Kombiwetten-Bonus im Vergleich: Bedingungen, Kosten, Grenzen

Updated Oktober 2026
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Ein Turm aus vier Holzklötzen steht auf einem Tisch, der oberste Klotz wird gerade vorsichtig aufgesetzt.

Stand: Oktober 29, 2026. Die Angaben zu Bewilligungen wurden gegen das Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51) und die Veröffentlichungen der Gespa als Aufsichtsbehörde geprüft.

Der Sporttip-Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1.50; der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben.

Wer eine Kombiwette mit einem Bonus aufpeppen will, zahlt dafür mit einem zusätzlichen Risiko, das in keinem Werbetext steht. Ein Kombiboost erhöht den Gewinn — aber nur den Nettogewinn, nur bei erfüllten Bedingungen, und er ändert nichts daran, dass jede einzelne Voraussage eintreffen muss. Das ist die ganze Geschichte in zwei Sätzen. Das Risiko der Kombination bleibt, was es immer war.

In der Schweiz gibt es für Sportwetten genau zwei konzessionierte Veranstalter. Swisslos betreibt Sporttip, die Loterie Romande führt Jouez Sport. Alle anderen Marken, denen ein Spieler im Netz begegnet, haben keine Schweizer Bewilligung. Damit stehen sich nicht zehn gleichwertige Bonusangebote gegenüber, sondern ein Boost mit klaren Schwellen und eine Reihe ausländischer Seiten, deren Aktionsbedingungen niemand in der Schweiz prüft. Wer das einmal begriffen hat, liest jede Bonusanzeige anders.

Neukundenangebote und Kombiboosts: was ein Bonus auf den Gewinn wirklich verlangt

Der Kombiboost von Sporttip ist die Grösse, an der sich in der Schweiz alles andere messen muss. Er gilt ausschliesslich online, für Prematch, Live und Systemwetten, und er verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Wer diese vier Tipps beisammen hat, bekommt 5 % auf den Nettogewinn. Bei sieben solchen Voraussagen sind es 20 %, bei zehn 40 %, bei fünfzehn 100 %. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert.

Ein Sägemehlring zwischen Tribünen aus Holz vor Alpenkulisse, ruhig und menschenleer unter bewölktem Himmel.
Spielguthaben auf dem Swisslos-Wallet kann per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein gekauft werden (Mindestbetrag CHF 20).

Diese Staffel ist der wichtigste Satz auf der ganzen Seite. Sie sieht grosszügig aus und ist in Wahrheit eine Aussage über Wahrscheinlichkeiten: Jede zusätzliche Voraussage, die ein Spieler anhängt, um von 5 % auf 20 % zu kommen, senkt die Chance, dass die Kombination überhaupt durchgeht. Der Boost wird also genau dann üppig, wenn die Wette am unwahrscheinlichsten wird. Das ist kein Fehler des Angebots, sondern seine Konstruktion.

Zwei Erfolgsbedingungen statt einer

Der häufigste Denkfehler beim Kombiboost: Man müsse «nur» genug Tipps stapeln. Tatsächlich sind zwei Bedingungen gleichzeitig zu erfüllen. Die Zahl der Voraussagen muss die Schwelle erreichen, und jede einzelne davon muss eine Quote von mindestens 1.50 aufweisen. Ein Favorit mit Quote 1.20 zählt für den Boost nicht — obwohl er die Chance der Kombination hebt. Der Spieler steht damit vor einem Zielkonflikt: Sichere Tipps helfen der Trefferchance, aber nicht dem Bonus; riskante Tipps helfen dem Bonus, aber nicht der Trefferchance.

Ein Richterhammer aus Holz liegt auf einer polierten Tischplatte, daneben fällt weiches Licht aus einem Fenster.
Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; Personen unter 18 Jahren sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

Wer in einer Kombination vier Tipps mit je rund 1.60 zusammenbringt, landet bei einer Gesamtquote von etwa 6.55. Der Boost bringt darauf 5 % zusätzlich. Das klingt nach Kleingeld, und für einen Einsatz von CHF 10 ist es auch welches. Genau hier liegt die nüchterne Erkenntnis: Ein prozentualer Aufschlag auf einen Gewinn, den man erst noch erzielen muss, ist kein Guthaben. Er ist eine Option auf einen glücklichen Abend.

Quotenboosts, Profitboosts, Gratisspielguthaben

Neben dem Kombiboost kennt Sporttip Quotenboosts, die nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine einzige Voraussage gelten, sowie Profitboosts, die den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz erhöhen. Beide sind pro wettender Person nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert. Und beide verfallen, sobald ein Cash-Out ausgeführt wird. Wer einen Boost gesetzt hat und dann während des Spiels den Cash-Out zieht, verliert die Erhöhung — und genau in dieser Situation greifen viele Spieler zum Cash-Out, weil es gerade schlecht läuft.

Bei der Loterie Romande lief die Aktion «JouezSport – Patinoires et Stades» vom 17. Dezember 2025 bis 10. März 2026 an sieben Aktionstagen. Wer innert sieben Tagen einen in den National-League-Stadien verbreiteten Code im verifizierten Konto eingab, erhielt CHF 10 Spielguthaben. Insgesamt gab es 7’000 Stück, gültig 30 Tage, nicht auszahlbar. Das ist der aufschlussreichste Satz über Gratisguthaben überhaupt: Es ist Spielguthaben, kein Geld. Es verlässt das Konto nie.

Bei Swisslos gilt diese Grenze grundsätzlich. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar — bei Swisslos wie bei der Loterie Romande. Wer ein Angebot bewertet, sollte deshalb nicht fragen, wie viel Guthaben draufsteht, sondern wie viel davon jemals auf einem Bankkonto landen kann. Die Antwort ist bei Gratisguthaben: nichts. Der Wert eines solchen Angebots liegt allein darin, dass es Einsatzrisiko ersetzt, das der Spieler sonst selbst getragen hätte.

Was im Kleingedruckten am meisten kostet

Zwei Klauseln haben es in sich, und beide betreffen nicht die Höhe, sondern die Verfügbarkeit des Gewinns. Erstens: Sporttip-Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Zwecks der Swisslos. Ein nicht abgeholter Gewinn verschwindet also nicht in einer Schublade, sondern wird gemeinnützig verwendet. Zweitens: Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000. Wer seine Kombi mit mehr als tausend Franken spielen will, bekommt sie schlicht nicht angenommen.

Freiwillige Einzahlungslimiten kommen hinzu. Bei Swisslos kann ein Spieler eine Limite für jeweils 30 Tage setzen, und der Kauf von Spielguthaben ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Bei der Loterie Romande liegen die Einzahlungen bei höchstens CHF 10’000 pro 30 Tage, das Wallet-Guthaben ebenfalls bei höchstens CHF 10’000. Solche Obergrenzen markieren, wo die Plattform selbst die Reissleine zieht. Sie ersetzen aber keine eigene Limite — dazu später mehr.

Rechnen wir den Boost einmal durch

Ein Beispiel mit einem Einsatz von CHF 10 und vier Voraussagen mit je mindestens 1.50, wie es der Boost verlangt. Die Gesamtquote ergibt sich aus dem Produkt der Einzelquoten. Bei Quoten von 1.60, 1.70, 1.80 und 2.00 sind das 1.60 × 1.70 = 2.72, weiter × 1.80 = 4’896, schliesslich × 2.00 = 9’792, auf zwei Stellen also 9.79. Ein Gewinn von CHF 10 × 9.79 beträgt CHF 97.90. Der Nettogewinn ist die Auszahlung minus Einsatz, also CHF 87.90.

Der Boost greift auf diesen Nettogewinn. Fünf Prozent davon sind CHF 4.40 — gerundet, denn Swisslos rundet den Gewinnbetrag zuerst auf zwei Nachkommastellen auf und dann auf 5 Rappen genau ab. Statt CHF 97.90 zahlt die Wette also rund CHF 102.30 zurück, unter der Annahme, dass genau diese vier Voraussagen getroffen haben.

Dasselbe mit einer höheren Staffel: Bei einer Quote von 1.60 hätten sieben Voraussagen eine Gesamtquote von 1.60 hoch sieben, also rund 26.84. Ein Einsatz von CHF 10 ergäbe einen Gewinn von CHF 268.40 und einen Nettogewinn von CHF 258.40. Zwanzig Prozent davon sind CHF 51.68, die Auszahlung käme auf etwa CHF 320.08. Das ist die Spanne, in der sich der Kombiboost bewegt: Ein Zuschlag von rund vier Franken bei vier Voraussagen bis zu einem mittleren zweistelligen Betrag bei höheren Staffeln — unter der Bedingung, dass jede einzelne der Voraussagen eintrifft und jede eine Quote von mindestens 1.50 trägt. Es sind Beispiele, keine zugesagten Preise.

Diese Rechnung ist eine Schätzung für den Fall, dass die Wette gewinnt. Sie sagt nichts darüber, wie oft das geschieht. Ein Aufschlag von 5 % auf einen Nettogewinn, den nur eine Minderheit der Kombinationen überhaupt erreicht, bleibt ein Aufschlag auf eine Ausnahme.

Was bei veränderten Quoten passiert

Quoten bewegen sich, und eine Kombination ist nur so gut wie die Quoten zum Zeitpunkt der Platzierung. Wer die Wette früh setzt, bindet eine Quote; wer wartet, spielt mit einer anderen. Für den Boost ist das insofern relevant, als die Mindestquote von 1.50 pro Voraussage erreicht sein muss. Rutscht eine Quote unter diese Schwelle — was bei einer Wette, die schon platziert ist, nicht mehr geschieht, bei der Planung aber sehr wohl —, fällt die Voraussage aus der Boost-Rechnung, und die Schwelle für die nächste Stufe rückt ausser Reichweite.

Die allergrösste Kostenposition: alle müssen gewinnen

Der entscheidende Kostenträger ist nicht die Mindestquote und nicht die Schwelle. Es ist die Grundregel der Kombination. Bei einer Sporttip-Kombination sind die Quoten der Einzelwetten zu multiplizieren, und der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Gesamtquote. Ein einziger Fehltipp reisst die gesamte Kombination.

Man muss diese Regel nicht hassen, um sie nüchtern zu sehen. Vier Voraussagen mit je 60 % Trefferwahrscheinlichkeit ergeben eine Kombination, die in gut 13 % der Fälle durchgeht. Der Bonus von 5 % auf den Nettogewinn verändert daran nichts, weil er oberhalb der Trefferbedingung sitzt. Das ist der Kern dieses Angebotstyps, und es ist die Kostenposition, die keine Werbung nennt.

Kombiwetten-Strategie: was ein Aufbau kostet und was er nicht leistet

Strategie heisst bei Kombiwetten nicht, den richtigen Sieger zu kennen. Sie heisst, mit der Struktur umzugehen: Wie viele Voraussagen, welche Quoten, welche Sportarten, welcher Einsatz. Wer das verwechselt, sucht in Tippsammlungen nach etwas, das dort nicht steht.

Kombi, Einzelwette, Systemwette

Drei Wettformen stehen zur Wahl, und sie unterscheiden sich genau in dem Punkt, der hier zählt: Wie viele Voraussagen dürfen falsch sein? Die Einzelwette verzeiht alles — sie geht auf oder nicht, unabhängig von anderen Wetten. Die Kombination verzeiht nichts. Die Systemwette verzeiht etwas, weil sie mehrere Kombinationen aus einer Tippmenge bildet; bei Sporttip beträgt der Höchsteinsatz für eine Systemwette CHF 10’000, während es bei einer Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 sind. Diese unterschiedliche Obergrenze sagt viel über das Risikoprofil der beiden Formen: Die Systemwette wird als das grössere Engagement behandelt.

Wer den Kombiboost nutzen will, muss zur Kombination greifen — der Boost gilt für Kombinations- und Systemwetten, nicht für Einzelwetten. Der Preis dafür ist die fehlende Fehlertoleranz. Wer dagegen die Trefferchance in den Vordergrund stellt, spielt Einzelwetten und verzichtet auf den Boost. Beides ist vertretbar. Nur beides gleichzeitig geht nicht.

Die Wahrscheinlichkeitsmultiplikation als stille Gebühr

Es gibt eine Gebühr, die auf keinem Wettschein steht, und sie ist bei Kombinationen am höchsten. Sie besteht darin, dass sich Wahrscheinlichkeiten multiplizieren. Aus zwei Mittelfeldwetten mit je etwa 50 % wird eine 25-%-Wette. Aus vier wird ein Sechzehntel. Der Boost zahlt sich auf die Auszahlung aus, nicht auf die Eintrittswahrscheinlichkeit — er kann die Multiplikation nicht rückgängig machen.

Die Quoten, die ein Veranstalter anbietet, liegen zugleich unter den fairen Quoten. Die Auszahlungsquote eines Marktes, der Quotenschlüssel, ist der Anteil aller Einsätze, die dieser Markt zurückzahlt; die Marge ist der Rest. In einem Markt mit 5 % Marge fliesst von jedem eingesetzten Franken im Schnitt 0.95 zurück. Bei einer Kombination aus vier Märkten mit je 5 % Marge liegt die zurückgezahlte Quote bei rund 0.95 hoch vier, also ungefähr 0.81. Rund 19 % der Einsätze bleiben beim Veranstalter. Kein Bonus von 5 % holt das auf. Er tut es nicht einmal ansatzweise.

Der Kombiboost ist also nicht die Rettung der Kombination, sondern ein kleiner Ausgleich für einen strukturellen Nachteil. Das ist keine Anklage gegen Sporttip; jede Kombination bei jedem Veranstalter trägt diese Last, weil die Multiplikation der Quoten die Multiplikation der Margen mit sich bringt. Es ist nur eine Einladung, den Aufschlag realistisch einzuordnen.

Wie man die Zahl der Voraussagen wählt

Die Staffel des Boostes ist eine Einladung zum Aufstocken, und genau da sollte man misstrauisch werden. Der Sprung von vier auf sieben Voraussagen bringt 15 Prozentpunkte mehr Bonus. Er kostet aber drei zusätzliche Trefferbedingungen. Wer ohnehin davon überzeugt ist, sieben gute Tipps zu haben, soll sie spielen. Wer drei Tipps anhängt, um die Staffel zu erreichen, hat sich einen Bonus gekauft, nicht eine Wette verbessert.

Praktisch heisst das: Die Zahl der Voraussagen sollte die Untergrenze dessen sein, was der Boost verlangt — vier —, und jede Voraussage sollte aus einer eigenen, sauberen Überzeugung stammen. Der Rest ist Buchhaltung.

Was bei Livewetten und Cash-Out zu bedenken ist

Bei Sporttip gelten Livewetten unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Das ist wichtig für die Kostenrechnung: Wer eine Kombination live abspielt, kann die Bewegung der Ereignisse nicht beobachten, wenn er sie nicht auf einem anderen Weg verfolgt. Und es gibt eine harte Regel: Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann Swisslos Wetten ebenfalls mit Quote 1.00 werten.

Für eine Kombination heisst das konkret: Eine Voraussage, die mit Quote 1.00 gewertet wird, verändert die Gesamtquote nach unten — und sie zählt nicht mehr als Voraussage mit Quote 1.50 für den Boost. Ein Livewetten-Kombiboost kann also an derselben Stelle verrutschen, an der ein Spiel kippt.

Der Cash-Out ist bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten verfügbar, vor Spielbeginn und live, aber nur für Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, er hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann jederzeit geändert werden. Wer den Boosts nutzt, verliert ihn bei einem Cash-Out.

Systemwetten als Kompromiss und was sie trotzdem kosten

Eine Systemwette ist die ehrlichste Art, mehrere Tipps zu spielen, wenn man sich nicht sicher ist. Sie erlaubt Fehltipps und zahlt trotzdem etwas aus. Der Kombiboost gilt auch hier, was das Angebot für Spieler mit mehreren Voraussagen interessant macht. Der Preis ist die Komplexität: Wer eine Systemwette platziert, sollte verstehen, aus wie vielen Kombinationen sie besteht, bevor er den Einsatz bestätigt. Sonst erlebt er den klassischen Schreckmoment an der Kasse, wenn der Einsatz sich vervielfacht.

Und die Regel zu abhängigen Ereignissen ist zu kennen: Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung kombiniert Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Der Einsatz ist dann zurück, der Boost aber weg.

Was von Tippsammlungen zu halten ist

Tipps für kombinierte Wetten sind keine Strategie, sie sind ein Vorschlag. Die rechnerische Lage bleibt dieselbe: Die Wahrscheinlichkeiten multiplizieren sich, und keine Voraussage ist garantiert. Das gilt auch für die, die gut begründet daherkommen. Eine Kombination mit vier Tipps bleibt eine Wette, deren Ausgang niemand kennt, egal wie überzeugt der Autor einer Tipps-Seite wirkt.

Wer eine Voraussage übernehmen will, kann das tun. Er sollte nur nicht annehmen, dass die Überzeugung eines anderen die Multiplikation aufhebt. Und er sollte nie eine Kombination spielen, deren Einzelvoraussetzungen er nicht selbst nachvollziehen kann, weil er sie sonst gar nicht bewerten kann.

Eine sichere Kombiwette gibt es nicht

Der Suchbegriff verrät die Hoffnung, und die Antwort ist unangenehm klar: Eine Kombination mit Gewinngarantie existiert nicht. Jede Wette ist ein Ereignis mit ungewissem Ausgang, und eine Kombination bündelt mehrere solche Ereignisse zu einem gemeinsamen Ausgang. Der Boost macht daraus kein anderes Geschäft.

Was es gibt, sind Wetten auf sehr wahrscheinliche Ereignisse. Die Quote sagt, was der Veranstalter dafür zu zahlen bereit ist, und sie ist bei wahrscheinlichen Ereignissen klein. Eine Kombination aus lauter kleinen Quoten ist trotzdem keine sichere Sache — sie ist eine Wette mit kleiner Auszahlung und einer Restwahrscheinlichkeit des Scheiterns, die man vier Mal hintereinander nicht treffen muss.

Wettarten und Quoten: Kombination, Einzelwette, Systemwette im direkten Vergleich

Die Gesamtquote einer Kombination ist das Produkt der Einzelquoten. Wer das verstanden hat, hat den grössten Teil verstanden, weil daraus alles folgt: die Höhe des möglichen Gewinns, die Seltenheit grosser Kombinationen und die Tatsache, dass ein Bonus auf den Nettogewinn nur ein Aufschlag auf diese Zahl ist.

Multiplikation statt Addition

Die Quoten von vier Tipps, beispielsweise 1.60, 1.70, 1.80 und 2.00, addieren sich nicht zu einem Ganzen von etwa 7.10, sondern sie multiplizieren sich zu 9.79. Genau dieses Produkt ist der Grund, warum Kombinationen verlockend wirken: Aus mässigen Werten wird eine grosse Zahl. Der Kehrwert derselben Rechnung ist weniger einladend, denn die Wahrscheinlichkeit, dass alle vier eintreffen, ist das Produkt der vier Einzelwahrscheinlichkeiten — und die sind klein.

Man kann die beiden Multiplikationen als eine einzige Bewegung beschreiben. Je länger die Kette wird, desto grösser der Gewinn im Erfolgsfall und desto geringer die Chance, diesen Fall zu erleben. Der Kombiboost verstärkt den ersten Teil dieser Bewegung und lässt den zweiten unberührt.

Abrechnung mit Wetten, die abgesagt werden

Ein Ereignis kann ausfallen. Wird ein Sporttip-Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn — oder im Rahmen eines Turniers — nachgeholt, ist die Wette ungültig. In einer Kombination erhält die betroffene Voraussage dann die Quote 1.00. Das ist die gute Nachricht: Die Kombination bleibt bestehen, sie wird nur schwächer, weil die Quote 1.00 das Produkt nicht hebt.

Die schlechte Nachricht betrifft den Boost. Eine Voraussage mit Quote 1.00 erfüllt die Mindestquote von 1.50 nicht. Aus vier Voraussagen, die eben noch die Schwelle trugen, werden drei zählende — und der Boost fällt ganz weg. In einer Kombination von genau vier Voraussagen, was die typische Nutzung des Boostes sein dürfte, ist eine Absage damit ein Ausfall der Erhöhung.

Reguläre Spielzeit und was mitzählt

Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer — beim Fussball etwa 90 Minuten — plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Wer eine Kombination über ein Cupspiel mit möglicher Verlängerung baut, sollte diesen Satz kennen. Er entscheidet, ob ein spätes Tor in der Verlängerung eine Kombination rettet oder nichts mehr bewirkt.

Warum es keinen Kombi-Markt ohne Marge gibt

Hinter jeder Quote steht ein Markt, und hinter jedem Markt steht eine Marge. Der Quotenschlüssel eines Marktes ist 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte aller Quoten eines Marktes. Liegt er etwa bei 0.95, bleiben 5 % Marge. Wer Kombinationen spielt, multipliziert diese Marge mit jedem angehängten Tipp. Das ist der eigentliche Preis des Spielens in Ketten, und er ist nicht verhandelbar.

Ein Bonus kann diesen Preis nur mildern, wenn er grösser ist als die Summe der Margen — und das ist er bei einem Aufschlag von 5 % auf den Nettogewinn nicht. Diese Einsicht gehört zu den unbequemsten auf dieser Seite, aber sie ist die einzige, die eine rationale Entscheidung trägt.

Was ein Kombiwetten-Rechner leistet und was nicht

Ein Rechner für Kombinationen erledigt das Produkt der Quoten und zeigt die Auszahlung. Er beantwortet damit eine Frage, die man auch selbst beantworten kann. Was er nicht leistet, ist die eigentliche Bewertung: Er kennt weder das Eintreffenrisiko noch die Bedingungen des konkreten Bonus. Ein Rechner macht aus einer gewagten Kombination keine kluge. Er macht sie nur lesbar.

Die zehn Anbieter im Vergleich: Bewilligungsstatus und was die Angaben hergeben

In der Schweiz führen zwei Veranstalter Sportwetten durch, und beide sind gemeinnützig verankert: Gewinne, die nicht geltend gemacht werden, fallen zugunsten des öffentlichen Zwecks an. Die übrigen acht Marken in dieser Übersicht haben keine Schweizer Bewilligung. Sie gehören in einen Vergleich, weil Schweizer Spieler ihnen begegnen — nicht, weil sie gleichwertig wären. Wer die Liste liest, sollte diese Trennung im Kopf behalten, denn sie entscheidet über Rechtsschutz, Sperrregister und Steuerfolgen.

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalter oder gemeldete Bewilligung
Swisslos Sporttip Veranstalter- und Spielbewilligung Swisslos Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel
Loterie Romande Jouez Sport Veranstalter- und Spielbewilligung Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande
Cloudbet ohne Schweizer Bewilligung nicht erstellt
bet-at-home ohne Schweizer Bewilligung nicht erstellt
BetFury ohne Schweizer Bewilligung nicht erstellt
Rabona ohne Schweizer Bewilligung nicht erstellt
Betwinner ohne Schweizer Bewilligung nicht erstellt
Funbet ohne Schweizer Bewilligung nicht erstellt
BillyBets ohne Schweizer Bewilligung nicht erstellt
BC.Game ohne Schweizer Bewilligung nicht erstellt

Die mittlere Spalte ist die einzige, die in dieser Tabelle wirklich zählt, und sie ist zugleich die, die am wenigsten Differenzierung hergibt: Zehn Zeilen, zwei davon mit Schweizer Bewilligung. Eine Vergleichstabelle, die mehr Spalten hätte — Bonus, Mindestquote, Zahl der Voraussagen —, würde eine Gleichwertigkeit behaupten, die nicht existiert. Sie müsste für die acht ausländischen Marken leer bleiben, und eine Spalte aus leeren Zellen neben zwei gefüllten ist keine Information, sondern eine Behauptung über Vergleichbarkeit. Deshalb stehen hier nur die Dinge, die für alle Beteiligten gleich gut belegbar sind: der Bewilligungsstatus und die Frage, wer im Hintergrund steht.

Was der Bewilligungsstatus für den Spieler bedeutet, ist kein Formalargument. Bei den beiden Schweizer Veranstaltern gilt Schweizer Aufsicht, das Sperrregister greift, und Streitfälle haben einen hiesigen Weg. Bei den übrigen acht ist das anders. Das ist der eigentliche Vergleich, und er ist in dieser Tabelle bereits abgeschlossen.

Swisslos Sporttip: der Boost mit der Staffel

Der Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen mit je mindestens 1.50 und staffelt den Bonus auf den Nettogewinn von 5 % bei vier bis 100 % bei fünfzehn Voraussagen. Das ist in der Schweiz das einzige Angebot dieser Art, und es ist gleichzeitig das Angebot, das am saubersten dokumentiert ist: Die Bedingungen stehen in den Spielregeln und Teilnahmebedingungen in einer für jeden nachlesbaren Version.

Der Mindesteinsatz von CHF 1 macht das Ausprobieren billig. Der Höchsteinsatz von CHF 1’000 bei Einzel- und Kombinationswetten setzt der Kürzung des Boostes durch Einsatzhöhe eine Grenze. Der Kanal ist ebenfalls begrenzt: Wer nicht im Vertragsgebiet Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt hat, bekommt kein Online-Konto. Wer im Vertragsgebiet wohnt, hat Zugang — vorausgesetzt, es besteht keine Spielsperre.

Was Kraft hat: die Breite. Prematch, Live und Systemwetten fallen unter den Boost, und die Limiten sind produktbezogen selbst setzbar. Was nicht Kraft hat: jeder Anspruch auf einen Markt. Cash-Out und Livewetten folgen eigenen Regeln, und in spielentscheidenden Situationen kann eine Wette mit Quote 1.00 gewertet werden. Bei einem Boost, der auf der Mindestquote aufbaut, ist das keine Randnotiz.

Wer den Boost ernsthaft nutzen will, sollte sich auf vier Voraussagen mit Quoten knapp über 1.50 konzentrieren und die Erhöhung als Rundungsgewinn begreifen. Die Staffel nach oben ist eine Verlockung, die mehr Trefferchancen kostet, als sie an Prozenten einbringt.

Loterie Romande Jouez Sport: Promotionsguthaben statt Boost

Bei der Loterie Romande dreht sich das Aktionsgeschäft nicht um einen Aufschlag auf den Gewinn, sondern um Promotionsguthaben. Die Aktion «JouezSport – Patinoires et Stades» verteilte CHF 10 Spielguthaben an Spieler, die innert sieben Tagen einen in den National-League-Stadien verbreiteten Code im verifizierten Konto eingaben. Insgesamt waren es 7’000 Stück, gültig 30 Tage, nicht auszahlbar.

Für den Nutzen eines Bonus ist das eine andere Kategorie. Der Boost bei Sporttip verbessert die Auszahlung einer ohnehin geplanten Wette. Das Romandie-Guthaben ermöglicht eine Wette, die der Spieler sonst nicht platziert hätte — mit allen Folgen für das Spielverhalten. Wer den Code nicht hat, hat kein Angebot. Wer ihn hat, hat CHF 10 Wettschein und kein Geld, denn Gratisspielguthaben ist nicht auszahlbar.

Für Kombinationen ist dieses Guthaben nicht ohne Reiz: Es ist ein bezahlter Wettschein, mit dem sich eine höher quotierte Kombination risikofrei platzieren lässt, wenn auch ohne Boost. Der Unterschied ist ein Unterschied des Spielstils, nicht der Qualität.

Was den Zugang betrifft, gilt dieselbe Logik wie im Vertragsgebiet Swisslos: nur für Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in den sechs Westschweizer Kantonen. Der entscheidende Punkt dieser Marke ist deshalb nüchterner, als eine Aktionsseite suggeriert: Die Promo ist an ein Einzugsgebiet gebunden, nicht an eine Kundenbeziehung. Wer ausserhalb wohnt, kann den CHF 10 nicht nachlaufen — Punkt.

Cloudbet: keine Schweizer Bewilligung

Cloudbet gehört in die Liste, weil Schweizer Spieler diese Marke im Netz antreffen. Eine Schweizer Bewilligung hat sie nicht; nur Swisslos und Loterie Romande dürfen hier Sportwetten durchführen. Eine ausländische Bewilligung ist hier ohne Kraft. Das ist kein Nebensatz, sondern die einzige Zeile, die für einen Schweizer Spieler zählt.

Wer dort spielt, findet keine Anbindung an das Schweizer Sperrregister. Ein Spieler, der sich bei Swisslos sperrt, sperrt sich damit nicht bei Cloudbet. Bei Streitigkeiten gibt es keinen Schweizer Weg, weil keine Schweizer Bewilligung existiert, an die sich ein Verfahren hängen könnte. Hinsichtlich der Blockierung von Domains kann die Aufsicht tätig werden; wer heute eine Seite aufruft, kann sie in einigen Wochen nicht mehr erreichen.

Für Kombiwetten heisst das: Wer dort eine Kombination platziert, tut es zu Bedingungen, die sich dieser Vergleich nicht zu eigen macht. Der Bewilligungsstatus steht auf dieser Seite über jeder Bonusfrage, weil er im Konfliktfall mehr wert ist als jeder Prozentsatz.

bet-at-home: keine Schweizer Bewilligung

bet-at-home wird von der Gespa im Zusammenhang mit Domain-Hopping aufgeführt — eine Beobachtung, die in diesem Vergleich als Hintergrund dient und die Marke nicht zu einer Schweizer Anbieterin macht. Eine Schweizer Bewilligung hat bet-at-home nicht; wer dort wettet, spielt ausserhalb des Schweizer Aufsichtssystems.

Das betrifft jeden Bonus, ganz unabhängig von seiner Höhe. Ein Aufschlag auf einen Gewinn, der aus einem Spielbetrieb ohne Schweizer Bewilligung stammt, trägt dieselben Merkmale: kein hiesiges Sperrregister, kein hiesiger Rechtsweg. Wer dort spielt, sollte das wissen, bevor er sich über Prozentsätze freut.

Eine weitere Folge betrifft die Steuerseite: Gewinne ausländischer Anbieter sind nicht Verrechnungssteuer unterworfen, können aber nach kantonaler Praxis sehr wohl als Einkommen gelten. Diese Frage hängt aber nicht am Bonus, sondern am Spielort.

BetFury: keine Schweizer Bewilligung

BetFury hat keine Schweizer Bewilligung. Jede ausländische Lizenzierung hat in der Schweiz ohnehin keine rechtliche Wirkung.

Der Fairness-Kern: Wer eine Kombination bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung platziert, kann keine Schweizer Aufsicht anrufen, wenn die Auswertung strittig wird. Für Kombiwetten ist das besonders relevant, weil die Auswertung mehrerer Ereignisse mehr Gelegenheit für Meinungsverschiedenheiten bietet — abgesagte Spiele, Statistikfragen, Sonderregeln. Ein Schweizer Weg bei Streit ist dann nicht vorhanden.

Wer den Vergleich nach dem Bonus ordnet, ordnet ihn nach der falschen Spalte. Diese Zeile bleibt nüchtern, weil das Kleingedruckte eines Anbieters ohne Schweizer Bewilligung ohnehin keine hiesige Durchsetzung kennt.

Rabona: keine Schweizer Bewilligung

Rabona tritt ohne Schweizer Bewilligung an. Nur Swisslos und Loterie Romande dürfen in der Schweiz Sportwetten durchführen. Für eine Schweizer Spielerin ist damit klar, wo sie sich befindet: ausserhalb des Bewilligungsrahmens.

Der Bonusfrage vorgelagert ist die Frage, ob eine allfällige Auszahlung überhaupt nach Schweizer Logik funktioniert. Die Schweizer Praxis kennt nur Auszahlungen auf ein Konto, das auf den Namen des Kontoinhabers lautet; im lizenzierten Schweizer Markt gibt es keine anonymen Auszahlungen. Ein Anbieter ohne Schweizer Bewilligung folgt dieser Praxis nicht.

Wer Kombinationen bei Rabona spielt, sollte den Bewilligungsstatus deshalb nicht als Formalie abtun. Er bestimmt, wer am Ende über einen strittigen Wettschein entscheidet — und das ist bei einer Kombination aus mehreren Voraussagen eine durchaus reale Frage.

Betwinner: keine Schweizer Bewilligung

Betwinner steht ohne Schweizer Bewilligung in dieser Liste. Eine ausländische Bewilligung hätte in der Schweiz keine Kraft.

Was für Kombinationsspieler zählt: Die Auswertung einer Kombination hängt an den Regeln des Veranstalters. Ohne Schweizer Bewilligung gelten Schweizer Erwartungen — etwa an die Wertung abgesagter Ereignisse — nicht. Wer gewohnt ist, dass eine ausgefallene Voraussage in einer Kombination zu Quote 1.00 führt, kann sich darauf ausserhalb des konzessionierten Marktes nicht verlassen.

Diese Beobachtung macht Betwinner nicht zu einem Rechtsproblem für den Spieler. Sie macht den Vergleich nur ehrlich: Bewilligungsstatus ist die erste Spalte, und sie ist bei dieser Marke leer.

Funbet: keine Schweizer Bewilligung

Funbet hat keine Schweizer Bewilligung. Für einen Vergleich, der Schweizer Spieler adressiert, heisst das: Der Ausgangspunkt ist nicht Vergleichbarkeit, sondern eine andere Kategorie.

Der bemerkenswerteste Punkt liegt in der Konsequenz für Kombinationen. Kombinierte Wetten sind dann besonders anfällig, wenn die Regeln des Veranstalters von den erwarteten abweichen. Wer vier Voraussagen verbindet und für eine davon eine Sonderregel gilt, verliert nicht einen Teil der Wette, sondern die ganze Kombination.

Der Spielstil kann dort trotzdem passen — wer bewusst ausserhalb des Schweizer Rahmens spielt, tut das aus eigenem Antrieb. Die Bewilligungszeile ist dann eine Information, keine Warnung. Sie sollte nur niemandem entgehen.

BillyBets: keine Schweizer Bewilligung

BillyBets tritt ohne Schweizer Bewilligung an. Das Schweizer Geldspielgesetz knüpft die Durchführung von Sportwetten an eine Bewilligung, die nur in der Schweiz gilt; ausländische Bewilligungen entfalten hier keine Wirkung.

Für Kombinationswetten ist die praktische Folge dieselbe wie bei den anderen Marken dieser Gruppe: kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und die Steuerfolge ausländischer Gewinne richtet sich nach kantonaler Praxis statt nach dem Schweizer Freibetrag für bewilligte Grossspiele.

Diese Zeile unterscheidet BillyBets nicht von den fünf Marken neben ihr. Sie unterscheidet alle sechs gemeinsam von den zwei Schweizer Veranstaltern, und das ist die relevante Trennlinie.

BC.Game: keine Schweizer Bewilligung

BC.Game steht ohne Schweizer Bewilligung in dieser Übersicht. Für Schweizer Spieler bleibt der Status damit derselbe wie bei den übrigen Marken ohne hiesige Erlaubnis.

Ein Punkt verdient bei dieser Marke dennoch Beachtung: Wer Kombinationen mit mehreren Ereignissen spielt, sollte das Auswertungsreglement des Veranstalters lesen, bevor er setzt. Ohne Schweizer Bewilligung fehlt die hiesige Kontrolle über solche Regeln, und die Regeln sind das, was im Streitfall zählt — nicht die angezeigte Quote.

Ob eine Marke ohne Schweizer Bewilligung für einen bestimmten Spieler passt, ist eine Entscheidung, die dieser Spieler selbst treffen muss. Die Übersicht hier liefert die nötigen Fakten dazu.

Bewilligung, Gesetz und was ausländische Angebote nicht mitbringen

In der Schweiz ist die Rechtslage für Sportwetten eigentümlich klar. Sportwetten sind ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz, das seit dem 1. Januar 2019 in Kraft ist. Zuständige Aufsicht ist die Gespa in Bern. Eine Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel — und sie gilt nur in der Schweiz. Kantonal wurde die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport.

Es gibt keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, weil es keine gibt. Die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste blockierter ausländischer Domains. Wer in einem Vergleich nach zehn konzessionierten Schweizer Anbietern sucht, sucht nach etwas, das nicht existiert — und das ist die erste Einsicht dieses Abschnitts.

Zwei Gebiete, ein Wohnsitzkriterium

Die beiden Veranstalter teilen sich die Schweiz geografisch auf. Swisslos betreibt Sporttip im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein; zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura.

Für ein Konto heisst das: Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt im jeweiligen Gebiet. Wer in Zürich wohnt, kommt nicht an das Westschweizer Angebot; wer in Genf wohnt, nicht an Sporttip. Ein Bonus, der geografisch nicht zugänglich ist, hat für den Leser keinen Wert, egal wie gut seine Bedingungen sind. Das ist die praktischste Erkenntnis dieses Abschnitts.

Wer im Online-Konto überhaupt Spieler werden darf

Die Online-Registrierung bei Swisslos setzt mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet voraus. Eine bestehende Spielsperre schliesst aus, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft.

Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; Personen unter 18 Jahren sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Beide Regeln sind nicht verhandelbar, und beide gelten unabhängig davon, wie ein Bonus formuliert ist.

Bewilligung und was Bewilligung nicht bedeutet

Eine Schweizer Bewilligung ist kein Gütesiegel für ein Bonusangebot. Sie sagt, dass die Aufsicht den Betrieb prüft, dass die Auszahlung auf ein Konto läuft, das auf den Namen des Kontoinhabers lautet, und dass es eine Anlaufstelle bei Streit gibt. Sie sagt nichts über die Grosszügigkeit eines Boosts.

Die Gespa führt nur die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains; sie prüft keine Bonusbedingungen. Wer einen Kombiboost bewertet, ist auf die Spielregeln des Veranstalters angewiesen — dieselben Bedingungen, die auf dieser Seite zitiert werden. Die Aufsicht schützt das Verfahren, nicht die Kalkulation.

Wo ausländische Aktionen ansetzen

Ausländische Aktionen unterstehen keiner Schweizer Kontrolle. Eine ausländische Bewilligung — Curaçao, Malta, Deutschland oder jedes andere Land — hat in der Schweiz keine Kraft. Ein Aufschlag auf einen Gewinn, der aus einem solchen Betrieb stammt, wird von keiner Schweizer Stelle beurteilt.

Der Spieler selbst wird nicht bestraft; das ist die gute Seite. Stakes und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter aber eingezogen werden. Und fair-play-Kontrolle gibt es keine. Für Kombinationen ist das eine reale Grösse, weil strittige Auswertungen bei mehreren Ereignissen häufiger vorkommen als bei einer einzigen Wette.

Limiten, Spielersperre und das Spielverhalten bei Kombiwetten

Ein Bonus ist im Kern eine Einladung, mehr zu spielen. Der Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen, und jede Stufe der Staffel verlangt mehr. Wer sich über diese Mechanik nicht im Klaren ist, findet in einem Bonus eine Begründung für Einsätze, die er ohne ihn nie gewählt hätte. Deshalb steht dieser Abschnitt hier — nicht als Anhang, sondern als Teil des Vergleichs.

Verlustlimiten müssen sein, und zwar vor der ersten Wette

Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.

Der 72-Stunden-Aufschub ist die stärkste Klausel im ganzen Regelwerk. Er bedeutet: Die Entscheidung, mehr zu riskieren, kann nicht in der Sekunde getroffen werden, in der sie sich richtig anfühlt. Wer nach einer verlorenen Kombination die Limite nach oben will, muss drei Tage warten — und kommt in dieser Zeit zur Vernunft. Der Mechanismus ist gut gebaut, und er ist das Gegenteil dessen, was ein Bonus verspricht.

Die Zahlen relativieren sich schnell. CHF 1’000 als Monatslimite für einen Spieler unter 21 lenken den Blick auf eine Gruppe, die genau ihre Orientierungsphase ist. Wer dort regelmässig Kombinationen mit vier Voraussagen spielt, ist mit wenigen Wettscheinen an der Grenze.

Die Spielsperre und das schweizweite Register

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein.

Das ist die wichtigste Eigenschaft des Schweizer Systems, und sie gilt nur im bewilligten Markt. Eine Sperre wirkt über die Grenzen einzelner Anbieter und über Kasino und Wette hinweg. Bei einem ausländischen Anbieter wirkt sie nicht, weil es keine Anbindung gibt. Wer die Sperre als Werkzeug nutzt, sollte diesen Unterschied kennen; sie deckt genau die zwei Veranstalter ab, die oben als bewilligt aufgeführt sind.

Warum jede zusätzliche Voraussage teurer wird

Das Thema dieses Abschnitts und der rote Faden der ganzen Seite treffen hier zusammen. Mit jedem weiteren Tipp sinkt die Trefferchance der Kombination. Der Kombiboost macht jeden zusätzlichen Tipp attraktiver, weil er die Staffel nach oben führt. Das ist eine seltene und deshalb bemerkenswerte Konstruktion: Das Angebot belohnt genau den Schritt, der die Wette schlechter macht.

Wer das durchschaut, spielt Kombinationen kürzer und bewusster. Vier Voraussagen mit je einer Quote von mindestens 1.50 sind die Schwelle, und sie ist bereits hoch. Sieben Voraussagen für 20 % sind ein anderes Spiel, und es ist riskanter, auch wenn die Zahl auf dem Wettschein grösser aussieht.

Ein Vergleich, der bei den Limiten anfängt

Wer zwei Bonusangebote vergleicht, sollte mit den Limiten anfangen und nicht mit den Prozentsätzen. Zuerst: Wie hoch darf mein Einsatz überhaupt sein? Bei Sporttip liegt der Höchsteinsatz für eine Kombination bei CHF 1’000, und ein Bonus wird nur auf einen Gewinn innerhalb dieser Grenze gewährt. Zweitens: Gibt es eine Einzahlungslimite, die meinen Einsatz begrenzt, und gilt sie auf Guthaben oder auf Zeitfenster? Bei Swisslos hängt der Kauf von Spielguthaben am Wallet-Stand, der CHF 9’999 nicht übersteigen darf.

Erst dann kommen die Prozentsätze, und sie sind — wie die Rechnung zeigt — auf einen Wettschein von einem Zehner kleine Beträge. Diese Reihenfolge ist der ganze Punkt dieses Abschnitts. Ein Bonus, der über einer Limite wirbt, die ihn begrenzt, ist eine Marketingaussage, keine Kalkulation.

Wo Hilfe zu finden ist

Wer merkt, dass Kombinationen und Boni ihn zu Einsätzen treiben, die seinem Budget nicht entsprechen, sollte die selbst gesetzte Limite senken — sofort, ohne Aufschub. Wer mehr braucht, kann die Spielsperre nutzen; die unbefristete Sperre ist im Register und wirkt breit. Finanzielle oder psychologische Beratung ist der nächste Schritt, und sie ist unabhängig davon sinnvoll, ob eine Kombination gewonnen oder verloren wurde.

Die Steuerfrage ist keine Botschaft gegen das Spiel, aber ein Detail, das man kennt: Gewinne aus Schweizer Grossspielen sind bis zu einem Freibetrag pro Einzelgewinn steuerfrei — auf Bundesebene ab dem 1. Januar 2026 CHF 1’071’000, und je nach Kanton für den kantonalen Anteil anders. Oberhalb der Schwelle behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die man über die Steuererklärung zurückholt. Der typische Kombi-Gewinn liegt weit darunter und bleibt steuerfrei. Für eine verbindliche Auskunft fragt man einen Steuerberater oder die kantonale Steuerverwaltung.

Häufige Fragen zu Kombiwetten und Boni

Was ist eine Kombiwette, und wie funktioniert sie?

Eine Kombiwette verbindet mehrere Voraussagen zu einer einzigen Wette. Der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Gesamtquote, und die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten. Aus vier Quoten, etwa 1.60, 1.70, 1.80 und 2.00, wird so eine Gesamtquote von 9.79.

Muss bei einer Kombiwette alles richtig sein?

Ja. Alle Voraussagen müssen eintreffen, sonst zerfällt die Kombination und der Einsatz ist verloren. Genau das unterscheidet sie von der Einzelwette und von der Systemwette, die Fehltipps teilweise verzeiht. Aus abgesagten Ereignissen kann die Wette in einem gesonderten Fall herauskommen: Wird ein Ereignis nicht innert 48 Stunden nachgeholt, erhält die betroffene Voraussage in einer Kombination die Quote 1.00.

Wie funktioniert der Kombiboost bei Sporttip, und welche Mindestquote gilt?

Der Boost gilt nur online für Prematch-, Live- und Systemwetten und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Er erhöht den Nettogewinn um 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert.

Wie berechnet sich die Gesamtquote einer Kombination?

Die Einzelquoten werden multipliziert. Vier solche Werte ergeben 9’792, auf zwei Stellen 9.79. Bei Swisslos wird der Gewinnbetrag zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Ein Einsatz von CHF 10 zahlt in diesem Beispiel CHF 97.90 zurück, vor einem allfälligen Boost.

Was geschieht bei einer abgesagten Begegnung?

Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn oder im Rahmen eines Turniers nachgeholt, ist die Wette ungültig. Bei Einzelwetten wird der Einsatz zurückbezahlt. In einer Kombination erhält die betroffene Voraussage die Quote 1.00, was die Gesamtquote senkt und eine Voraussage mit Mindestquote aus dem Boost fallen lässt.

Weshalb gibt es keine Kombiwette mit Gewinngarantie?

Weil jede Voraussage ein Ereignis mit ungewissem Ausgang ist und die Kombination mehrere davon bündelt. Die Multiplikation der Quoten erhöht den möglichen Gewinn, nicht die Wahrscheinlichkeit. Eine Kombination aus sehr wahrscheinlichen Ereignissen bleibt eine Wette, und der Kombiboost ändert daran nichts.

Inhalt erstellt vom Team «italienfussball»