Kostenlose Wettprognosen 2026 – der Wegweiser durch ein überfülltes Angebot

Updated Oktober 2026
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Ein Fussballplatz im Morgennebel, im Mittelkreis liegt ein einzelner Ball und der Rasen glänzt vom Tau.

Kaum ein Feld ist so überfüllt wie das der kostenlosen Wettprognosen. Jede Liga, jedes Turnier, jeder Spieltag bekommt irgendwo eine Vorhersage, meist umsonst, meist mit einem Prozentzeichen dahinter, das die Trefferquote belegen soll. Wer als Wettende in der Schweiz nach Prognosen sucht, findet also nicht zu wenig, sondern zu viel — und die eigentliche Arbeit besteht darin, aus dem Angebot die Quellen herauszusuchen, deren Methode man nachvollziehen kann.

Bei Sporttip-Livewetten zählen Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, mit Quote 1.00.

Datenstand: Oktober 29, 2026, geprüft gegen die Spiel- und Teilnahmebedingungen der Swisslos Sporttip, das Reglement Jouez Sport der Loterie Romande sowie die Veröffentlichungen der Gespa.

Genau hier setzt diese Seite an. Sie vergleicht zehn Prognosequellen und zehn Wettanbieter, sie erklärt, woraus eine Prognose überhaupt gebaut wird, was eine Quote über den Wert einer Vorhersage sagt und was die Marge des Veranstalters davon abzieht — und sie sortiert die Wege, die einem Wettenden in der Schweiz offenstehen, nach dem, was sie jeweils kosten. Zwei Orte gibt es, an denen eine Wette auf eine Prognose hierzulande erlaubt ist. Daneben stehen acht ausländische Marken ohne Schweizer Bewilligung, die man kennt, weil man ihnen begegnet. Über beide Gruppen lässt sich reden. Als gleichwertig behandeln lassen sie sich nicht.

Die zehn Prognosequellen im Vergleich

Die wichtigste Unterscheidung liegt nicht zwischen Bundesliga und Weltmeisterschaft, sondern zwischen einer Quelle, die ihre Methode offenlegt, und einer, die nur Ergebnisse zeigt. Wer eine Trefferquote ausweist, veröffentlicht oft nur die gelungenen Fälle. Wer Form, Heimstärke, Verletzungslisten und die zugrunde gelegte Wahrscheinlichkeit nennt, gibt dem Lesenden die Möglichkeit, die Prognose selbst zu prüfen.

Ein Wanderweg führt über eine Alpwiese zu einem Holzchalet, dahinter ragen verschneite Gipfel in den Himmel.
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen (Oberlimite CHF 9'999, unter 21 Jahren CHF 1'000).

Verglichen wird deshalb nach vier Fragen: Woraus zieht die Quelle ihre Daten? Lässt sich der Weg von der Statistik zur Prognose nachvollziehen? Wird über einen langen Zeitraum gemessen oder nur über einen Spieltag? Und enthält die Prognose überhaupt einen Preis, an dem sie sich messen liesse? Eine Vorhersage ohne Quote ist eine Meinung ohne Gegenprobe.

Quelle Datengrundlage Nachvollziehbarkeit Messzeitraum Bezug zur Quote
Redaktioneller Statistikdienst Form, Tabellenlage, Heim- und Auswärtsbilanz Methode und Gewichtung offengelegt laufende Saison nennt die Referenzquote je Spiel
Datenanbieter mit Modellrechnung Spielerdaten, historische Ergebnisse, Erwartungswerte Modell beschrieben, Eingangsdaten teils erkennbar mehrere Spielzeiten berechnet eigene Wahrscheinlichkeit, vergleicht mit der Quote
Community-Tipprunde Schwarmurteil ohne offengelegte Quellen keine unregelmässig ohne
Social-Media-Kanal Momentaufnahme, Einzelmeinung keine tagesaktuell ohne
Wettanbieter-eigene Prognose eigene Quotensetzung nur als Marketingtext unklar die Quote ist zugleich die Prognose
Podcast mit Wettfokus Gespräch, Erfahrung, Einzelbeobachtung keine feste Methodik saisonbegleitend nennt Quoten am Rande
Fachzeitschrift für Sportanalyse Langzeitdaten, taktische Auswertung Auswertung beschrieben Saisonverlauf selten
Datenbank mit Ergebnishistorie reine Ergebnisspeicherung keine Deutung, nur Zahlen historisch, lang ohne
Prognose-Blog mit Archiv eigene Einschätzungen plus Statistik teilweise unregelmässig, archiviert teils
Prognose aus dem Wettprogramm heraus Marktbewegung als Signal keine Erklärung laufend die Quote selbst

Was die Aufstellung zeigt, ist eine Rangfolge des Prüfaufwands, nicht der Treffsicherheit. Keine Quelle in dieser Liste, und keine ausserhalb davon, kann eine Trefferquote belegen, die sich über Jahre hält. Wer eine solche Zahl veröffentlicht, verkauft sie, und was verkauft wird, ist selektiert.

Ein Blick auf die Spalte mit dem Messzeitraum ist der schnellste Test überhaupt. Eine Trefferquote über zwölf Spiele ist Statistik in dem Sinn, in dem ein Münzwurf eine Statistik ist. Über eine Saison wird sie interessanter. Über mehrere Spielzeiten wird sie teuer zu produzieren — und wer sie produziert, will meist Geld dafür. Die kostenlose Prognose ist in aller Regel die Zubringerleistung zu etwas anderem: einem Abonnement, einem Werbeplatz, einer Wette auf der eigenen Plattform. Das ist kein Skandal, aber es erklärt, warum die Sorgfalt auf der kostenlosen Seite endet.

Ein zweites Muster fällt auf. Die Anbieter-eigene Prognose auf der einen Seite und die Datenbank mit Ergebnishistorie auf der anderen stehen sich gegenüber wie Vermutung und Archiv. Die eine deutet, ohne zu belegen; die andere belegt, ohne zu deuten. Wer wirklich etwas lernen will, braucht beides: die Zahlen und eine These, die sich an ihnen überprüfen lässt. Wo nur eine der beiden Hälften steht, fehlt dem Lesenden genau die Hälfte, die er nicht selbst liefern kann.

Prognose, Wahrscheinlichkeit und Quote: wie aus Zahlen ein Modell wird

Eine Wettprognose ist keine Vorhersage, sondern eine abgeschätzte Wahrscheinlichkeit für ein Ereignis — samt der Ungenauigkeit, die an jeder Abschätzung hängt. Der Unterschied klingt akademisch, ist es aber nicht. Wer eine Prognose liest, sollte am Ende des Textes wissen, wie sicher sich die Quelle ist und wie sicher sie sich sein *kann*. Beides ist selten dasselbe.

Gebaut wird eine Vorhersage üblicherweise aus vier Zutaten: der Form der beiden Mannschaften, dem Heimvorteil, den statistischen Kennzahlen der Begegnung und dem Preis, den der Markt für das Ereignis verlangt. Aus diesen Teilen entsteht eine geschätzte Wahrscheinlichkeit. Die Quote, die der Veranstalter stellt, ist eine zweite, unabhängige Schätzung derselben Sache — und erst der Abstand zwischen den beiden Schätzungen entscheidet, ob eine Wette überhaupt Sinn ergeben kann. Scoring chances, Ballbesitz, Ecken: viel davon sieht nach Härte aus und ist Beschreibung des Moments, nicht Prognose der nächsten Begegnung.

Daraus folgt der wichtigste Satz dieses Abschnitts: nicht die Vorhersage entscheidet, sondern der Abstand zur Quote. Eine sehr sichere Prognose auf ein Ereignis, dessen Preis bereits sehr niedrig ist, ist wertlos. Eine unsichere Prognose auf einen Preis, der die Unsicherheit überbezahlt, kann wertvoll sein. Der Wert sitzt nicht im Kopf des Prognostikers, sondern in der Differenz zwischen dessen Einschätzung und dem, was der Markt annimmt.

Ein Rechenbeispiel, das nichts über ein konkretes Spiel sagt, sondern über den Mechanismus: Ein Markt mit zwei Ausgängen zu je 1.90. Die Quotenschlüssel rechnet man über alle Ausgänge eines Marktes, also als Kehrwert der Summe der Kehrwerte der Quoten. Bei 1.90 und 1.90 ergibt das eine Auszahlungsquote von rund 95 Prozent — die Marge des Veranstalters liegt damit bei etwa 5 Prozent. Der Band ist als Band zu verstehen: Je nach Markt, Sportart und Anbieter bewegt sich die Auszahlungsquote je nach Angebot und Markt in einem Korridor um diesen Wert, und je länger die Kombination wird, desto schmaler wird die Schnittmenge.

Was das für eine Prognose bedeutet, lässt sich in einem Satz sagen: Eine Vorhersage muss die Marge zuerst schlagen, bevor sie dem Wettenden etwas einbringt. Die Marge ist die Überzeugung des Veranstalters, ausgedrückt in Prozent. Über viele Wetten hinweg ist sie der verlässlichste Teil des ganzen Geschäfts — verlässlicher als jede Prognose, die in ihr steckt.

Der Hebel liegt nicht im besseren Raten, sondern im Rechnen. Wer ein Modell baut, sollte ehrlich bestimmen, wie oft es auf einem Entwicklungszeitraum von ein paar tausend Spielen trifft — und nicht auf hundert Spielen einer einzigen Saison. Hinterher ein altes Spiel als Prognose zu präsentieren, als hätte man es vorher gesehen, ist das häufigste Kunststück der ganzen Branche. Wer es nachmacht, bemerkt es nicht und merkt es an der Bilanz.

Wettprognosen heute, für Ligen und für Turniere: was die Quelle leisten kann

Die Nachfrage folgt dem Kalender, und der Kalender hat zwei Gesichter. Ligaspiele sind häufig, wiederkehrend und damit datenreich. Ein Turnier ist ein Ereignis mit kurzer Dauer, wenig Vergleichsmaterial und ungewöhnlichem Modus — und genau dort ist die Prognose am schwächsten, während die Erwartung des Publikums am höchsten ist.

Für eine Liga gilt: Die vergangenen Begegnungen derselben Mannschaft sind zahlreich, die Kadergrösse ist stabil, die Spielweise ist bekannt. Ein Modell kann hier mit denselben Grössen arbeiten wie über die Saison hinweg. Die Schwäche liegt im Detail: Ruhetage, Rotation und Verletzungen stehen in keinem Formmittelwert, und genau die entscheiden die engen Spiele.

Für ein Turnier gilt das Umgekehrte. Die Stichprobe ist klein, der Wettbewerbskontext ist neu, und der Modus — Gruppenphase, K.-o.-Runde, Verlängerung, Penaltyschiessen — verschiebt die Wahrscheinlichkeiten von Spiel zu Spiel. Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Ein Prognosetext, der diese Grenze nicht kennt, redet über ein anderes Spiel als der Wettschein.

Der Hinweis lohnt sich, weil genau hier der häufigste Fehler in Turnierprognosen sitzt: Der Tipp gilt dem Ausgang der Begegnung, der Wettschein gilt dem Ausgang innerhalb von 90 Minuten plus Nachspielzeit. Zwei unterschiedliche Fragen, ein identisch klingender Satz.

Die dritte Grösse, die beide Fälle trennt, ist die Aufmerksamkeit. Ligaprognosen sind Routine, Turnierprognosen sind Ereignis. Wo mehr Aufmerksamkeit ist, ist mehr Angebot — und mehr Angebot heisst nicht mehr Genauigkeit, sondern mehr Texte über dieselbe Sache. Wer an einem Turnierabend sechs Prognosen liest, liest sechsmal ungefähr dasselbe, weil die statistische Grundlage hinter allen sechs dieselbe ist. Freiheit entsteht nicht durch die Anzahl der Texte, sondern durch einen Preis, der sich mit den Argumenten verschiebt.

Wie bei einer Prognose die Absicherung dazukommt: siehe den Abschnitt «Prognose, Wahrscheinlichkeit und Quote» — eine Absicherung gehört zur Wette, nicht zur Vorhersage.

Der Grundlagencheck: Quote, Wert und die Grenze der Prognose

Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online, also für Prematch-, Live- und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 Prozent bei vier, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn solchen Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Das ist ein sauberes Beispiel dafür, wie eine Erhöhung aussieht, wenn sie an Bedingungen geknüpft ist: Die untere Quote von 1.50 schliesst die sicheren Einzelwetten aus, und die Staffelung belohnt genau die Kombinationen, deren Auszahlungsquote am niedrigsten ist. Wer mehr Voraussagen für mehr Bonus bündelt, tauscht Sicherheit gegen Prozentpunkte, und die Marge wird bei jeder zusätzlichen Voraussage im Schnitt grösser, nicht kleiner.

Eine Sanduhr steht auf einem Holztisch neben einer Brille, hinter dem Fenster laufen Regentropfen über das Glas.
Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online und verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1.50; der Bonus beträgt 5 % bei vier und 20 % bei sieben.

Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Auch das ist keine Nebenbemerkung: Wer einen Boost in eine Kombination hängt und den Wettschein unterwegs auszahlt, hat ihn vorher schon verloren.

Daraus lassen sich drei Grundsätze ableiten, die für jede kostenlose Prognose gelten, unabhängig davon, wo sie gelesen wurde.

Die Genauigkeit eines Modells verhält sich nicht linear zur Zahl neuer Variablen: Zusätzliche Grössen liefern meist einen zusätzlichen Prozentpunkt, verdoppeln aber die Erklärungsarbeit gegenüber den Lesenden.

Was die Prognose nicht leisten kann, ist die Absicherung. Wer eine Verlustlimite erst dann setzt, wenn die Serie läuft, setzt sie zu spät. Wie Limiten funktionieren und wo sie verbindlich sind, steht im Abschnitt zum Schutz der Spielenden.

Wo eine Wette auf eine Prognose in der Schweiz erlaubt ist

Online-Sportwetten sind ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019) und werden von der Gespa beaufsichtigt, nicht von der ESBK, die für die Casinos zuständig ist. Eine Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung je Spiel, und sie gilt nur in der Schweiz. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalterinnen von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Es gibt keine Liste weiterer bewilligter Anbieter, weil es keine gibt — die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains.

Damit ist die Ausgangslage klar umrissen. Eine Wette auf eine Prognose ist in der Schweiz an genau zwei Orten erlaubt, und beide haben ihr eigenes Gebiet.

Brand Bewilligungsstatus Veranstalterin
Swisslos Sporttip Bewilligung für ein Grossspiel SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel
Loterie Romande Jouez Sport Bewilligung für ein Grossspiel Loterie Romande
HornetBet ohne Schweizer Bewilligung nicht festgestellt
myBet ohne Schweizer Bewilligung nicht festgestellt
Betovo ohne Schweizer Bewilligung nicht festgestellt
BassBet ohne Schweizer Bewilligung nicht festgestellt
GG Bet ohne Schweizer Bewilligung nicht festgestellt
FortuneJack ohne Schweizer Bewilligung nicht festgestellt
BetLabel ohne Schweizer Bewilligung nicht festgestellt
Jackbit ohne Schweizer Bewilligung nicht festgestellt

Das Vertragsgebiet von Swisslos umfasst die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Wer im Gebiet der einen Veranstalterin wohnt, kommt bei der anderen nicht zu einem Online-Konto — nicht als Strafe, sondern weil die beiden Häuser sich das Land geteilt haben. Ein Konto setzt Wohnsitz in der Schweiz voraus und in der Praxis zusätzlich Wohnsitz im Gebiet des jeweiligen Unternehmens.

Ausländische Marken sind hier aufgeführt, weil Schweizer Spielende ihnen begegnen, nicht weil sie in der Schweiz etwas dürften. Eine Bewilligung aus Curaçao, Malta, Deutschland oder irgendeinem anderen Land entfaltet in der Schweiz keine Wirkung. Wer im Ausland Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung veranstaltet, macht sich strafbar — bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre. Die Spielenden selbst werden nicht bestraft. Aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt weder Schutz noch Fairplay-Kontrolle auf dem Weg dorthin.

Was die Gespa blockiert, wird über DNS gesperrt, und gesperrte Domains tauchen binnen Stunden unter neuen Adressen auf. Die Gespa nennt dieses Domain-Hopping beim Namen und führt entsprechende Marken auf ihrer Sperrliste. Die erste Liste datiert vom 3. September 2019, Ende 2025 umfasste sie 671 Domains. Eine Sperrliste ist ein Hindernis, keine Mauer.

Der Rahmen, der in der Schweiz nicht verhandelbar ist

Der geschlossene Katalog ist der eigentliche Knackpunkt. Die Gespa führt eine Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten (Fassung 10.09.2026). Qualifikationsrunden stehen nur darauf, wenn sie aufgeführt sind; Frauenwettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind; Ranglistenwetten nur, wenn die Rangierung über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podest entscheidet; Wetten auf Trainingsläufe gibt es nicht. Corner- und Kartenmärkte fehlen in dieser Liste, ebenso ein Esport-Bereich. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ausgeschlossen.

Livewetten sind erlaubt, vor dem Spiel und während des Spiels, wenn die Veranstalterin über eine entsprechende Entscheidung verfügt. Das BGS kennt keine gesetzliche Beschränkung auf einzelne Live-Märkte. Cash-Out ist nicht reguliert; er ist ein Merkmal des jeweiligen Anbieters, und über die Schweizer Veranstalterinnen lässt sich dazu Folgendes sagen: Sporttip bietet Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht.

Für Wetten auf Ereignisse, die nicht stattfinden, gilt bei Sporttip eine Frist: Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn oder im Rahmen eines Turniers nachgeholt, ist die Wette ungültig — Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage die Quote 1.00. Bei Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird; Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Roter Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Wer in einer laufenden Livewette auf das Geschehen reagiert, sollte wissen, dass die Sekunde der Auszahlung mitzählt.

Der der Gewinnbetrag einer Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal Gesamtquote als Produkt der Einzelquoten, und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Diese Rundung läuft immer in dieselbe Richtung.

Verwiesen sei auch auf die Grenze des Erlaubten beim Wetten selbst: Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind nicht erlaubt — es geht ausschliesslich um Sportereignisse.

Die zwei bewilligten Wege: Swisslos Sporttip und Loterie Romande

Verglichen werden die beiden nicht nach Geschmack, sondern nach dem, was sie jeweils mitbringen: ein Gebiet, ein Sortiment, ein Satz Limiten. Beide sitzen unter derselben Aufsicht und unter demselben Gesetz. Unterschiedlich sind Reichweite, Gewinnobergrenze und Reglement.

Merkmal Swisslos Sporttip Loterie Romande Jouez Sport
Produkt Sporttip Jouez Sport
Gebiet Deutschschweizer Kantone, Tessin, Liechtenstein FR, GE, JU, NE, VD, VS
Mindesteinsatz CHF 1 (Einzel- und Kombiwette) —
Höchsteinsatz CHF 1’000 Einzel/Kombi, CHF 10’000 System —
Höchstgewinn — CHF 300’000 pro Wette, CHF 1’000’000 pro Multiple
Mindestquote — Gesamtquote mindestens 1.10, höchstens 100’000
Umfang Kombi — 2 bis 10 Voraussagen

Der Vergleich zeigt zwei Häuser, die sich nicht über den Preis unterscheiden, sondern über die Grenzen. Swisslos Sporttip begrenzt nach oben beim Einsatz, die Loterie Romande begrenzt nach oben beim Gewinn. Das ist ein anderer Blickwinkel auf dasselbe Risiko: Der eine sagt «so viel darfst du setzen», die andere sagt «so viel darfst du gewinnen». Wer eine sehr hohe Einzelwette plant, merkt die eine Grenze; wer eine Kombination mit vielen Voraussagen plant, merkt die andere.

Bei Jouez Sport beträgt der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette CHF 300’000 und für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, und die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Die Obergrenze beim Multiple ist die interessantere Zahl: Sie begrenzt nicht die einzelne Wette, sondern die Summe, und damit die Strategie der vielen parallelen Wetten auf dasselbe Urteil.

Wohin die Schweizer Wette technisch läuft: Konto, Einzahlung und Auszahlung

Ein Spielerkonto ist in der Schweiz kein Nebenschauplatz, sondern die Voraussetzung. Zur Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet. Es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Wer sich in der Schweiz online anmeldet, gibt also mehr preis als eine E-Mail-Adresse — und das ist der Punkt, an dem sich der bewilligte Weg vom ausländischen am deutlichsten trennt.

Spielguthaben auf dem Swisslos-Wallet lässt sich per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein kaufen, mit einem Mindestbetrag von CHF 20. In 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Swisslos bietet PostFinance Pay als Zahlungsart zum Aufladen des Spielkontos an; die Transaktion wird direkt in der PostFinance App bestätigt. Ob ein ausländischer Anbieter eine bestimmte Zahlungsart führt, ist eine Frage seiner eigenen Bedingungen — Schweizer Karten- oder Banksperren gegen unerlaubte Wettangebote gibt es nicht, und die darf man auch nicht behaupten.

Bei der Auszahlung wird es konkret. Swisslos zahlt Spielguthaben innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto aus; ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 Prozent belastet werden, die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen, und Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar. Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung schreibt Swisslos automatisch dem Wallet gut; Gewinne über CHF 1’000 werden bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen auf das Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto überwiesen.

Die Regel dahinter lautet: Gewinne und Guthaben werden nur auf ein Zahlungskonto im Namen der Kontoinhaberin oder des Kontoinhabers ausbezahlt. Anonyme Auszahlungen und Krypto-Auszahlungen gibt es bei bewilligten Schweizer Wetten nicht, und Kredite an Spielende sind verboten. Dass das eine Einschränkung ist, ist unbestreitbar. Es ist zugleich die schärfste Trennlinie in diesem ganzen Vergleich.

Steuern: was vom Gewinn übrig bleibt

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen — die ESTV nennt Sportwetten ausdrücklich — sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und werden nur darüber besteuert. Der Bundesfreibetrag liegt ab 1.1.2026 bei CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400). Der kantonale Freibetrag weicht davon ab, deshalb gilt hier: je nach Kanton. Oberhalb des Freibetrags behält die Veranstalterin 35 Prozent Verrechnungssteuer ein, die über die Deklaration des Gewinns in der Steuererklärung zurückgeholt wird.

Für die allermeisten Wettenden ist diese Schwelle ohne Bedeutung. Ein typischer Gewinn liegt weit darunter, und dann fällt weder Einkommenssteuer noch Verrechnungssteuer an. Die Zahl ist trotzdem nützlich, weil sie die Grössenordnung zeigt: Der Steuerfreibetrag ist keine Hürde für normale Wetten, sondern für Ausnahmefälle.

Anders liegt der Fall bei ausländischen Anbietern. Gewinne von ausländischen Veranstaltern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, aber die kantonale Steuerpraxis etwa des Kantons Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als vollständig steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Es gibt keine Schweizer Wettsteuer auf Einsätze — wer eine solche behauptet, erfindet sie. Wer es genau wissen will, fragt seine Steuerberatung oder die kantonale Steuerverwaltung.

Warum eine Prognose kein Einkommen ist

Die Rechnung hinter einer kostenlosen Prognose ist eine andere als die hinter ihrem Versprechen. Eine Prognose senkt das Risiko nicht. Sie verschiebt eine subjektive Einschätzung, und ob diese Einschätzung richtig war, steht hinterher fest, nicht vorher. Wer aus dieser Einschätzung einen Einnahmestrom machen will, muss über hunderte Wetten hinweg die Marge schlagen — und genau die Marge wird bei jeder Wette fällig, unabhängig davon, wie gut die Prognose war.

Hinzu kommt die Verzerrung der Auswahl. Gewinne werden erzählt, Verluste nicht. Wer zwanzig Wetten im Monat abgibt, erinnert sich an die drei guten. Die Bilanz ist trotzdem die Summe aller zwanzig. Diese Mechanik ist kein Charakterfehler Betroffener, sondern die natürliche Folge davon, dass systematische Auswertung Mühe kostet und die Anekdote nichts.

Aus dem gleichen Grund taugt der Erwartungswert als Einzelwert nichts. Eine Reihe von Wetten mit positivem Erwartungswert kann über hundert Wiederholungen im Minus enden. Der Erwartungswert ist ein Durchschnitt über viele Wiederholungen — nichts anderes. Genau so ist jede Modellrechnung zu lesen, die auf dieser Seite steht.

Der Umgang mit Prognosen, der funktioniert, ist entsprechend nüchtern. Ein festes Budget, definiert vor der ersten Wette. Eine Haltung, die den Verlust eines ganzen Budgets verkraftet. Und ein Abschluss, der nicht verhandelbar ist.

Verlustlimiten, Spielsperre und die Grenze des Systems

Wer eine Prognose als Plan verwendet, dem fehlt der Plan für den Fall, dass sie danebenliegt. In der Schweiz sind eine Einzahlungslimite von 30 Tagen und die Verlustlimits bis CHF 9’999 gekoppelt, aber eine Formulierung ist bei den Finanz-Limiten zu beachten: Die Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage sind unter der Oberlimite als Standardposition angelegt, nicht als Vorschrift für alle. Zulässig sind Limits bis CHF 9’999, und wenn die Angaben stimmen, sind die Standardwerte deutlich niedriger. Die Formulierung «je nach Bedürfnis» ist wichtig und schränkt eine Ableitung aus dem Maximalwert ausdrücklich ein. Der Text bleibt bei der Lesart, dass Limiten individuell zu setzen sind.

Bei Swisslos ist der Umgang mit Verlustlimiten konkret geregelt. Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Die 72 Stunden sind der eigentliche Mechanismus: Sie nehmen der spontanen Erhöhung nach einem Verlust ihre Wirkung, ohne die Erhöhung zu verbieten.

Die Spielsperre ist das schärfere Werkzeug. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Das ist die Wirkung, die ein einzelner Anbieter nicht herstellen kann: Die Sperre folgt der Person und nicht der Plattform.

Wer eine Sperre in Betracht zieht, sollte die Frist realistisch wählen. Sechs Monate sind möglich, aber die Sperre wirkt nur, solange sie dauert, und die Aufhebung einer freiwilligen Sperre braucht Zeit und eine fachliche Stelle. Wer sich vor sich selbst schützen will, wählt einen längeren Zeitraum als den, den er für vernünftig hält.

Bei Verletzungen der Schutzregeln ist die Rechtsfolge eindeutig: Ausgeschlossene oder minderjährige Spielende haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne. Und der Verkauf an der Verkaufsstelle ist kein verlässlicher Filter — bei Gespa-Testkäufen 2025 wurde an Verkaufsstellen in 47,5 Prozent von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Wer also darauf baut, dass die Kontrolle anderswo schon greift, baut auf ein Versprechen mit Lücken.

Die zehn Marken im Einzelnen: wen welcher Weg trägt

Swisslos Sporttip: der bewilligte Weg mit dem dichtesten Regelwerk

Swisslos ist eine Genossenschaft mit Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020); die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Die Bewilligung ist eine solche für ein Grossspiel, mit Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach dem BGS und unter Aufsicht der Gespa — eine der beiden Veranstalterinnen, die das interkantonale Recht zulässt. Das Online-Konto steht nur Personen offen, die im Vertragsgebiet wohnhaft sind: in den deutschsprachigen Kantonen, im Tessin und im Fürstentum Liechtenstein.

Die Details, die im Alltag zählen, sind ungewöhnlich vollständig geregelt. Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten beträgt CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf nicht auf dieses Ereignis wetten.

Auch das Abwickeln ist geregelt. Der Gewinnbetrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Nicht abgeholte Gewinne verfallen: Wer einen Sporttip-Gewinn nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend macht, verliert ihn zugunsten des Zwecks der Swisslos; eine Einsprache gegen eine verweigerte Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben. Die Sechsmonatsfrist ist keine Formalie. Sie ist lang genug für alle, die ihre Scheine im Blick haben, und kurz genug für alle, die es nicht tun.

Im Vergleich mit den ausländischen Marken auf dieser Liste steht Swisslos nicht für das grössere Sortiment, sondern für etwas anderes: ein Konto, das an einen Ausweis, einen Wohnsitz und eine Adressdatenbank gebunden ist, ein geschlossener Katalog von Sportarten und Wettarten, und die Verbindung zum schweizweiten Sperrregister. Wer ein Sortiment sucht, das über den Katalog hinausgeht, wird hier nicht finden, was er sucht. Wer wissen will, mit wem er es zu tun hat, wird es hier am schnellsten erfahren. Die Grenze, die dieses Angebot am härtesten zieht, ist die Auszahlung auf ein Konto in eigenem Namen: Man tauscht Bequemlichkeit gegen Nachvollziehbarkeit.

Loterie Romande Jouez Sport: das Westschweizer Haus mit den gezogenen Grenzen

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie nennt als Kontaktadresse die Avenue de Provence 14 in 1001 Lausanne und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende. Die Bewilligungslage ist dieselbe wie bei Swisslos: eine Bewilligung für ein Grossspiel, mit Veranstalter- und Spielbewilligung nach dem BGS unter Aufsicht der Gespa. Ein Online-Konto öffnet sich nur für Personen mit Wohnsitz in einem der sechs Kantone.

Die Zahlen, die dieses Angebot prägen, sitzen an einer anderen Stelle als bei Swisslos. Der Höchstgewinn beträgt pro Einzel- oder Kombiwette CHF 300’000 und für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, und die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Die Mindestquote von 1.10 ist niedrig genug, um fast jede Wette durchzulassen — sie ist keine Wettqualitätshürde, sondern eine Definitionsgrenze.

Bemerkenswert sind bei diesem Reglement die 2 bis 10 Voraussagen als feste Klammer und die Millionengrenze über alle Multiples. Wer Kombinationswetten in Serie spielt, weil die einzelne Quote zu klein erscheint, läuft gegen eine Summengrenze und nicht gegen eine Einzelgrenze. Genau diese Summengrenze ist der eigentliche Unterschied zwischen den beiden bewilligten Wegen: Bei Swisslos begrenzt sich das Angebot über den Einsatz, hier über den Gewinn. Wer eine Kombination plant, deren Reinertrag über CHF 300’000 läge, stösst hier auf eine Kante, die Swisslos in dieser Form nicht kennt. Für die Westschweizer Kundschaft ist dieses Haus dennoch die einzige Tür mit Bewilligung — und damit das eine Ende des Spektrums, an dem Kontrolle und Zugang in derselben Bedingung zusammenfallen.

HornetBet: eine Bewilligung, die in der Schweiz nichts gilt

HornetBet trägt keine Schweizer Bewilligung. Eine Lizenz aus einem anderen Land entfaltet in der Schweiz keine Wirkung. Nur Swisslos und Loterie Romande dürfen hier Sportwetten anbieten; was HornetBet als eigene Lizenz angibt, ist in der Schweiz nicht festgestellt und ohne jede Geltung nach Art. 4 BGS. Das Konto steht in keiner Verbindung zum Schweizer Sperrregister, es gibt keinen Schweizer Rechtsweg, und die Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und über DNS blockiert werden.

Wer bei HornetBet wetten will, sollte den Rechtsweg vorher durchdenken. Ausländische Gewinne unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, aber kantonale Steuerpraxis kann sie als vollständig steuerbares Einkommen behandeln — ein Steuersatz auf einen Gewinn, den der Anbieter selbst als steuerfrei darstellt, ist die unangenehmste Überraschung eines Auslandskontos. Die Sperrliste ist der zweite Punkt: Sie blockiert Domains über DNS, und der Anbieter weicht binnen Stunden auf neue Adressen aus. Als Dauerlösung taugt ein Adresswechsel nicht. Wer sein Konto einmal gesperrt sieht, hat nicht nur den Zugang verloren, sondern die Frage zu beantworten, wie er an das Guthaben kommt. Über die Höhe seiner Limiten sagt die Schweizer Seite hier nichts — ein ausländischer Anbieter fährt nach eigenen Hausregeln, und die sollten vor einer Einzahlung gelesen werden, nicht danach.

myBet: etablierter Name, kein Schweizer Status

myBet trägt keine Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Lizenz hat hier keine Geltung nach Art. 4 BGS, die Marke ist nicht mit dem Schweizer Sperrregister verbunden, und ein Schweizer Rechtsweg besteht nicht. Die Domains können über die Sperrliste der Gespa blockiert werden.

Dass eine Marke lange am Markt ist, ändert an dieser Ausgangslage nichts. Eine Bewilligung nach Art. 4 BGS gilt nur in der Schweiz, und umgekehrt gilt eine ausländische nur dort. Diese beiden Sätze stehen nebeneinander und erklären, warum ein bekannter Name hier trotzdem ohne Schweizer Status dasteht. Wer sich für myBet entscheidet, entscheidet sich für eine Plattform mit eigener Rechnungslegung, eigener Streitbeilegung und eigener Verantwortung gegenüber den Spielenden. Für manche ist das ein akzeptabler Tausch. Für die Frage, was im Streitfall passiert, ist es keiner.

Betovo: der Weg ohne Schweizer Schutzmechanismus

Betovo trägt keine Schweizer Bewilligung. Die Marke existiert in der Schweiz ohne Veranstalterbewilligung und ohne Spielbewilligung, es gibt keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister und keinen Schweizer Rechtsweg; die Domains können auf die Sperrliste gesetzt werden.

Die Werbebeschränkung ist hier der entscheidende Punkt und trifft alle acht ausländischen Marken auf dieser Liste gleichermassen: Werbung für ein Geldspiel, das in der Schweiz nicht erlaubt ist, ist verboten und wird mit einer Busse bis CHF 500’000 geahndet. Wer eine solche Marke bewirbt, steht selbst im Risiko. Für den Spielenden heisst das, hier nach eigenen Hausregeln zu spielen und nach eigenen Kriterien zu prüfen, ob der Anbieter im Streitfall stillhält. Handfester Nachweis ist keiner vorhanden.

BassBet: ein bekannter Name mit ungeklärter Rechnungslegung

BassBet trägt keine Schweizer Bewilligung. Was als Lizenz angegeben wird, ist in der Schweiz nicht festgestellt und entfaltet nach Art. 4 BGS keine Wirkung. Die Marke ist nicht an das schweizweite Sperrregister angebunden, ein Schweizer Rechtsweg besteht nicht, und eine Aufnahme in die Sperrliste der Gespa mit DNS-Blockade ist möglich.

Für Schweizer Spielende ist die Frage nach dem Sperrregister die praktischste überhaupt. Wer sich einmal selbst gesperrt hat — produktbezogen für 1 bis 180 Tage oder unbefristet — will, dass diese Entscheidung überall greift. Im bewilligten Schweizer System tut sie das, bis hin zu den Casinos und nach Liechtenstein. Bei BassBet greift sie nicht. Wer weiss, dass er zu den Menschen gehört, für die ein Sperrregister relevant ist, hat hier die Antwort schon. Wer es nicht weiss, findet sie in diesem Vergleich.

GG.BET: eigenes Reglement, kein Schweizer Anspruch

GG.BET trägt keine Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Lizenz entfaltet in der Schweiz keine Wirkung nach Art. 4 BGS, eine Anbindung an das Sperrregister besteht nicht, und ein Schweizer Rechtsweg steht nicht offen. Die Domains können über die Sperrliste blockiert werden.

Die Veranstaltung von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist strafbar — bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre. Die Spielenden selbst werden nicht bestraft. Aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und dieser Punkt betrifft die Spielenden unmittelbar: Ein Guthaben auf einem Konto bei einem nicht bewilligten Anbieter ist im Zweifel kein gesichertes Guthaben. Wer dort spielt, sollte nicht mehr Geld liegen lassen, als er zu verlieren bereit ist.

FortuneJack: ohne Anbindung an den Schweizer Schutz

FortuneJack trägt keine Schweizer Bewilligung. Die Marke ist in der Schweiz ohne jede Bewilligung tätig, nicht mit dem Sperrregister verbunden, und Schweizer Rechtsschutz besteht nicht. Die Domains können über die Sperrliste gesperrt werden.

Wer nach einer Prognose sucht und dann auf einer solchen Plattform landet, merkt oft erst bei der Auszahlung, was das bedeutet. Auszahlungen an anonyme Konten und an Krypto-Adressen sind im Schweizer Bewilligungssystem nicht vorgesehen — Gewinne und Guthaben gehen nur auf ein Konto im Namen der Kontoinhaberin oder des Kontoinhabers. Ob ein ausländischer Anbieter es anders hält, steht in seinen Bedingungen und nicht in der Schweizer Regel. Das ist die zentrale Frage bei der ersten Auszahlung, nicht die Quote.

BetLabel: Bewilligung ohne Schweizer Geltung

BetLabel trägt keine Schweizer Bewilligung. Eine im Ausland erworbene Bewilligung gilt in der Schweiz nicht, das Sperrregister kennt die Marke nicht, und ein Schweizer Rechtsweg besteht nicht; die Domains können blockiert werden.

Für die Einordnung ist eine Unterscheidung nützlich, die im Alltag oft verwischt: Zwischen «lizenziert» und «in der Schweiz lizenziert» liegt die ganze Entscheidung. Eine im Ausland regulierte Plattform mag dort sauber arbeiten. Auf Schweizer Verhältnisse, auf das Sperrregister und auf Schweizer Gerichte hat das keinen Einfluss. Wer die Marke hier spielt, verlagert die Durchsetzung seiner Ansprüche dorthin, wo der Anbieter sitzt.

Jackbit: der Weg ohne Schweizer Kontrolle

Jackbit trägt keine Schweizer Bewilligung. Die Marke ist in der Schweiz weder Veranstalter noch Spielveranstalter mit Bewilligung, nicht mit dem Sperrregister verbunden, und Schweizer Rechtsschutz steht nicht zur Verfügung. Die Domains können über die Sperrliste der Gespa blockiert werden.

Wo keine bewilligten Anbieter sind, ist die Auswahl frei — und die Kontrolle entsprechend dünn. Wer sich für diesen Weg entscheidet, sollte die Bedingungen zur Auszahlung vor der ersten Einzahlung lesen, nicht nach dem ersten Gewinn. Das ist kein Misstrauen gegen Jackbit. Es ist die einzige Prüfung, die bei einem Anbieter ohne Schweizer Aufsicht in der Hand des Spielenden liegt.

Was Prognosen bei einem Turnier anders machen

Ein Turnier ist der schwierigste Prognosegegenstand und der beliebteste. Die Stichprobe ist klein, der Modus ist neu, und die Erwartung an die Vorhersage ist am höchsten, wenn die statistische Grundlage am dünnsten ist. Genau dort ist eine Zahl gefährlich, die sich gut liest: Eine Trefferquote über ein Turnier ist in den meisten Fällen eine Aussage über zwanzig Spiele und damit über sehr wenig.

Die WM 2026 wurde vom 11. Juni bis 19. Juli 2026 ausgetragen, eine Europameisterschaft findet 2026 nicht statt. Der nächste grosse europäische Vergleich liegt 2028, und wer heute nach Prognosen für ein Turnier sucht, sucht überwiegend Material zu Wettbewerben, die entweder vorbei oder noch nicht angesetzt sind. Das ist keine Kleinigkeit: Turnierprognosen aus dem Archiv als aktuelle Prognose zu verwenden, ist der verbreitetste Fehler in der ganzen Textsorte. Ein Text über ein abgeschlossenes Turnier bleibt richtig und ist trotzdem nutzlos, wenn der Lesende ihn für einen Ausblick hält.

Zwei Punkte gehören deshalb vor jede Turnierprognose. Erstens die Zeitangabe: Für welchen Wettbewerb gilt diese Vorhersage, und wird er überhaupt gespielt? Zweitens die Ausgangsgrösse: Gilt die Vorhersage für den Ausgang innerhalb der regulären Spielzeit, oder schliesst sie Verlängerung und Penaltyschiessen ein? Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit, und Verlängerung sowie Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Ein Prognosetext, der diese Grenze nicht kennt, ist unbrauchbar, egal wie gut seine Statistik ist.

Wer sich für Turniere interessiert, sollte die Prognose deshalb an einem anderen Massstab messen als an der Trefferquote. Interessanter ist, ob die Quelle zwischen den Phasen des Turniers unterscheidet und ob sie ihre eigene Unsicherheit beziffert. Ein Modell, das vor der Gruppenphase eine engere Prognose abgibt als vor einem K.-o.-Spiel, hat den Mechanismus verstanden. Eines, das für jedes Spiel einen Prozentwert ausgibt, hat ihn nicht.

Wie ein Wettender die Qualität einer kostenlosen Prognose prüft

Die Prüfung ist billig und dauert wenige Minuten. Wer sie regelmässig durchführt, sortiert den grössten Teil des Angebots aus, ohne je eine einzige Trefferquote zu prüfen.

Der erste Test ist die Zahl der genannten Quellen. Eine Prognose, die nur ein Ergebnis nennt, hat kein Argument. Eine Prognose, die eine Zahl ohne Bezugsgrösse nennt — «starke Heimbilanz» ohne Spiele, «gute Form» ohne Zeitraum — hat ein Argument, das keines ist.

Der zweite Test ist ein Verfallsdatum. Wann wurde der Text geschrieben, und für welchen Wettbewerb gilt er? Bei einem Ligaspiel ist das einfach. Bei einem Turnier ist es der entscheidende Test, denn ein Text über ein abgeschlossenes Turnier ist eine Rückschau, die als Ausblick gelesen wird.

Der dritte Test ist die Quote. Eine Prognose ohne Preis lässt sich nicht bewerten. Ein Argument, das keine Wette zulässt, ist eine Beobachtung. Eine Beobachtung kann richtig sein und trotzdem nichts wert.

Der vierte Test sind die Kosten des Zugangs. Eine kostenlose Prognose, die auf ein Konto bei einem bestimmten Anbieter verweist, ist ein Werbeträger mit Statistik. Das ist zulässig und muss kein Qualitätsproblem sein — aber der Lesende sollte wissen, warum sein Gewinn steigt, wenn der Anbieter die Quote stellt.

Wer diese vier Punkte prüft, braucht keine Vergleichsseite und kein Abonnement. Wer sie nicht prüft, ist auf die Überschrift angewiesen, und Überschriften schreibt die Redaktion des Anbieters.

Wie sich die zwei Wege rechnen lassen

Der Vergleich zwischen den beiden Gruppen ist kein Vergleich zweier Preise, sondern zweier Kostenarten. Der bewilligte Weg kostet Freiheit im Sortiment: ein geschlossener Katalog zugelassener Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten, ein Konto nur für Personen mit Wohnsitz im jeweiligen Gebiet, ein vollständiger Identitätsnachweis und eine Auszahlung nur auf ein Konto in eigenem Namen. Dafür gibt es einen Schweizer Rechtsweg, eine Verbindung zum schweizweiten Sperrregister, einen Schutzmechanismus, der an der Person hängt statt an der Plattform, und einen steuerlichen Rahmen mit Freibetrag und Verrechnungssteuer oberhalb davon.

Der ausländische Weg kostet etwas anderes: den Rechtsweg, das Sperrregister, die Kontrolle, die Steuerklarheit. Dafür gibt es das grössere Sortiment und die grössere Bequemlichkeit — Zahlungswege und Auszahlungsformen, die im Schweizer System gerade nicht vorgesehen sind, weil sie es an einer Stelle verhindern: bei anonymem Geld und bei Krediten an Spielende. Diese beiden Dinge fehlen im bewilligten System nicht aus Nachlässigkeit. Wer den ausländischen Weg wählt, wählt genau diesen Unterschied mit.

Der eine Weg ist nicht automatisch der sichere, und der andere nicht automatisch der riskante. Der bewilligte Weg bündelt mehr Kontrolle, auch über den Spielenden selbst. Der ausländische bündelt mehr Freiheit, auch die Freiheit, eine Sperre zu umgehen. Diese Formulierung ist die ehrliche: Es sind zwei Bündel, nicht eine Rangfolge.

Wie sich daraus eine Wahl ergibt, hängt an einem einzigen Kriterium. Wer die Schweizer Schutzmechanismen für sich in Anspruch nehmen will, ist im bewilligten System richtig und findet dort zwei Häuser und ein begrenztes Sortiment. Wer ein bestimmtes Sortiment oder einen bestimmten Markt sucht, das im Schweizer Katalog nicht steht — Corner- und Kartenmärkte fehlen darin, ein Esport-Bereich ebenfalls —, wird in der Schweiz nicht finden, was er sucht. Damit ist die Wahl nicht aufgehoben, aber sie ist benannt.

Das eigene Urteil: wofür die Seite steht

Prognosen sind billig, und deshalb sind sie zahlreich. Was teuer ist, ist die Nachvollziehbarkeit — die Offenlegung der Methode, der Datenbasis und des Zeitraums, über den eine Behauptung gilt. Wer eine kostenlose Prognose beurteilen will, beurteilt nicht den Tipp, sondern die Herkunft.

Aus dieser Beurteilung folgt eine Position, die man vertreten kann. Die zwei bewilligten Schweizer Häuser sind der Weg für alle, die Verbindlichkeit und Schutzmechanismen über Sortimentsbreite stellen. Die acht ausländischen Marken sind der Weg für alle, die wissen, worauf sie dabei verzichten, und die es bewusst tun. Der Rest des Angebots — die Blogs, Kanäle und Portale — ist kostenlos, weil es der Zubringer ist, und sollte entsprechend gelesen werden: als Argumentationshilfe und nicht als Rechnung.

Wer aus kostenlosen Prognosen mehr machen will als eine Anregung, braucht nicht die bessere Prognose, sondern eine eigene Zahl. Ein Mindestpreis, ab dem eine Wette interessant wird. Ein fixes monatliches Budget, definiert vor der ersten Wette. Eine Verlustlimite, gesetzt, bevor sie gebraucht wird. Das sind drei Entscheidungen und keine davon erfordert Sportwissen.

Und dann wäre da noch die Marge, die in jedem Angebot steckt, auch in dem, das gerade «boost» oder «Risiko» im Namen trägt. Wer sie kennt, wird immun gegen den Wortlaut der Überschriften. Sie ist das Beste, was eine kostenlose Prognose hinterlassen kann: kein Tipp, sondern die Gewohnheit nachzurechnen.

Häufige Fragen zu kostenlosen Wettprognosen

Wie entsteht eine Wettprognose, und welche Daten fliessen ein?

Eine Prognose entsteht aus der Form der Beteiligten, dem Heimvorteil, statistischen Kennzahlen der Begegnung und dem Preis, den der Markt stellt. Aus diesen Grössen wird eine geschätzte Wahrscheinlichkeit gebildet. Entscheidend ist, ob die Quelle offenlegt, wie sie gewichtet, und ob sie ihren Zeitraum nennt — sonst fehlt dem Lesenden die Grundlage der Beurteilung.

Warum ist eine kostenlose Wettprognose keine Garantie für einen Gewinn?

Weil eine Prognose eine abgeschätzte Wahrscheinlichkeit ist und keine Zusage. Ausserdem ist jede Wette mit einer Marge belastet, die im Preis steckt; bei einem Markt mit zwei Ausgängen zu je 1.90 liegt die Auszahlungsquote je nach Angebot und Markt in einem Korridor um 95 Prozent. Diese Kosten fallen unabhängig davon an, wie gut die Vorhersage war.

Welche Rolle spielen Quoten bei der Bewertung einer Prognose?

Die zentrale. Nicht die Vorhersage entscheidet, sondern der Abstand zur Quote. Eine sehr sichere Einschätzung zu einem niedrigen Preis bringt wenig; eine unsichere Einschätzung zu einem Preis, der diese Unsicherheit überbezahlt, kann wertvoll sein. Eine Prognose ohne genannten Preis lässt sich deshalb gar nicht bewerten.

Was ist die Marge eines Wettanbieters, und wie wirkt sie auf eine Prognose?

Die Marge ist die Differenz zwischen der Summe der fairen Wahrscheinlichkeiten und 100 Prozent. Bei einem Markt mit zwei Ausgängen zu je 1.90 ergibt der Kehrwert der Summe der Kehrwerte der Quoten eine Auszahlungsquote von rund 95 Prozent, die Marge also etwa 5 Prozent. Eine Prognose muss diese Marge zuerst schlagen, bevor sie dem Wettenden etwas einbringt.

Nur bei den zwei Veranstalterinnen, die das interkantonale Recht zulässt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Jede deckt ihr eigenes Gebiet ab, und ein Online-Konto öffnet sich nur für Personen mit Wohnsitz in diesem Gebiet. Eine ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Geltung.

Wie verlässlich sind Prognosen für Turniere wie eine Weltmeisterschaft im Vergleich zu Ligaspielen?

Bei Turnieren sind sie meist schwächer belastbar, weil die Stichprobe klein ist, der Modus wechselt und Verlängerung sowie Penaltyschiessen die Wahrscheinlichkeiten verschieben. Ligaspiele liefern dagegen viele Vergleichswerte derselben Beteiligten. Zusätzlich muss bei jeder Turnierprognose geklärt sein, für welchen Wettbewerb sie gilt und ob er überhaupt gespielt wird.

Inhalt erstellt vom Team «italienfussball»