Heinz-Wette in der Schweiz – wer sie anbietet und was sie kostet
Ladevorgang...
Stand: Oktober 29, 2026 – geprüft gegen die Bewilligungs- und Aufsichtsangaben der Gespa sowie die veröffentlichten Spielregeln und Teilnahmebedingungen der beiden konzessionierten Veranstalter.
Wer eine Heinz-Wette platzieren will, stösst in der Schweiz auf eine Lage, die es so in kaum einem anderen Markt gibt. Systemwetten mit sechs Auswahlen sind hier kein Produkt, das zehn Buchmacher konkurrierend anbieten. Es gibt genau zwei Veranstalter mit einer schweizerischen Bewilligung, und beide arbeiten in getrennten Gebieten. Alles andere, was ein Suchender unter den Begriffen findet, ist ein ausländisches Angebot ohne Bewilligung in der Schweiz.
Ich habe diese Seite deshalb so gebaut, wie ich sie einem Bekannten erklären würde, der zum ersten Mal von einer Heinz-Wette hört: zuerst, welcher Weg überhaupt existiert. Dann, wie das Konstrukt aus 57 Wetten rechnet. Dann, was das Gesetz dazu sagt, was es kostet, wenn man den zweiten Weg nimmt, und was ein Verlustlimit mit einem Gesamteinsatz von mehreren hundert Franken macht. Die Auslandsliste steht am Ende, und sie steht dort nicht als Empfehlung.
Einordnung: welche Wege es gibt und wem welcher passt
Eine Heinz-Wette ist eine Systemwette auf sechs Auswahlen, die aus 57 einzelnen Wetten besteht. Das ist die knappste Definition, die trägt. Sechs Spiele oder Ereignisse werden ausgewählt, und das System bildet daraus jede mögliche Mehrfachkombination ab dem Doppel: alle Zweierkombinationen, alle Dreier, alle Vierer, alle Fünfer, dazu die eine Sechserkombination. Einzelwetten auf die sechs Auswahlen gehören nicht dazu.

Die früheste mir bekannte Beschreibung des Konstrukts findet sich in einem Glossar britischer Buchmacherangebote, und sie ist bis heute unverändert gültig. Die Bezeichnung selbst stammt von der Zahl, die dabei herauskommt – 57 Mehrfachwetten, die zusammen eine Heinz ausmachen.
Für die Schweiz heisst das zuerst etwas anderes. Wer hier nach dem besten Anbieter für eine Heinz-Wette sucht, sucht eigentlich nach dem einzigen, der in seinem Wohnkanton überhaupt zugelassen ist. Das verengt die Frage erheblich. Es gibt Swisslos mit dem Produkt Sporttip für die Deutschschweizer Kantone, den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein, und es gibt die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone. Dazwischen liegt keine Wahl, sondern eine Grenze.
Ist ein Wohnsitz im Swisslos-Vertragsgebiet vorhanden, kommt nur Sporttip in Frage. Im Westen nur Jouez Sport. Ein Wettender, der umzieht, wechselt damit auch seinen Veranstalter, nicht nur seine Adresse. Das ist der erste Fakt, den diese Seite festhält, und er erledigt die meisten Ranking-Fragen, bevor sie gestellt werden.
Zwei Häuser, zwei Gebiete, zwei Terminologien
Auf der Deutschschweizer Seite steht die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel. Sie veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019, und die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. In den Spielregeln heisst das Produkt schlicht Sporttip, in Rechtsdokumenten spricht Swisslos von der Veranstalterin.
Die Westschweizer Seite gehört der Loterie Romande, die Jouez Sport für Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura durchführt. Die Gesellschaft nennt als Kontaktadresse die Avenue de Provence 14 in Lausanne und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz bei 221 Mitarbeitenden. Diese Verkaufsstellen sind kein Nebendetail: In beiden Landesteilen ist der Wettschein am Schalter ein anderer Kanal als das Spielerkonto im Netz, mit eigenen Mindesteinsätzen.
Beide Häuser dürfen nur in ihrem eigenen Gebiet verkaufen, und ein Online-Konto ist entsprechend nur für Personen mit Wohnsitz in diesem Gebiet zu haben. Wer in Zürich lebt, kann kein Jouez-Sport-Konto eröffnen, und wer in Genf lebt, kein Sporttip-Konto. Das ist keine Kulanzfrage, sondern folgt aus der Aufteilung, die die Kantone gewählt haben.
Systemwette oder Kombiwette: der Unterschied liegt im Einsatz
Der wichtigste Vergleich auf dieser Seite steht nicht zwischen zwei Marken, sondern zwischen zwei Bauformen. Eine Kombiwette verbindet mehrere Voraussagen zu einem einzigen Wettschein: Gewinnt eine Voraussage nicht, ist die ganze Wette verloren. Eine Systemwette zerlegt dieselben Voraussagen in viele einzelne Wetten, die unabhängig voneinander gewinnen oder verlieren können. Bei einer Heinz entstehen so 57 Wetten aus sechs Auswahlen.
Was das für den Einsatz bedeutet, ist der Punkt, an dem die meisten Rechnungen überraschen. Bei einer Kombiwette zahlt der Wettende seinen Einsatz einmal. Bei einer Heinz wird der Einsatz pro Linie gesetzt, also 57 Mal. Wer CHF 1 pro Einzelwette ansetzt, bindet damit CHF 57 auf einem einzigen Wettschein. Bei CHF 5 pro Linie sind es CHF 285.
Genau hier liegt die Entscheidung, um die es auf dieser Seite geht. Die Systemwette ist nicht die vorsichtigere Variante der Kombiwette — sie ist die grössere Wette. Sie federt einzelne Fehler ab, weil zwei richtige Auswahlen bereits einen Ertrag ergeben, aber sie bezahlt diese Federrung mit einem vervielfachten Einsatz.
Was eine Heinz ausmacht und wie sie sich erweitert
Die 57 Wetten verteilen sich in einem festen Muster: 15 Doppelwetten, 20 Dreierwetten, 15 Vierfachwetten, 6 Fünffachwetten und eine Sechsfachwette. Diese Aufteilung ist keine Konvention, sondern Mathematik: Aus sechs Auswahlen lassen sich 15 Paare bilden, 20 Dreiergruppen, 15 Vierergruppen, 6 Fünfergruppen und genau eine Gruppe aus allen sechs. Wer das einmal nachgezählt hat, versteht jede Full-Cover-Wette.
Die Super-Heinz-Wette erweitert dasselbe Prinzip auf sieben Auswahlen. Sie umfasst 120 einzelne Wetten: 21 Doppel-, 35 Dreier-, 35 Vierfach-, 21 Fünffach-, 7 Sechsfach- und eine Siebenfachwette. Eine weitere Auswahl, und der Einsatz verdoppelt sich beinahe — bei CHF 1 pro Linie steigt er von CHF 57 auf CHF 120. Der Sprung zwischen den beiden Systemen ist der grösste, den es in dieser Familie gibt, und wer ihn übersieht, übersieht den halben Preis.
Der Goliath setzt die Reihe mit acht Auswahlen fort. Heinz, Super Heinz und Goliath gehören alle zur Familie der Full-Cover-Wetten, die sämtliche möglichen Mehrfachwetten über eine bestimmte Anzahl von Auswahlen abdecken. Je länger die Reihe, desto kleiner der Einzelanteil und desto grösser das Risiko im Ganzen.
Was eine Heinz-Wette bei diesen Quoten auszahlt
Die Rechnung, die auf dieser Seite am meisten nützt, ist eine Beispielrechnung mit erfundenen, aber runden Quoten. Angenommen, die sechs Auswahlen stehen bei 1.50, 2.00, 2.50, 1.50, 2.00 und 2.50, und es wird CHF 1 pro Linie gesetzt. Das sind 57 Linien, also CHF 57 Gesamteinsatz.
Der Gewinn einer einzelnen Linie ist Einsatz mal Quote, und bei einer Mehrfachwette multiplizieren sich die Quoten der enthaltenen Voraussagen zu einer Gesamtquote. Zwei Voraussagen zu je 2.00 ergeben eine Gesamtquote von 4.00, eine Wette von CHF 1 darauf zahlt CHF 4.00 zurück. Eine Dreiergruppe aus 1.50, 2.00 und 2.50 ergibt eine Gesamtquote von 7.50 und damit CHF 7.50 aus einem Franken. Die Fünfergruppen kommen auf Gesamtquoten von 22.50 bis 37.50, die eine Sechsfachwette aus allen sechs Quoten auf 56.25.
Rechnet man alle 57 Linien mit diesen sechs Quoten durch, liegt die Rückzahlung bei vollständigen sechs richtigen Auswahlen in einem Band von rund CHF 330 bei der ungünstigsten Zusammensetzung der Beispielquoten bis über CHF 340 bei der günstigsten. Der Gesamteinsatz von CHF 57 steht dem gegenüber. Der Gewinn liegt damit beim etwa Sechsfachen des Einsatzes, und diese Zahl ist der eigentliche Inhalt der Rechnung.
Die Bedingung, unter der dieses Band gilt, gehört daneben. Es gilt nur bei sechs richtigen Auswahlen und nur bei dieser einen Quotenkonstellation. Schon eine einzige falsche Auswahl verschiebt das Ergebnis deutlich nach unten, weil mit ihr ein Teil der 57 Linien wegfällt. Wer die Beispielquoten durch andere ersetzt, bekommt ein anderes Band.
Nützlicher als der Spitzenfall ist der Blick auf das, was zwei richtige Auswahlen einbringen. Bei zwei Treffern zahlt genau eine Linie, nämlich das Doppel aus den beiden richtigen Auswahlen. Aus CHF 57 Einsatz werden dann je nach Paar zwischen CHF 3.00 und CHF 6.25. Die Federrung der Systemwette ist also vorhanden, aber sie ist dünn. Drei richtige Auswahlen bringen drei Doppel und eine Dreierwette zur Auszahlung, was den Einsatz je nach Konstellation etwa zur Hälfte zurückholt. Erst ab vier Treffern wird die Sache ernst, und ab fünf beginnt sie zu tragen.
Diese Zahlen sind der Grund, warum ich die Heinz niemandem empfehle, der nicht bewusst sechs Voraussagen aneinanderhängen will. Eine Kombiwette mit denselben sechs Quoten zahlt bei sechs Treffern 56.25 Mal den Einsatz, also CHF 56.25 aus einem Franken — und verliert bei einem Fehler alles. Die Heinz setzt für ihre Federrung den 57-fachen Einsatz ein. Beide Wege sind vertretbar, aber sie sind nicht Varianten desselben Spiels.
Wie der Veranstalter die Auszahlung rundet
Bei Sporttip ergibt sich der Gewinnbetrag aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen aus Einsatz mal Gesamtquote, wobei die Gesamtquote das Produkt der Einzelquoten ist. Der Betrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und danach auf fünf Rappen genau abgerundet. Bei 57 Linien summieren sich diese Rundungen, auch wenn jede einzelne für sich genommen klein ist.
Ein Ereignis, das abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt wird, behandelt Sporttip als ungültig. Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die betroffene Voraussage die Quote 1.00. Für eine Heinz heisst das, dass die Linien mit dieser Auswahl auf einen anderen Wert fallen, statt zu verschwinden. Wer eine öfter verschobene Sportart einbaut, sollte diese Regel kennen, bevor er sechs Auswahlen zusammenstellt.
Bei Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, roter Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Der letzte Punkt ist der unbequemste im ganzen Regelwerk: Er trifft genau die Lücke, in der viele Live-Wettende ihre Auswahl ändern wollen.
Rechtslage: warum es in der Schweiz nur zwei Veranstalter gibt
Online-Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel im Sinne des Geldspielgesetzes, das am 1. Januar 2019 in Kraft getreten ist. Beaufsichtigt wird das von der Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern; das Geldspielkonkordat ist seit dem 1. Januar 2021 in Kraft. Die Eidgenössische Spielbankenkommission ist hier nicht die zuständige Behörde — sie beaufsichtigt ausschliesslich die Casinos.

Eine Bewilligung braucht in der Schweiz zweierlei: eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel. Sie gilt nur in der Schweiz. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt, und daraus ergibt sich die Aufteilung zwischen Swisslos und der Loterie Romande, die auf dieser Seite mehrfach auftaucht. Es gibt keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, weil es keine gibt. Die Gespa veröffentlicht lediglich die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains.
Für ein Online-Konto braucht es Wohnsitz in der Schweiz, und in der Praxis zusätzlich Wohnsitz im Gebiet der jeweiligen Gesellschaft. Die Registrierung verlangt mindestens 18 Jahre, verlangt Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet, schliesst Personen mit bestehender Spielsperre aus und lässt nur eine Registrierung pro Person zu. Die Ausweisdaten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Der Reingewinn aus den Spielen geht an gemeinnützige Zwecke in den Kantonen.
Was in der Schweiz überhaupt gesetzt werden darf
Die bewilligte Angebotspalette ist eine geschlossene Liste. Die Gespa führt die autorisierten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten in einer Fassung vom 09.09.2026. Nur Sportveranstaltungen sind erlaubt: Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind ausgeschlossen. Qualifikationsrunden erscheinen nur, wenn sie auf der Liste stehen, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie dort stehen, und Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettkampf oder über das Podest entscheidet.
Im Einzelnen heisst das für die Praxis: Wettbewerbe, in denen überwiegend Minderjährige antreten, sind gesperrt. Wetten auf Trainingsläufe sind es ebenfalls. Auf der Liste stehen weder Eckball- noch Kartenmärkte, und eine Esport-Sektion sucht man dort vergeblich. Wer von ausländischen Portalen her kommt, hat dort ganz andere Märkte gesehen — genau diese Differenz erklärt, warum die hiesige Palette schmaler wirkt, als sie in Wahrheit ist.
Livewetten sind erlaubt, vor dem Spiel und während des Spiels, sofern der Veranstalter eine entsprechende Entscheidung besitzt. Das Geldspielgesetz kennt keine Einschränkung auf bestimmte Live-Märkte. Cash-Out dagegen ist nicht reguliert. Man kann es deshalb nur als Funktion eines einzelnen Veranstalters beschreiben, nicht als Rechtsanspruch.
Wie ausländische Anbieter hier einzuordnen sind
Eine ausländische Bewilligung — gleich ob aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land — hat in der Schweiz keine Wirkung. Das ist kein Schönheitsfehler der Regulierung, sondern der Kern: Wer Sportwetten ohne schweizerische Bewilligung veranstaltet, macht sich strafbar, bei gewerbsmässigem Betrieb mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren. Der Wettende wird nicht bestraft. Das ist die gute Nachricht und zugleich die ganze.
Denn die Spielenden haben auf der anderen Seite nichts in der Hand. Ausländische Anbieter sind nicht an das schweizerische Sperrregister angeschlossen, es gibt keinen schweizerischen Rechtsweg gegen sie, und Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Veranstalter eingezogen werden. Eine Fairplay-Kontrolle, wie sie die bewilligten Veranstalter trifft, existiert dort nicht.
Die Gespa führt eine Sperrliste ausländischer Domains, die schweizerische Telekommunikationsanbieter per DNS blockieren. Die erste Liste stammt vom 3. September 2019, am Ende des Jahres 2025 umfasste sie 671 Domains. Blockierte Domains werden allerdings innert Stunden ersetzt, das sogenannte Domain-Hopping. Das ist kein Indiz dafür, dass das System nicht wirkt — es zeigt nur, warum eine Sperrliste ein bewegliches Ziel bleibt und keine Frage, die man einmal klärt.
Was hier regelmässig durcheinandergerät, ist die Frage der Sicherheit. Ein ausländisches Angebot kennt keine Schweizer Schutzmechanismen und kein Sperrregister. Ein bewilligtes Angebot kennt sie, dafür aber nur zwei Veranstalter, eine geschlossene Liste erlaubter Sportarten und Märkte, eine Wohnsitzpflicht und eine Identitätsprüfung. Keine der beiden Seiten ist per se die sichere Wahl; jede tauscht etwas anderes ein.
Verlustlimiten: was ein Gesamteinsatz von mehreren hundert Franken erzwingt
Bei einer Heinz-Wette wird der Gesamteinsatz in einem einzigen Formular gebunden. Bei CHF 5 pro Linie sind das CHF 285, bei CHF 10 pro Linie CHF 570. Das ist kein Einsatz, den man nebenbei verliert, und genau deswegen ist dieser Punkt der wichtigste auf der ganzen Seite.
Die Limiten setzt in der Schweiz der Spielende, nicht der Staat. Der Veranstalter muss einen oder mehrere Höchstwerte für Tages-, Wochen- oder Monatseinsätze oder -verluste verlangen. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach Ablauf der Frist — der Bund nennt 24 Stunden, Swisslos und die Loterie Romande setzen in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an. Eine staatliche feste Einzahlungsobergrenze gibt es in der Schweiz nicht.
Bevor eine Person zum ersten Mal an Sporttip teilnimmt, muss sie Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Diese 72 Stunden bei der Erhöhung sind der wirksamste Teil der ganzen Konstruktion: Wer an einem guten Abend beschliesst, mehr riskieren zu wollen, kommt mit diesem Entschluss nicht am selben Abend durch.
Sperren, Register und worauf man keinen Anspruch hat
Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine freiwillige Sperre lässt sich erst nach drei Monaten wieder aufheben, und dabei ist eine Fachstelle beteiligt. Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss ohnehin angeboten werden.
Ausgeschlossene und minderjährige Personen haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne. Das ist die scharfe Kante der Sperre: Sie schützt nicht nur, sie schliesst auch jede Rückforderung aus.
Ein Realitätscheck zur Schalteraufsicht gehört daneben, weil er unbequem ist. Bei Testkäufen der Gespa im Jahr 2025 wurde an Verkaufsstellen in 47,5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Wer Verkaufsstellen als den sicheren Kanal beschreibt, hat diese Zahl nicht gelesen. Für eine Heinz-Wette mit ihrem vielfachen Einsatz ist das kein Nebenaspekt: Ein Schalter, der die Alterskontrolle übergeht, übergeht auch die Limitenabfrage nicht zwingend, aber die Wahrscheinlichkeit steigt.
Wer sich selbst einschätzen will, kann das ohne Anmeldung tun. Die Limiten und die Sperrmechanik stehen bei Swisslos und bei der Loterie Romande in den eigenen Bedingungen, der Steuerfreibetrag bei der kantonalen Steuerverwaltung. Wichtiger als die Vollständigkeit dieser Liste ist die Reihenfolge: Limite zuerst, Wettschein danach.
Wettarten und Quoten: wo eine Heinz überhaupt möglich ist
Eine Heinz braucht sechs Auswahlen, bei denen abhängige Ereignisse desselben Spiels nicht einzeln kombinierbar sind. Bei Sporttip werden voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die gesamte Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Für einen Heinz, der solche Linien enthält, ist das ein Totalausfall, nicht eine einzelne ungültige Linie.
Die Quoten selbst folgen bei Sporttip der üblichen Logik: Der Gewinn ist Einsatz mal Quote. Für den Vergleich zwischen zwei Märkten ist aber nicht die Quote die entscheidende Zahl, sondern der Quotenschlüssel. Er beschreibt den Anteil aller Einsätze eines Marktes, den ein Markt zurückzahlt, und lässt sich als 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte aller Quoten des Marktes berechnen. Die Marge ist 100 % minus diesem Anteil. Diese Rechnung ist keine Rechtsfrage, sondern Markttermi–nologie, und sie lohnt sich nur für den, der zwei Märkte desselben Events gegenüberstellt.
Auf die Heinz-Wette übertragen bedeutet das: Der Quotenschlüssel der Sechserkombination ist das Produkt der Quotenschlüssel der sechs Einzelmärkte. Jede Marge steckt sechsfach und in den 57 Linien mehrfach gestaffelt in der Auszahlung. Das ist der mathematische Grund, warum eine Systemwette mit vielen Linien selbst bei gut gewählten Auswahlen stärker gegen den Wettenden arbeitet als eine Einzelwette. Die 57 Linien multiplizieren nicht nur den Einsatz, sie multiplizieren auch den Vorteil des Veranstalters.
Cash-Out und Livewetten bei Sporttip
Sporttip bietet Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten an, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Die Einschränkung auf das vollständige Cash-Out ist bei einer Heinz der entscheidende Punkt, weil sie eine Teilabsicherung über einen Teil der 57 Linien ausschliesst.
Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn. Er hängt vom Stand der Sportereignisse ab, kann von Swisslos jederzeit geändert werden, und Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten. Wer einen Cash-Out als Absicherung einplant, plant mit einer Zahl, die er nicht kennt und nicht beeinflussen kann.
Bei den Livewetten ist das Angebot breit, vorausgesetzt, das Ereignis steht auf der Liste der zugelassenen Sportarten und Wettkämpfe. Anders als bei den Quoten-Boosts, die nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage gelten und pro Wettendem nur einmal nutzbar sind, lässt sich eine Heinz im Grunde aus sechs Live-Voraussagen zusammensetzen, solange die abhängigen Ereignisse über die Bet-Builder-Funktion laufen. Bequem ist das nicht. Möglich ist es.
Zehn Anbieter im Vergleich: bewilligt oder nicht
Die folgende Übersicht ordnet die zehn Plattformen nach ihrer rechtlichen Stellung in der Schweiz. Die beiden ersten Zeilen sind die konzessionierten Veranstalter, alle weiteren sind ausländische Angebote ohne Schweizer Bewilligung.
| Anbieter | Schweizer Bewilligung | Veranstalter oder gemeldete Bewilligung |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung für ein Grossspiel (BGS, SR 935.51); Aufsicht Gespa | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel |
| Loterie Romande Jouez Sport | Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung für ein Grossspiel (BGS, SR 935.51); Aufsicht Gespa | Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande |
| Rainbet | keine Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht belegt, ohne Wirkung in der Schweiz |
| BassBet | keine Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht belegt, ohne Wirkung in der Schweiz |
| Pribet | keine Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht belegt, ohne Wirkung in der Schweiz |
| Rabona | keine Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht belegt, ohne Wirkung in der Schweiz |
| GG.BET | keine Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht belegt, ohne Wirkung in der Schweiz |
| BetLabel | keine Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht belegt, ohne Wirkung in der Schweiz |
| Bettilt | keine Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht belegt, ohne Wirkung in der Schweiz |
| N1 Bet | keine Schweizer Bewilligung | gemeldete Bewilligung nicht belegt, ohne Wirkung in der Schweiz |
Wer die Tabelle liest, sieht sofort, warum das Wort «Vergleich» auf dieser Seite ein anderes Gewicht hat als auf einer deutschen oder österreichischen. Sie vergleicht acht Angebote, die in der Schweiz nicht bewilligt sind, mit zwei, die es sind. Relevant wird sie dadurch, dass die zweite Gruppe tatsächlich existiert und akzeptiert wird.
Nach welchen Kriterien hier bewertet wird
Bewertet werden die Plattformen nach vier Punkten, und sie sind bewusst in dieser Reihenfolge gewichtet. Zuerst die Bewilligungslage: Ob überhaupt eine schweizerische Bewilligung vorliegt, ist keine Eigenschaft unter vielen, sondern die Vorbedingung für alle weiteren Aussagen über Schutz, Recht und Register.
Zweitens die Einsatzgrenzen. Eine Heinz-Wette ist ein Produkt mit hohem Gesamteinsatz, und ob ein Anbieter CHF 1’000 pro Systemwette zulässt oder CHF 10’000, verändert die mögliche Spielweise stärker als jede Quotendifferenz.
Drittens die Zahl der Auswahlen und die Frage, ob ein System überhaupt angeboten wird. Nicht jeder Buchmacher führt Full-Cover-Wetten, und ein Anbieter, der sie nicht führt, ist für diesen Zweck kein schlechter Buchmacher — nur ein ungeeigneter.
Viertens die Gebietsbindung. Ein Konto setzt Wohnsitz im jeweiligen Gebiet voraus. Für Schweizer Wettende heisst das, dass sich viele Vergleiche erübrigen, sobald die Adresse bekannt ist.
Die zwei konzessionierten Veranstalter
Swisslos Sporttip im Test: hohe Systemgrenze und breites Schweizer Regelwerk
Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.
Diese CHF 10’000 sind die höchste Systemgrenze, die in der Schweiz überhaupt möglich ist, und sie ist der handfeste Vorteil des Hauses. Wer mit CHF 10 pro Linie spielt, bleibt mit CHF 570 weit unter der Grenze; auch CHF 100 pro Linie mit CHF 5’700 Gesamteinsatz passen noch hinein. Bei Swisslos verhält sich die Systemgrenze also nicht als Bremse für realistische Spielweisen, und das ist mehr, als sich von der Konkurrenz sagen lässt.
Das Produkt reicht über die Klassiker hinaus. Ein Kombiboost gilt nur online, für Prematch, Live und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Die Staffelung ist der Grund, warum dieser Bonus für eine Heinz selten die volle Höhe erreicht: Wer eine Systemwette mit sechs Auswahlen baut, landet bei sechs Voraussagen und damit zwischen der ersten und der zweiten Stufe.
Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettendem nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Ein Booster ist damit ausgerechnet an der Stelle wertlos, an der man ihn am liebsten hätte.
Die Verdict dieser Zeile ist keine Geschmacksfrage: Der Veranstalter ist die richtige Wahl für die Deutschschweizer Kundschaft, die eine Heinz mit einem Gesamteinsatz im Bereich mehrerer hundert Franken plant und dabei eine Obergrenze will, die nicht im Weg steht. Wer vor allem sechs Live-Voraussagen kombinieren will, trifft hier auf das gut ausgebaute Live-Angebot — und auf die Quote-1.00-Regel bei spielentscheidenden Situationen, die genau diese Kategorie von Wetten am härtesten trifft.
Loterie Romande Jouez Sport im Test: klare Kanalpreise, deutlich engere Obergrenze
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online CHF 2, in Verkaufsstellen CHF 3 und für Multiples CHF 2. Der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten liegt bei CHF 500, und ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten.
Die Kanalpreise sind hier offener ausgestaltet als im Osten. Wer online spielt, kommt mit CHF 2 hinein, wer am Schalter steht, zahlt CHF 3. Bei einer Systemwette mit 57 Linien ist der Mindesteinsatz ohnehin nicht die bindende Grösse; die Gesamtsumme des Wettscheins von CHF 7’500 schon eher. Bei CHF 2 pro Linie wären das CHF 114 für eine Heinz — reichlich Spielraum. Bei CHF 100 pro Linie wären es CHF 5’700 und damit innerhalb der Grenze. Die Obergrenze des Wettscheins greift also erst bei sehr grossen Spielweisen, und das ist für die meisten Westschweizer Wettenden die unwichtigere Zahl.
Deutlich spürbarer sind die Höchstgewinnregeln. Bei Jouez Sport beträgt der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette CHF 300’000 und für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Bei einer Sechserkombination mit mittleren Quoten bleibt man normalerweise unter der 100’000, aber wer fünf Favoriten mit einer Aussenseiterquote verbindet, kann diese Grenze reissen — und dann ist nicht die Wette falsch, sondern die Gesamtquote zu hoch.
Der Obergrenze von CHF 500 pro Einzel- und Kombiwette steht die kantonale Aufstellung gegenüber: Sie gilt pro Wette, nicht pro Wettschein, weshalb ein Multiple mit insgesamt CHF 7’500 Einsatz weiterhin möglich ist. Das ist eine Konstruktion, die Systemspielern entgegenkommt, ohne die Einzelwette zu öffnen.
Wer im Westen wohnt, hat ohnehin keine Wahl — und das ist der Punkt, an dem die Bewertung endet. Jouez Sport ist der einzige zugelassene Weg in seinem Gebiet, mit sauberen Kanalpreisen und einer Gewinnobergrenze, die man kennen sollte, bevor man sechs Quoten zusammensetzt.
Ausländische Plattformen ohne Schweizer Bewilligung
Die folgenden acht Marken haben keine Bewilligung in der Schweiz, und sie stehen hier, weil Schweizer Wettende ihnen begegnen. Ihre gemeldete Bewilligung ist in keinem der Fälle belegt, und sie hätte in der Schweiz ohnehin keine Wirkung. Sie sind nicht an das schweizerische Sperrregister angeschlossen, es gibt keinen Schweizer Rechtsweg gegen sie, und ihre Domains können auf die Gespa-Sperrliste gesetzt werden.
Rainbet ohne Schweizer Bewilligung: ein Konto ohne heimischen Rechtsweg
Rainbet tritt als international ausgerichtete Buchmachermarke auf, die sich an Kunden in mehreren Märkten richtet. Eine schweizerische Bewilligung liegt nicht vor. Damit beginnt die Bewertung nicht bei den Quoten, sondern bei der Frage, was ein Konto dort im Streitfall wert ist.
Wer bei einem ausländischen Anbieter spielt, verliert strukturell die drei Dinge, die den Schweizer Markt ausmachen: den Anschluss an das Sperrregister, die Möglichkeit, sich an eine schweizerische Aufsicht zu wenden, und den Schutz vor Einziehung in einem Verfahren gegen den Anbieter. Bei einer Wette mit vielfachem Gesamteinsatz fallen alle drei schwerer ins Gewicht.
Beschreiben und bewerten lässt sich hier nur die rechtliche Position. Ob Rainbet Systemwetten führt, welche Limiten gelten und in welcher Frist ausgezahlt wird, ist offen und muss beim Anbieter selbst geprüft werden. Für Wettende, die eine Heinz mit CHF 285 Gesamteinsatz planen, ist das die entscheidende Lücke. Der Anbieter bleibt für die interessant, die ohnehin ausserhalb des schweizerischen Systems spielen wollen — mit allen Konsequenzen, die oben stehen.
BassBet ohne Schweizer Bewilligung: ein Lizenzhinweis mit begrenzter Reichweite
BassBet gehört in dieselbe Kategorie: keine Schweizer Bewilligung, eine gemeldete ausländische Bewilligung, die in der Schweiz keine Wirkung entfaltet. Formal ist der Unterschied zu einem bewilligten Veranstalter gross, praktisch hängt alles daran, ob der Nutzer bereit ist, ohne heimische Aufsicht zu spielen.
Ein häufiges Missverständnis verdient hier eine klare Zeile: Eine ausländische Bewilligung wird nicht dadurch besser, dass sie genannt wird. Sie bleibt ohne Kraft in der Schweiz, unabhängig davon, aus welchem Land sie stammt. Der Gesetzgeber hat das ausdrücklich so geregelt.
Die Bewertung fällt entsprechend aus: BassBet ist kein Anbieter für jemanden, der die Schweizer Schutzmechanismen als Teil des Produkts betrachtet. Wer sie nicht sucht, findet dort ein Angebot, dessen Bedingungen er selbst prüfen muss — Systemwetten, Limiten und Auszahlungsmodalitäten eingeschlossen.
Pribet ohne Schweizer Bewilligung: wenn die Domain wandert
Pribet steht wie die übrigen Marken ohne Schweizer Bewilligung da. Dass Domains dieser Anbieter auf die Gespa-Sperrliste gesetzt werden können, ist keine theoretische Möglichkeit: Am Ende des Jahres 2025 führte die Liste 671 Domains, und blockierte Adressen werden innert Stunden ersetzt.
Wer dort ein Konto hält, spielt mit einer Erreichbarkeit, die sich von einem Tag auf den anderen ändern kann. Für eine Wette, deren Auszahlung auf den Abschluss mehrerer Sportereignisse wartet, ist das ein reales Risiko, das mit der Bauform der Wette wächst.
Was Pribet an Systemwetten führt und welche Einsatzgrenzen dort gelten, lässt sich nur beim Anbieter selbst klären. Der Bewertungsmassstab bleibt die Bewilligungslage, und sie fällt eindeutig aus.
Rabona ohne Schweizer Bewilligung: Markenname statt Rechtstitel
Rabona präsentiert sich wie die anderen sieben als eigenständige Marke mit eigenem Auftritt. Markenname und Rechtstitel sind allerdings zwei verschiedene Dinge, und in der Schweiz zählt nur der zweite. Ohne Bewilligung gibt es keinen Anspruch auf Schutz, keine Aufsicht und keinen Rechtsweg.
Für die Frage der Systemwette ist das besonders relevant, weil eine Heinz ein Produkt mit hohem gebundenem Einsatz ist. Je mehr Geld zu einem Zeitpunkt gebunden ist, desto wichtiger wird die Frage, wo man sich beschweren kann, wenn etwas schiefgeht.
Ein Konto bei Rabona kann funktionieren. Ob es für die konkrete Spielweise passt, entscheidet sich an den Bedingungen des Anbieters, die ausserhalb dieses Vergleichs liegen — und daran, ob der Wettende auf die schweizerischen Mechanismen verzichten will.
GG.BET ohne Schweizer Bewilligung: eine Adresse, die auf der Liste stehen kann
GG.BET gehört zu den ausländischen Marken, die in der Schweiz keine Bewilligung besitzen. Damit gilt für diese Adresse dasselbe wie für die anderen: kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, keine heimische Aufsicht.
Interessant ist in dieser Gruppe weniger die einzelne Marke als die Mechanik dahinter. Eine Sperrliste, die Adressen blockiert und binnen Stunden neue Adressen entstehen sieht, verändert nicht die Bewertung eines Anbieters. Sie erklärt nur, warum die Liste kein Kriterium für oder gegen eine einzelne Plattform ist.
Bleibt die Frage, was GG.BET an Systemwetten anbietet und welche Grenzen dort gelten. Darauf gibt es hier keine Antwort, und eine erfundene wäre schlimmer als eine fehlende. Für Schweizer Wettende mit Wohnsitz im Vertragsgebiet wiegt die Bewilligungslage ohnehin schwerer als jedes Quotenargument.
BetLabel ohne Schweizer Bewilligung: Quoten ohne schweizerische Aufsicht
BetLabel ist eine weitere Marke ohne Schweizer Bewilligung, deren gemeldete Bewilligung in der Schweiz keine Wirkung hat. Die Einordnung ist damit dieselbe wie bei den übrigen: ausländisches Angebot, kein Schweizer Schutz.
Der Vergleich mit den beiden konzessionierten Veranstaltern fällt in einem Punkt schärfer aus als bei den Quoten. Ein bewilligter Veranstalter unterliegt der Aufsicht der Gespa und muss die Limitenmechanik anbieten, die auf dieser Seite beschrieben ist. Bei einer ausländischen Marke ist genau das nicht garantiert, und das ist keine Kleinigkeit bei einer Wette, die den 57-fachen Einsatz bindet.
Wer BetLabel prüfen will, prüft am besten zuerst die eigenen Bedingungen: ob Systemwetten geführt werden, welche Gesamtquote als Obergrenze gilt und wie die Auszahlung abläuft. Alles Weitere steht ausserhalb des schweizerischen Rahmens.
Bettilt ohne Schweizer Bewilligung: ein Angebot ausserhalb der geschlossenen Liste
Bettilt gehört zur Gruppe der acht ausländischen Marken ohne Schweizer Bewilligung. Anders als bei den konzessionierten Veranstaltern unterliegt das Angebot hier nicht der Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten.
Das ist in beide Richtungen relevant. Ausländische Portale zeigen oft Märkte, die in der Schweiz nicht erlaubt sind — Eckbälle, Karten, Esport etwa, die auf der hiesigen Liste nicht erscheinen. Wer von dort kommt, hat ein breiteres Bild, aber kein Bild davon, was hier zulässig ist. Wer dorthin geht, verliert den Schutz, den die Liste mit sich bringt.
Für die Systemwette bleibt die Bewertung dieselbe wie bei den anderen: keine Bewilligung, kein heimischer Rechtsweg. Wer Bettilt ernsthaft prüft, sollte mit den eigenen Bedingungen anfangen.
N1 Bet ohne Schweizer Bewilligung: das letzte Angebot dieser Gruppe
N1 Bet schliesst die Liste der acht ausländischen Plattformen ab, die in der Schweiz nicht bewilligt sind. Die Zuordnung ist identisch, die Folgen sind identisch, und ich wiederhole sie hier nicht in voller Länge — sie stehen im Abschnitt zur Rechtslage.
Was diese Marke von der Schweizer Wirklichkeit trennt, ist nichts Angebotsspezifisches, sondern die Aufsicht. Wo eine Gespa-Bewilligung fehlt, fehlen auch die Testkäufe, die Registeranbindung und die Durchsetzung.
Wie bei den sieben anderen lässt sich das Produkt nur beim Anbieter selbst prüfen: ob eine Heinz dort überhaupt baubar ist, mit welcher Mindestquote und mit welcher Obergrenze für den Gesamteinsatz. Diese Antwort schuldet der Vergleich hier nicht, und er gibt sie nicht, weil er sie nicht hat.
Was eine Heinz-Wette unter dem Strich kostet
Zwei Zahlen sollte man behalten, wenn man diese Seite verlässt. Die erste ist 57 — so viele Wetten stecken in einer Heinz, und mit ihr multipliziert sich der Einsatz. Die zweite ist 72 — so viele Stunden müssen vergehen, bevor eine selbst gesetzte Verlustlimite erhöht werden kann. Zusammen erklären sie, warum dieses Produkt Aufmerksamkeit verlangt.
Ich habe in dieser Frage eine klare Haltung. Die Heinz ist kein Anfängerprodukt und sie ist kein Sparmodell. Sie ist eine Wette für jemanden, der sechs Voraussagen ausdrücklich aneinanderhängen will und der bereit ist, dafür den 57-fachen Einsatz zu binden, im Wissen, dass zwei richtige Auswahlen nur einen Bruchteil zurückholen. Wer das Federnetz der Systemwette sucht, um Fehler auszugleichen, wählt das teuerste Netz auf dem Markt.
Für Deutschschweizer, Tessiner und in Liechtenstein Wohnende heisst das praktisch: Sporttip mit seiner Systemgrenze von CHF 10’000, den Limiten von CHF 1 bis CHF 1’000 bei Einzel- und Kombinationswetten und dem Regelwerk, das alles Weitere definiert. Für Westschweizer: Jouez Sport mit einem Mindesteinsatz von CHF 2 online, CHF 500 Höchsteinsatz pro Kombiwette, CHF 7’500 pro Multiple und einem Höchstgewinn von CHF 300’000 pro Einzel- oder Kombiwette.
Die ausländischen acht ändern daran nichts. Sie sind auch nicht als Alternative gedacht — sie sind die zweite Option, und wer sie nimmt, tauscht Bewilligung, Registeranbindung und Rechtsweg gegen ein Angebot, dessen Regeln er selbst lesen muss.
Häufige Fragen zur Heinz-Wette
Wie funktioniert eine Heinz-Wette?
Man wählt sechs Voraussagen aus, und der Wettschein wird in 57 einzelne Mehrfachwetten zerlegt: 15 Doppel, 20 Dreier, 15 Vierer, 6 Fünfer und eine Sechserwette. Einzelwetten auf die sechs Auswahlen entstehen nicht. Gesetzt wird ein Einsatz pro Linie, der Gesamteinsatz ist also das 57-Fache dieses Betrags.
Aus wie vielen Einzelwetten besteht eine Heinz-Wette, und was unterscheidet sie von einer Super-Heinz-Wette?
Eine Heinz umfasst 57 Wetten aus sechs Auswahlen. Die Super-Heinz-Wette erweitert das auf sieben Auswahlen und 120 Wetten: 21 Doppel, 35 Dreier, 35 Vierer, 21 Fünfer, 7 Sechser und eine Siebenfachwette. Eine zusätzliche Auswahl bringt hier mehr als eine Verdopplung des Gesamteinsatzes.
Wie hoch ist der Gesamteinsatz, wenn pro Linie ein fester Betrag gesetzt wird?
Der Gesamteinsatz ist der Einsatz pro Linie mal 57. Bei CHF 1 pro Linie sind es CHF 57, bei CHF 5 pro Linie CHF 285, bei CHF 10 pro Linie CHF 570. Anders als bei einer Kombiwette, die nur einen Einsatz kostet, bindet die Systemwette jeden Betrag siebenundfünfzigfach auf einem einzigen Wettschein.
Wie viele Auswahlen müssen richtig sein, damit eine Heinz-Wette etwas auszahlt?
Mindestens zwei. Eine einzelne richtige Auswahl genügt nicht, weil Einzelwetten in einer Heinz nicht enthalten sind. Zwei Treffer zahlen genau ein Doppel aus, drei Treffer drei Doppel und eine Dreierwette. Je mehr Treffer, desto mehr Linien kommen zur Auszahlung, und erst bei fünf oder sechs richtigen Voraussagen trägt die Wette.
Welche Einsatzgrenzen gelten bei Systemwetten von Sporttip?
Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten beträgt CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.
Wer darf in der Schweiz Systemwetten wie die Heinz-Wette anbieten, und wer kontrolliert das?
Nur Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport besitzen eine Bewilligung; die Kantone haben die Zahl auf zwei begrenzt. Kontrolliert werden sie von der Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht. Eine ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Wirkung.
Wettarten – italienfussball
Inhalt erstellt vom Team «italienfussball»
