser Übersicht gilt dasselbe Fazit, und es lässt sich in einem Satz sagen: sie sind bewertet, nicht empfohlen, und die Kennzeichnung «ohne Schweizer Bewilligung» begleitet sie durch jeden Abschnitt.
Was der Vergleich praktisch bedeutet: die Marge im eigenen Wettschein
Ein Beispiel, wie sich der eigene Preis prüfen lässt. Ein Markt mit zwei Ausgängen, angeboten zu je 1.90. Die Summe der Kehrwerte beträgt 2 geteilt durch 1.90, also 1.0526, und 1 geteilt durch diese Summe ergibt eine Ausschüttungsquote von rund 94,7 %; die Marge liegt damit bei rund 5,3 %. Der Wert gilt für dieses Quotenpaar und für nichts anderes. Bei einem Dreiwegemarkt mit 1.25 / 5.00 / 10.00 liegt die Ausschüttung bei rund 90,91 %, also mehr als vier Prozentpunkte tiefer. Die Spanne zwischen einem günstigen Zweiwegemarkt und einem teuren Dreiwegemarkt beträgt damit leicht fünf Prozentpunkte, und das ist mehr, als die meisten Bonusaktionen im Jahresverlauf zurückgeben.
Für den Wettenden heisst das: die Frage nach dem besten Anbieter ist zuerst die Frage nach dem besten Markt. Wer zwei Ausgänge spielt, sitzt an einem günstigeren Tisch als der, der drei spielt, und wer vier Voraussagen kombiniert, zahlt vier Spannen. Die Auswahl des Marktes beeinflusst den Erwartungswert stärker als die Wahl zwischen zwei Schweizer Veranstaltern, die ohnehin nicht beide zugänglich sind.
Wer die Auszahlung eines eigenen Marktes prüfen will, addiert die Kehrwerte der Quoten aller Ausgänge und teilt 1 durch die Summe. Das Ergebnis ist die Ausschüttung; die Differenz zu 100 % ist die Marge. Wer das bei jedem Wettschein macht, kennt nach einer Woche die Preise seines Anbieters besser als jede Startseite sie beschreibt.
Häufige Fragen zu Quoten und Wettanbietern
Welcher bewilligte Schweizer Wettanbieter hat die besten Quoten, und wie lässt sich das messen?
Messen lässt sich die Ausschüttung eines Marktes: die Kehrwerte der Quoten aller Ausgänge addieren, 1 durch die Summe teilen. Zwei bewilligte Veranstalter, Sporttip und Jouez Sport, bedienen getrennte Gebiete. Wer in einem der beiden wohnt, hat ohnehin nur Zugang zu einem von ihnen, weshalb ein Quotenvergleich zwischen beiden praktisch selten zur Wahl führt.
Wie viele Wettanbieter dürfen in der Schweiz legal Sportwetten anbieten?
Zwei. Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten in der Interkantonalen Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 auf zwei festgelegt, und die Aufsicht führt die Gespa. Weitere Bewilligungen für Sportwetten gibt es nicht.
Wie berechnet sich die Marge eines Buchmachers aus den Quoten eines Spiels?
Die Kehrwerte aller Quoten eines Marktes werden addiert, 1 durch diese Summe ist die Ausschüttung, und die Differenz zu 100 % ist die Marge. Bei je 1.90 auf zwei Ausgängen liegt die Ausschüttung bei rund 94,7 %, die Marge also bei rund 5,3 %. Je mehr Ausgänge ein Markt hat, desto mehr Spannen summieren sich.
Warum unterscheiden sich die Quoten für dasselbe Spiel zwischen Swisslos, Loterie Romande und ausländischen Seiten?
Weil es verschiedene Märkte mit verschiedenen Margen sind. Die beiden Schweizer Veranstalter kalkulieren innerhalb eines bewilligten, geschlossenen Sortiments, ausländische Seiten innerhalb ihres eigenen Risikomodells und ihrer eigenen Lizenzordnung. Die Schweizer Anbieter schliessen sich über das Gebiet aus, nicht über den Preis, weshalb sie sich nicht gegenseitig unterbieten.
Wie wird der Gewinn aus Einsatz und Quote berechnet, und was ändert sich bei einer Kombiwette?
Der Gewinnbetrag ist Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal der Gesamtquote, also dem Produkt der Einzelquoten. Bei Sporttip wird das Ergebnis auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Eine Kombination vervielfacht die Quote, aber auch die Zahl der Margen, die in ihr stecken.
Welche Rolle spielen Verlustlimiten und Spielsperre beim Vergleich von Anbietern?
Sie begrenzen, was der Wettende überhaupt einsetzen kann, und wirken damit direkt auf den Ertrag einer guten Quote. Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage sind bei Sporttip vor der ersten Teilnahme Pflicht, eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Die Spielsperre wird in einem schweizweiten Register geführt und gilt auch für Casinos.
Quoten – italienfussball
Inhalt erstellt vom Team «italienfussball»
