Esports-Wetten in der Schweiz — der Preis steht in den Bedingungen, nicht im Werbebanner
Ladevorgang...
Stand: Oktober 29, 2026, geprüft gegen die Bewilligungen und die Aufsichtsliste der Gespa.
Wer in der Schweiz nach einem Esport-Bonus sucht, findet Hunderte Angebote und kein einziges Schweizer. Das ist kein Zufall, den man wegdiskutieren könnte, und es ist auch keine Marktlücke, die geduldig auf ihren Pionier wartet. Die Kantone haben die Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt, und in der Liste der zugelassenen Sportarten stehen keine Videospiele. Jede Seite, die einem Schweizer heute eine Gratiswette auf ein Turnier in Riad oder Köln anbietet, arbeitet ohne Bewilligung.
Der Preis dafür taucht nirgends im Werbetext auf. Er steht in Umsatzbedingungen, in einer Mindestquote, in einer Frist, in einem Deckel auf dem Gewinn — und in dem, was ein Konto ohne Schweizer Rechtsweg nicht hat. Genau darum geht es hier. Wer die Konten neben ihr Handy legt, soll vorher wissen, was abgeht.
Esports Wettbonus in der Schweiz: Zahlen, die in der Werbung fehlen
Ein Bonus ist kein Geschenk, sondern ein Vertrag mit einer Bedingung darin. Die Werbung nennt immer die erste Zahl und nie die zweite. «100 % Bonus» heisst: verdoppelt wird das Eingezahlte, und die Summe muss in Wetten umgesetzt werden, bevor irgendetwas davon ausgezahlt wird. Wie hoch das Umgesetzte liegt, steht im Abschnitt «Esports Wettbonus in der Schweiz» in den Bonusbedingungen.

Was passiert, wenn man den Bonus nicht umsetzt? Er verfällt mitsamt dem, was aus ihm gewonnen wurde. Das ist branchenüblich und in der Regel irgendwo geschrieben. Zwei weitere Häkchen sitzen fast immer im Kleingedruckten: eine Mindestquote, die jede Wette für den Umsatz erfüllen muss, und eine Höchstgrenze für den Einsatz, der überhaupt zählt. Wer während des Umsetzens ein einzelnes Spiel mit Quote 4.20 auf die Hand nimmt, findet das im Zweifel nicht angerechnet und erfährt es erst im Kontoauszug.
Die entscheidende Frage ist nicht, wie viel der Bonus verspricht, sondern was er dem Spielenden abverlangt. Vier Grössen bestimmen das:
- die Höhe des Einsatzes, der überhaupt als qualifizierend zählt (zu kleine Wetten bewegen nichts)
- die Mindestquote, unterhalb derer eine Wette nicht in den Umsatz einzahlt
- die Frist, in der der Umsatz liegen soll
- der Deckel auf dem Gewinn aus dem Guthaben
Jede dieser vier Grössen verschiebt den Wert des Angebots. Ein Bonus mit niedriger Mindestquote und offener Frist ist bei gleicher Zahl grosszügiger als ein Bonus mit hoher Mindestquote und knapper Frist; er lässt einfach mehr Wege zu. Dass die Werbung beide gleich aufmacht, ist eine redaktionelle Entscheidung der Anbieter.
Ein Sonderfall, der sprachlich am meisten Schaden anrichtet, sind die Gratisspiele. Schweizer Veranstalter dürfen Gratisspiele oder Gratisguthaben nur mit vorheriger Zustimmung der Gespa anbieten — 2025 hat die Aufsicht 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos erteilt. Das ist eine staatlich beaufsichtigte Form, die es nur bei bewilligten Anbietern gibt. Eine «risikofreie Wette» bei einer Seite ohne Bewilligung ist dagegen eine Werbefloskel: Der Einsatz ist trotzdem weg, zurück kommt im Zweifel ein Gutschriftbetrag, den man umsetzen muss.
Bei einer Gratiswette ist der Einsatz selbst das, was fehlt. Das lässt sich mit einer Rechnung erledigen, die für jede Quote neu anzustellen ist: Man rechnet mit dem Wert, der durchschnittlich beim Spielenden ankommt — die Gratiswette multipliziert mit Quote minus 1, geteilt durch die Quote und multipliziert mit dem Quotenschlüssel des Marktes. Das ergibt keine Zahl, die man abschreiben kann, sondern eine Bandbreite über die Quoten: Erst wenn die Gratiswette hoch und die Quote tief ist, bleibt davon etwas stehen, das man nicht belächeln muss. Eine 10er-Gratiswette mit Quote 5.00 über einen Markt mit 95 % Auszahlungsquote trägt weit weniger, als der Preis von «10» vermuten lässt.
Bonusbedingungen gehören zum Anbieter und nicht zum Esport. Es gibt keine Schweizer Aufsicht, die sie prüft, und keinen Schweizer Weg, sie einzuklagen. Genau hier schlägt der fehlende Sitz durch.
Esports Wetten Tipps: Warum eine Einschätzung keine Prognose ist
Ein Tipp ist eine begründete Erwartung, und jede begründete Erwartung liegt im E-Sport auf unsicherem Boden. Es gibt keine einzige Form, in der E-Sport-Wett-Tipps von einer Stelle käme, die garantieren könnte, was sie sagt. Wer in einem Spiel fünf andere überlebt, entscheidet über den Kader, den man gewählt hat, und ein Team, das über eine Saison dominiert, kann in einem Finale des Best-of-five verlieren, weil ein Kartendraft schiefgeht.
Was tatsächlich prüfbar ist, sind drei Dinge. Die Form: Wie hat sich ein Team in den Playoffs der letzten Turniere geschlagen, welche Karten und Kartenpools kommen ihm zugute, wechselte der Kader. Der Kontext: Auf welcher Bühne steht das Match, ist es der Swiss-Teil eines Majors oder ein Round-Robin im Vorfeld. Und die Quote: Wo liegt der Preis für das, was man für wahrscheinlicher hält, als die Quote suggeriert. Eine Wette ist dann interessant, wenn die eigene Einschätzung über der Quote liegt, nicht wenn ein Team beliebt ist.
Value-Wetten sind darum das einzige Konzept, das eine Disziplin erzwingt, weil es nicht um Meinungen über Teams geht, sondern um Zahlen. Der Spielende schätzt die Wahrscheinlichkeit ein, die Quote liefert dieselbe Einschätzung im Preis mit, und erst aus dem Unterschied entsteht ein Grund für einen Einsatz. Das ist anstrengend, und es liefert nie eine sichere Wette. Wer anfängt, weil er ein System gefunden hat, das die Runde macht, hat den Abgrund nicht gefunden, sondern nur noch keinen Blick hineingeworfen.
Dazu gehört die Einsatzdisziplin, und zwar unabhängig davon, wie überzeugt man von einem Match ist. Ein fester Prozentsatz des Spielguthabens pro Wette, oder eine harte Obergrenze pro Tag — mehr ist das nicht. Wer einen Spielguthaben-Stand als Monatsbudget missversteht und nach einem verlorenen Abend doppelt nachlegt, hat am Ende die Einsätze rotiert, nicht die Wette verbessert.
Und dann die Sache, die in keinem Tipp-Artikel steht: Wetten sind kein Einkommen. Sie sind keine Anlage und kein Nebenverdienst, weil der Preis in jeder Wette die Marge des Veranstalters trägt. Man kann über viele Wetten einen Vorsprung gegenüber dem Markt haben, wenn man besser schätzt als der Markt, das ist möglich und es gibt Menschen, die es schaffen. Aber es ist ein Handgemenge gegen eine Zahl, kein Gehalt. Wer das verwechselt, zahlt den Preis dafür in Raten.
Bei alledem gilt eine Regel, die die Schweizer Aufsicht für bewilligte Anbieter aufstellt und die im Ausland nicht durchzusetzen ist: Wer selbst an einem Wettbewerb teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Für die ganz grosse Mehrheit ändert das nichts, aber es zeigt, wie eng der Rahmen bei den Bewilligten gezogen ist.
E-Sport-Wettbewerbe als Spielplan: Was stattfindet, aber nicht auf dem Schweizer Wettschein steht
Der Spielplan des E-Sports ist reichlich und läuft über die Termine des Schweizer Wettscheins hinweg. Das ist das Eigentümliche an diesem Markt: Es gibt hier mehr internationale Spitze, als eine Schweizer Sportwetten-Liste je aufnehmen könnte, und der Schweizer Spielende sieht davon nur einen Teil in einem Katalog mit Fussball, Handball und Eishockey.
Die League-of-Legends-Weltmeisterschaft ist die älteste dieser Bühnen und lehrt die Eigentümlichkeit gleich mit. 2011 wurde sie erstmals im Rahmen der DreamHack in Jönköping ausgetragen, mit acht Teams und rund 100’000 US-Dollar Preisgeld. Fünfzehn Jahre später stehen 17 Teams bei einem Preisgeld von 5 Millionen US-Dollar am Start. Riot Games als Veranstalter, T1 als Rekordsieger mit sechs Titeln, und die Finals der letzten beiden Jahre für die Geschichtsbücher: 2024 setzte sich T1 mit 3:2 gegen Bilibili Gaming durch, 2025 mit demselben Ergebnis gegen KT Rolster. Zwei 3:2 in Folge sind für den Spielenden übrigens eine Erinnerung daran, wie weit die Spitze beisammen ist — und wie fragil ein Tipp auf einen der beiden sein kann.
The International ist die Dota-2-Antwort darauf, 2011 erstmals im Rahmen der Gamescom in Köln gespielt. Gespielt wird eine Gruppenphase im Round-Robin-Modus, danach ein Hauptturnier im Double-Elimination-Format. Und das Preisgeld stammt seit 2013 überwiegend aus dem Kompendium im Spiel, also aus den Käufen der Spielenden selbst. Die Spitze: The International 2021 in Bukarest mit 40 Millionen US-Dollar. Die jüngsten Titelträger sind ein Lehrstück über die Halbwertszeit der Favoriten: 2023 Team Spirit (3:0 gegen Gaimin Gladiators), 2024 Team Liquid (3:0 gegen Gaimin Gladiators in Kopenhagen) und 2025 Team Falcons (3:2 gegen Xtreme Gaming in Hamburg).
Die Counter-Strike-Majors gehören dazu und haben ihre eigene Ökonomie. Von Valve gesponsert, fand der erste 2013 als DreamHack Winter in Jönköping mit 250’000 US-Dollar Preisgeld statt, Sieger damals Fnatic. Seit Februar 2016 steht das feste Preisgeld bei 1’000’000 US-Dollar. Seit 2025 spielen 32 Teams, die Gruppenphase läuft im Swiss-System, die Playoffs mit 8 Teams im K.-o.-System über Best of three, das Finale seit Budapest 2025 über Best of five. Den Major Budapest 2025 gewann Team Vitality mit 3:1 gegen FaZe Clan; Rekordsieger bleibt Astralis mit vier Titeln. Ein Finale über fünf Karten sind bis zu vier Stunden Zuschauzeit — und für den Live-Wetter ein Zeitfenster, in dem sich Quoten bewegen.
Der Esports World Cup schliesslich hat das Grösste aller Preisgeldtöpfe, und er fand 2024 erstmals in Riad in Saudi-Arabien statt, ausgerichtet von der Esports World Cup Foundation. 62,5 Millionen US-Dollar lagen 2024 im Topf, 71,5 Millionen US-Dollar 2025. Das ist die erste Station des Kalenders, an der ein Aussenstehender merkt, dass E-Sport keine Jugendsache mit LAN-Kabel mehr ist.
Was fehlt, sind die Anschlüsse. Ob ein Inhalt auf dem Spielplan steht, heisst nicht, dass man in der Schweiz darauf wetten darf. Der Anschluss geht nicht über die Veranstalter, sondern über den Wettschein — und ob ein Inhalt es darauf schafft, entscheidet nicht der Bekanntheitsgrad, sondern eine andere Frage.
Esports Wettanbieter im Vergleich: Die Kriterien, die dieses Ranking zusammenhalten
Wer die Angebote nebeneinanderlegen will, muss zuerst sagen, worauf er schaut. Hier zählt nicht, wer die grösste Auswahl hat oder wer die farbigste App führt, sondern was ein Angebot den Spielenden am Ende kostet. Daraus ergeben sich die Prüfpunkte in einer Reihenfolge, die sich selbst erklärt:
- Bewilligung. Gibt es eine Veranstalter- und Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz, oder fehlt sie. Eine ausländische Lizenz hat in der Schweiz keine Wirkung.
- Preisgestaltung. Wie setzt sich der Preis eines Marktes zusammen, und wie viel von den Einsätzen kommt zurück. Bei einem Zwei-Weg-Markt und ausgeglichenen Quoten 1.90 / 1.90 liegt die Auszahlungsquote bei rund 95 Prozent und die Marge bei etwa 5 Prozent; je weiter die Quoten auseinanderliegen, desto breiter wird die Spanne.
- Bedingungen. Umsatzbedingungen, Mindestquoten, Fristen, Deckel — bei den Bewilligten als Limiten, bei den Übrigen als Bonusbedingungen.
- Schutz. Selbstsperre, Verlustlimit, ein Konto pro Person und ein Weg, der in der Schweiz funktioniert.
- Auszahlung. Wohin das Geld geht, und ob ein fremdes Konto überhaupt möglich wäre.
Die Reihenfolge ist keine Rangfolge der Attraktivität, sondern eine Rangfolge der Verbindlichkeit. Steht keine Bewilligung am Anfang, sind die vier Punkte danach Verhandlungssache zwischen dem Spielenden und einem Unternehmen, das in der Schweiz nicht greifbar ist.
Aus den Kriterien wird eine Spalte daraus, die in keinem Werbevergleich steht:
| Anbieter | Schweizer Bewilligung | Veranstalter oder gemeldete Lizenz |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Ja — Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel nach dem BGS | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel, beaufsichtigt von der Gespa |
| Loterie Romande Jouez Sport | Ja — Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel nach dem BGS | Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande), beaufsichtigt von der Gespa |
| Jackbit | Nein — ohne Schweizer Bewilligung | Keine Lizenz belegt; eine ausländische kann in der Schweiz nichts bewirken |
| Donbet | Nein — ohne Schweizer Bewilligung | Keine Lizenz belegt; eine ausländische kann in der Schweiz nichts bewirken |
| BDMBet | Nein — ohne Schweizer Bewilligung | Keine Lizenz belegt; eine ausländische kann in der Schweiz nichts bewirken |
| GG.BET | Nein — ohne Schweizer Bewilligung | Keine Lizenz belegt; eine ausländische kann in der Schweiz nichts bewirken |
| Bettilt | Nein — ohne Schweizer Bewilligung | Keine Lizenz belegt; eine ausländische kann in der Schweiz nichts bewirken |
| FortuneJack | Nein — ohne Schweizer Bewilligung | Keine Lizenz belegt; eine ausländische kann in der Schweiz nichts bewirken |
| Bahigo | Nein — ohne Schweizer Bewilligung | Keine Lizenz belegt; eine ausländische kann in der Schweiz nichts bewirken |
| BetFury | Nein — ohne Schweizer Bewilligung | Keine Lizenz belegt; eine ausländische kann in der Schweiz nichts bewirken |
Zwei Zeilen mit Ja, acht mit Nein. Mehr lässt sich aus einer Bewilligungsspalte nicht holen. Was dazwischen steht, sind die Bedingungen, die Limiten und die Auszahlungswege — und die entscheiden, ob ein Konto am Monatsende noch etwas wert ist.
Diese Übersicht ist eine Beschreibung und keine Empfehlung. Die acht Anbieter ohne Bewilligung sind hier, weil Schweizer Spielende sie antreffen und weil eine Beurteilung niemandem hilft, wenn sie den halben Markt ausblendet. Werbung für ein in der Schweiz nicht bewilligtes Glücksspiel ist strafbar und mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 bedroht — wer die Liste als Einkaufszettel liest, liest sie falsch.
E-Sport-Wetten Grundlagen: Wie eine Quote zu einem Preis wird
Ein Ersatzspieler, der nach seinem Training in einem Dachfensterzimmer sitzt und sich die Quoten für einen Live-Match ansieht, trifft eine Entscheidung über Wahrscheinlichkeiten, die er nicht kennt. Deshalb lohnt es, den Mechanismus einmal langsam durchzugehen.

E-Sport ist der organisierte Wettkampf mit Computerspielen, meist im Mehrspielermodus des Spiels; die Regeln ergeben sich aus der Spielsoftware und dem Reglement des Veranstalters. Einen offiziellen globalen Weltverband gibt es nicht, weshalb mehrere Veranstalter ihre Turniere als «Weltmeisterschaft» bezeichnen. Diese Offenheit ist charmant und unangenehm zugleich: Sie macht den Sport jung und lebendig, und sie nimmt jedem Versprechen über ein Ergebnis den Boden.
Eine Wette kauft man an einer Quotenschraube. Die Quote ist der Preis für einen Ausgang eines Wettmarktes — und man bezahlt ihn, indem man ihn akzeptiert. Die Marge steckt in der Differenz zwischen den Quoten aller Ausgänge und der Wahrscheinlichkeit, die zusammen herauskommt.
Ein illustratives Beispiel, kein Kurs von irgendwo und keine genannten Zahlen: zwei Ausgänge, je 1.90. Setzt man die Kehrwerte zusammen, landet man bei etwas über 105 Prozent und damit bei einem Quotenschlüssel unter 95 Prozent. Was der Veranstalter einbehält, ist der Rest, und diese Marge ist der wahre Preis jeder noch so kleinen Wette. Bei einem Zwei-Weg-Markt mit 1.90 auf beiden Seiten liegt die Auszahlungsquote damit im Bereich der mittleren neunziger Prozent; bei einem Drei-Weg-Markt mit drei eng beieinanderliegenden Quoten fällt sie niedriger aus, bei einem Markt mit nur zwei grob ungleichen Ausgängen höher. Diese Marge gehört zu einem Markt und nicht zu einem Anbieter.
Für Kombinationen multipliziert man die Quoten der Beine zu einem Gesamtkurs. Was ein erfolgreicher Wettschein zurückzahlt, ist der Einsatz mal diese Gesamtquote, und der Gewinn ist der Teil davon, der über dem Einsatz liegt. Der Preis von Kombinationen ist dennoch hoch, und er ist damit schnell erklärt: Jedes Bein trägt seine eigene Marge, und Fehler in einem Bein machen alles zunichte. Bei fünf Beinen mit je 1.90 liegt der Kurs bei 24.76, und in dieser Zahl ist jeder einzelne Aufschlag des Buchmachers mitgezählt. Ein erfolgreicher Wettschein zahlt in diesem Beispiel 24,76-mal den Einsatz zurück. Ob diese Kombination häufiger gewinnt, als die Quote suggeriert, steht nicht in der Rechnung — die Quoten haben mit der Eintrittswahrscheinlichkeit nichts zu tun, und das sollte man sich jede Woche klarmachen.
Die Wettarten der Schweizer Veranstalter sind im Kern klein: die Einzelwette und die Kombiwette mit Mindesteinsatz CHF 1 und Höchstbeträgen von CHF 1’000, die Systemwette bis CHF 10’000. Die reguläre Spielzeit umfasst bei Sporttip die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm ausdrücklich darauf hinweist. Wer eine Wette abgibt, wettet also meist auf den ersten Termin.
Bewilligt ist all das nur bei zwei Veranstaltern, und was auf einem ausländischen Wettschein steht, ist eine andere Sache als was hier zulässig ist.
Esport wetten verboten? Wie die Aufsicht die Wetten der Schweiz begrenzt
Wer sich die Frage stellt, ob Esport-Wetten in der Schweiz überhaupt erlaubt sind, bekommt eine Antwort mit einem klaren Zuschnitt. Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz, das seit 1. Januar 2019 in Kraft ist, und sie werden von der Gespa beaufsichtigt — nicht von der ESBK. Diese beaufsichtigt nur die Casinos. Eine Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung je Spiel, und sie gilt nur in der Schweiz.
Wie viele Anbieter daraus werden, ist keine Marktffrage, sondern eine politische Entscheidung: Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Swisslos mit ihrem Sporttip und die Loterie Romande mit ihrem Jouez Sport teilen sich die Kantone nach Sprachgrenzen. Ein Online-Konto setzt einen Wohnsitz in der Schweiz voraus und in der Praxis einen Wohnsitz im Gebiet der jeweiligen Veranstalterin.
Dass kein Esport auf den Schweizer Wettscheinen steht, ist die einfache Folge einer Liste. Der Wettschein führt nur Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten, die in den zugelassenen Rahmen fallen — Qualifikationsrunden nur, wenn sie darin genannt sind, Frauen-Wettbewerbe nur, wenn sie darin genannt sind, Ranglistenwetten nur dann, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder das Podest entscheidet, Trainingsläufe nie. Kurz- und Kartenmärkte fehlen ebenso wie ein E-Sport-Abschnitt. Und selbst unter den zugelassenen Sportarten gibt es eine Grenze: Wettkämpfe mit überwiegend Minderjährigen sind ausgeschlossen.
Bei diesem Zustand bleibt es, weil die Aufsicht nur eine Liste von gesperrten Domains veröffentlicht und keine Liste weiterer Bewilligungen. Es gibt sie schlicht nicht: Ein Anbieter ohne Bewilligung ist im Ausland zu Hause, und eine ausländische Lizenz — Curaçao, Malta, Deutschland oder ein anderes Land — hat in der Schweiz keine Wirkung. Das ist kein Graubereich, sondern eine klare Linie.
Die Kehrseite ist unbequem für den, der sie bemerkt: Die beiden Bewilligten haben nicht nur eine Zulassung, sie haben auch ein enges Angebot. Für die Einordnung heisst das, dass ein grosses Angebot und ein sauberes Angebot in der Schweiz zwei verschiedene Dinge sind — und dass die Sperrliste der Grund dafür ist, dass ein Anschluss nach ausländischer Seite hier oft nur ein paar Stunden hält.
Sperrliste, Spielsperre und Verantwortung: Was ein Konto ohne Schweizer Weg kostet
Der Schutz, den es in der Schweiz gibt, ist konkret und an Orte gebunden. Man kann nicht auf sein Konto zurückgreifen wie auf die AGB einer Firma im Ausland, und darum ist es das Zweite, was man sehen sollte — nicht das, was in der Werbung unter «verantwortungsvolles Spielen» steht. Ein Konto mit Schweizer Bewilligung führt in diesem Zusammenhang das Erste aus, was auffällt: Limiten, die man selbst setzt.
Wer sich bei einem der beiden Schweizer Veranstalter anmeldet, muss vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Obergrenze liegt bei CHF 9’999, unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Der kleine Aufwand, der darin steckt, ist der Punkt: Es sind freiwillige Werte, und die Frist beim Erhöhen ist eine Bremse, die zwischen einer Laune und dem nächsten grossen Kontostand steht. Es sind Limiten, die man vor dem Spiel festlegt, und nicht danach. Die rechtliche Untergrenze verlangt solche Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste; eine Senkung wirkt sofort, eine Erhöhung nach Gesetz nach 24 Stunden, und die Veranstalter setzen in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an.
Die zweite Schutzschicht ist die Spielsperre. Bei einem bewilligten Anbieter kann man sich produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Sperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Dieses Register ist keine Formalität: Es wird von über-indebted oder suchtkranken wie von selbst ausgeschiedenen Personen gefüllt, und es ist der Grund, warum eine selbstgewählte Pause in der Schweiz etwas anderes ist als ein Klick auf «Pause machen». Eine solche Sperre kann man nur nach drei Monaten wieder aufheben lassen, und daran ist eine Fachstelle beteiligt. Ausgeschlossene oder minderjährige Personen haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne.
Das dritte ist eine Grenze, die man erst spürt, wenn man die Grenze verlässt. Gewinne und Guthaben werden nur auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers zurückgezahlt. Anonyme oder Krypto-Auszahlungen gibt es bei einem bewilligten Schweizer Wetten nicht. Der Nutzen dieser Regel ist klein im Alltag und gross in einem Streitfall — und sie ist der Grund, warum ein Konto bei einem Anbieter ohne Bewilligung genau bei der Frage schwierig wird, die man am ehesten braucht.
Dass diese Regeln wirken, wenn sie eingehalten werden, sagt übrigens nichts über ihre Prüfung an der Verkaufsstelle. Die Gespa hat 2025 Testkäufe gemacht: Bei 200 Fällen wurde an Verkaufsstellen in 47,5 Prozent der Fälle eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Fast die Hälfte der Prüfungen fiel durch. Wer den Schweizer Schutz als Selbstverständlichkeit behandelt, sollte diese Zahl kennen; die Aufsicht tut es auch.
Und dann ist da noch der Teil, der gar nicht mehr zu reparieren ist. Eine Seite ohne Bewilligung hängt nicht am Schweizer Sperrregister, und Schweizer Veranstalter dürfen auf solche Games zugreifen. Bei einem ausländischen Anbieter kann der Spielende nicht auf die Spielsperre zählen, die für einen Schweizer Veranstalter gilt, und damit auch nicht auf die doppelt geschützte Auszahlung eines Schweizer Kontos. Wenn eine solche Seite durch eine Sperrliste blockiert wird, wird die Domain innerhalb von Stunden ausgewechselt — die Aufsicht nennt Beispiele wie Interwetten, Bet-at-Home und bet365. Ein Anbieter, den es an einer Adresse nicht gibt, den es an der nächsten aber gibt, ist kein Anbieter, bei dem man sich auf Dauer verlässt.
Verantwortungsvolles Spielen in einem Rechtsraum ohne lokale Bewilligung ist kein Produktmerkmal, sondern eine Frage an das eigene Verfahren. Wer sein Geld zurückbekommen will, muss vorher wissen, wohin das Geld zurückgeht.
Die Schweizer Veranstalter: Sporttip und Jouez Sport unter der Preislupe
Swisslos Sporttip: der geschlossene Katalog mit den strengen Limiten
Swisslos ist die Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, sie stützt sich auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019, und ihre Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Das ist eine Bewilligung für ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz, beaufsichtigt von der Gespa, und damit das Erste, was man in dieser Liste prüfen kann — nicht in der Werbung, sondern im Katalog.
Das Vertragsgebiet ist der Kern des Angebots. Sporttip wird im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt. Wer dort wohnt, bekommt ein Online-Konto; wer in Freiburg oder Genf wohnt, bekommt es nicht. Ein Konto ist an mindestens 18 Jahre, einen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet und an das Fehlen einer Spielsperre gebunden; die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis gelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Eine Person kann sich nur einmal registrieren.
Zum Spielangebot selbst ist der Rahmen eng, und er ist der Grund, warum Esport hier nicht vorkommt. Die Limiten der Wettscheine sind ebenfalls Bedingungen des Veranstalters, nicht der Aufsicht: Mindesteinsatz CHF 1 für Einzel- und Kombinationswetten, Höchsteinsatz CHF 1’000 für eine Einzel- oder Kombinationswette und CHF 10’000 für eine Systemwette. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Wer also in der Platzkampfsaison statt CHF 1’000 vierstellig setzen will, findet hier die Grenze zuerst.
Zwei weitere Punkte, an denen Sporttip eher verliert als gewinnt, wenn man die reinen Kosten betrachtet. Erstens: Bei Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird; Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Das ist korrekt und notwendig, denn das Fenster zwischen Klick und Tor ist im Livebetrieb keine Theorie, sondern Routine. Wer live spielt, muss es wissen. Zweitens: Cash-Out gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, er hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann jederzeit geändert werden.
Das Urteil: Sporttip ist der Anbieter für jemanden, der vor allem will, dass die Auszahlung ankommt und das Limit hält. Preis dafür: ein geschlossener Katalog, ein Vertragsgebiet, an das man gebunden ist, und eine Auswahl, die im Quotenvergleich gegen viele Auslandsseiten verliert. Wer hier wettet, tauscht Spielfreiheit gegen Rechtssicherheit, und der Tausch ist ausdrücklich freiwillig.
Loterie Romande Jouez Sport: die Westschweizer Alternative mit demselben Preis
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Als Kontaktadresse nennt sie Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne; sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Auch hier liegt eine Bewilligung für ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz vor, beaufsichtigt von der Gespa, und auch hier ist das Angebot auf ein Vertragsgebiet beschränkt — ein Online-Konto gibt es nur für Personen mit Wohnsitz in einem der sechs Kantone.
Das ist die entscheidende Struktur dieser Liste: Es gibt zwei Schweizer Sportwetten-Anbieter, aber keinen, der das ganze Land bedient. Die Grenze verläuft nicht zwischen gut und schlecht, sondern zwischen einem Wohnsitz in Zürich und einem in Genf. Wer umzieht, wechselt den Anbieter, ob er will oder nicht.
Die Regeln, die den Schutz ausmachen, sind dieselben und stammen aus demselben Rahmen; sie sind oben schon dargestellt und werden hier nicht ein zweites Mal ausgebreitet. Was bleibt, ist der Vergleich mit dem Katalog der Deutschschweizer Seite: zwei Anbieter mit demselben gesetzlichen Rahmen, derselben Aufsicht und derselben Esport-Leerstelle. Für die Wahl ist das die schlechte Nachricht. Die gute ist, dass sich in einem so kleinen Feld jeder Vergleich schnell schliesst — man nimmt, was die eigene Wohnadresse zulässt.
Das Urteil: Jouez Sport ist nicht die zweite Wahl, sondern die einzige Wahl für die Westschweizer Kantone, und für alle anderen keine. Wer französischsprachig ist, hat hier genau dieselbe Kombination aus Bewilligung, Limiten und fehlendem Esport-Angebot wie im Osten — nur mit einer Verkaufsstellen-Ökonomie, die auf den sechs Kantonen aufgebaut ist.
Zehn Seiten, zwei Schweizer: die Auslandsliste mit derselben Messlatte
Was jetzt kommt, ist der unangenehme Teil dieses Vergleichs. Acht der zehn hier beurteilten Anbieter haben keine Schweizer Bewilligung, und jeder von ihnen wird mit denselben Fragen gemessen wie die beiden anderen. Die Meldung, die man in jeder Zeile hört, ist dieselbe und wird zur Abwechslung nicht ausgebreitet, sondern vorausgeschickt: Für eine Schweizer Bewilligung müsste ein Anbieter seinen Sitz, seine Aufsicht und sein Angebot im Schweizer Rahmen aufbauen, und keiner dieser acht hat das getan. Eine ausländische Lizenz hat in der Schweiz keine Wirkung.
Alle acht teilen diese Lage. Der Unterschied liegt in dem, was neben der fehlenden Bewilligung sichtbar ist.
Jackbit: die Plattform mit zwei Gesichtern
Jackbit betreibt neben dem Wettangebot ein ausgeprägtes Spielhallen-Geschäft, und man kann die Marktseite nicht ohne die andere lesen. Beides läuft über dieselbe Kontostruktur, dasselbe Zahlungssystem und dieselbe Nutzeroberfläche. Für einen Schweizer, der zum ersten Mal eine Auslandsseite öffnet, ist das ein Vorteil in einem eng gefassten Sinn: Die Plattform ist gebaut, nicht zusammengesetzt. Sie ist keine reine Wettseite, die versehentlich ein Casino mitgeöffnet hat.
Ein Konto ohne Schweizer Bewilligung heisst in der Schweiz: keine Gespa-Bewilligung, keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg und — das ist die praktische Konsequenz — kein Schweizer Verbraucherschutz, der sich durchsetzt. Krypto-Zahlungen ohne den Umweg über eine Bank sind dabei der Standard, den die Zielgruppe erwartet, auch weil es für die Schweizer Behörden kein Zahlungssperrwerkzeug gegen nicht lizenzierte Wettseiten gibt. Nicht alle Spielenden brauchen dieses Umfeld. Für manche ist die Abwesenheit der Prüfung das ganze Geschäft.
Das Urteil: Wer auf Krypto-Basis in einer international geprägten Plattform wettet und die fehlende Schweizer Regulierung nicht als Nachteil, sondern als Eigenschaft liest, findet hier eine geschlossene Plattform; wer einen Streit klären will, findet hier keinen Adressaten in der Schweiz.
Donbet: die Seite, die sich am schwersten verifizieren lässt
Donbet ist in der Breite der internationale Durchschnitt: eine Sportwetten-Seite mit Spielhalle, vielen Ligen und vielen Zahlungswegen. Die belegte Besonderheit ist eine negative: Es lässt sich nicht einmal eine Lizenz belegen. Ein Betreiber, dessen Lizenz nicht belegt ist, dessen Bewilligung aber gemäss den Schweizer Vorgaben ohnehin keine Kraft hätte, setzt den Schweizer Konto-Inhaber auf die schwächste Verhandlungsposition der ganzen Liste. Dass die Seite funktioniert, ist kein Gegenargument, weil die Funktionsfähigkeit einer Seite nicht die Durchsetzbarkeit von Bedingungen ist.
Das Urteil: Für einen Spielenden, der nur darauf achtet, dass die Seite funktioniert und die Seite für die Schweiz zugänglich ist, ist Donbet ein Buch mit einem Deckel, der nicht aufgeht — für die Frage nach der Auszahlung ist das kein Detail, sondern das ganze Risiko.
BDMBet: der Name verrät das Herkunftsproblem
BDMBet steht für die Bandung-Marke in einer Reihe von Domains, die alle denselben Sportwetten-Aufbau und dieselbe Spielhalle tragen. Was den Anbieter über die gängige Masse hinaushebt, ist weder das Mehrspielerangebot noch die Quotenstruktur, sondern die Sichtbarkeit in der Domainhoheit unter asiatischen Adressen. Das heisst nicht, dass es die Zahlen nicht gibt. Es heisst, dass ein Schweizer Konto in einer Kette von Domains ohne Schweizer Filiale liegt und dass der erste Schritt bei einem Streit ein Kontaktformular ist.
Das Urteil: Wer sich nie über einen Vorgang ärgern will, kommt hier nicht weiter; wer nur die Spiele will, zahlt für die Bequemlichkeit mit dem einzigen Preis, den es in diesem Markt gibt, und das ist der Verzicht auf einen Ansprechpartner in seinem eigenen Land.
GG.BET: die Esport-Marke, die hierzulande nur halb angekommen ist
GG.BET ist die esportnächste Marke dieses Feldes und hat sich genau über diese Nische aufgebaut: grosse Turniere, grosse Preisgeldtöpfe, Streamings. In der Esport-Szene spielt der Name eine Rolle, die keine der Schweizer Optionen je hätte. Für einen Schweizer ist davon nach dem Klick nicht mehr übrig als bei anderen Seiten ohne Bewilligung — die Sichtbarkeit im Sport ist der Grund, warum die Seite in diesem Land überhaupt jemand antrifft. Ausländische Anbieter bieten fortlaufend Live-Wetten auf Events, die nur wenige Stunden auf dem Plan stehen, und genau aus diesem Grund ist die Marke in Esport-Kreisen so präsent.
Das Urteil: GG.BET ist die erste Adresse für einen Esport-Zuschauer, der das Angebot und nicht die Aufsicht zum Massstab macht; in diesem Vergleich steht die Marke für die Frage, ob man die Auszahlung nach einem verlorenen Streit mehr vermisst als den Katalog, und die Antwort hängt daran, ob man etwas zu verlieren hat, das man nachweisen kann.
Bettilt: die Plattform, die in der Werbung zu den Zahlen schweigt
Bettilt bringt eine Reihe von Zahlungswegen mit, ein volles Sportbuch und eine Spielhalle — die Zusammenstellung ist branchenüblich, die Detailtiefe der Bedingungen nicht. Es ist die Seite, an der man am ehesten die Bonusfiguren im Kopf behält und die Bedingungen nicht mehr findet, weil sie anders heissen. Wer sich vor der Anmeldung nicht klarmacht, dass hier eine Bank oder ein Kartennetzwerk zum Einzahlen verwendet wird, sondern etwas, das einen Kontostand ohne Schweizer Aufsicht hält, findet die Grenze dieser Seite erst bei der Auszahlung. Weder eine Schweizer Bewilligung noch ein Schweizer Weg zur Durchsetzung existiert hier.
Das Urteil: Für einen Gelegenheitsspielenden, der klein einsetzt und selten auszahlt, fällt die fehlende Bewilligung kaum ins Gewicht — bis zu dem Moment, in dem sie es tut, und in dem Moment ist es der einzige Umstand, der zählt.
FortuneJack: die Krypto-Adresse mit langer Historie
FortuneJack ist eine der langlebigen Krypto-Glücksspiel-Adressen und verbindet Sportwetten mit einem Casino-Bereich, in dem Krypto-Zahlungen der Standard sind. Die Marke ist nicht wegen ihrer Quoten bekannt, sondern wegen ihrer Betriebszeit in der Krypto-Szene. Für einen Nutzer mit Wallet ist die Einzahlung damit so einfach wie eine Überweisung an eine Adresse. Die Bekanntheit in der eigenen Szene ist keine Schweizer Zulassung, und die Adresse bleibt ein Glücksspiel-System im Ausland — mit einer Domain-Sperrliste, die in der Schweiz gegen die Adressen solcher Seiten geführt wird. Die Aufsicht nennt Beispiele wie Interwetten, Bet-at-Home und bet365 als Einträge der Sperrliste.
Das Urteil: Für jemanden, der sich in Krypto wohlfühlt und Auszahlungen in derselben Form erwartet, ist das der bequemste Weg in dieser Liste; wer eine Bank im Rücken und eine Beschwerdeadresse will, merkt nach einer Auszahlung, dass niemand mit ihm sprechen kann.
Bahigo: die Seite ohne Schweizer Bewilligung, aber mit deutscher Oberfläche
Bahigo ist eine Marke mit deutscher Oberfläche, die sich an deutschsprachige Spieler in mehreren Ländern wendet, ohne je in der Schweiz zugelassen gewesen zu sein. Die Verfügbarkeit einer deutschsprachigen Oberfläche und eines auf ein Kontingent aus Sportwetten und Spielhalle aufgebauten Sortiments macht sie zu einer naheliegenden Adresse für einen Spieler, der auf Deutsch spielen will. Sprachliche Nähe ist aber keine Bewilligung, und ein Vertrag mit einem Schweizer Wohnsitz-Bezug ohne Schweizer Niederlassung bleibt ein Vertrag mit einer ausländischen Adresse.
Das Urteil: Für einen Spielenden, der aus Bequemlichkeit deutschsprachige Texte liest, nimmt eine solche Seite die Sprachbarriere weg; nimmt man die Sprache weg, bleibt wenig, was dieses Angebot von einer der anderen Seiten hier unterscheidet — die Bewilligung eingeschlossen.
BetFury: das Belohnungssystem als eigentliches Produkt
BetFury hat sich über eines der aufwändigsten Belohnungssysteme des Krypto-Marktes aufgebaut: Token im Laufe des Spiels, Belohnungs-Limiten und eine Community-Mechanik, die mehr Bewegung in den Spielerkonten erzeugt als die Spielhalle selbst. Genau das ist der Punkt. Ein System, das das Spielen mit kontinuierlicher Ausschüttung verknüpft, macht aus dem Spieler den Nutzer eines Systems, und es ist der einzige Bonus, der hier kein Bonus, sondern ein Programm mit Bedingungen ist. Kein Schweizer Weg für den Spieler, und keine Schweizer Bewilligung.
Das Urteil: Wer die Belohnungslogik versteht und sich nicht blenden lässt, findet hier eine Spielwelt, die sich als ein Ökosystem verkauft; wer sein Spiel nicht in einen Token-Kreislauf umwandeln will, ist mit einer schlichteren Einsatzzahl besser dran, und die einfache Wette ohne Programm ist hier immer noch der beste Kostenpunkt.
Was die Marge aus jedem Wettschein nimmt
Die einzig relevante Frage beim Zwei-Weg-Markt mit den Quoten 1.90 und 1.90 aus der ersten Rechnung ist, was beide Seiten zusammen kosten. Die Auszahlungsquote rechnet sich aus den Kehrwerten aller Ausgänge eines Marktes — bei zwei Ausgängen je 1.90 ergibt das 0,5263 + 0,5263, also rund 105,3 Prozent. Der Auszahlungsanteil liegt damit bei knapp unter 95 Prozent, und die Marge ist der Rest: Sie liegt hier bei etwa 4,7 bis 5 Prozent des Einsatzes.
Diese Bandbreite ist der eigentliche Befund. Bei einem Markt mit drei oder vier Ausgängen, bei denen jede Seite mit einer kleinen Zahl belegt ist, kann sich der Quotenschlüssel auf achtzig oder neunzig Prozent zubewegen, und in einem Markt mit nur zwei Ausgängen und einer klareren Favoritenlage liegt er höher, üblich sind Schätzungen zwischen zwei und fünf Prozent Aufschlag. Was zurückkommt, ist deshalb keine Eigenschaft einer Seite wie einer anderen. Es ist eine Eigenschaft des Marktes, den man gerade spielt: Bei einer Auszahlungsquote von rund 95 Prozent verliert der Spieler drei Viertel mehr pro Jahr allein durch die Struktur, wenn er einen Markt mit schlechterem Quotenschlüssel wählt, obwohl die Einsätze gleich hoch bleiben. Genau deswegen wechselt der erfahrene Spieler den Markt, nicht nur die Seite. Und genau deswegen ist ein Vergleich, der nur die Ligen zählt, aber die Auszahlungsquote nicht, kein Vergleich.
Eine Zahl am Ende, um die Mechanik greifbar zu machen. Wer 200 Einsätze à CHF 10 auf einen Markt mit fünf Prozent Marge abgibt, wendet CHF 2’000 auf, und die fünf Prozent der Einsätze sind die Kosten der Struktur — rund CHF 100 über diesen Zeitraum, erwartungsgemäss. Das ist ein Durchschnittswert über viele Wetten, kein Verlust des Einzelnen und keine Vorhersage des Ergebnisses; ein einzelner Wettschein zahlt vollständig oder nichts. Es ist nur der Betrag, der unabhängig vom Ausgang in der Maschinerie hängen bleibt. Genau diese Mechanik ist es, die eine Wette zur Freizeitbeschäftigung und nicht zur Anlage macht — und darin liegt der Kern dieser Seite.
Häufige Fragen zu Esports-Wetten in der Schweiz
Sind Esport-Wetten in der Schweiz erlaubt oder verboten?
Für Veranstalter nein, für Spielende ja, was die ersten nicht tröstet. Sportwetten sind nach dem Geldspielgesetz ein Grossspiel; die Kantone haben genau zwei Veranstalter zugelassen, Swisslos und die Loterie Romande. E-Sport steht auf deren Liste der zugelassenen Sportarten nicht, sondern nur gewisse Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten. Wer hier über einen ausländischen Anbieter E-Sport-Wetten spielt, tut nichts Strafbares, nutzt aber kein erlaubtes Schweizer Angebot.
Warum fehlt E-Sport in der Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten?
Die Liste ist eine geschlossene Aufzählung und keine offene Auswahlliste, aus der man Neues dazunehmen könnte. Aufnahmefähig wären nur Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten, die ausdrücklich darin genannt sind — Qualifikationsrunden nur als genannte, Frauen-Wettbewerbe nur als genannte, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder ein Podest entscheidet. Einen E-Sport-Abschnitt kennt sie nicht, und deshalb fehlt er.
Wie funktioniert eine Gratiswette, und warum wird der Einsatz nicht mit dem Gewinn zurückbezahlt?
Bei einer Gratiswette setzt man ein Guthaben aus dem Anbieter und nicht aus eigener Tasche; ausgezahlt wird bei einem Gewinn nur der Gewinnanteil. Der Einsatz selbst wird nicht vergütet, weil er nie von einem stammte. Was bleibt, ist der auf dem Papier stehende Wert mit einer Bedingung: erst die Umsatzbedingungen, häufig eine Mindestquote, eine Frist und eine Obergrenze für den Gewinn aus dem Guthaben. Bei bewilligten Schweizer Anbietern braucht es für Gratisspiele die Zustimmung der Gespa.
Wie entsteht ein E-Sport-Tipp aus Form und Quoten?
Die Form liefert die Einschätzung, die Quote liefert den Preis. Wer ein Team für wahrscheinlicher hält, als die Quote sagt, hat eine Wette — umgekehrt lässt man sie liegen. Ein E-Sport-Tipp ist damit kein Urteil über ein Team, sondern eine Aussage über das Verhältnis von Einschätzung und Preis. Dass es bei diesem Vorgehen bleibt, ist der ganze Sinn. Und weil die Marge in jedem Kurs steckt, ist die Wette eine Freizeitausgabe und kein Einkommen.
Warum werden Gewinne in der Schweiz nur auf ein Konto im eigenen Namen ausgezahlt?
Weil die bewilligten Schweizer Wetten eine Identität verlangen. Wer ein Konto eröffnet, muss mindestens 18 Jahre alt sein, einen Wohnsitz im Gebiet der Veranstalterin haben, sich einmal registrieren und verifizieren. Wollen die Wetten eines Spielenden ausgezahlt werden, müssen sie auf ein Zahlungskonto gehen, das auf den Namen des Kontoinhabers läuft. Anonyme oder Krypto-Auszahlungen gibt es damit nicht, so wie es auch keinen Kredit an Spielende gibt.
Was ist die Sperrliste der Gespa, und wie wirkt sie auf ausländische Wettseiten?
Die Sperrliste ist das Verzeichnis der ausländischen Spiel-Domains, die die Aufsicht blockiert, und sie wird von den Schweizer Telekom-Anbietern über DNS-Einträge umgesetzt. Solche Domains werden innerhalb von Stunden durch neue Adressen ersetzt, die Domains wandern also weiter. Sie ist der Grund, warum eine Seite ohne Bewilligung hier zeitweise gar nicht erreichbar ist, und der Grund, warum die Frage nach der Zulassung wichtiger ist als die Frage nach der Erreichbarkeit.
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Inhalt erstellt vom Team «italienfussball»
