Australian Open wetten in der Schweiz – zwei bewilligte Wege und die Quoten dahinter

Updated Oktober 2026
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Ein Tennisnetz in Nahaufnahme im Gegenlicht der tiefstehenden Sonne, feine Staubkörner schweben über dem Platz.

Stand: Oktober 29, 2026. Die Angaben zu Bewilligungen und Aufsicht wurden gegen die Veröffentlichungen der Gespa und die Teilnahmebedingungen von Swisslos und Loterie Romande geprüft.

Die Australian Open 2026 fanden vom 18. Januar bis 1. Februar 2026 in Melbourne statt; für die Ausgabe 2027 sind der 17. bis 31. Januar angesetzt.

Wer in der Schweiz auf Melbourne wetten will, hat keine Auswahl aus zwanzig Büros. Er hat zwei Geldspielgesellschaften, die das dürfen, und daneben ein paar Dutzend ausländische Adressen, die es trotzdem tun. Das ist die ganze Landkarte, und sie ist kleiner, als der Suchbegriff vermuten lässt.

Die beiden erlaubten Wege führen über Swisslos mit dem Produkt Sporttip und über die Loterie Romande mit Jouez Sport; jeder bedient sein eigenes Kantonsgebiet, ein gemeinsames Konto gibt es nicht. Alles andere, was im Netz um Aufmerksamkeit für das Herreneinzel und das Dameneinzel wirbt, läuft ohne Schweizer Bewilligung, ohne Anschluss an das Sperrregister und ohne Schweizer Rechtsschutz – und mit dem Zusatz, dass Werbung für nicht bewilligtes Geldspiel nach Artikel 74 Absatz 3 BGS strafbar ist, mit Bussen bis CHF 500’000 nach Artikel 131 BGS. Beschreiben und bewerten ist erlaubt, anpreisen nicht.

Auf dieser Seite steht deshalb zuerst, was bei den beiden Bewilligten hängt: die Rechtslage, die Limiten, die Steuer. Danach, was eine Quote eigentlich ist, wenn man nicht auf das Marketing hört. Am Ende der Vergleich der Adressen, die Schweizer Spielende tatsächlich antreffen – getrennt in Bewilligte und Nichtbewilligte, weil aus der Liste keine Einheitsempfehlung werden darf.

Spielplan und Platz in Melbourne

Der sportliche Rahmen entscheidet, wann überhaupt gewettet wird. Zwei Wochen, 128 Namen im Einzelfeld, sieben Runden bis zum Titel – daraus entstehen die Fristen, in denen eine Einzelwette auf ein Match läuft und keine Langzeitwette mehr.

Ein Feldweg zwischen Weinreben im Wallis bei Sonnenaufgang, im Hintergrund hohe Berge und klare Luft.
Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf.

GreenSet, Kältephasen und der Rhythmus der vierzehn Tage

Gespielt wird im Melbourne Park auf Hartplatz. Der Belag war bis 2007 Rebound Ace, danach Plexicushion, und seit 2020 ist es GreenSet. Das klingt nach Materialkunde, ist aber für Wettende Ballwechselkunde: Ein langsamerer, höher abspringender Untergrund begünstigt lange Grundlinienduell, ein flinkerer verkürzt die Rallyes. Wer auf die Gesamtzahl der Spiele setzt, verschiebt mit jeder Einschätzung des Belags den Erwartungswert.

Die Ausgabe 2026 wurde vom 18. Januar bis 1. Februar 2026 ausgetragen. Die Herren spielen auf drei Gewinnsätze, die Damen auf zwei. Bei 6:6 entscheidet ein Tiebreak, im Entscheidungssatz der Match-Tiebreak bis 10 Punkte mit zwei Punkten Vorsprung. Diese eine Regel ist der Grund, warum die Damenwette auf ein Match mitunter kürzer lebt als erwartet und warum ein 6:7, 6:4, 7:6 auf dem Wettschein anders aussieht als gedacht.

Historisch hat das Turnier ein Gewicht, das weit über den Termin hinausreicht. Das erste Turnier wurde im November 1905 ausgetragen, der Australasian Lawn Tennis Association war 1904 gegründet. In der Open Era hält Novak Djokovic mit 10 Titeln im Herreneinzel den Rekord, bei den Damen Serena Williams mit 7. Margaret Court kommt auf insgesamt 11 Einzeltitel, darunter Titel aus der Zeit vor der Open Era ab 1969.

Für die Ausgabe 2027 ist der 17. bis 31. Januar angesetzt. Der Termin steht im Kalender, das Feld noch nicht. Wer Langzeitwetten auf den Titel sieht, sollte sich klarmachen, dass er im Oktober auf einen Turniersieger setzt, dessen Vorbereitung noch nicht begonnen hat – und dass die Quoten der Turniersiegerwette genau diese Unbestimmtheit einpreisen.

Grundlagen: Wer darf hier überhaupt Wetten annehmen

Sportwetten in der Schweiz sind ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019, Artikel 3 litera c und e). Die Aufsicht liegt bei der Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern, gestützt auf das Geldspielkonkordat, in Kraft seit 1. Januar 2021. Die ESBK ist hier die falsche Adresse – sie beaufsichtigt ausschliesslich Casinos.

Ein Schläger und ein Handtuch liegen auf einer Bank im Schatten eines Sonnensegels, dahinter flimmert die Hitze über dem Platz.
Die Australian Open 2026 fanden vom 18. Januar bis 1. Februar 2026 in Melbourne statt.

Eine Bewilligung gilt nur in der Schweiz

Wer Geldspiele veranstalten will, braucht zwei Dinge: eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung je Spiel oder Spielart (Artikel 21 bis 25 BGS). Beide gelten nur in der Schweiz, so steht es in Artikel 4 BGS. Eine ausländische Konzession aus Curaçao, Malta, Deutschland oder irgendwo sonst entfaltet hierzulande keine Wirkung – nicht teilweise, nicht vorläufig, nicht für einzelne Wettarten.

Für Lotterien und Sportwetten haben die Kantone die Zahl der Veranstalter auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Ein Listenplatz für weitere bewilligte Buchmacher existiert nicht, weil es keine weiteren gibt. Die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste blockierter ausländischer Domains.

Wer gegen das Verbot organisiert, macht sich strafbar: bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre (Artikel 130 BGS). Der Spielende selbst wird nicht bestraft – die Bundesbehörden sagen das ausdrücklich. Das ist ein wichtiger Unterschied und ein schwacher Trost, denn Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Veranstalter eingezogen werden. Der Schutz des Konsumenten steht im Gesetz, wo der Anbieter keiner ist.

Die Reinerträge gehen in die öffentliche Hand: Swisslos verteilte für 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio., davon CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz für Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und Sporthilfe. Aus den Sportwetten kamen CHF 109 Mio., nach CHF 122 Mio. im Vorjahr.

Zwei Gebiete, zwei Konten – und keine Wahl, wo man wohnt

Swisslos veranstaltet Sporttip in den Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, dazu im Tessin und im Fürstentum Liechtenstein. Zusammen ist das das Swisslos-Vertragsgebiet. Die Loterie Romande betreibt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; sie nennt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende, mit Kontaktadresse an der Avenue de Provence 14 in Lausanne.

Die Kantonsgrenze ist damit keine Kleinigkeit am Rand, sondern die erste Entscheidung, die ein Interessent nicht selbst trifft. Für die Online-Registrierung braucht es mindestens 18 Jahre und Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet; eine Spielsperre darf nicht bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Angaben werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Ein Wohnwechsel zwischen Bern und Genf macht also aus einem Sporttip-Konto keins bei Jouez Sport.

Hier schliesst sich der inhaltliche Bogen zu der Frage, mit der dieser Abschnitt begonnen hat: Eine Wohnadresse in Lugano und eine in Sitten führen zu unterschiedlichen Anbietern, unterschiedlichen Quoten und unterschiedlichen Spielplänen. Die Wahl, die der Titel dieser Seite verspricht, existiert – sie verläuft aber entlang von Kantonsgrenzen und nicht entlang von Werbebotschaften.

Und dann ist da noch die Frage, was überhaupt auf dem Programm stehen darf. Nur Sportereignisse sind zugelassen; Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen gibt es nicht. Das Angebot ist eine geschlossene Liste: die von der Gespa bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten, in der Fassung vom 10. September 2026, gestützt auf Artikel 25 BGS und Artikel 29 VGS. Qualifikationsrunden stehen nur darauf, wenn sie aufgeführt sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie genannt sind. Ranglistenwetten nur dann, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podest entscheidet. Auf Trainingsläufe darf nicht gewettet werden. Die Liste führt weder Eckball- noch Kartenmärkte und keine Esport-Sektion.

Dass die Australian Open auf einer solchen Liste stehen, ist keine Selbstverständlichkeit, sondern eine Entscheidung der Aufsicht – und sie kann für einzelne Wettarten anders ausfallen als für das Turnier als Ganzes. Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ohnehin gesperrt (Artikel 25 Absatz 2 BGS).

Livewetten, Cash-Out und was das Gesetz dazu sagt

Livewetten sind erlaubt, vor dem Match und während des Spiels, wo der Veranstalter eine entsprechende Bewilligung hält. Eine gesetzliche Eingrenzung auf bestimmte Live-Märkte gibt es nicht. Wer in Melbourne um drei Uhr morgens auf ein Match der zweiten Runde setzt, nutzt dasselbe Produkt wie bei jedem Fussballspiel am Samstagabend.

Cash-Out ist dagegen gesetzlich nicht geregelt. Es ist reine Anbieterfunktion und existiert nur in den Bedingungen des jeweiligen Veranstalters. Bei Sporttip gibt es Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung; ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen. Der Betrag liegt tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand des Sportereignisses ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Für eine Turnierwette auf den Titelgewinn heisst das: Aussteigen ist eine Option, aber eine, die mit dem Verlauf der ersten Woche teurer oder ganz gestrichen wird.

Bei Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Eine Wette, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert wird, zählt mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen – Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid – kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Für Tennis ist das der stille Vorbehalt hinter jedem Ballwechsel, den man im Stream zwei Sekunden vor dem Buchungsfenster sieht.

Verlustlimiten, Spielsperre und Steuer

Die Spielerschutzregeln sind hier kein Anhängsel, sondern die praktischste Information auf der Seite. Wer zum ersten Mal ein Konto eröffnet, trifft sie, bevor er eine einzige Quote sieht.

Wer die Limiten setzt und wann sie greifen

Der Staat setzt keine Höchstlimite für Einsätze oder Verluste. Das Gesetz verpflichtet die Veranstalter, von den Spielenden einen oder mehrere Höchstwerte für Einsätze oder Verluste je Tag, Woche oder Monat zu verlangen (Artikel 87 VGS). Die Zahl kommt also vom Spielenden selbst – und genau darin liegt die Falle: Eine selbst gesetzte Limite fühlt sich nach Vorsicht an, ist aber nur so streng wie die Person, die sie in einer guten Minute eingegeben hat.

Vor der ersten Teilnahme an Sporttip müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Der gesetzliche Rahmen für die Erhöhung liegt bei 24 Stunden; Swisslos und die Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.

Diese 72 Stunden sind die wichtigste Zahl im ganzen Abschnitt. Sie stehen zwischen einem Spielenden und seinem Impuls, und sie werden länger, wenn er sie am Abend eines verlorenen Matches senkt und am nächsten Morgen zurückdrehen will. Eine Limite, die man nur nach drei Tagen erhöhen kann, hat in der Zwischenzeit schon gearbeitet.

Sperren: 1 bis 180 Tage, oder bis zur Auszahlung im Register

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Wer glaubt, er könne die Sperre am dritten Abend wieder öffnen, weil ein Match gerade gut aussieht, irrt sich – die Sperre endet, wenn die Frist endet.

Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Das ist der Grund, warum eine selbst gewählte Pause bei einem Schweizer Veranstalter mehr ist als ein Häkchen im Profil: Sie schliesst einen ganzen Kanal des Geldspiels. Ein freiwillig gesperrter Kunde, ein überschuldeter oder suchtgefährdeter – die Artikel 80 bis 82 BGS regeln die Aufnahme ins Sperrregister, Artikel 84 VGS die Aufhebung einer freiwilligen Sperre nach drei Monaten, mit Beteiligung einer Fachstelle nach Artikel 81 BGS. Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden (Artikel 89 VGS).

Ausgeschlossene und minderjährige Spielende haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne (Artikel 45 BGS). Wer also im gesperrten Zustand gewinnt, gewinnt nichts – eine Regel, die sich grausam liest und die den Schutz über den Gewinn stellt.

Ein Testkauf der Gespa aus dem Jahr 2025 zeigt, wo die Grenze der Wirksamkeit liegt: An Verkaufsstellen wurde in 47,5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Der Schutz am Schalter ist damit alles andere als streng, und wer ihm vertraut, vertraut der falschen Instanz. Online greift die Alterskontrolle bei der Registrierung härter, weil sie über den Ausweis läuft.

Auszahlung nur auf das eigene Konto

Gewinne und Guthaben werden nur auf ein Zahlungskonto lauten ausbezahlt, das auf den Namen des Kontoinhabers läuft (Artikel 50 Absatz 2 VGS). Anonyme Auszahlungen oder Krypto-Auszahlungen gibt es im bewilligten Schweizer Sportwetten nicht. Kredite an Spielende sind nach Artikel 75 Absatz 1 BGS untersagt.

Welche Zahlungsmarken ein Veranstalter akzeptiert, steht in seinen eigenen Bedingungen und nirgends sonst. Ein Schweizer Werkzeug, das Zahlungen an nicht bewilligte Wettseiten blockiert, existiert nicht – Banken und Kartennetzwerke sperren solche Zahlungen nicht. Was es gibt, ist die Sperrliste für die Domains selbst, und die ist etwas anderes als eine Zahlungssperre.

Steuerfreibetrag, Verrechnungssteuer und der Kanton in der Tabelle

Gewinne aus bewilligten Schweizer Geldspielen – die Eidgenössische Steuerverwaltung nennt Sportwetten ausdrücklich – sind bis zum Steuerfreibetrag je Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und werden erst darüber besteuert. Auf Bundesebene liegt der Betrag ab 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000; im Jahr 2025 waren es CHF 1’070’400.

Der kantonale Betrag unterscheidet sich davon. Deshalb steht in jeder seriösen Antwort zu diesem Thema «je nach Kanton» und nie eine einzelne Kantonszahl. Oberhalb des massgebenden Freibetrags behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein; wer den Gewinn in der Steuererklärung deklariert, kann sie zurückholen.

Für den normalen Wettenden auf ein Herreneinzel der zweiten Runde ist die ganze Passage ohne Bedeutung. Ein Gewinn liegt weit unter jeder der genannten Schwellen – keine Einkommenssteuer, keine Verrechnungssteuer, nichts einzutragen.

Bei Gewinnen aus ausländischen Anbietern fällt keine Verrechnungssteuer an, weil kein Schweizer Veranstalter einbehält. Das ist kein Vorteil, sondern eine Verlagerung: Die kantonale Steuerpraxis des Kantons Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als volles Einkommen. Wer auf einer ausländischen Seite gewinnt, kann also steuerlich schlechter dastehen als bei Swisslos oder Jouez Sport. Eine Steuer auf den Einsatz gibt es in der Schweiz nicht. Wer es genau wissen will, fragt einen Steuerberater oder die kantonale Steuerverwaltung – hier stehen nur allgemeine Hinweise.

Markt und Quoten bei einem Herren- oder Dameneinzel

Quoten sind keine Meinung über einen Spieler. Sie sind eine Rechnung mit einer Gewinnspanne darin, und diese Spanne ist der Punkt, an dem man die Anbieter vergleichen kann.

Quotenschlüssel und die Marge dahinter

Bei Sporttip ergibt sich der Gewinnbetrag aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal Gesamtquote, also dem Produkt der Einzelquoten. Der Wert wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und danach auf 5 Rappen genau abgerundet. Ein Sieg bei 2.10 und CHF 100 Einsatz bringt also CHF 210 zurück, von denen CHF 110 Reingewinn sind – vor der Abrundung, die ein paar Rappen kostet und die niemand bemerkt.

Der aussagekräftigere Blick gilt dem Markt als Ganzem. Der Quotenschlüssel – in der Marktsprache auch Auszahlungsquote – ist der Anteil aller Einsätze, den ein Markt über alle Ausgänge hinweg zurückzahlt. Er ergibt sich aus 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte aller Quoten eines Marktes. Die Marge ist 100 % minus diesen Wert.

Setzt man einen illustrativen Zwei-Wege-Markt mit 1.90 auf beiden Seiten an – ein Beispiel, kein quotierter Preis –, dann ist der Kehrwert jeder Seite rund 0,5263. Beide zusammen ergeben rund 1,0526, der Quotenschlüssel liegt damit bei etwa 95 %, und die Marge beträgt rund 5 %. Das ist kein Naturgesetz, sondern eine Bandbreite: Die Zahl hängt an der Zahl der Ausgänge und an der Höhe der Quoten. Je tiefer beide Quoten stehen und je mehr Ausgänge ein Markt hat, desto grösser wird die Spanne zwischen Einsatz und Rückzahlung.

Der Effekt auf den Leser ist einfacher, als die Formel klingt. Wer CHF 100 auf einen Markt mit rund 5 % Marge setzt und nach langer Zeit genau seine Trefferquote erzielt, hat von jedem hundert Franken Einsätzen im Schnitt rund CHF 95 als Rückzahlung gesehen. Die Marketingbotschaft nennt das «faire Quoten». Die Rechnung nennt es die Einnahmequelle des Veranstalters.

Wo die Marge eines Marktes eine Quote schlägt

Zwei Märkte desselben Anbieters sind für die Marge nicht dasselbe, und wer über zwei Wochen Turnier zwanzig Wetten platziert, spürt den Unterschied. Ein Markt mit vielen Ausgängen – Satzergebnis in drei oder fünf Sätzen, genaue Anzahl der Spiele, Kombinationen – trägt einen grösseren Anteil an den Einsätzen, weil er über alle Ausgänge zurückzahlen muss. Ein Zwei-Wege-Markt auf den Spielsieger trägt weniger.

Die Marge eines Marktes sagt nichts über die Marge eines anderen. Die 1X2-Marge beim Fussball ist nicht die Satz-Marge beim Tennis, die Gesamtzahl der Spiele nicht derselbe Markt wie der Matchsieger, und ein Anbieter mit enger Vermarktung in einem Markt kann im nächsten weiter werden. Wer auf Satzergebnis setzt, weil die Spielsieger-Quote im Vergleich gut aussah, vergleicht zwei verschiedene Dinge gegeneinander.

Der Vergleich der beiden bewilligten Angebote läuft deshalb über Quoten für die Märkte, die auf der Liste stehen, über die Limiten und über die Auszahlungsmodalitäten – nicht über beworbene Bonusbeträge. Bei Promotions erteilt die Gespa Gratisspielguthaben nur mit vorheriger Zustimmung (Artikel 75 Absatz 2 BGS; im Jahr 2025 erteilte sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos), und die Beträge und Bedingungen stehen allein in den Bedingungen des jeweiligen Veranstalters.

Ein Punkt, der in keiner Werbung auftaucht: Eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz CHF 1’000, und für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern.

Und weil die Verlockung naheliegt, es schneller zu versuchen: Bei Sporttip werden voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Die gewünschte Aufstockung der Quote verschwindet dann samt der Kombination.

Sporttip hält darüber hinaus Quotenboosts und Profitboosts bereit: Der erste gilt nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, der zweite erhöht den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettendem einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Der Kombiboost gilt ebenfalls nur online, für Prematch, Live und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen – Einsatz und Gewinnerhöhung bleiben limitiert.

Für ein Turnier über zwei Wochen heisst das: Der Kombiboost ist der einzige Mechanismus, mit dem sich die eigene Überzeugung in einen grösseren Betrag umsetzen lässt, ohne die Limite zu berühren. Er verlangt aber, dass fünfzehn Voraussagen alle über 1.50 liegen und alle aufgehen. Die 100 % stehen neben dieser Bedingung, nicht über ihr.

Der Spielplan über zwei Wochen: Wann welche Wette läuft

Die Australian Open laufen in Melbourne, und Melbourne liegt acht bis zehn Stunden vor Mitteleuropa. Die erste Runde beginnt dort am Morgen, in der Schweiz ist es dann Nacht. Für jeden Wettschein gilt: Die Wette steht, sobald sie platziert ist; sie lebt aber nur bis zum Anpfiff des jeweiligen Matches oder bis zum Cash-Out.

Wettende, die Vollzeit arbeiten, werden die Partien der ersten Runde nur teilweise sehen. Wer auf ein Match setzt, dessen Verlauf er nicht beobachten kann, setzt ohne Information aus dem Spielverlauf – die Quote vor dem ersten Aufschlag ist die einzige Zahl, die er kennt, und der Match-Tiebreak im Entscheidungssatz kann innerhalb weniger Minuten aus einem 6:4, 5:4-Vorteil eine verlorene Wette machen.

Langzeitwetten auf den Turniersieger folgen einer anderen Logik. Sie sind über die zwei Wochen nicht handelbar wie ein Einzelspiel, der Cash-Out richtet sich nach dem Stand des Turniers, und Swisslos muss Cash-Out nicht für jede Wette anbieten. Wer eine Titelwette platziert, sollte damit rechnen, sie bis Ende Januar zu halten.

Wer die Matches verfolgen will, braucht eine Zeitumstellung im Kopf, nicht eine andere Wettart. Die Verkaufsstellen der Loterie Romande und die Verkaufsstellen im Swisslos-Gebiet arbeiten mit denselben Listen; die 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sind also kein eigenes Sortiment, sondern derselbe Weg in anderer Verpackung.

Vergleich der Veranstalter und Anbieter

Verglichen wird hier nach Wettangebot zum Turnier, nach Limiten und nach Auszahlung – nicht nach beworbenen Bonusbeträgen. Die Reihenfolge der Tabelle folgt der Aufsichtslogik und nicht der Werbewirkung.

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalter bzw. Konzession
Swisslos Sporttip Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach BGS, SR 935.51, Aufsicht Gespa SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel; Produkt Sporttip
Loterie Romande Jouez Sport Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach BGS, SR 935.51, Aufsicht Gespa Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande; Produkt Jouez Sport
Rainbet keine Schweizer Bewilligung ausländische Konzession, in der Schweiz ohne Wirkung
BassBet keine Schweizer Bewilligung ausländische Konzession, in der Schweiz ohne Wirkung
DirectionBet keine Schweizer Bewilligung ausländische Konzession, in der Schweiz ohne Wirkung
Betovo keine Schweizer Bewilligung ausländische Konzession, in der Schweiz ohne Wirkung
Rollbit keine Schweizer Bewilligung ausländische Konzession, in der Schweiz ohne Wirkung
Sportuna keine Schweizer Bewilligung ausländische Konzession, in der Schweiz ohne Wirkung
Cloudbet keine Schweizer Bewilligung ausländische Konzession, in der Schweiz ohne Wirkung
Bahigo keine Schweizer Bewilligung ausländische Konzession, in der Schweiz ohne Wirkung

Zwei Zeilen der Tabelle tragen eine Konzession mit Kraft in der Schweiz, acht tragen keine. Das ist keine Wertung, sondern die Rechtslage – und sie ist die Ausgangsgrösse für alles, was in den folgenden Abschnitten über die einzelnen Anbieter steht. Wer die Liste liest, als wäre sie ein Ranking mit zehn gleichwertigen Einträgen, liest sie falsch.

Bemerkenswert ist auch, was in der Tabelle nicht steht: keine Quoten, keine Bonusbeträge. Quoten für einzelne Matches ändern sich stündlich, und wer eine Zahl in eine Tabelle schreibt, verkauft sie als dauerhaft. Verglichen wird hier die Struktur, nicht ein Kurs von gestern Abend.

Eine Zeile in der ersten Tabellenhälfte ist für den Leser entscheidender als alle anderen: die Bindung an das Vertragsgebiet. Sie schliesst die Mehrheit der Schweizer von einem der beiden bewilligten Angebote aus – nicht wegen der Bewilligung, sondern wegen der Wohnadresse.

Die geprüften Veranstalter im Einzelnen

Swisslos Sporttip: das Grossspiel mit den tiefen Einsätzen

Swisslos sitzt in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020). Sporttip läuft im Gebiet der deutschsprachigen Kantone, im Tessin und im Fürstentum Liechtenstein. Wer dort wohnt, kommt an Sporttip; wer in Genf wohnt, nicht.

Das Produkt ist stark reglementiert und entsprechend transparent. Der Mindesteinsatz liegt bei CHF 1, der Höchsteinsatz bei CHF 1’000 je Einzel- oder Kombinationswette und bei CHF 10’000 je Systemwette. Wer mit kleinen Beträgen arbeitet, merkt von diesen Grenzen nichts; wer eine Überzeugung in einen grossen Einsatz giessen will, stösst auf die Tausendergrenze und findet in der Systemwette den einzigen Ausweg nach oben.

Bei den Verlustlimiten ist Sporttip strenger als das Gesetz verlangt: Limiten für 1, 7 und 30 Tage sind Pflicht, die Oberlimite liegt bei CHF 9’999 und unter 21 Jahren bei CHF 1’000, Erhöhungen greifen erst nach 72 Stunden. Die freiwillige Einzahlungslimite über 30 Tage kommt dazu.

Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; Minderjährige sind ausgeschlossen. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten – eine Regel, die bei einem Tennisturnier konkreter wird als bei fast jeder anderen Sportart, weil dort auch unterklassige Spieler auf dem Zettel stehen.

Der Reingewinn fliesst in die Kantone und in den Sport: CHF 562 Mio. für 2025, davon CHF 109 Mio. aus den Sportwetten. Wer hier einzahlt, finanziert einen Teil dessen mit, was er am Fernsehen sieht.

Bewertung: Für einen Wettenden mit begrenztem Budget und Wohnsitz im Vertragsgebiet ist Sporttip der Weg mit dem umfangreichsten Schutzgerüst und der tiefsten Einsatzschwelle. Die Kehrseite derselben Konstruktion sind drei Zahlen – CHF 1’000 je Kombinationswette, CH 9’999 als obere Verlustlimite und 72 Stunden Wartezeit –, die zusammen ein Produkt ergeben, das sich für kleine, häufige Wetten eignet und für grosse, seltene nur eingeschränkt. Der Bremsklotz ist nicht die Quote, sondern die Limite.

Loterie Romande Jouez Sport: dasselbe Recht, andere Rechnung

Die Loterie Romande hält dieselbe Art Bewilligung für dasselbe Grossspiel und steht unter derselben Aufsicht. Sie bedient Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura, unterhält 2’350 Verkaufsstellen und beschäftigt 221 Mitarbeitende; Sitz ist die Avenue de Provence 14 in Lausanne.

Das Geschäftsmodell unterscheidet sich in einem Punkt, der für Wettende zählt: die Verkaufsstellen. Wer in Sitten oder Freiburg einen Wettschein am Schalter abgibt, nutzt einen Kanal, der im Swisslos-Gebiet ebenfalls existiert, aber von einer anderen Struktur betrieben wird. Die Dichte von 2’350 Stellen in sechs Kantonen ist im Verhältnis zur Einwohnerzahl höher, als man bei einem reinen Onlineprodukt erwarten würde.

Was hier nicht steht, steht bei Swisslos in den Bedingungen. Die beiden Veranstalter teilen sich die Aufsicht und das Gesetz, aber nicht ihre Spielregeln. Wer eine Wette auf das Satzergebnis prüfen will, liest die Bedingungen des Veranstalters, bei dem sein Konto läuft – nicht die des anderen.

Bewertung: Die Loterie Romande ist für einen Wettenden in der Westschweiz die einzige bewilligte Tür, und in einem Punkt die bequemere: Wer am Schalter wette, hat dort jemanden, der die Regeln erklären muss. Der Nachteil liegt in der Reichweite – die sechs Kantone enden an der Saane, und ein Umzug nach Bern beendet den Zugang zum eigenen Konto, weil Online-Registrierungen am Vertragsgebiet hängen.

Rainbet: ohne Schweizer Bewilligung

Rainbet führt keine Schweizer Bewilligung. Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen hier Sportwetten anbieten; eine ausländische Konzession hat nach Artikel 4 BGS keine Wirkung in der Schweiz. Das Portal ist nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen, und ein Schweizer Rechtsschutz besteht nicht. Seine Domains können auf die Gespa-Sperrliste gesetzt und über DNS durch Schweizer Telekom-Anbieter blockiert werden.

Bewertung: Bei Rainbet fehlt das Sicherungsnetz, das im bewilligten Bereich selbstverständlich ist – keine Anbindung an das Register, keine Schweizer Aufsicht, kein Schweizer Weg bei Streit. Wer dort spielt, spielt auf Hausregeln und trägt das Risiko selbst.

BassBet: ohne Schweizer Bewilligung

BassBet erscheint im gleichen Rahmen wie Rainbet: keine Schweizer Bewilligung, eine ausländische Konzession ohne Kraft in der Schweiz, kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsschutz, mögliche Aufnahme der Domains in die Sperrliste.

Bewertung: Die fehlende Registeranbindung wiegt bei einer Sperre schwerer als bei einer verlorenen Wette. Wer bei BassBet spielt, hat keinen Mechanismus, der ihn von aussen stoppt, wenn er sich selbst nicht stoppt.

DirectionBet: ohne Schweizer Bewilligung

DirectionBet führt keine Schweizer Bewilligung. Es gilt derselbe Rahmen: nur zwei Veranstalter sind zugelassen, eine ausländische Konzession ohne Wirkung, kein Bezug zum Sperrregister, kein Schweizer Rechtsschutz, DNS-Block über die Sperrliste möglich.

Bewertung: Der praktische Unterschied zu den bewilligten Wegen liegt in der Auszahlung – im bewilligten Bereich läuft sie nur auf ein Konto auf den eigenen Namen, bei einem ausländischen Anbieter nach dessen eigenen Regeln, über die niemand hier wacht.

Betovo: ohne Schweizer Bewilligung

Bei Betovo fehlt die Schweizer Bewilligung, und eine ausländische Konzession entfaltet nach Artikel 4 BGS hier keine Wirkung. Der Anbieter ist nicht an das Sperrregister angeschlossen, ein Schweizer Rechtsschutz besteht nicht, und die Domains können über die Sperrliste blockiert werden.

Bewertung: Ohne Schweizer Bewilligung fehlt nicht nur die Aufsicht, sondern auch die Gewissheit über die Identifizierung beim Konto. Wer später eine Sperre oder eine Limite braucht, findet hier keine Stelle, die sie durchsetzt.

Rollbit: ohne Schweizer Bewilligung

Rollbit steht ohne Schweizer Bewilligung in der Liste. Die Ausgangslage ist die bekannte: ausländische Konzession ohne Kraft in der Schweiz nach Artikel 4 BGS, kein Sperrregister-Anschluss, kein Schweizer Rechtsschutz, Sperrliste als mögliche Folge.

Bewertung: Ein Anbieter ohne Bewilligung wird nicht besser, wenn das Angebot auffällig aussieht. Der fehlende Rechtsschutz bleibt die eigentliche Kostenposition, und sie taucht erst auf, wenn Geld oder Zugang strittig sind.

Sportuna: ohne Schweizer Bewilligung

Sportuna führt keine Schweizer Bewilligung. Es bleibt beim Rahmen: nur Swisslos und Loterie Romande sind zugelassen, eine ausländische Konzession hat nach Artikel 4 BGS keine Kraft, kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsschutz, DNS-Block über die Sperrliste möglich.

Bewertung: Wer einen Schweizer Anbieter mit Anschluss an das Sperrregister gewohnt ist, verliert bei Sportuna genau diesen Mechanismus. Er verliert ihn nicht teilweise, sondern ganz.

Cloudbet: ohne Schweizer Bewilligung

Cloudbet erscheint ohne Schweizer Bewilligung in der Liste. Eine ausländische Konzession hat hier keine Wirkung, das Portal hängt nicht am Sperrregister, Schweizer Rechtsschutz besteht nicht, und die Domains können in die Sperrliste aufgenommen werden.

Bewertung: Bei Cloudbet fehlt die zweite Hälfte des bewilligten Modells: die Auszahlung auf ein Konto auf den eigenen Namen, die im bewilligten Betrieb Vorschrift ist. Was stattdessen gilt, steht in den Bedingungen des Anbieters und nirgends sonst.

Bahigo: ohne Schweizer Bewilligung

Bahigo steht ohne Schweizer Bewilligung in der Liste. Es gilt die bekannte Ausgangslage: keine Schweizer Bewilligung, ausländische Konzession ohne Kraft nach Artikel 4 BGS, kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsschutz, Sperrliste als mögliche Folge.

Bewertung: Für einen Wettenden, der die Australian Open in der Nacht verfolgt und um drei Uhr eine Wette platziert, ist der Unterschied zwischen Bahigo und einem bewilligten Anbieter am nächsten Morgen unsichtbar – und genau darin liegt die Gefahr. Er zeigt sich erst, wenn eine Auszahlung hängt oder eine Sperre nicht greift.

Was der Vergleich unter dem Strich hergibt

Zwei Anbieter tragen eine Schweizer Bewilligung, acht nicht. Diese Zahl ist das Ergebnis der Aufsichtsordnung und keine Empfehlung: Die beiden Bewilligten sind in Märkten, Limiten und Sportarten an eine behördliche Liste gebunden, die acht anderen sind es nicht. Wer die Freiheit des grösseren Angebots sucht, findet sie ausserhalb der Bewilligung – und bezahlt sie mit dem Verzicht auf Register, Aufsicht und Schweizer Rechtsweg.

Eine Wahl zwischen «sicher» und «riskant» ist das nicht. Die bewilligten Wege bringen volle Schweizer Schutzmechanismen, aber auch nur zwei Anbieter, eine geschlossene Wettliste, eine Wohnsitzbindung und eine verpflichtende Identitätsprüfung. Die nicht bewilligten bringen keins von beidem: keine Aufsicht, keinen Registerschutz, aber auch keine Schweizer Beschränkung der Wettarten. Wer die Entscheidung trifft, sollte wissen, welche Seite er welcher vorzieht.

Häufige Fragen zu Australian Open Wetten in der Schweiz

Wann fand die letzte Ausgabe statt, und wann startet die nächste?

Die Ausgabe 2026 wurde vom 18. Januar bis 1. Februar 2026 im Melbourne Park ausgetragen, im Herreneinzel gewann Carlos Alcaraz, im Dameneinzel Jelena Rybakina. Die nächste Ausgabe ist für den 17. bis 31. Januar 2027 angesetzt. Der Termin steht, das Teilnehmerfeld naturgemäss noch nicht.

Dürfen Schweizer auf die Australian Open wetten, und bei wem?

Ja, aber nur bei den zwei bewilligten Veranstaltern: Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Welcher davon in Frage kommt, hängt an der Wohnadresse, denn ein Online-Konto ist nur für Personen im jeweiligen Vertragsgebiet möglich. Ausländische Anbieter sind nicht bewilligt.

Was macht der Match-Tiebreak im Entscheidungssatz mit meiner Satzwette?

Der Match-Tiebreak bis 10 Punkte mit zwei Punkten Vorsprung zählt als Entscheidungssatz und fällt damit in jede Satzwette hinein. Ein Spieler kann einen Satz mit 7:6 gewinnen, weil dieser letzte Durchgang nicht dem normalen Tiebreak bis 7 folgt. Wetten auf Gesamtzahl der Spiele verschieben sich dadurch zusätzlich.

Wie wird der Gewinn berechnet, und was bleibt beim Veranstalter?

Der Gewinn ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen aus dem Produkt der Einzelquoten, aufgerundet auf zwei Nachkommastellen und dann auf 5 Rappen abgerundet. Die Marge ist die Differenz zwischen 100 % und dem Quotenschlüssel des Marktes und liegt bei einem illustrativen Zwei-Wege-Markt mit 1.90 auf beiden Seiten bei rund 5 %.

Welche Verlustlimiten gelten, und wie bekomme ich eine Spielsperre?

Bei Sporttip sind Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage Pflicht, mit einer Oberlimite von CHF 9’999, unter 21 Jahren CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung nach 72 Stunden. Der Zugang lässt sich produktbezogen für 1 bis 180 Tage sperren; eine unbefristete Sperre landet im schweizweiten Register.

Wie funktioniert der Steuerfreibetrag, und was heisst «je nach Kanton»?

Gewinne aus bewilligten Schweizer Geldspielen sind bis zum Steuerfreibetrag je Einzelgewinn steuerfrei – ab 1. Januar 2026 CHF 1’071’000 auf Bundesebene. Die Kantone haben eigene Beträge, deshalb «je nach Kanton». Oberhalb der Schwelle behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, rückforderbar über die Steuererklärung.

Inhalt erstellt vom Team «italienfussball»