Beste Sportwetten Prognose 2026: Wege, Regeln und was eine Quote wirklich hergibt
Ladevorgang...
Stand: Oktober 29, 2026. Die Bewilligungsangaben wurden gegen die öffentlich einsehbare Veranstalter- und Spielbewilligungsordnung des Geldspielgesetzes sowie die Angaben der Gespa geprüft.
Wer in der Schweiz nach der besten Sportwetten-Prognose sucht, findet zuerst zwei Namen und sehr viel Marketing daneben. Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport sind die einzigen Veranstalter, die hierzulande Sportwetten anbieten dürfen. Alles andere, was in Suchergebnissen und Werbebannern auftaucht, hat keine Schweizer Bewilligung. Das ist keine Fussnote, sondern der Anfang jeder ehrlichen Antwort auf die Frage, wo eine Prognose überhaupt gespielt werden kann.
Dieser Text ist bewusst kein Tippzettel. Er erklärt, wie eine Sportwetten-Prognose entsteht, was sie über ein Spiel aussagt und was nicht, welche Regeln in der Schweiz für Wetten und Wettende gelten und was ein Angebot seine Nutzer kostet. Er nennt keine Mannschaft, kein Ergebnis und keine Quote als Empfehlung, weil niemand einen Spielausgang kennt. Wer eine sichere Wette verspricht, verkauft etwas, das es nicht gibt.
Klar ist ebenfalls: Eine Prognose verbessert die Einschätzung, sie hebt die Mathematik des Marktes nicht auf. In jeder Quote steckt der Anteil, den der Veranstalter einbehält. Wer das einmal verstanden hat, liest Wettangebote anders. Er sieht nicht mehr den möglichen Gewinn zuerst, sondern den Preis dafür.
Die Entscheidung beginnt vor der Prognose
Wer sich mit Sportwetten beschäftigen will, trifft drei voneinander unabhängige Entscheidungen. Die erste ist die Wahl des Veranstalters, und in der Schweiz ist diese Wahl kleiner, als die Werbung suggeriert. Die zweite ist die Frage, ob überhaupt eine Prognose nötig ist oder ob eine simple Wette auf ein deutliches Ergebnis genügt. Die dritte ist die Frage, wie viel Geld dieser Teil des Monats kosten darf. Diese Reihenfolge ist unangenehm, weil sie mit der unbequemsten Entscheidung anfängt. Sie ist trotzdem richtig.

Die Veranstalterwahl entscheidet über Bewilligung, Schutzmechanismen und Auszahlungswege. Ob man danach auf eine Premier-League-Partie, ein Schweizer Ligaspiel oder eine internationale Begegnung setzt, ändert daran nichts. Die Zahlungsströme bleiben gleich, das Register der gesperrten Personen bleibt gleich, die Steuerfolge bleibt gleich. Erst innerhalb dieses Rahmens beginnt die eigentliche Prognosearbeit, und dort zählt die Qualität der Herleitung.
Der Vergleich der Anbieter: Herkunft, Prüfbarkeit, Versprechen
Prognoseangebote lassen sich an drei Dingen auseinanderhalten, die nichts mit dem Inhalt der Prognose zu tun haben. Erstens an der Herleitung: Wird erklärt, auf welcher Grundlage eine Einschätzung entsteht, oder steht nur ein Ergebnis da? Zweitens an der Nachprüfbarkeit: Werden Treffer und Fehler dokumentiert, oder verschwinden die falschen Vorhersagen? Drittens an den Versprechen: Wer eine sichere Sache suggeriert, hat schon in diesem Punkt verloren.

| Brand | Bewilligungsstatus | Organisator oder gemeldete Bewilligung |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel |
| Loterie Romande Jouez Sport | Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel | Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne |
| BC.Game | ohne Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz wirksame Bewilligung |
| Sportaza | ohne Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz wirksame Bewilligung |
| PowBet | ohne Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz wirksame Bewilligung |
| HighFlyBet | ohne Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz wirksame Bewilligung |
| Coolzino | ohne Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz wirksame Bewilligung |
| Duelbits | ohne Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz wirksame Bewilligung |
| GG.BET | ohne Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz wirksame Bewilligung |
| FortuneJack | ohne Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz wirksame Bewilligung |
Die Tabelle trennt zwei Gruppen, die im Netz ständig vermischt werden. Die oberen zwei Zeilen beschreiben Veranstalter, die im Rahmen einer Gesamtbewilligung für Grossspiele arbeiten, mit einer Veranstalterbewilligung und je einer Bewilligung pro Spiel, und deren Konzession ausdrücklich nur in der Schweiz gilt. Die unteren acht Zeilen beschreiben internationale Plattformen, die Schweizer Spielende in der Praxis antreffen, die aber über keine Schweizer Bewilligung verfügen. Eine ausländische Genehmigung, gleich aus welchem Land, hat hier keine Wirkung. Das ist der Kern des Ganzen.
Für den Vergleich der Prognoseangebote bedeutet das eine unbequeme Verschiebung. Die Bewertung nach Herleitung und Nachprüfbarkeit bleibt richtig, aber sie kann nicht über die erste Frage hinweghelfen. Ein noch so sauber dokumentiertes Prognosemodell auf einer Plattform ohne Schweizer Bewilligung führt dazu, dass Einsätze und Gewinne in einem Verfahren gegen den Anbieter beschlagnahmt werden können und dass weder Zugang zu einem Schweizer Sperrregister noch ein Schweizer Rechtsweg besteht. Von den zehn hier betrachteten Anbietern sind genau die zwei Schweizer Veranstalter vollständig in dieses Schutzsystem eingebunden. Das ist kein Argument für ein Produkt, sondern eine Feststellung über die Rechtslage.
Die Unterschiede zwischen den Anbietern im Einzelnen lassen sich durch einen Vergleich ihrer Rahmenbedingungen und Auszahlungswege nachvollziehen. Zuerst aber die Grundlage: was eine Prognose überhaupt ist und woher sie ihre Wahrscheinlichkeiten nimmt.
Was eine Prognose aus Form, Statistik und Quoten macht
Eine Sportwetten-Prognose beginnt mit Beobachtung, nicht mit Inspiration. Drei Quellen tragen den Löwenanteil. Die Form sagt, wie eine Mannschaft in den letzten Wochen gearbeitet hat: Ergebnisse, Gegnerqualität, Spielrhythmus, Reisestrapazen. Die Statistik sagt, was über längere Zeit messbar ist: Torverhältnisse, Chancenverwertung, Ballbesitz, Standardsituationen, Heimbilanz. Die Aufstellung sagt, was an diesem Tag fehlt oder zurückkommt, und sie ist der Teil, der sich am unmittelbarsten in einer Zahl niederschlägt.
Aus diesen drei Quellen entsteht keine Wahrheit, sondern eine Einschätzung. Wer sie in eine Wahrscheinlichkeit übersetzt, arbeitet mit einer Bandbreite, nicht mit einem Punktwert. Ein Modell, das einer Mannschaft 55 Prozent Siegchance gibt, sagt damit nicht, dass sie gewinnt; es sagt, dass sie in etwa jedem zweiten vergleichbaren Spiel gewinnen würde. Der Unterschied ist gross genug, um jede Wette in einem anderen Licht zu zeigen.
Die Quoten kommen erst am Ende dazu, und sie verändern die Prognose nicht, sie messen sie. Eine Quote von 2.10 für einen Ausgang bedeutet, dass der Markt diesem Ausgang weniger zutraut als einem mit Quote 1.60. Wer seine eigene Einschätzung gegen diese Markteinschätzung hält, betreibt Quotenvergleich. Wer sie für identisch hält, spart sich die Arbeit.
Warum aus einer Prognose keine Gewissheit folgt
Ein einzelnes Fussballspiel hat eine Ereignismenge, die sich einer belastbaren Vorhersage entzieht. Ein abgefälschter Schuss, ein früher Platzverweis, ein Tor in der Nachspielzeit, ein Torhüter mit einem guten Tag: jede dieser Grössen kann den Ausgang eines Spiels vollständig umdrehen, und keine davon ist prognostizierbar. Die Statistik beschreibt Häufigkeiten, nicht diesen einen Abend.
Der zweite Grund ist unangenehmer. Wenn die eigene Einschätzung sich von der des Marktes unterscheidet, liegt das häufig daran, dass der Markt mehr weiss. Aufstellungen werden oft spät bekannt, und die Quoten bewegen sich bis zum Anpfiff. Wer früh setzt, setzt gegen ein Informationsniveau, das später höher ist.
Daraus folgt nicht, dass Prognosen nutzlos sind. Sie ordnen ein Spiel, sie machen Erwartungen sichtbar, sie helfen, Angebote zu vergleichen. Sie ersetzen aber niemals die Entscheidung, ob man überhaupt setzen will. Diese Entscheidung trifft der Wettende allein, und kein Modell kann sie ihm abnehmen.
Was ein Quotenschlüssel über ein Angebot verrät
Jede Quote enthält einen eingebauten Abschlag. Die nüchterne Rechnung dahinter: Man bildet den Kehrwert jeder Quote eines Marktes, zählt die Kehrwerte zusammen und nimmt davon wieder den Kehrwert. Das Ergebnis ist der Quotenschlüssel, also der Anteil aller Einsätze, den ein Markt an die Wettenden zurückzahlt. Der Rest ist die Marge.
Ein Beispiel, das ausdrücklich keine gestellte Quote ist, sondern eine Rechenübung: ein Markt mit zwei Ausgängen zu je 1.90. Zwei Kehrwerte von je rund 0’526 ergeben zusammen rund 1’053. Der Kehrwert davon liegt bei etwa 0.95, der Quotenschlüssel also bei ungefähr 95 Prozent und die Marge bei rund 5 Prozent. Von jedem Franken, der in diesem Markt liegt, kommt im Durchschnitt also etwa 95 Rappen zurück.
Diese Zahl ist eine Band mit einer Bedingung, keine feste Grösse. Sie gilt für einen Markt mit zwei gleich hohen Ausgängen. Sobald ein dritter Ausgang dazukommt, sobald ein Favorit mit niedriger Quote neben einem klaren Aussenseiter steht oder sobald die beiden Veranstalter unterschiedlich taxieren, verschiebt sich der Wert. Bei drei Ausgängen ist die Marge systematisch grösser, weil mehr Kehrwerte zusammenkommen. Bei Märkten mit zwei ungleichen Quoten fällt sie kleiner aus als bei einem symmetrischen Feld. Wer den Quotenschlüssel zweier Anbieter vergleichen will, muss denselben Markt zur selben Zeit betrachten, sonst vergleicht er zwei verschiedene Dinge.
Dasselbe gilt für den Kehrwert: Eine Auszahlungsquote von 95 Prozent und eine Marge von 5 Prozent beschreiben dieselbe Beobachtung aus zwei Richtungen. Fest steht: Wer über viele Wetten hinweg setzt, gibt im Durchschnitt diesen Prozentanteil ab. Eine einzelne Wette kann freilich alles oder nichts bringen, und genau das macht die Sache so verführerisch.
Wetten ohne Bewilligung gibt es in der Schweiz nicht
Der rechtliche Rahmen ist in der Schweiz eng und, sobald man ihn einmal gelesen hat, recht einfach. Sportwetten sind ein Grossspiel im Sinne des Geldspielgesetzes und werden von der Gespa beaufsichtigt, nicht von der Aufsichtsbehörde für Casinos. Eine Bewilligung umfasst immer zwei Teile, eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel, und sie gilt ausdrücklich nur in der Schweiz. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt.
Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport sind diese beiden Veranstalter. Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019, kurz IKV 2020. Sporttip wird im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt; zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet. Jouez Sport wird von der Loterie Romande für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura veranstaltet; die Loterie Romande nennt als Kontaktadresse Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne, zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende.
Daraus folgt etwas, das viele Wettende erst nach der Registrierung merken. Ein Online-Spielerkonto ist an einen Wohnsitz im jeweiligen Gebiet gebunden. Wer im Kanton Zürich wohnt, wird bei Jouez Sport nicht zum Zuge kommen, und wer im Kanton Genf wohnt, nicht bei Sporttip. Die beiden Veranstalter konkurrieren nicht um dieselben Kunden, und das ist Absicht.
Welche Ereignisse überhaupt auf dem Programm stehen dürfen
Was gespielt werden darf, ist nicht dem Veranstalter überlassen, sondern steht auf einer geschlossenen Liste. Massgebend ist die Liste der Aufsicht mit den zugelassenen Sportarten, Wettkämpfen und Wettarten. Qualifikationsrunden stehen nur darauf, wenn sie ausdrücklich genannt sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie genannt sind. Ranglistenwetten sind zulässig, wenn die Rangierung über die Teilnahme an einem internationalen Wettkampf oder über das Podest entscheidet, niemals auf Trainingsläufe. Korner- und Kartenmärkte finden sich auf der Liste nicht, und ein Esport-Bereich fehlt dort ebenfalls. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ausgeschlossen. Allein Sportwetten sind erlaubt; Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind es nicht.
Eine Prognose ersetzt diese Prüfung nicht. Wer sich heute eine Einschätzung zu einem Spiel zurechtlegt, sollte vorher nachsehen, ob das Ereignis und die Wettart überhaupt zugelassen sind. Das klingt nach Formalität und ist in der Praxis der Unterschied zwischen einer gültigen Wette und einem Wettschein, der gar nicht erst hätte angenommen werden dürfen.
Livewetten sind erlaubt, vor dem Spiel und während des Spiels, sofern der Veranstalter über eine entsprechende Bewilligung verfügt. Was Cash-Out betrifft, so ist dieses Instrument nicht gesetzlich geregelt, sondern eine Funktion des jeweiligen Veranstalters mit dessen eigenen Bedingungen. Virtueller Sport lässt sich in dieser Frage nicht einordnen; belastbar ist nur, dass Esport auf der Liste der Aufsicht nicht vorkommt.
Warum ausländische Anbieter keine Alternative sind
Eine Bewilligung aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem beliebigen anderen Land hat in der Schweiz keinerlei Wirkung. Das Veranstalten von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist strafbar, mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahren. Der Spielende wird nicht bestraft. Wer das für Entwarnung hält, übersieht den zweiten Teil: In einem Verfahren gegen den Anbieter können Einsätze und Gewinne beschlagnahmt werden, und ein fairer Spielverlauf ist nicht kontrolliert.
Acht der zehn hier betrachteten Anbieter fallen in diese Gruppe: BC.Game, Sportaza, PowBet, HighFlyBet, Coolzino, Duelbits, GG.BET und FortuneJack verfügen über keine Schweizer Bewilligung. Bei ihnen ist keine in der Schweiz wirksame Bewilligung gegeben, und keiner von ihnen ist an das Schweizer Sperrregister angeschlossen. Es fehlt der Schweizer Rechtsweg. Ein Auszahlungsstreit bleibt ein Streit mit einem Unternehmen, das hier nicht greifbar ist.
Die Aufsicht führt zudem die Sperrliste der ausländischen Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS-Sperre blockieren. Was auf dieser Liste steht, ist für viele Nutzer schlicht nicht mehr erreichbar. Die Liste wurde am 3. September 2019 erstmals veröffentlicht und umfasste Ende 2025 insgesamt 671 Domains. Sie wächst ständig, weil Anbieter nach einer Sperre ihre Adresse wechseln und innert Stunden unter neuer Domain auftauchen. Ein Verweis auf die eigene «Regulierung» auf einer solchen Seite sagt deshalb nichts über die Lage in der Schweiz.
Wer trotzdem dort spielt, sollte einen Punkt nüchtern mitdenken: Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, aber die kantonale Steuerpraxis kann sie als volles Einkommen erfassen. Für den Kanton Thurgau ist genau das belegt, unabhängig von der Höhe des Gewinns. Wer seine Steuern selbst deklariert, merkt das erst im Folgejahr, und dann ist es zu spät für eine Korrektur der Wahl.
Wie die Bewilligung die Auszahlung prägt
Innerhalb des Bewilligungsrahmens gelten Regeln, die kein Marketingtext erwähnt. Gewinne und Guthaben werden nur auf ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers ausbezahlt; anonyme Auszahlungen oder Auszahlungen in Kryptowährungen gibt es im bewilligten Schweizer Sportwettgeschäft nicht. Eine Kreditierung an Spielende ist dem Veranstalter untersagt. Er darf also keinen Vorschuss geben, und er darf nicht die Wetter auf Pump spielen lassen.
Bei Swisslos zeigt sich das konkret. Spielguthaben auf dem Wallet lässt sich per Online-Zahlungsmöglichkeit oder per Einzahlungsschein kaufen, mit einem Mindestbetrag von CHF 20. In 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Als Zahlungsart für das Aufladen des Spielkontos nennt Swisslos unter anderem PostFinance Pay, wobei die Transaktion direkt in der PostFinance App bestätigt wird.
Die Auszahlungsseite hat ihre eigenen Hürden. Swisslos zahlt Spielguthaben innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto aus. Ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 Prozent belastet werden, die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen, und Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar. Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung schreibt Swisslos automatisch dem Wallet gut; Gewinne über CHF 1’000 werden bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen auf das Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto des Teilnehmers überwiesen.
Wer sein Guthaben häufig in kleinen Beträgen abzieht, zahlt also ab dem dritten Mal mit. Das ist kein Skandal, aber ein Kostenpunkt, den ein Vergleich zweier Anbieter selten erwähnt. Die beiden Gratisauszahlungen pro Jahr sind schnell aufgebraucht, wenn man jede Woche ein paar Rappen übrig hat.
Was die Spielsperre ist und was sie nicht ist
Die Spielsperre ist das schärfste Instrument im Schweizer System, und sie ist keine freiwillige Geste des Veranstalters. Überschuldete oder suchtgefährdete Personen können gesperrt werden, und jede Person kann sich selbst sperren. Die Sperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen, das auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos und im Fürstentum Liechtenstein gilt. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf.
Aufheben lässt sich eine freiwillige Sperre nicht nach Belieben: Eine Sperre kann erst nach drei Monaten aufgehoben werden, und eine Fachstelle ist am Verfahren beteiligt. Zusätzlich muss ein selbst gewählter Unterbruch von bis zu sechs Monaten möglich sein. Gesperrte und minderjährige Personen haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne. Das ist die härteste Konsequenz im ganzen Regelwerk, und sie ist beabsichtigt.
Prognosen und Limiten vertragen sich nicht
Eine Prognose, die sich gut anfühlt, ruft nach mehr Einsatz. Das ist ihr gefährlichster Effekt, und er hat nichts mit der Qualität der Prognose zu tun. Wer drei Einschätzungen hintereinander richtig hatte, neigt dazu, beim vierten Mal mehr zu setzen, obwohl sich an der Trefferwahrscheinlichkeit nichts geändert hat. Genau hier greifen Regeln, die vorher festgelegt werden müssen.
Das Schweizer Recht legt die Limiten ausdrücklich in die Hand der Spielenden. Der Veranstalter muss von sich aus einen oder mehrere Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangen. Es gibt keine gesetzlich festgeschriebene Einzahlungsobergrenze, die für alle gilt. Vor der ersten Teilnahme an Sporttip müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und einer Grenze von CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.
Diese 72 Stunden sind der wichtigste Satz in diesem Abschnitt. Der Gesetzgeber hat 24 Stunden vorgesehen, die beiden Veranstalter arbeiten mit 72 Stunden in ihren eigenen Bedingungen. Wer in einem schwachen Moment erhöhen will, kommt drei Tage später an. Das ist eine bewusst eingebaute Bremse und kein Ärgernis.
Dazu kommt die Registerfrage. Auf einer Plattform ohne Schweizer Bewilligung greift keine dieser Limiten, weil kein Anschluss an das schweizerische System besteht und keine Aufsicht die Einhaltung prüft. Wer sein eigenes Budget dort überschreitet, hat keine Stelle, an die er sich wenden könnte.
Ein Punkt gehört der Klarheit halber danebengestellt: Die Aufsicht hat 2025 mit Testkäufen geprüft, wie gut der Jugendschutz an Verkaufsstellen funktioniert. Bei diesen Testkäufen wurde in 47.5 Prozent von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Wer glaubt, die Kontrolle am Verkaufsschalter sei streng, sollte diese Zahl kennen. Sie sagt nichts über das System als Ganzes, aber sie widerlegt die Annahme, ein bewilligter Kanal sei automatisch ein dichter.
Ein Budget, das sich an der Marge misst
Der zweite Teil der Antwort ist unromantisch. Ein Budget wird vor dem ersten Einsatz festgelegt, es gilt für einen festen Zeitraum, und es ist Geld, das für andere Zwecke nicht gebraucht wird. Wer es in Prozent des verfügbaren Monatseinkommens denkt, versteht schneller, warum die Marge zählt: Ein Markt mit einem Quotenschlüssel von rund 95 Prozent und einer Marge von etwa 5 Prozent nimmt über viele Wetten hinweg diesen Anteil des Umsatzes. Wer CHF 100 im Monat setzt, gibt im Durchschnitt dieser Rechnung nach ungefähr CHF 5 ab. Der Wert ist eine Erwartung über viele Wetten, kein Abzug auf jeder einzelnen, und er hängt am Markt und an den Quoten.
Der dritte Teil ist der schwierigste, und keine Limite kann ihn erzwingen: kein Nachsetzen, um einen Verlust auszugleichen. Der Rückgriff auf höhere Einsätze nach einer Niederlage ist die verlässlichste Art, ein funktionierendes Budget in einer Woche zu zerstören. Die Sporttip-Limiten zählen hier nur bis zu einem Punkt; die eigentliche Grenze liegt bei der Person.
Wer merkt, dass Kontrolle und Budget nicht mehr halten, findet Hilfe bei Fachstellen für Spielsucht und bei den Beratungsangeboten der Kantone. Das ist keine Floskel am Rand, sondern der Teil des Themas, der zählt, wenn die Rechnung nicht mehr aufgeht.
Wie Sporttip eine Quote auszahlt
Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal der Gesamtquote, die das Produkt der Einzelquoten ist. Swisslos rundet das Ergebnis zuerst auf zwei Nachkommastellen auf und danach auf 5 Rappen genau ab. Bei einer Einzelwette über CHF 50 zu einer Quote von 2.10 ergibt sich ein Rückzahlungsbetrag von CHF 105; der Reingewinn liegt bei CHF 55. Der Rundungsweg wirkt dabei klein, aber er läuft immer in dieselbe Richtung.
Ein zweiter Punkt, der bei Livewetten überrascht: Bei Sporttip-Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen wie einem Elfmeter, einer roten Karte oder einem Videoschiedsrichter-Entscheid kann Swisslos Wetten ebenfalls mit Quote 1.00 bewerten. Wer unmittelbar nach einem Tor auf den nächsten Treffer setzt, weiss nicht immer, welchen Stand die Buchung erwischt hat.
Wer die reguläre Spielzeit beurteilt, muss ausserdem wissen, was sie umfasst: die reguläre Spieldauer, beim Fussball also 90 Minuten, plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Prognosen, die auf ein Weiterkommen zielen, treffen damit einen anderen Markt als Prognosen auf den Ausgang der Partie.
Wenn ein Spiel abgesagt wird
Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt, oder im Rahmen eines Turniers nicht nachgeholt, ist die Wette ungültig. Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die betroffene Voraussage Quote 1.00. Für Kombinationen heisst das: Eine tote Voraussage verschwindet, die übrigen bleiben bestehen, und die Gesamtquote sinkt entsprechend. Nicht das ganze Produkt fällt weg, sondern nur sein schwächstes Glied.
Cash-Out: was die Funktion kostet
Cash-Out wird gern als Rettungsanker verkauft. Bei Sporttip gibt es Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführter Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht.
Der Preis dafür ist konkret. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, er hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten. Wer den Ausstieg kennt, findet ihn also nicht immer, und wer ihn findet, verkauft einen Teil des möglichen Ertrags an den Veranstalter zurück.
Das ist der Kern der Sache: Cash-Out ist kein Ausgang aus dem Markt, sondern ein zweites Geschäft mit demselben Anbieter. Die Differenz zwischen dem Cash-Out-Betrag und dem möglichen Gewinn ist der Preis der Bequemlichkeit, und er wird innerhalb des Spielverlaufs grösser oder kleiner, ohne dass der Wettende darauf Einfluss hat. Auch die Boost-Funktionen verfallen bei einem Cash-Out; ein Bonus, der an eine laufende Wette gebunden war, ist danach weg.
Gratisspielguthaben, Kombiboost, Quotenboost
Bevor ein Veranstalter Gratisspiele oder Gratisguthaben anbietet, braucht er die vorgängige Zustimmung der Aufsicht. Diese Zustimmung wurde im Jahr 2025 insgesamt 24 Mal an die Loterie Romande und 8 Mal an Swisslos erteilt. Die Aufsicht kontrolliert damit, was an Gratisleistungen in den Markt kommt, aber sie gibt keine Beträge und Bedingungen vor; die stehen in den Bedingungen des jeweiligen Veranstalters.
Sporttip kennt drei Instrumente, und sie arbeiten unterschiedlich. Der Kombiboost gilt nur online, für Prematch-, Live- und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 Prozent bei vier, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn solchen Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert.
Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine einzige Voraussage. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost.
Ein Blick auf die Kombiboost-Staffel lohnt sich, weil sie das Verhältnis von Einsatz und Zusatzertrag zeigt. Der Weg von vier auf sieben Voraussagen verdreifacht den Bonus, verlangt aber drei zusätzliche Voraussagen mit Mindestquote. Jede davon ist eine weitere Chance, danebenzuliegen. Der Bonus auf den Nettogewinn wächst also mit der Zahl der Prognosen, und die Trefferwahrscheinlichkeit der Kombination sinkt mit derselben Zahl. Wer die Staffel nach oben geht, erkauft sich den höheren Prozentsatz mit einem höheren Risiko, und dass ein Prozentsatz von 100 Prozent mehr nach Geld aussieht als 5 Prozent, ändert daran nichts.
Limitierend wirkt auch das hier verankerte Prinzip, dass Einsatz und Erhöhung begrenzt sind. Ein Boost ist damit kein Hebel auf beliebig grosse Beträge, sondern eine kleine Zulage auf einen begrenzten Einsatz. In beiden Fällen gilt: Ein Boost verbessert den Preis einer Wette, er verbessert nicht die Prognose, auf der sie steht.
Steuern auf Gewinne in der Schweiz
Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zu einem Freibetrag pro Einzelgewinn von der Einkommenssteuer befreit und werden erst darüber besteuert. Der Bundesfreibetrag liegt ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, im Vorjahr lag er bei CHF 1’070’400. Der kantonale Freibetrag unterscheidet sich davon, deshalb gilt hier: je nach Kanton. Oberhalb des Freibetrags behält der Veranstalter 35 Prozent Verrechnungssteuer ein, und die Rückforderung läuft über die Deklaration des Gewinns in der Steuererklärung.
Für den typischen Wettenden heisst das: keine Einkommenssteuer und keine Verrechnungssteuer auf dem Gewinn. Der Freibetrag liegt so hoch, dass ihn ein normaler Wettschein praktisch nie berührt. Eine Schweizer Wettsteuer auf den Einsatz gibt es nicht; wer in der Diskussion von einer «Sportwettensteuer» liest, verwechselt sie mit der Verrechnungssteuer auf sehr hohe Einzelgewinne.
Bei ausländischen Anbietern sieht die Sache anders aus. Ihre Gewinne unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, aber einzelne Kantone erfassen sie als steuerbares Einkommen. Für den Kanton Thurgau ist belegt, dass Gewinne aus ausländischen Grossspielen ohne Rücksicht auf die Höhe vollständig als Einkommen gelten. Wer das nicht deklariert, riskiert eine Nachsteuer. Wer es nicht weiss, wird es spätestens dann erfahren, wenn die Steuererklärung schon eingereicht ist.
Allgemeine Hinweise ersetzen keine Beratung. Wer die konkrete Steuerfolge seiner Gewinne kennen will, fragt einen Steuerberater oder die kantonale Steuerverwaltung.
Die zehn Anbieter im Vergleich
Die Reihenfolge unten beginnt mit den beiden Schweizer Veranstaltern und wechselt danach zu den internationalen Plattformen, die ohne Schweizer Bewilligung auftreten. Die Bewertung folgt derselben Logik wie oben: Herleitung der Prognose, Prüfbarkeit der Auszahlung, Klarheit der Bedingungen. Bei den ausländischen Anbietern bleibt ein Punkt in jedem Fall gleich, und er lässt sich nicht durch eine gute Oberfläche aufwiegen: Es fehlt die Schweizer Bewilligung.
Swisslos Sporttip: das bewilligte Angebot mit dem dichtesten Regelwerk
Swisslos betreibt Sporttip als einen von zwei Veranstaltern, die in der Schweiz Sportwetten anbieten dürfen, gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Der Organisator ist die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, das Produkt heisst Sporttip, und die Bewilligung deckt sowohl die Veranstaltung als auch die einzelnen Spiele ab, unter Aufsicht der Gespa. Ein Online-Konto steht nur Personen offen, die im Vertragsgebiet wohnhaft oder dort gewöhnlich aufhältig sind.
Der Zugang ist nicht offen für alle: Wer im Vertragsgebiet wohnt, kann ein Konto eröffnen, wer ausserhalb wohnt, nicht. Zur Online-Registrierung braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet, es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft. Das ist unbequem und genau der Grund, warum es bei Sporttip kein Zweitkonto gibt und warum die Limiten, die man setzt, auch tatsächlich greifen.
Beim Einsatz ist der Rahmen eng. Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten beträgt CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Für Prognosen mit grossen Einsätzen ist das die relevante Zahl: Der Sporttip-Rahmen liegt bei CHF 1’000 pro Einzelwette, und dieser Wert ist eine Bedingung des Veranstalters, keine gesetzliche Grösse.
Auf der Produktseite gibt es Einiges zu entdecken. Kombinationen mit voneinander abhängigen Wettereignissen derselben Sportveranstaltung werden nur über die Bet-Builder-Funktion gebildet; nimmt Swisslos eine solche Kombination irrtümlich ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Der Kombiboost und die Boost-Instrumente sind oben beschrieben. Neben dem Online-Weg über die Website und die Sporttip App für iOS und Android lassen sich in der App zusammengestellte Wetten auch per QR-Code an einer Sporttip Verkaufsstelle spielen.
Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Zwecks der Swisslos. Eine Einsprache bei verweigerter Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben. Beide Fristen sind kurz, und beide stehen in einem Regelwerk, das niemand gerne liest.
Wer in der Deutschschweiz, im Tessin oder in Liechtenstein wohnt und eine Wette mit Schweizer Rechtsschutz, Sperrregister und klar dokumentierten Limiten will, landet hier. Der Preis dafür ist eine engere Produktpalette als bei einem internationalen Anbieter und ein Regelrahmen, der den Einsatz nach oben begrenzt.
Loterie Romande Jouez Sport: dieselbe Bewilligung, der Westschweizer Weg
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie nennt als Kontaktadresse Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne, zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. In der rechtlichen Einordnung unterscheidet sich das Produkt nicht von Sporttip: gleiche Bewilligungsart, gleiche Aufsicht, gleiche Beschränkung auf das eigene Gebiet. Der Unterschied liegt im Einzugsgebiet und in den Bedingungen des eigenen Reglements.
Beim Höchstgewinn setzt Jouez Sport deutliche Grenzen. Pro Einzel- oder Kombiwette sind maximal CHF 300’000 möglich, für alle Gewinne eines Multiples zusammen höchstens CHF 1’000’000. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, und die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen; darüber liegt die Grenze bei 100’000. Der Mindestwert von 1.10 ist eine Hürde, die den Aufbau einer Kombination aus lauter Aussenseitern ausschliesst.
Wer im Kanton Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf oder Jura wohnt, hat auf der bewilligten Seite genau diese zwei Wege, und die Loterie Romande ist für ihn der nähere. Der CHF 300’000-Deckel pro Wette klingt hoch und ist im Alltag irrelevant; relevant wird er erst für Wettende, die mit einer Kombiwette aus zehn Voraussagen auf einen sehr hohen Gesamtgewinn zielen.
BC.Game: keine Schweizer Bewilligung
BC.Game ist eine internationale Plattform ohne Schweizer Bewilligung. Eine in der Schweiz wirksame Bewilligung ist hier nicht gegeben. Wer dort spielt, ist nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen, hat keinen Schweizer Rechtsweg und trägt das Risiko, dass Einsätze und Gewinne in einem Verfahren gegen den Anbieter beschlagnahmt werden. Die Aufsicht kann Domains des Anbieters auf die Sperrliste setzen, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS blockieren.
Ein Prognoseangebot auf einer solchen Plattform lebt von derselben Spannung wie jedes andere: Der Betreiber verdient am Umsatz, nicht am Treffer. Es lohnt sich, die eigenen Erwartungen an ein Modell, das auf einer Plattform ohne hiesige Aufsicht läuft, an dieser Stelle nüchtern zu prüfen.
Sportaza: keine Schweizer Bewilligung
Sportaza fällt in dieselbe Kategorie wie BC.Game: eine Plattform ohne Schweizer Bewilligung, nicht an das Sperrregister angeschlossen, ohne Schweizer Rechtsweg. Eine in der Schweiz wirksame Bewilligung fehlt. Die Aufsicht kann Domains des Anbieters der Sperrliste hinzufügen.
Für Wettende ausserhalb des bewilligten Systems ist die Folge immer dieselbe: keine Schweizer Limiten, keine Schweizer Aufsicht, kein Schweizer Rechtsschutz. Wer ein Konto dort führt, sollte sich vorher überlegen, an wen er sich bei einem Problem wendet. Die Antwort ist unangenehm kurz.
PowBet: keine Schweizer Bewilligung
PowBet tritt ebenfalls ohne Schweizer Bewilligung auf. Es besteht keine in der Schweiz wirksame Bewilligung, kein Anschluss an das Sperrregister und kein Schweizer Rechtsweg. Eine Sperrung der Domain über die DNS-Sperre der Schweizer Telekom-Anbieter ist möglich.
Die Aufsicht führt die Sperrliste ausdrücklich, weil solche Auftritte für hiesige Nutzer erreichbar bleiben, solange sie nicht blockiert sind. Eine Seite, die jederzeit von einer Domain-Sperre getroffen werden kann, ist als dauerhafte Plattform für Kontoguthaben und laufende Wetten ein fragiles Konstrukt.
HighFlyBet: keine Schweizer Bewilligung
Bei HighFlyBet liegt keine Schweizer Bewilligung vor. Der Anbieter ist nicht an das Sperrregister angeschlossen und bietet keinen Schweizer Rechtsweg. Eine Aufnahme der Domain in die Sperrliste ist möglich.
Die drei Punkte, die bei jedem dieser Anbieter wiederkehren, sind keine Bewertungsdetails, sondern die Bewertung selbst. Wer sie zur Seite schiebt, weil die Oberfläche gefällt, verlegt die Entscheidung auf ein Feld, auf dem sie nicht entschieden werden kann.
Coolzino: keine Schweizer Bewilligung
Coolzino gehört zur Gruppe der Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Eine in der Schweiz wirksame Bewilligung ist nicht gegeben, ein Anschluss an das Sperrregister besteht nicht, ein Schweizer Rechtsweg ebenfalls nicht. Eine Blockierung der Domain über die Sperrliste ist möglich.
Der Name legt eine Nähe zum Casino nahe, und das ist ein sinnvoller Hinweis auf die Einordnung: Bewilligungen werden in der Schweiz produktbezogen erteilt. Wer sein Sportwettgeschäft auf einer Plattform betreibt, die primär anders positioniert ist, sollte die Bedingungen für Wetten und Auszahlungen getrennt lesen.
Duelbits: keine Schweizer Bewilligung
Duelbits tritt ohne Schweizer Bewilligung auf. Die in der Schweiz wirksame Bewilligung fehlt, der Anschluss an das Sperrregister fehlt, der Schweizer Rechtsweg fehlt; eine Aufnahme in die Sperrliste ist möglich.
Für Wettende, die von einem bewilligten Schweizer Angebot hierher wechseln, ändert sich mehr als die Produktpalette. Es ändert sich das gesamte Umfeld, in dem ein Streit über eine Auszahlung ausgetragen würde.
GG.BET: keine Schweizer Bewilligung
GG.BET fällt in die Gruppe der Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Eine in der Schweiz wirksame Bewilligung ist nicht vorhanden, es besteht kein Anschluss an das Sperrregister und kein Schweizer Rechtsweg, und die Domain kann über die Sperrliste blockiert werden.
Anbieter mit einer starken Ausrichtung auf Esport-Wetten zeigen die Grenze des Schweizer Systems besonders deutlich: Esport kommt auf der Liste der zugelassenen Sportarten nicht vor. Ein umfangreiches Angebot in diesem Bereich ist deshalb kein Vorteil, sondern ein Hinweis darauf, dass die Plattform nicht im Rahmen der hiesigen Liste arbeitet.
FortuneJack: keine Schweizer Bewilligung
FortuneJack tritt ebenfalls ohne Schweizer Bewilligung auf. Eine in der Schweiz wirksame Bewilligung fehlt, kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, und eine Blockierung der Domain ist möglich.
Die acht Anbieter ohne Schweizer Bewilligung unterscheiden sich in Oberfläche und Programm erheblich. In der einen Frage, die über den hiesigen Rahmen entscheidet, unterscheiden sie sich nicht. Wer sie dennoch vergleicht, sollte den Vergleich als das lesen, was er ist: eine Auswahl unter Bedingungen, die in der Schweiz nicht kontrolliert werden.
Wo die Wahl endet
Zwei Veranstalter, ein klar umrissenes Gebiet und eine Liste, auf der steht, was gespielt werden darf: Die Schweiz macht es dem Wettenden nicht bequem, und sie macht es ihm auch nicht besonders abwechslungsreich. Wer eine gute Prognose sucht, arbeitet innerhalb dieses Rahmens oder verzichtet auf den Schutz, der daran hängt. Ein dritter Weg existiert nicht, und jede Seite, die einen verspricht, arbeitet mit einer Domain, die auf der Sperrliste landen kann.
Die Sache mit der besten Prognose hat am Ende wenig mit Prognosen zu tun. Der wichtigste Hebel ist die Veranstalterwahl, weil sie entscheidet, ob Limiten, Sperrregister und Rechtsweg greifen. Der zweite ist die Limite, die vor dem ersten Einsatz gesetzt wird und nicht in der Aufregung eines Spiels. Der dritte ist ein Budget, das die Marge mitdenkt, statt sie zu ignorieren. Rechenkünste kommen danach, und sie bleiben das, was sie sind: Wahrscheinlichkeiten, keine Zusagen.
Häufige Fragen
Wie entsteht eine Sportwetten-Prognose aus Form, Statistik und Quoten?
Aus drei Quellen, die unterschiedlich schnell veralten. Die Form zeigt den Zustand der letzten Wochen, die Statistik die Muster über eine ganze Saison, die Aufstellung den konkreten Tag. Daraus entsteht eine geschätzte Wahrscheinlichkeit, die mit den Quoten abgeglichen wird. Die Quote selbst sagt nichts über den wahrheitsgemässen Ausgang, sie zeigt nur, wie der Markt die Sache einschätzt.
Weshalb kann keine Prognose ein Ergebnis voraussagen?
Weil ein einzelnes Spiel von Ereignissen abhängt, die sich nicht vorhersehen lassen: ein abgefälschter Schuss, ein Platzverweis, ein Tor in der Nachspielzeit. Statistik beschreibt Häufigkeiten über viele Spiele, nicht diesen einen Abend. Wer trotzdem ein Ergebnis garantiert, verspricht etwas, das niemand liefern kann, und ein Wettender, der darauf setzt, verliert echtes Geld.
Was ist eine Value-Wette, und wie hängt diese mit der Marge zusammen?
Eine Value-Wette liegt vor, wenn die eigene Einschätzung der Wahrscheinlichkeit höher ist als die, die in der Quote steckt. Die Marge sitzt als Abschlag in jeder Quote, denn der Markt zahlt nicht alles zurück: Bei zwei Ausgängen zu je 1.90 liegt der Quotenschlüssel bei rund 95 Prozent, die Marge also bei etwa 5 Prozent. Value heisst, diesen Abschlag zu überwinden.
Wie verhalten sich Livewetten bei Sporttip, und was ändert sich bei Live-Prognosen?
Bei Sporttip gilt eine Livewette unabhängig davon, ob das Ereignis übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter oder Videobeweis kann Swisslos Wetten mit derselben Quote bewerten. Live-Prognosen brauchen deshalb zusätzlich eine Rechnung mit dem Buchungszeitpunkt.
Welche Wetten sind in der Schweiz nach der Liste der Aufsicht erlaubt?
Erlaubt sind ausschliesslich Sportwetten auf Ereignisse der zugelassenen Liste, die Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten führt. Qualifikationsrunden und Frauenwettbewerbe stehen nur darauf, wenn sie genannt sind; Korner- und Kartenmärkte sowie Esport fehlen. Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind ausgeschlossen. Livewetten sind dort erlaubt, wo der Veranstalter über die entsprechende Bewilligung verfügt.
Wie lässt sich mit Verlustlimiten und einem festen Budget verhindern, dass Prognosen zu höheren Einsätzen führen?
Indem beide Werte vor dem ersten Einsatz festgelegt werden. Bei Sporttip sind Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage verpflichtend, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren; eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Dazu gehört der Verzicht auf Nachsetzen, um Verluste auszugleichen.
Tipps – italienfussball
Inhalt erstellt vom Team «italienfussball»
